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Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

 1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832
Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr
 1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832
Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr
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Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr
 1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832
Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr
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Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr

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Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

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Pdf 1: Deutschland unter Napoleon 1800-1815 Pdf 2: Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815 - 1832 Pdf 3: "Einheit und Freiheit" in der deutschen Revolution von 1848/49 Pdf: 4 Glossar zu markierten Wörtern Pdf 5: Personenregister

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1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832 Die nationalliberale Bewegung in Deutschland ● Reformzeit und Befreiungskriege führte --> Entstehung und Vorbereitung von nationalen und liberalen Ideen Unterschiedliche Ausrichtungen, jedoch Forderungen nach nationaler Einheit und individueller Freiheit nicht zu trennen --> hälfte 19. Jhd. Von Nationalliberaler Bewegung Deutschlands gesprochen Idee von Liberalismus und Nationalismus in Kreisen im Anklang --> jedoch Unterschiede Träger der nationalliberalen Idee: städtische Bildungsbürger und Besitzbürger --> nationale Gedanke erlebte nach 1815 in jugendlichen-universitären Kreisen große Verbreitung Größer werdende Unzufriedenheit der Bevölkerung (Bezug auf wirtschaftliche und soziale Verhältnisse) --> wuchs Bereitschaft von Handwerkern, Bauern und Tagelöhnern die nationale Bewegung zu unterstützen Die Ideen des Liberalismus ● ● ● ● Forderung nach Selbstbestimmung --> Liberaler Hinsicht: Schutz des Individuums vor Fremdbestimmung und Willkürherrschaft --> Wesentlich: Garantie von Grund- und Menschenrechten wie Freiheit der Person, Gleichheit vor Gesetz, Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit, auch Recht auf Eigentum ● --> Existenz einer Verfassung: für Monarchen bindenden Rechtsordnung Machtkonzentration und Machtmissbrauch verhindern --> Staat Prinzip der Gewaltenteilung: Judikative, Exekutive und Legislative ● Zuteilung: Exekutive Gewalt --> Fürsten; Judikative Gewalt --> unabhängige Richter ● Bereich Legislative: Liberalen Mitstimmrecht Forderten rechtliche (nicht politische) Gleichheit der Bürger Politisches Teilhaben nur die qualifiziert --> durch Besitz und Bildung oder durch Steuerzahlungen auswies ● Beschränkte oder keine politischen Rechte: ungebildete Gesellschaft, nicht besitzende Schichten und Frauen ● Innerer Widerspruch: Gleichheit vor Gesetz fordern vs politische und soziale Gleichheit ablehnen --> erkannt und...

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kritisiert Die Ziele des Nationalismus Wunsch nach nationaler Selbstbestimmung Frankreich seit 1789 Staat und Nation eine Einheit --> sollte gesamtdeutscher Staat die deutsche Nation repräsentieren ● Stellte Herrschaftsverhältnisse infrage ● 1. Forderung zielte nach staatlicher Einheit auf Auflösung des Deutschen Bunds und Zusammenführung der bestehenden Länder zu einem Nationalstaat --> multinationaler ● ● Staaten 2. nationale Weltanschauung die Idee der Volkssouveränität über der Souveränität der Fürsten, Prinzip der Legitimität ("von Gottes Gnaden”) zurückgewiesen wurde Fürst von Metternich sah im Nationalismus die größte Bedrohung der Wiener Ordnung 1815 Das Wartburgfest 1817 18. und 19. Oktober 1817, 500 Teilnehmer aus 11 deutschen Universitäten auf der Wartburg bei Eisenach ● Höhepunkt der oppositionellen Bewegung: Wartburgfest ● Erinnerung an 300 Jahre zurückliegende Reformation, Anlass des 4. Jahrestags der Völkerschlacht bei Leipzig ● --> Aktion (nicht Teil des Festprogramms), lenkte Aufmerksamkeit der Regierung auf oppositionelle Bewegung Forderung -->" die 4 großen Ps": 1. Pressefreiheit, 2. Recht auf Parteibeteiligung, 3. Parlamente, 4. Politische Einheit der Nation Die Karlsbader Beschlüsse und die Wiener Schlussakte ● ● 1819, Ermordung des konservativen Dichters August von Kotzebue vom Studenten Karl Ludwig Sand --> bot Metternich den Anlass im Deutschen Bund seine Politik durchzusetzen Mitglieder des DB verabschiedeten 1819 die Karlsbader Beschlüsse Beschlüsse: Verbot der Burschenschaften, Überwachung von Studenten und Professoren, Säuberung, staatliche Kontrolle von Pressepublikationen ● Strafe wenn man sich widersetzt: Geldbuße, Amtsenthebung, Festungshaft und sogar Todesurteil ● Wiener Schlussakte 1820 DB: "gesamte Staatsgewalt" im Monarchen vereinigt bleiben soll Weiterer Liberalisierung dieser Konstitutionen war Riegel vorgeschoben Einigen Staaten (Österreich und Preußen) verweigerten Monarchen die Verfassung --> verstießen gegen Artikel 13 ● Im Zuge Revolution 1848 erhielten diese Länder Konstitutionen ● Festreden --> Ergebnisse des Wiener Kongresses und restaurative Politik der Fürsten kritisiert, Einheit zum Frieden aufgerufen Anlehnung an Martin Luthers Verbrennung der päpstlichen Bannandrohungsbulle 1520 -> warfen Studenten Symbole der Obrigkeit & etliche als restaurativ angesehene Schriften ins Feuer Liberale und nationale Bewegung außerhalb Deutschlands Europa und Übersee nahmen Konflikte zwischen den nach Selbstbestimmung strebenden gesellschaftlichen Gruppen und die politische Stabilität badachten Machthabern zu Heftige Konflikte: liberale Reformbestrebungen mit nationalstaatlichen Forderungen verbanden --> Betraf Griechenland, Italien und Polen, außerhalb Europas Südamerika ● Die Julirevolution und ihre Vorgeschichte ● ● Juli 1830 übte entscheidenden Einfluss auf andere europäische Länder aus Nach Sturz Napoleons --> Frankreich erlebt politische Restauration 1814 französischer Thron: König Ludwig XVIII. Ließ neue Verfassung - die Charte constitutionnelle - festgeschrieben mit konstitutionelle Monarchie mit starkem Monarchen Nachfolger Karl X. und er verfolgten revolutionäre Politik ● ● Die Folgen der Julirevolution in Europa ● ● ● Reaktionen auf die Julirevolution: Verfassungsgebungen in Deutschland Im DB: neue Verfassungen erlassen Staaten in Nord- und Mitteldeutschland --> politischen Protestbewegungen, von sozialen Unruhen verstärkt Bürger und paar Adlige traten für politische Reformen ein ● Handwerker, Arbeiter und auch bäuerliche Bevölkerung forderten eine wirtschaftliche und soziale Verbesserung Herrschenden sahen sich zu verfassungsrechtlichen Zugeständnissen gezwungen Eintritt in den Kreis der Verfassungsstaaten, neu: Herzogtum Braunschweig, Kurfürstentum Hessen und Königreiche Sachsen und Hannover ● --> der Schritt gab liberalen Opposition in Deutschland und Polen Auftrieb Reaktionen auf die Julirevolution: Der Novemberaufstand in Polen Größter Teil des ehemaligen Herzogtums Warschau zum Königreich Polen zusammengefasst --> als Kongresspolen ● ● Einschränkungen von Karl X.: 1814 Garantie der Pressefreiheit und löste Nationalgarde auf (besonderes Symbol der 1789 Revolution) 27. Juli 1830 Ausbruch in Paris Barrikadenkämpfe, 3 Tage später --> Stadt in Händen der Aufständischen, Karl X. musste abdanken Versuch unprivilegierter Schichten: republikanische Staatsform nach demokratischen Prinzipien --> scheiterte am Widerstand, fürchteten Radikalisierung der Revolution und Intervention Heilige Allianz Grundlage der neuen Verfassung: Etablierung konstitutionelle Monarchie, in der Parlament seiner Macht gestärkt wurde --> Gesetze zu verabschieden Louis-Philippe I., bei Julimonarchie (die bis zur Februarrevolution 1848 bestand), zum König und Oberhaupt gewählt ● ● Julirevolution löste Revolutionswelle aus, erfasste meiste europäische Länder Betroffen: Belgien, Polen, Deutschland, die Schweiz, Italien, Spanien, Portugal und Großbritannien Unterschiedliche Reaktionen der Großmächte Reaktion Frankreich und Großbritannien: politische Reformen Reaktion der drei Ostmächte Russland, Österreich und Preußen: politischen Status quo mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bewahren System der fünf eu Großmächte (seit 1815 eine Einheit) zerfiel in westliches, liberalfortschrittliches geprägtes Lager und eine östliche, konservativ-reaktionäre Staatengruppe Hauptziel Wiener Kongress: unkontrollierter politischer Wandel --> gescheitert ● Personalunion König: russischer Zar Alexander I. Wunsch der Polen: Schaffung eines unabhängigen Nationalstaats --> klare Absage erteilt