Rüstungskontroll- und Abrüstungsverhandlungen
Diese Seite bietet einen detaillierten Überblick über die Verhandlungen zur Rüstungskontrolle und Abrüstung zwischen den USA und der Sowjetunion in den 1980er Jahren. Der Fokus liegt dabei auf den START-Gesprächen (Strategic Arms Reduction Talks) und den NST-Verhandlungen (Nuclear and Space Talks).
Definition: START (Strategic Arms Reduction Treaty) - Ein Vertrag zwischen den USA und der Sowjetunion/Russland zur Reduzierung strategischer Nuklearwaffen.
Die Chronologie beginnt am 29. Juni 1982 mit der ersten Runde der START-Gespräche in Genf und zeigt die Entwicklung der Verhandlungen bis zum Gipfel von Reykjavik im Oktober 1986. Wichtige Meilensteine waren:
- Der Vorschlag der Sowjetunion im September 1985, die strategischen Raketen um 50% zu reduzieren und die atomaren Sprengköpfe auf 6000 zu begrenzen.
- Die Präsentation eines überarbeiteten Angebots durch die USA im Herbst 1986, das 1600 strategische Trägermittel und 5500 Sprengköpfe für Interkontinental- und seegestützte Raketen vorsah.
Highlight: Auf dem Gipfel von Reykjavik einigten sich US-Präsident Reagan und KPdSU-Generalsekretär Gorbatschow auf eine Reduzierung auf 1600 Trägermittel und 6000 atomare Sprengköpfe. Uneinigkeit bestand jedoch bei der strategischen Raketenabwehr (SDI).
Die Seite enthält auch eine Grafik, die die Anzahl der Atomwaffen der heutigen Atommächte zeigt. Russland und die USA besitzen mit jeweils über 7000 Sprengköpfen bei weitem die größten Arsenale.
Beispiel: Während Russland und die USA jeweils über 7000 Atomsprengköpfe besitzen, verfügen Länder wie Pakistan, Indien und Israel über deutlich weniger, nämlich zwischen 80 und 120 Sprengköpfe.