Kongresspolen erhielt: eigene Verfassung mit eigener pol. Regierung, Verwaltung und Armee, Grundrechte wie Meinungs- und Religionsfreiheit garantiert ● Trotz liberalen Ansätzen und Eid (Zar an Konstitution geleistet hatte) --> sah sich nicht dazu verbunden Ausgeprägtes Misstrauen Alexanders gegen nationalliberale Aktivität ● Ab 1825 herrschender Nachfolger Nikolaus I. (gleiches Misstrauen) ● ● Spannungen zwischen revolutionäre Bestrebungen in Polen und Russland eskalierten --> durch Nachrichten aus Frankreich und Deutschland --> Aufstand 1830: Novemberaufstand ● ● ● ● ● Vielen Polen blieb nur Gang ins Exil Weg führte sie in Westen über Deutschland nach Frankreich, England und in die USA Das Hambacher Fest ● Nach Niederschlagung des Novemberaufstands, 50 000 Polen Richtung Westen ● Januar 1831, erste Flüchtlinge in der Pfalz --> politische angespannte Stimmung Oppositionelle Kreise sahen Chance: unabhängiges Polen für "Wiedergeburt" Deutschlands zu werben ● ● ● ● Russische Reaktion auf Erhebung Nov. 1830 fiel aus Polnische Reichstag erklärte Zaren als abgesetzt --> russische Armeeverbände rückten in Polen ein, schlugen Aufstand gewaltsam nieder September 1831 russische Truppen nahmen Warschau durch Kämpfe ein Führer der Erhebung hingerichtet, unzählige Polen nach Sibirien deportiert November 1831 Verfassungen und autonome Status des Königreichs abgeschafft und polnische Armee aufgelöst ● Vorstellung materieller und sozialer Gleichheit war Festrednern fremd Neuordnung Europas verlangt ● Ziele: Einigkeit, Mehrheit --> friedliche Methoden im Rahmen der rechtlichen Ordnung Reaktion auf das Hambacher Fest ● Höhepunkt Protest: Hambacher Fest 27. Mai 1832 Initiatoren des Fests: Philipp Jakob Siebenpfeifer und Georg August Wirth Volksfest auf Hambacher Schlossberg, 25 000 bis 30 000 Menschen Menschen aus der Pfalz, benachbarten Teilen Deutschlands, auch Gäste aus Frankreich und Polen Fast alle Schichten der Gesellschaft vertreten: Männer und Tagelöhner, Abgeordnete, Studenten, Bauern und Winzer 20 Beiträge, Forderung: deutsche Einheit und eine freiheitliche Verfassung --> Volkssouveränität und Garantie von Grundrechten mit rechtlicher Gleichheit Obrigkeit hatte weniger Skrupel König Ludwig I: schickte Truppen in Pfalz, gingen gegen Oppositionen und Anhänger vor ● --> Prozess gegen gestellte Siebenpfeiffer, Wirth und andere Organisatoren des Hambacher Fests unter Vorwurf angeklagt -- --> hätten versucht die Staatsregierung zu stürzen und eine Verfassung für geeintes Deutschland eingeführt ● auen, Bürger, Handwerker, 1833 durch Geschworenen freigesprochen, jedoch wegen Beleidigung in- und ausländischer Beamter zu mehrjähriger Haft verurteilt ● Obrigkeit mir Repression reagiert Grundlage Artikel 10 (rechtliche Verschärfung der Karlsbader Beschlüsse) oppositionelle verhaftet, Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt und Universitäten noch strenger überwacht ● Mit diesen Artikeln wurden Parlamentsrechte eingeschränkt: “bundeswidrig" Politik der Kammer legal kaum noch möglich Reaktionen der nationalliberalen Bewegung auf Artikel zehn Maßnahme tiefgreifende Wirkung ● Veränderung, Fortschritt und Freiheit nur noch im nationalen Rahmen --> nur über gesamtdeutsche Verfassung möglich Oppositionelle resignierten angesichts der reaktionären Maßnahmen, zogen sich in "biedermeierliches” Leben zurück ● ● Juli 1832 sechs weitere Artikel verabschiedet, Verfügten über einheitliche Auslegung der Länderverfassungen ● Haus und Familie wurde zu Lebensmittelpunkt, praktizierte schickliche, fromme Lebensweise Oder verließen das Land, sowie Siebenpfeiffer und Wirth --> Auswanderung in freiere Staaten wie Frankreich, Belgien, die Schweiz und USA Personenregister 1.1 Klemens Wenzel Fürst von Metternich ● Napoleon Bonaparte 1.2 Französischer General, revolutionärer Diktator und Kaiser der Franzosen ● 1769 geboren, 1821 verstorben ● Leistung: Bekannt als Kaiser, Kriegsherr und Eroberer Zitat: "Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen" 1789 französische Revolution, Napoleon zum General erklärt 1796 Durchbruch: Napoleon siegte als Anführer im Italienfeldzug, folgende Siege seiner Truppen gegen Österreich und Belgien bereiteten den Weg zum Ende der französischen Revolution vor Volk sah ihn als: Held der Nation ● Karikatur Merkmale: ● ● Österreichischer Außenminister (1809-1848) Staatskanzler (1821-1848) Führender europäischer Staatsmann seiner Zeit ● August von Kotzebue ● Johann Georg August Wirth Zweispitz (bestimmte Art von Hut) mit einer blau-weiß-roten Kokarde (eine Bandschleife in Form einer Rosette, als Abzeichen an der Kopfbedeckung oder Kleidung getragen) Uniform eines Offiziers der Garde-Jäger zu Pferd, grünen Uniformenrock (Kragen und Ärmelabsatz rot, Epauletten goldgelb), weiße Hose und schwarze Stiefel mit Sporen ● 1798-1848 ● Deutscher Jurist, Journalist und Mitinitiator des Hambacher Fests Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848 ● Karl X. Dramatiker, Schriftsteller und Librettist Ermordet 1819 In einem Werk abfällig über Burschenschaften geäußert Karl Ludwig Sand ● In einer Burschenschaft Ermordete Kotzebue 1819 Grund: Sand hielt Kotzebue für einen Vertreter des Unterdrückungssystems; er war der Meinung seine Ziele nur mit Gewalt durchzusetzen aus dem Haus Bourbon König von Frankreich 1824-1830 der letzte Herrscher Frankreichs, mit Titel „König von Frankreich und Navarra" folgte am 16. September 1824 seinem älteren Bruder Ludwig XVIII. auf den Thron 1830 durch die Julirevolution gestürzt König Ludwig XVII. von Geburt an Herzog der Normandie sowie nach dem Tod seines älteren Bruders Louis Joseph ● ● Louis-Philippe 1. 1.3 ● ● ● Philipp Jakob Siebenpfeiffer 1789 - 1845 ● Deutscher Jurist, Publizist und Mitinitiator des Hambacher Fests Zar Alexander I. ● ab 1789 Dauphin de France damit Kronprinz von Frankreich ● ● 1773 - 1850 Letzte "König der Franzosen" (1830 – 1848) Bürgerkönig ● Kaiser von Russland König von Polen erster russischer Großfürst von Finnland aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und von 1801 bis 1807 sowie von 1813 bis 1818 Herr von Jever Friedrich Wilhelm IV. vom 7. Juni 1840 bis zu seinem Tod König von Preußen ● entstammte der Dynastie der Hohenzollern ● Regierungszeit mit zwei elementaren Umbrüchen konfrontiert: der Industriellen Revolution und der bürgerlichen Forderung nach politischer Mitsprache Lehnte 1849 Kaiserwürde ab ● Karikatur Merkmale: ● Rundlicher Bauch Blaue Uniform Bekannte Karikatur: soll ich, soll ich nicht? --> König zählt an seinen Knöpfen ab ob er Kaiser werden soll- oder nicht. 1.1 Deutschland unter Napoleon 1800-1815 Deutschland bis 1801 3 Jahre nach französischer Revolution von 1789, linksrheinische Territorien Deutschlands von französischen Truppen besetzt Östlich des Rheins: keine Änderung der politischen und sozialen Ordnung --> Ancien Régime Heilige römische Reich deutscher Nation (souveräne Kleinstaaten) geprägt von monarchischem Herrschaftsanspruch, sowie feudale und ständische Gesellschaftsstrukturen Politische Macht in der Hand der Landfürsten --> höhere Stellen in Verwaltung und Militär dem Adel vorbehalten ● ● ● Mehrheit der Bauern unfrei --> Rahmen des guts- und grundherrschaftlichen Systems verschiedene Abgaben und Dienste leisten Steuern von Bürgern und unfreien Bauern bezahlt Die territoriale Neugestaltung Deutschlands unter Napoleon seit 1801 ● Nach Sieg 1801 über Österreich --> Umgestaltung der deutschen Reichterritorien 1803 Reichsdeputationshauptschluss --> Hoheits- und Eigentumsrechte geistlicher Fürstentümer aufgehoben (Säkularisation), kleinere weltlichen Reichsstände und fast alle Reichsstädte großen Landesherren zu unterstellen (Mediatisierung) Größte Gewinner "Flurbereinigung" --> Preußen, dehnte Macht in Nordwestdeutschland aus --> Folgezeit: Baden, Württemberg und Bayern auf Seite von Frankreich Unter Führung der drei Staaten, 1806 schlossen 16 süd- und westdeutsche Staaten zum Rheinbund zusammen --> vom Kaiser und Reich lossagte und unterstellte dem Protektorat Frankreichs ● Rheinbundstaaten militärisches Bündnis mit Frankreich, zur Stellung von Truppen für Napoleons Feldzug ● 06. August 1806 römisch-deutscher Kaiser Franz II. Nach Aufforderung Napoleons, legt Kaiserwürde ab --> Ende einer 800-jährigen Geschichte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation Die Reformzeit 1807 bis 1815 in den Rheinbundestaaten ● ● ● Ziel Napoleons: innere Umgestaltung der Rheinbundstaaten ● Musterstaaten dienten Königreich Westfalen und Großherzogturm Berg --> regiert von Napoleons Verwandten 1807 in diesen Staaten moderne zentralistisch-bürokratische Staatsverwaltung aufgebaut ● Vorbildfunktion: Code Civil | --> galt in linksrheinischen Gebieten Deutschlands bis zum Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs 1900 "Revolution von oben", Rheinbundstaaten erlebten Modernisierung, feudale und ständische Ordnung überwunden Die Preußischen Reformen 1807 bis 1815 ● Andere Staaten wie Preußen gezwungen Reformen des Staats und der Gesellschaft ● ● durchzuführen Modernisierungsprozesse prägten 19. Jhd. Grundlagen Preußischen Reformen: neues Bild vom Menschen (vom unmündigen, unaufgeklärten Untertanen zu selbstständig denkendem und handelndem Bürger) Regierungs- und Verwaltungsreform --> zu moderner Regierungsorganisation mit Ressortprinzip und Ministerverantwortlichkeit 1808 in Städten lokale Selbstverantwortung, Möglichkeit dem Bürgertum eine politische Partizipation Agrarreform und Bauernbefreiung (1807) --> Bauern persönlich frei, nicht von Dienst- und Abgabepflicht entbunden; Bauernbefreiung westlicher Anstoß für Aufschwung Landwirtschaft und Basis für Industrialisierung 19. Jhd. Wirtschaftlichen Aufschwung Preußens bedeutsam Wirtschaftsreform (1811), beseitigte Zunftzwang, führte Gewerbefreiheit ein Judenemanzipation (1812) --> preußische Juden mit Staatsbürgern gleichgestellt ● Maßnahmen Heeresreform, zur Förderung des Volkes der Modernisierung ● Nach Beginn Befreiungskriege 1813/1814 --> Preußen führte allg. Wehrpflicht ein -- ● Bildungsreform: Förderung Erziehung der Selbstständigkeit und Entwicklung Nationalbewusstseins Bildungswesen verstaatlicht (preußischen Kults- und Unterrichtsverwaltung Wilhelm von Humboldt) - --> allg. Schulpflicht und dreistufiges Bildungswesen: Elementarschule, Gymnasium und Universität Militärischer Sieg Deutschlands über Napoleon 1814/1815 --> Ende preußische Reformprozesse ● Verfassungsversprechen von preußischem König Friedrich Wilhelm III. 1810 und 1815 nicht ● erfüllt Reformen Preußen trotzdem verändert --> Voraussetzung für Aufstieg 19. Jhd. Die Befreiungskriege – die Geburtsstunde der nationalliberalen Bewegung ● ● 1812 Gipfel Napoleons macht ● Kaiserreich Frankreich umfasste: linksrheinischen Gebiete, große Teile Norddeutschlands und Regionen in Nord- und Mittelitaliens ● Um Frankreich rum, Gruppierung Vasallen- und verbündete Staaten ● 1812/1813 gescheiterter Versuch Russland --> die letzte unabhängige Kolonialmacht zu unterwerfen ● Niederlage hinterließ halbe mio. Soldaten in Russland, löste in Preußen und anderen deutschen Staaten eine patriotische Erhebung aus --> Bewegung gründete: Ablehnung der napoleonischen Fremdherrschaft, gepaart mit ausgeprägter antifranzösischer Einstellung; auch um Glauben einer deutschen Nation staatlich geeint Reformzeit: geförderte individuelle Selbstbestimmung, --> jetzt auch Forderung nationaler Selbstbestimmung Nationale Bewegung: liberal, kämpfte für Freiheit nach innen und außen ● ● Der Wiener Kongress 1814/1815 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 ● Frühjahr 1814, Napoleon abgesetzt und auf Mittelmeer-Insel Elba verbannt ● Treffen europäischer Monarchen und führende Staatsmänner in Wien --> Beratung Neuordnung Europas Prägende Figur in Wiener Kongress (& später bis zur Revolution 1848): österreichischer Außenminister Klemens Wenzel Fürst von Metternich --> seine Politik: von Überzeugung bestimmt, dass nur eine Restauration Europas vor revolutionäre Erschütterung und Kriegen bewahren würde ● Gelang ihm Teilnehmer auf das Prinzip zu verpflichten -> jedoch Rückkehr zum Ancien Régime undenkbar "alte" Kräfte (Fürsten der Rheinbundstaaten auch preußische Staat) profitierten von territorialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen Wesentliche Beschlüsse: Pentarchie, Quadrupelallianz, heilige Allianz Ziele Wiener Kongress Dauerhafte europäische Friedensordnung ● Neuordnung ● Regelung des Verhältnisses zu Frankreich und gemeinsamer Kampf gegen "revolutionären" Ideen der Aufklärung Bestimmenden Prinzipien Beurteilung ● Gewinner: Monarchen, Großmächte, (Frankreich) Verlierer: Demokraten # Freiheit + Gleichheit, Kleinstaaten (z.B. Sachsen), Anhänger der nat. Bewegung Gründung des Deutschen Bunds 1815 ● Restauration (Wiederherstellung der europäischen Staaten, wie sie vor franz. Revolution waren; = Kontinuität) Legitimität (= Wiedereinsetzung der Königs- und Fürstenhäuser deren ● Deutsche Bundesakte 8. Juni 1815 ● Auf Wiener Kongress Bundesakte Verabschiedet - --> Gründung des Deutschen Bunds ● Souveräne Fürsten und freie Städte Deutschlands Wunsch nach --> Artikel 6 des Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 in Erfüllung zusetzen Von Vorteilen überzeugt welche hervorgehen aus: fester und dauerhaften Verbindung für Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands; und die Ruhe und das Gleichgewichts Europas Europa nach dem Wiener Kongress ● Territoriale Veränderung Kaiserreich Österreich --> geschlossenes Territorium ● Vergrößerung Preußens --> Gewinn der Provinz Rheinland (Richtung Westen) Erwerb Westfalens vorteilhaft für preußischen Staat --> Ruhrgebiet wichtigste Industrieregion Europas ● Deutsche Mittelstaaten (durch Napoleon) erhalten --> Idee “drittes” Deutschland (auch nach Napoleons Herrschaft Realität bleibt) Die Heilige Allianz von 1815 Revolutionäre Bewegung Gefahr für den Frieden (so die führenden Monarchen Europas) und eigene Herrschaft ● ● --> Manifest: Monarchen zum gemeinsamen Schutz sich der WK beschlossenen Ordnung verpflichten ● Heilige Allianz: europäische Mächte (Ausnahme Großbritannien), Osmanische Reich und Kirchenstaat Bündnis spielte keine Rolle, Öffentlichkeit: Heilige Allianz Inbegriff der Reaktion Die Deutsche Bundesakte - die politische Neuordnung Deutschlands Staatmänner Wiener Kongress strebten: europäisches Staatsystem ohne Hegemonialmacht an --> Deutschland politische Neuordnung unter 2 Voraussetzungen: 1. Deutschland (Mitte Europas) sich gegenüber den Hegemonialbestrebung der kontinentalen Großmächte (Frankreich & Russland) behaupten; 2. nicht über die Möglichkeit verfügen --> selber Hegemonialmacht zu werden Wien ausgehandelte Deutsche Bundesakte vereinigten 35 souv. Fürsten & 4 freie Städte zum lockeren Staatenbund --> verfügte weder zu gemeinschaftlicher Exekutiven noch zu gemeinsamen Justiz ● Bundesorgan --> Bundesversammlung Frankfurt am Main, der Bundestag --> Handlungsfähigkeit zu gering ● Artikel 13 der Bundesakte --> Einzelstaaten verpflichtet “landständische Verfassungen” zu erlassen ● Einigen Staaten Verfassungen in Kraft --> kein modernes, aus gewählten Mitgliedern bestehendes Parlament König von Preußen beließ es bei Ankündigung einer Verfassung bis 1848 Österreich unter Metternich aktiv gegen jede Form des Parlamentarismus ● Restaurative Politik, süddeutsche Staaten - Baden, Württemberg und Bayer - erließen Verfassungen --> Zeichneten sich Anerkennung der Volkssouveränität ab ● 1815 Unterzeichnung Manifest (um Revolutionäre Bedrohungen entgegenzutreten) von russischem Zar Alexander, österreichischem Kaiser Franz I. und preußischem König Friedrich Wilhelm III. ● ● ● 1.3 "Einheit und Freiheit" in der deutschen Revolution von 1848/49 Deutschland im Vormärz Zeit von 1830 bis 1848 Vor der Märzrevolution 1848 Ersten Eisenbahnlinien in Deutschland gebaut Industrialisierung gewann an Fahrt ● Verschärfung wirtschaftlicher Situation der meisten Deutschen, schneller Bevölkerungswachstum als Produktivität der Wirtschaft Massenarmut (Pauperismus) und Hunger Folge in den 1840er Jahren Kalter und verregneter Sommer --> Missernten 1846/47, forderte Zigtausend Tote Gleichzeitig erblühte Bürgertum, der Stand der Besitzenden und Gebildeten ● Mehr Menschen lernten im Zuge der Bildungsreformen in Preußen lesen und schreiben ● ● ● ● Politische Druckwerke hatten Hochkonjunktur, verbreiteten unterschiedliche nationale und liberale Konzepte Die Revolution kommt aus Frankreich 1848 erbrannte Aufstandswellen Frankreich gab Takt vor --> Paris Februar 1848 gingen Studenten, Arbeiter und Mitglieder der Nationalgarde auf die Barrikaden ● 1789 und 1830 zum 3. Mal Monarchie in Frankreich gestürzt Bürgerkönig Lous-Philippe I. (abgewandt vom Liberalismus) musste abdanken Frankreich war bereits Nationalstaat Revolution machte in Deutschland und Österreich vor dem Thron halt ● ● Die Märzforderungen ● Nachrichten vom franz. Umsturz schnell verbreitet ● Deutsche Opposition (unterstützt von einer spontanen Volksbewegung aus notleidenden Tagelöhnern, Handwerkern, Proletariern und Bauern) drängte in den Einzelstaaten mit: Petition, Kundgebungen und Umzügen auf die Erfüllung der Märzforderungen ● --> Garantie der Grundrechte und Pressefreiheit, Einrichtung von Schwurgerichten und Bürgerwehren Nationale Organisation 5. März in Heidelberg, 51 prominente Oppositionspolitiker --> beschlossen ein Vorparlament einzuberufen --> verfassungsgebende Nationalversammlung vorbereitet werden ● Brachen unwiderruflich altes System ● ● ● Revolution in Wien im März 1848 Revolutionäre stürmten am 13. März 1848 das Ständehaus ● Ständeversammlung schloss sich Forderungen des Volks nicht direkt an, Militär versuchte Menge auseinanderzutreiben --> Eskalation der Situation Soldaten schossen in die Menge, töteten 5 Demonstranten --> Folge: blutige Straßenkämpfe Österreichische Obrigkeit entschloss: Lage durch Zugeständnisse an die Demonstranten zu beruhigen Metternich, verhasste Repräsentant des alten Systems, musste am selben Tag fliehen ● ● Revolution in Berlin im März 1848 ● 14. März 1848, ersten Unruhen in Berlin ● Preußens König Friedrich Wilhelm IV. Erklärte zu Zugeständnissen bereit 18. März Ankündigung: Einberufung eines “Vereinten Landtages”, hob Pressezensur auf Vor Berliner Stadtschloss, tausende Menschen, bedanken sich Unübersichtliche Situation, Militär löste zwei Schüsse aus --> Zündfunke für erneuten ● Aufstand 200 Menschen starben in Gefechte zwischen Arbeitern und Soldaten ● König lenkte ein und ließ Truppen abziehen Der König trat Flucht nach vorn an: Stimmte Ausarbeitung der Verfassung zu, versprach Zusammentritt einer preußischen Nationalversammlung und bekannte zur Einheit der ● ● Nation --> Hoffnungen führen Jahre später zur Enttäuschung Das Vorparlament und der Zusammentritt der Nationalversammlung Bevölkerung feierte Sieg der Revolution ● 31. März Vorparlament in Frankfurt ● Einigung: Nationalversammlung einberufen, soll Verfassung für einen geeigneten Nationalstaat erarbeiten Wahl der 809 Abgeordneten wurden alle "selbstständigen" Männer (85 % der männlichen Bevölkerung) gerufen 18. Mai 1848 deutsche Nationalversammlung trat in Frankfurter Paulskirche zusammen Abgeordnete: bürgerliche Repräsentanten (höhere Verwaltungsbeamte, Juristen, Professoren ● ● ● ● Gab keine politischen Parteien --> dennoch 3 große politische Lager zu unterteilen: zahlenmäßig schwache republikanische Linke, große Mehrheit der liberalen Mitte und rechte, konservative Lager Die Diskussion der Deutschen Frage Nationalversammlung viele Fragen zu beantworten: Welche Grundrechte und wie viel Demokratie sollten garantiert werden? ● Welche Staatsform - Republik oder eine Form der Monarchie - sollte Deutschland erhalten? Welche Stellung sollte das Staatsoberhaupt einnehmen? Welche Rolle Preußen und Österreich darin spielen, zwei Auffassungen bildeten sich daraus: ● Befürworter der großdeutschen Lösung wollten: Nationalstaatsbildung unter Einschluss der deutschen Gebiete Österreichs --> damit wäre Ende der Habsburger Monarchie besiegt, Wien leistete erbitterten Widerstand dagegen ● Problematisch am Vorschlag --> Beschränkung auf deutschsprachiges Österreich: Böhmen, Mähren, Welschtirol und Triest sollten in Nationalstaat einverleibt werden Großdeutsche Neigung der Nationalversammlung: Trieb Gegenrevolution der Tschechen, Slowaken, Kroaten und Slowenen --> wollten nicht als Minderheit aufgehen, Erhalt der habsburgischen Vielvölkerstaats lag näher ● Befürworter der kleindeutschen Lösung favorisierten Lösung: deutschsprachiges Österreich unter der Führung eines preußischen Königs --> Variante lief auf Österreichs Trennung hinaus Der Schleswig-Holsteinische Krieg und die Uneinigkeit der Revolutionäre Neben inhaltlichen Fragen --> Behinderung der Situation im Land der Nationalversammlung (Aufstände noch nicht beendet) Soziale Situation der arbeiteten Bevölkerung, schlechter geworden --> durch Konjunkturkrise ● Nationaler Konflikt: Preußen & Dänemark Waffenstillstand August 1848 (1849 wieder aufgehoben) -- --> um dänisch verwaltenden Schleswig in DB aufzunehmen Waffenstillstand im September ratifiziert --> radikale Lager ● ● ● ● ● Ansatzpunkte für Gegenrevolution: spielten verschiedene Nationalbewegungen gegeneinander aus --> gerieten in Paulskirche immer mehr und mehr aneinander Kräfte der Reaktion gewannen an Auftrieb --> verunsicherte Bevölkerung zunehmend an Richtung orientierte Der Sieg der Gegenrevolution und die Verabschiedung der Verfassung Oktober 1848 Eroberung Wien von Gegenrevolution Ende 1848 im revolutionären Europa die Reaktion gesiegt ● Niederlage der Revolution in Wien --> Ausscheidung großdeutsche Lösung ● --> neue Gewaltakte Radikalen sahen Schleswig-Holstein Teil des deutschen Nationalstaats (nicht verzichtet werden) Vorwurf Parlament: Verrat an Nation und Revolution Konflikt um Schleswig-Holstein | --> Sprengkraft nationale Idee & erste Züge aggressiven deutschen Nationalismus ● Nicht alle Abgeordneten der Paulskirche bereit: kleindeutschen Lösung unter preußischem Kaiser zuzustimmen und Sieg der Reaktion in Österreich hinzunehmen Forderung äußerste Linke: großen eu Krieg gegen die Mächte der Beharrung, den russischen und österreichischen "Militärdespotismus" Vorschlag setze sich nicht durch: 27. März 1849 verabschiedete Paulskirche mitknapper Mehrheit mit der Paulskirchenverfassung die erste demokratische Verfassung --> für kleindeutschen Staat Friedrich Wilhelm IV zum Kaiser gewählt --> lehnte Kaiserwürde ab: war nicht bereit Krone aus Händen des Volks entgegenzunehmen --> wollte keinen Krieg riskieren: möglicherweise, Russland und Österreich gemeinsam Ergebnisse der Revolution gewaltsam rückgängig gemacht (--> Sommer 1849 in Ungarn taten sie es) ● Wären im Vormärz nationale Freiheitsbewegungen in anderen eu Ländern von liberalen Kräften unterstützt worden --> Mehrheit der Parlamentarier stellen das ● Selbstbestimmungsrecht infrage Ende der Brüderlichkeit der eu Nationalbewegung Ablehnung Friedrichs: Scheitern Nationalversammlung --> Einzelstaaten zogen Abgeordnete zurück, liberalen legten Mandat nieder Risiko eines Bürgerkriegs Rumpfparlament der Linken, Sitz nach Stuttgart verlegt Letzte Revolutionären Kämpfe flackerten in Baden mit "Reichsverfassungskampagne" und "Mairevolution" auf ● Radikalen Vertreter, die Reichsverfassung mit Gewalt verteidigten --> brutal niedergeschlagen Tätigkeit des Rumpfparlaments gewaltsam beendet, 18. Juni 1848 Scheiterte die Revolution? ● Revolution hinterließ Spuren: Preußen galt nach 1848 eine Verfassung --> Absolutismus überwunden ● Liberalen Ideen keine komplette Beseitigung Nachfolgenden Jahrzenten: alle parlamentarischen und freiheitlichen Initiativen mit Makel des Scheiterns behaftet Preußen blieb obrigkeitsstaatlich dominiert und Freiheitsfrage ungelöst Überall in Europa ja, außer in Schweiz In Deutschland wurde der DB neu gegründet ● Glossar 1.1 Alliierten ● Ancien Régime ● ● Befreiungskriege Ist eine politische Waffe, die von einer Nation angewendet werden kann, um sich ihrer Meinung nach zu befreien und Abgrenzung von anderen Staaten Würdigkeit der Nationalbewegung in der Öffentlichkeit gestärkt Aggressive Wendung gegen den Feind war damals wichtig ● ● Bundesversammlung Frankfurt am Main ● ● Verbündete die ein Bündnis geschlossen haben Koordinierter Kampf gegen gemeinsamen Gegner ● Angelegenheiten beraten (in Frankfurt am Main) ● Ende DB auch Ende der Bundesversammlung ● In Bundesrepublik wählt Bundesversammlung seit 1949 den Bundespräsidenten ● Code Civil (Code Napoleon, 1804) Französische alte Ordnung Bezeichnung für Feudalgesellschaft und Herrschaftsordnung in Frankreich vor französischer Revolution ● ● Zentrale Institution, die 1815 mir Deutsche Bundesakte für DB gegründet wurde Synonym: Bundestag Ehe und Erziehung: ohne Einwilligung --> keine Ehe; Frau bekommt Schutz vom Mann --> muss dafür gehorsam sein; Frau darf nicht ohne Mann vor Gericht stehen; Vater kann Kind vor 16. Jahr einsperren lassen; ab 16 höchstens sechs Monate eingesperrt lassen; Frau muss einiges vom Mann genehmigen lassen; Kind bleibt in elterlicher Gewalt bis volljährig oder Hochzeit; --> Laut Napoleon verstehen die Franzosen die Freiheit nicht Deutscher Bund (DB) ● 1815 auf Wiener Kongress geschaffener Staatenbund, österreichischen Vorsitz ● Gehörten 35 dt. Staaten und vier freie Städte Feudal Gesetzbuch vom 21. März 1804 Freiheit des Individuums, Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, die Unabhängigkeit der Justiz und die strikte Trennung von Kirchen und Staat ● Zeit der Frankfurter Nationalversammlung --> kurzfristig aufgehört zu existieren Nach Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 endgültig aufgelöst "den höheren Ständen angeordnet" Synonyme: adlige, fürstlich, edel, elegant, festlich, usw. ... Hegemonialmacht/ Hegemonie ● Heilige Allianz ● Militärische oder politische Vorherrschaft Priorität einer gesellschaftlichen Institution oder eines ähnlichen Akteurs in politischen, militärischen, wirtschaftlichen, sozialen, religiösen oder kulturellen Angelegenheiten Liberal / Liberalismus ● Politischer Zusammenschluss 1815 der Monarchen von Russland, Österreich und Preußen --> wollten gemeinsam ihre Herrschaft stabilisieren Frankreich trat 1818 bei Mediatisierung Im Zuge Reichsdeputationshauptschluss (1803) verloren viele Städte und kleinere Herrschaften ihre Reichsunmittelbarkeit, sie wurden in neu geschaffene Mittelstaaten eingegliedert (mediatisiert) Freie Entfaltung des Individuums: der einzelne Bürger und seine menschliche Würde, Rechte, Freiheit und Gleichheit --> Macht des Staates Ziele: Gewaltenteilung, Rechtsstaat (Rechtsbindung staatlicher Gewalt), Pressefreiheit, Abschaffung von Zollschranken, Grundfreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Schutz von Minderheiten, Volksvertretung Wirtschaftlich: freier Wettbewerb, ohne staatliche Eingriffe und Zollschranken National: Bildung von National Staaten Patriotisch/ Patriotismus Politische Ideologie ● Emotionale Verbundenheit mit der eigenen Heimat/ Vaterland Pentarchie ● Militärische Konflikte sollten durch gemeinsame Beschlüsse verhindert werden Protektorat Reform ● Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatengemeinschaft über einen anderen Staat ● teilsouveränes Gemeinwesen und abhängiges staatliches Territorium Quadrupelallianz Allianz zwischen den 4 Siegermächten gegen Frankreich, die eingreifen sollten, falls Frankreich auf Waffen zurückgreifen sollte bezeichnet eine planvolle Umgestaltung bestehender Verhältnisse, Systeme, Ideologien oder Glaubenslehren in Politik, Religion, Wirtschaft oder Gesellschaft Restauration Versuch den politischen Herrschaftsanspruch der Fürsten gegenüber nationalen und liberalen Bestrebungen nach 1815 wiederherzustellen Säkularisation 1803 wurden durch RDH zahlreiche geistliche Herrschaften in staatlichen Besitz übergeführt ● Hoheits- und Eigentumsrechte geistlicher Fürstentümer aufgehoben Volkssouveränität Grundprinzip der Rechtfertigung demokratischer Herrschaft: Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus Wehrpflicht 1.2 Pflicht eines Staatsbürgers, für einen gewissen Zeitraum in den Streitkräften oder einer anderen Wehrformation seines Landes zu dienen Zunftzwang ● Handwerker durften bis 19 Jh. Nur dann Beruf ausüben, wenn sie einer bestimmten Zunft angehörten Seit französischer Revolution durch die Preußischen Reformen aufgehoben und Gewerbefreiheit Artikel 13 ● ,,In allen Bundesstaaten wird eine Landständische Verfassung stattfinden. ● Allerdings wurde nicht definiert, was unter einer solchen Verfassung zu verstehen ist Besitzbürger ● Fabrikanten Kaufläute ● Bänker "biedermeierliches” Leben/ Biedermeier Epoche zwischen 1815 und 1848 Teile des Bürgertums in privaten Bereich zurückgezogen ● Unpolitische häusliche Geselligkeit kultiviert Exekutive Ausführende Gewalt (Regierung, Polizei) Fünf eu Großmächte Großbritannien Frankreich ● Österreich ● Preußen ● Russland Judikative ● Rechtsprechende Gewalt (Gerichte) Jugendliche-Universitäten Kreise ● Professoren Konstitutionell Turnerschaften Burschenschaften ● verfassungsmäßig; an die Verfassung gebunden "konstitutionelle Monarchie" Legislative Nationalismus ● ● Bezieht sich auf den Staat ● Soziale Großgruppen wurden integriert und konnten aber auch ausgeschlossen/ abgegrenzt werden ● Inklusiv: ● Gesetzgebende Gewalt (Parlament) ● --> angemessene Form von "Region" --> politisch, Interessen Gruppen eingeschlossen werden --> wirkt intergiert Exklusiv: --> übersteigendes Wertgefühl --> Abgrenzung anderer Staaten und Nationen --> höher angesehen --> kann auch zur Ausgrenzung führen (innen wie auch außen) Obrigkeit ● Träger weltlicher oder geistlicher Macht ● Träger der Regierungsgewalt "die weltliche, geistliche Obrigkeit" Opposition in der Politik für eine Auffassung, die im Gegensatz zu programmatischen Zielvorstellungen einer politischen Bewegung, zu Denk- und Handlungsweisen von Autoritäten, zu einer herrschenden Meinung oder zu einer Politik der Regierung steht Repression [gewaltsame] Unterdrückung von Kritik, Widerstand, politischen Bewegungen, individueller Entfaltung, individuellen Bedürfnissen Städtische Bildungsbürger ● Richter Anwälte Lehrer Zehn Artikel (nicht Artikel 10) Von Metternich und preußische Regierung 1.3 Absolutismus ● Regierungsform, bei der eine Person als Träger der Staatsgewalt eine von anderen Personen oder Institutionen nicht kontrollierte Macht ausübt Epoche des europäischen Absolutismus im 17. und 18. Jahrhundert --> "der aufgeklärte Absolutismus" ● 10 Verbote: politische Vereine, Versammlungen, Aufrufe, Festveranstaltungen, ... Großdeutsche Lösung Als großdeutsche Lösung der deutschen Frage wurde das in der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 diskutierte, aber verworfene Modell eines deutschen Nationalstaats unter Einschluss und Führung des Kaisertums Österreich bezeichnet Habsburger Monarchie ● Europäische Herrscherfamilie, die 1804 Kaisertum Österreich und Nachfolger (Doppelmonarchie Österreich-Ungarn 1867) gründete Als H. M. werden eu Herrschaftsgebiete der österreichischen Habsburger 1918 bezeichnet Hochkonjunktur Phase im Ablauf der Konjunktur mit einer hohen Auslastung der wirtschaftlichen Kapazitäten, mit raschem Wachstum Kleindeutsche Lösung kleindeutsche Lösung der deutschen Frage war eine von zwei diskutierten Lösungen während der Revolutionszeit von 1848/49 und danach. Die andere wurde großdeutsche Lösung genannt Konjunkturkrise Mandat Verschlechterung der Wirtschaftslage, Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung Konservativ Sammelbegriff für politische und geistige soziale Bewegungen, die die Bewahrung der bestehenden oder die Wiederherstellung von früheren gesellschaftlichen Ordnungen zum Ziel haben Zusammenhang mit repräsentativen Demokratien den politischen Vertretungsauftrag, den das Wahlvolk einem Mitglied eines legislativen Gremiums oder einer kommunalen Vertretungskörperschaft erteilt Militärdespotismus ● Despotie oder der Despotismus ist eine Herrschaftsform, in der ein Herrscher oder Oberhaupt wie etwa ein Staatsoberhaupt die uneingeschränkte Herrschaft ausübt. Heutzutage wird mit dem Begriff Despotie eine „schrankenlose Gewalt-, Willkürherrschaft" bezeichnet

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Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

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Nationalstaatsgedanke und Nationalismus in Europa

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 1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832
Die nationalliberale Bewegung in Deutschland
● Reformzeit und Befreiungskr

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

Pdf 1: Deutschland unter Napoleon 1800-1815 Pdf 2: Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815 - 1832 Pdf 3: "Einheit und Freiheit" in der deutschen Revolution von 1848/49 Pdf: 4 Glossar zu markierten Wörtern Pdf 5: Personenregister

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1.2 Nationalliberale Bewegung und restaurative Politik 1815-1832 Die nationalliberale Bewegung in Deutschland ● Reformzeit und Befreiungskriege führte --> Entstehung und Vorbereitung von nationalen und liberalen Ideen Unterschiedliche Ausrichtungen, jedoch Forderungen nach nationaler Einheit und individueller Freiheit nicht zu trennen --> hälfte 19. Jhd. Von Nationalliberaler Bewegung Deutschlands gesprochen Idee von Liberalismus und Nationalismus in Kreisen im Anklang --> jedoch Unterschiede Träger der nationalliberalen Idee: städtische Bildungsbürger und Besitzbürger --> nationale Gedanke erlebte nach 1815 in jugendlichen-universitären Kreisen große Verbreitung Größer werdende Unzufriedenheit der Bevölkerung (Bezug auf wirtschaftliche und soziale Verhältnisse) --> wuchs Bereitschaft von Handwerkern, Bauern und Tagelöhnern die nationale Bewegung zu unterstützen Die Ideen des Liberalismus ● ● ● ● Forderung nach Selbstbestimmung --> Liberaler Hinsicht: Schutz des Individuums vor Fremdbestimmung und Willkürherrschaft --> Wesentlich: Garantie von Grund- und Menschenrechten wie Freiheit der Person, Gleichheit vor Gesetz, Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit, auch Recht auf Eigentum ● --> Existenz einer Verfassung: für Monarchen bindenden Rechtsordnung Machtkonzentration und Machtmissbrauch verhindern --> Staat Prinzip der Gewaltenteilung: Judikative, Exekutive und Legislative ● Zuteilung: Exekutive Gewalt --> Fürsten; Judikative Gewalt --> unabhängige Richter ● Bereich Legislative: Liberalen Mitstimmrecht Forderten rechtliche (nicht politische) Gleichheit der Bürger Politisches Teilhaben nur die qualifiziert --> durch Besitz und Bildung oder durch Steuerzahlungen auswies ● Beschränkte oder keine politischen Rechte: ungebildete Gesellschaft, nicht besitzende Schichten und Frauen ● Innerer Widerspruch: Gleichheit vor Gesetz fordern vs politische und soziale Gleichheit ablehnen --> erkannt und...

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kritisiert Die Ziele des Nationalismus Wunsch nach nationaler Selbstbestimmung Frankreich seit 1789 Staat und Nation eine Einheit --> sollte gesamtdeutscher Staat die deutsche Nation repräsentieren ● Stellte Herrschaftsverhältnisse infrage ● 1. Forderung zielte nach staatlicher Einheit auf Auflösung des Deutschen Bunds und Zusammenführung der bestehenden Länder zu einem Nationalstaat --> multinationaler ● ● Staaten 2. nationale Weltanschauung die Idee der Volkssouveränität über der Souveränität der Fürsten, Prinzip der Legitimität ("von Gottes Gnaden”) zurückgewiesen wurde Fürst von Metternich sah im Nationalismus die größte Bedrohung der Wiener Ordnung 1815 Das Wartburgfest 1817 18. und 19. Oktober 1817, 500 Teilnehmer aus 11 deutschen Universitäten auf der Wartburg bei Eisenach ● Höhepunkt der oppositionellen Bewegung: Wartburgfest ● Erinnerung an 300 Jahre zurückliegende Reformation, Anlass des 4. Jahrestags der Völkerschlacht bei Leipzig ● --> Aktion (nicht Teil des Festprogramms), lenkte Aufmerksamkeit der Regierung auf oppositionelle Bewegung Forderung -->" die 4 großen Ps": 1. Pressefreiheit, 2. Recht auf Parteibeteiligung, 3. Parlamente, 4. Politische Einheit der Nation Die Karlsbader Beschlüsse und die Wiener Schlussakte ● ● 1819, Ermordung des konservativen Dichters August von Kotzebue vom Studenten Karl Ludwig Sand --> bot Metternich den Anlass im Deutschen Bund seine Politik durchzusetzen Mitglieder des DB verabschiedeten 1819 die Karlsbader Beschlüsse Beschlüsse: Verbot der Burschenschaften, Überwachung von Studenten und Professoren, Säuberung, staatliche Kontrolle von Pressepublikationen ● Strafe wenn man sich widersetzt: Geldbuße, Amtsenthebung, Festungshaft und sogar Todesurteil ● Wiener Schlussakte 1820 DB: "gesamte Staatsgewalt" im Monarchen vereinigt bleiben soll Weiterer Liberalisierung dieser Konstitutionen war Riegel vorgeschoben Einigen Staaten (Österreich und Preußen) verweigerten Monarchen die Verfassung --> verstießen gegen Artikel 13 ● Im Zuge Revolution 1848 erhielten diese Länder Konstitutionen ● Festreden --> Ergebnisse des Wiener Kongresses und restaurative Politik der Fürsten kritisiert, Einheit zum Frieden aufgerufen Anlehnung an Martin Luthers Verbrennung der päpstlichen Bannandrohungsbulle 1520 -> warfen Studenten Symbole der Obrigkeit & etliche als restaurativ angesehene Schriften ins Feuer Liberale und nationale Bewegung außerhalb Deutschlands Europa und Übersee nahmen Konflikte zwischen den nach Selbstbestimmung strebenden gesellschaftlichen Gruppen und die politische Stabilität badachten Machthabern zu Heftige Konflikte: liberale Reformbestrebungen mit nationalstaatlichen Forderungen verbanden --> Betraf Griechenland, Italien und Polen, außerhalb Europas Südamerika ● Die Julirevolution und ihre Vorgeschichte ● ● Juli 1830 übte entscheidenden Einfluss auf andere europäische Länder aus Nach Sturz Napoleons --> Frankreich erlebt politische Restauration 1814 französischer Thron: König Ludwig XVIII. Ließ neue Verfassung - die Charte constitutionnelle - festgeschrieben mit konstitutionelle Monarchie mit starkem Monarchen Nachfolger Karl X. und er verfolgten revolutionäre Politik ● ● Die Folgen der Julirevolution in Europa ● ● ● Reaktionen auf die Julirevolution: Verfassungsgebungen in Deutschland Im DB: neue Verfassungen erlassen Staaten in Nord- und Mitteldeutschland --> politischen Protestbewegungen, von sozialen Unruhen verstärkt Bürger und paar Adlige traten für politische Reformen ein ● Handwerker, Arbeiter und auch bäuerliche Bevölkerung forderten eine wirtschaftliche und soziale Verbesserung Herrschenden sahen sich zu verfassungsrechtlichen Zugeständnissen gezwungen Eintritt in den Kreis der Verfassungsstaaten, neu: Herzogtum Braunschweig, Kurfürstentum Hessen und Königreiche Sachsen und Hannover ● --> der Schritt gab liberalen Opposition in Deutschland und Polen Auftrieb Reaktionen auf die Julirevolution: Der Novemberaufstand in Polen Größter Teil des ehemaligen Herzogtums Warschau zum Königreich Polen zusammengefasst --> als Kongresspolen ● ● Einschränkungen von Karl X.: 1814 Garantie der Pressefreiheit und löste Nationalgarde auf (besonderes Symbol der 1789 Revolution) 27. Juli 1830 Ausbruch in Paris Barrikadenkämpfe, 3 Tage später --> Stadt in Händen der Aufständischen, Karl X. musste abdanken Versuch unprivilegierter Schichten: republikanische Staatsform nach demokratischen Prinzipien --> scheiterte am Widerstand, fürchteten Radikalisierung der Revolution und Intervention Heilige Allianz Grundlage der neuen Verfassung: Etablierung konstitutionelle Monarchie, in der Parlament seiner Macht gestärkt wurde --> Gesetze zu verabschieden Louis-Philippe I., bei Julimonarchie (die bis zur Februarrevolution 1848 bestand), zum König und Oberhaupt gewählt ● ● Julirevolution löste Revolutionswelle aus, erfasste meiste europäische Länder Betroffen: Belgien, Polen, Deutschland, die Schweiz, Italien, Spanien, Portugal und Großbritannien Unterschiedliche Reaktionen der Großmächte Reaktion Frankreich und Großbritannien: politische Reformen Reaktion der drei Ostmächte Russland, Österreich und Preußen: politischen Status quo mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bewahren System der fünf eu Großmächte (seit 1815 eine Einheit) zerfiel in westliches, liberalfortschrittliches geprägtes Lager und eine östliche, konservativ-reaktionäre Staatengruppe Hauptziel Wiener Kongress: unkontrollierter politischer Wandel --> gescheitert ● Personalunion König: russischer Zar Alexander I. Wunsch der Polen: Schaffung eines unabhängigen Nationalstaats --> klare Absage erteilt Kongresspolen erhielt: eigene Verfassung mit eigener pol. Regierung, Verwaltung und Armee, Grundrechte wie Meinungs- und Religionsfreiheit garantiert ● Trotz liberalen Ansätzen und Eid (Zar an Konstitution geleistet hatte) --> sah sich nicht dazu verbunden Ausgeprägtes Misstrauen Alexanders gegen nationalliberale Aktivität ● Ab 1825 herrschender Nachfolger Nikolaus I. (gleiches Misstrauen) ● ● Spannungen zwischen revolutionäre Bestrebungen in Polen und Russland eskalierten --> durch Nachrichten aus Frankreich und Deutschland --> Aufstand 1830: Novemberaufstand ● ● ● ● ● Vielen Polen blieb nur Gang ins Exil Weg führte sie in Westen über Deutschland nach Frankreich, England und in die USA Das Hambacher Fest ● Nach Niederschlagung des Novemberaufstands, 50 000 Polen Richtung Westen ● Januar 1831, erste Flüchtlinge in der Pfalz --> politische angespannte Stimmung Oppositionelle Kreise sahen Chance: unabhängiges Polen für "Wiedergeburt" Deutschlands zu werben ● ● ● ● Russische Reaktion auf Erhebung Nov. 1830 fiel aus Polnische Reichstag erklärte Zaren als abgesetzt --> russische Armeeverbände rückten in Polen ein, schlugen Aufstand gewaltsam nieder September 1831 russische Truppen nahmen Warschau durch Kämpfe ein Führer der Erhebung hingerichtet, unzählige Polen nach Sibirien deportiert November 1831 Verfassungen und autonome Status des Königreichs abgeschafft und polnische Armee aufgelöst ● Vorstellung materieller und sozialer Gleichheit war Festrednern fremd Neuordnung Europas verlangt ● Ziele: Einigkeit, Mehrheit --> friedliche Methoden im Rahmen der rechtlichen Ordnung Reaktion auf das Hambacher Fest ● Höhepunkt Protest: Hambacher Fest 27. Mai 1832 Initiatoren des Fests: Philipp Jakob Siebenpfeifer und Georg August Wirth Volksfest auf Hambacher Schlossberg, 25 000 bis 30 000 Menschen Menschen aus der Pfalz, benachbarten Teilen Deutschlands, auch Gäste aus Frankreich und Polen Fast alle Schichten der Gesellschaft vertreten: Männer und Tagelöhner, Abgeordnete, Studenten, Bauern und Winzer 20 Beiträge, Forderung: deutsche Einheit und eine freiheitliche Verfassung --> Volkssouveränität und Garantie von Grundrechten mit rechtlicher Gleichheit Obrigkeit hatte weniger Skrupel König Ludwig I: schickte Truppen in Pfalz, gingen gegen Oppositionen und Anhänger vor ● --> Prozess gegen gestellte Siebenpfeiffer, Wirth und andere Organisatoren des Hambacher Fests unter Vorwurf angeklagt -- --> hätten versucht die Staatsregierung zu stürzen und eine Verfassung für geeintes Deutschland eingeführt ● auen, Bürger, Handwerker, 1833 durch Geschworenen freigesprochen, jedoch wegen Beleidigung in- und ausländischer Beamter zu mehrjähriger Haft verurteilt ● Obrigkeit mir Repression reagiert Grundlage Artikel 10 (rechtliche Verschärfung der Karlsbader Beschlüsse) oppositionelle verhaftet, Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt und Universitäten noch strenger überwacht ● Mit diesen Artikeln wurden Parlamentsrechte eingeschränkt: “bundeswidrig" Politik der Kammer legal kaum noch möglich Reaktionen der nationalliberalen Bewegung auf Artikel zehn Maßnahme tiefgreifende Wirkung ● Veränderung, Fortschritt und Freiheit nur noch im nationalen Rahmen --> nur über gesamtdeutsche Verfassung möglich Oppositionelle resignierten angesichts der reaktionären Maßnahmen, zogen sich in "biedermeierliches” Leben zurück ● ● Juli 1832 sechs weitere Artikel verabschiedet, Verfügten über einheitliche Auslegung der Länderverfassungen ● Haus und Familie wurde zu Lebensmittelpunkt, praktizierte schickliche, fromme Lebensweise Oder verließen das Land, sowie Siebenpfeiffer und Wirth --> Auswanderung in freiere Staaten wie Frankreich, Belgien, die Schweiz und USA Personenregister 1.1 Klemens Wenzel Fürst von Metternich ● Napoleon Bonaparte 1.2 Französischer General, revolutionärer Diktator und Kaiser der Franzosen ● 1769 geboren, 1821 verstorben ● Leistung: Bekannt als Kaiser, Kriegsherr und Eroberer Zitat: "Man kann keinen Eierkuchen backen, ohne ein paar Eier zu zerschlagen" 1789 französische Revolution, Napoleon zum General erklärt 1796 Durchbruch: Napoleon siegte als Anführer im Italienfeldzug, folgende Siege seiner Truppen gegen Österreich und Belgien bereiteten den Weg zum Ende der französischen Revolution vor Volk sah ihn als: Held der Nation ● Karikatur Merkmale: ● ● Österreichischer Außenminister (1809-1848) Staatskanzler (1821-1848) Führender europäischer Staatsmann seiner Zeit ● August von Kotzebue ● Johann Georg August Wirth Zweispitz (bestimmte Art von Hut) mit einer blau-weiß-roten Kokarde (eine Bandschleife in Form einer Rosette, als Abzeichen an der Kopfbedeckung oder Kleidung getragen) Uniform eines Offiziers der Garde-Jäger zu Pferd, grünen Uniformenrock (Kragen und Ärmelabsatz rot, Epauletten goldgelb), weiße Hose und schwarze Stiefel mit Sporen ● 1798-1848 ● Deutscher Jurist, Journalist und Mitinitiator des Hambacher Fests Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848 ● Karl X. Dramatiker, Schriftsteller und Librettist Ermordet 1819 In einem Werk abfällig über Burschenschaften geäußert Karl Ludwig Sand ● In einer Burschenschaft Ermordete Kotzebue 1819 Grund: Sand hielt Kotzebue für einen Vertreter des Unterdrückungssystems; er war der Meinung seine Ziele nur mit Gewalt durchzusetzen aus dem Haus Bourbon König von Frankreich 1824-1830 der letzte Herrscher Frankreichs, mit Titel „König von Frankreich und Navarra" folgte am 16. September 1824 seinem älteren Bruder Ludwig XVIII. auf den Thron 1830 durch die Julirevolution gestürzt König Ludwig XVII. von Geburt an Herzog der Normandie sowie nach dem Tod seines älteren Bruders Louis Joseph ● ● Louis-Philippe 1. 1.3 ● ● ● Philipp Jakob Siebenpfeiffer 1789 - 1845 ● Deutscher Jurist, Publizist und Mitinitiator des Hambacher Fests Zar Alexander I. ● ab 1789 Dauphin de France damit Kronprinz von Frankreich ● ● 1773 - 1850 Letzte "König der Franzosen" (1830 – 1848) Bürgerkönig ● Kaiser von Russland König von Polen erster russischer Großfürst von Finnland aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottorp und von 1801 bis 1807 sowie von 1813 bis 1818 Herr von Jever Friedrich Wilhelm IV. vom 7. Juni 1840 bis zu seinem Tod König von Preußen ● entstammte der Dynastie der Hohenzollern ● Regierungszeit mit zwei elementaren Umbrüchen konfrontiert: der Industriellen Revolution und der bürgerlichen Forderung nach politischer Mitsprache Lehnte 1849 Kaiserwürde ab ● Karikatur Merkmale: ● Rundlicher Bauch Blaue Uniform Bekannte Karikatur: soll ich, soll ich nicht? --> König zählt an seinen Knöpfen ab ob er Kaiser werden soll- oder nicht. 1.1 Deutschland unter Napoleon 1800-1815 Deutschland bis 1801 3 Jahre nach französischer Revolution von 1789, linksrheinische Territorien Deutschlands von französischen Truppen besetzt Östlich des Rheins: keine Änderung der politischen und sozialen Ordnung --> Ancien Régime Heilige römische Reich deutscher Nation (souveräne Kleinstaaten) geprägt von monarchischem Herrschaftsanspruch, sowie feudale und ständische Gesellschaftsstrukturen Politische Macht in der Hand der Landfürsten --> höhere Stellen in Verwaltung und Militär dem Adel vorbehalten ● ● ● Mehrheit der Bauern unfrei --> Rahmen des guts- und grundherrschaftlichen Systems verschiedene Abgaben und Dienste leisten Steuern von Bürgern und unfreien Bauern bezahlt Die territoriale Neugestaltung Deutschlands unter Napoleon seit 1801 ● Nach Sieg 1801 über Österreich --> Umgestaltung der deutschen Reichterritorien 1803 Reichsdeputationshauptschluss --> Hoheits- und Eigentumsrechte geistlicher Fürstentümer aufgehoben (Säkularisation), kleinere weltlichen Reichsstände und fast alle Reichsstädte großen Landesherren zu unterstellen (Mediatisierung) Größte Gewinner "Flurbereinigung" --> Preußen, dehnte Macht in Nordwestdeutschland aus --> Folgezeit: Baden, Württemberg und Bayern auf Seite von Frankreich Unter Führung der drei Staaten, 1806 schlossen 16 süd- und westdeutsche Staaten zum Rheinbund zusammen --> vom Kaiser und Reich lossagte und unterstellte dem Protektorat Frankreichs ● Rheinbundstaaten militärisches Bündnis mit Frankreich, zur Stellung von Truppen für Napoleons Feldzug ● 06. August 1806 römisch-deutscher Kaiser Franz II. Nach Aufforderung Napoleons, legt Kaiserwürde ab --> Ende einer 800-jährigen Geschichte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation Die Reformzeit 1807 bis 1815 in den Rheinbundestaaten ● ● ● Ziel Napoleons: innere Umgestaltung der Rheinbundstaaten ● Musterstaaten dienten Königreich Westfalen und Großherzogturm Berg --> regiert von Napoleons Verwandten 1807 in diesen Staaten moderne zentralistisch-bürokratische Staatsverwaltung aufgebaut ● Vorbildfunktion: Code Civil | --> galt in linksrheinischen Gebieten Deutschlands bis zum Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs 1900 "Revolution von oben", Rheinbundstaaten erlebten Modernisierung, feudale und ständische Ordnung überwunden Die Preußischen Reformen 1807 bis 1815 ● Andere Staaten wie Preußen gezwungen Reformen des Staats und der Gesellschaft ● ● durchzuführen Modernisierungsprozesse prägten 19. Jhd. Grundlagen Preußischen Reformen: neues Bild vom Menschen (vom unmündigen, unaufgeklärten Untertanen zu selbstständig denkendem und handelndem Bürger) Regierungs- und Verwaltungsreform --> zu moderner Regierungsorganisation mit Ressortprinzip und Ministerverantwortlichkeit 1808 in Städten lokale Selbstverantwortung, Möglichkeit dem Bürgertum eine politische Partizipation Agrarreform und Bauernbefreiung (1807) --> Bauern persönlich frei, nicht von Dienst- und Abgabepflicht entbunden; Bauernbefreiung westlicher Anstoß für Aufschwung Landwirtschaft und Basis für Industrialisierung 19. Jhd. Wirtschaftlichen Aufschwung Preußens bedeutsam Wirtschaftsreform (1811), beseitigte Zunftzwang, führte Gewerbefreiheit ein Judenemanzipation (1812) --> preußische Juden mit Staatsbürgern gleichgestellt ● Maßnahmen Heeresreform, zur Förderung des Volkes der Modernisierung ● Nach Beginn Befreiungskriege 1813/1814 --> Preußen führte allg. Wehrpflicht ein -- ● Bildungsreform: Förderung Erziehung der Selbstständigkeit und Entwicklung Nationalbewusstseins Bildungswesen verstaatlicht (preußischen Kults- und Unterrichtsverwaltung Wilhelm von Humboldt) - --> allg. Schulpflicht und dreistufiges Bildungswesen: Elementarschule, Gymnasium und Universität Militärischer Sieg Deutschlands über Napoleon 1814/1815 --> Ende preußische Reformprozesse ● Verfassungsversprechen von preußischem König Friedrich Wilhelm III. 1810 und 1815 nicht ● erfüllt Reformen Preußen trotzdem verändert --> Voraussetzung für Aufstieg 19. Jhd. Die Befreiungskriege – die Geburtsstunde der nationalliberalen Bewegung ● ● 1812 Gipfel Napoleons macht ● Kaiserreich Frankreich umfasste: linksrheinischen Gebiete, große Teile Norddeutschlands und Regionen in Nord- und Mittelitaliens ● Um Frankreich rum, Gruppierung Vasallen- und verbündete Staaten ● 1812/1813 gescheiterter Versuch Russland --> die letzte unabhängige Kolonialmacht zu unterwerfen ● Niederlage hinterließ halbe mio. Soldaten in Russland, löste in Preußen und anderen deutschen Staaten eine patriotische Erhebung aus --> Bewegung gründete: Ablehnung der napoleonischen Fremdherrschaft, gepaart mit ausgeprägter antifranzösischer Einstellung; auch um Glauben einer deutschen Nation staatlich geeint Reformzeit: geförderte individuelle Selbstbestimmung, --> jetzt auch Forderung nationaler Selbstbestimmung Nationale Bewegung: liberal, kämpfte für Freiheit nach innen und außen ● ● Der Wiener Kongress 1814/1815 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 ● Frühjahr 1814, Napoleon abgesetzt und auf Mittelmeer-Insel Elba verbannt ● Treffen europäischer Monarchen und führende Staatsmänner in Wien --> Beratung Neuordnung Europas Prägende Figur in Wiener Kongress (& später bis zur Revolution 1848): österreichischer Außenminister Klemens Wenzel Fürst von Metternich --> seine Politik: von Überzeugung bestimmt, dass nur eine Restauration Europas vor revolutionäre Erschütterung und Kriegen bewahren würde ● Gelang ihm Teilnehmer auf das Prinzip zu verpflichten -> jedoch Rückkehr zum Ancien Régime undenkbar "alte" Kräfte (Fürsten der Rheinbundstaaten auch preußische Staat) profitierten von territorialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen Wesentliche Beschlüsse: Pentarchie, Quadrupelallianz, heilige Allianz Ziele Wiener Kongress Dauerhafte europäische Friedensordnung ● Neuordnung ● Regelung des Verhältnisses zu Frankreich und gemeinsamer Kampf gegen "revolutionären" Ideen der Aufklärung Bestimmenden Prinzipien Beurteilung ● Gewinner: Monarchen, Großmächte, (Frankreich) Verlierer: Demokraten # Freiheit + Gleichheit, Kleinstaaten (z.B. Sachsen), Anhänger der nat. Bewegung Gründung des Deutschen Bunds 1815 ● Restauration (Wiederherstellung der europäischen Staaten, wie sie vor franz. Revolution waren; = Kontinuität) Legitimität (= Wiedereinsetzung der Königs- und Fürstenhäuser deren ● Deutsche Bundesakte 8. Juni 1815 ● Auf Wiener Kongress Bundesakte Verabschiedet - --> Gründung des Deutschen Bunds ● Souveräne Fürsten und freie Städte Deutschlands Wunsch nach --> Artikel 6 des Pariser Friedens vom 30. Mai 1814 in Erfüllung zusetzen Von Vorteilen überzeugt welche hervorgehen aus: fester und dauerhaften Verbindung für Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands; und die Ruhe und das Gleichgewichts Europas Europa nach dem Wiener Kongress ● Territoriale Veränderung Kaiserreich Österreich --> geschlossenes Territorium ● Vergrößerung Preußens --> Gewinn der Provinz Rheinland (Richtung Westen) Erwerb Westfalens vorteilhaft für preußischen Staat --> Ruhrgebiet wichtigste Industrieregion Europas ● Deutsche Mittelstaaten (durch Napoleon) erhalten --> Idee “drittes” Deutschland (auch nach Napoleons Herrschaft Realität bleibt) Die Heilige Allianz von 1815 Revolutionäre Bewegung Gefahr für den Frieden (so die führenden Monarchen Europas) und eigene Herrschaft ● ● --> Manifest: Monarchen zum gemeinsamen Schutz sich der WK beschlossenen Ordnung verpflichten ● Heilige Allianz: europäische Mächte (Ausnahme Großbritannien), Osmanische Reich und Kirchenstaat Bündnis spielte keine Rolle, Öffentlichkeit: Heilige Allianz Inbegriff der Reaktion Die Deutsche Bundesakte - die politische Neuordnung Deutschlands Staatmänner Wiener Kongress strebten: europäisches Staatsystem ohne Hegemonialmacht an --> Deutschland politische Neuordnung unter 2 Voraussetzungen: 1. Deutschland (Mitte Europas) sich gegenüber den Hegemonialbestrebung der kontinentalen Großmächte (Frankreich & Russland) behaupten; 2. nicht über die Möglichkeit verfügen --> selber Hegemonialmacht zu werden Wien ausgehandelte Deutsche Bundesakte vereinigten 35 souv. Fürsten & 4 freie Städte zum lockeren Staatenbund --> verfügte weder zu gemeinschaftlicher Exekutiven noch zu gemeinsamen Justiz ● Bundesorgan --> Bundesversammlung Frankfurt am Main, der Bundestag --> Handlungsfähigkeit zu gering ● Artikel 13 der Bundesakte --> Einzelstaaten verpflichtet “landständische Verfassungen” zu erlassen ● Einigen Staaten Verfassungen in Kraft --> kein modernes, aus gewählten Mitgliedern bestehendes Parlament König von Preußen beließ es bei Ankündigung einer Verfassung bis 1848 Österreich unter Metternich aktiv gegen jede Form des Parlamentarismus ● Restaurative Politik, süddeutsche Staaten - Baden, Württemberg und Bayer - erließen Verfassungen --> Zeichneten sich Anerkennung der Volkssouveränität ab ● 1815 Unterzeichnung Manifest (um Revolutionäre Bedrohungen entgegenzutreten) von russischem Zar Alexander, österreichischem Kaiser Franz I. und preußischem König Friedrich Wilhelm III. ● ● ● 1.3 "Einheit und Freiheit" in der deutschen Revolution von 1848/49 Deutschland im Vormärz Zeit von 1830 bis 1848 Vor der Märzrevolution 1848 Ersten Eisenbahnlinien in Deutschland gebaut Industrialisierung gewann an Fahrt ● Verschärfung wirtschaftlicher Situation der meisten Deutschen, schneller Bevölkerungswachstum als Produktivität der Wirtschaft Massenarmut (Pauperismus) und Hunger Folge in den 1840er Jahren Kalter und verregneter Sommer --> Missernten 1846/47, forderte Zigtausend Tote Gleichzeitig erblühte Bürgertum, der Stand der Besitzenden und Gebildeten ● Mehr Menschen lernten im Zuge der Bildungsreformen in Preußen lesen und schreiben ● ● ● ● Politische Druckwerke hatten Hochkonjunktur, verbreiteten unterschiedliche nationale und liberale Konzepte Die Revolution kommt aus Frankreich 1848 erbrannte Aufstandswellen Frankreich gab Takt vor --> Paris Februar 1848 gingen Studenten, Arbeiter und Mitglieder der Nationalgarde auf die Barrikaden ● 1789 und 1830 zum 3. Mal Monarchie in Frankreich gestürzt Bürgerkönig Lous-Philippe I. (abgewandt vom Liberalismus) musste abdanken Frankreich war bereits Nationalstaat Revolution machte in Deutschland und Österreich vor dem Thron halt ● ● Die Märzforderungen ● Nachrichten vom franz. Umsturz schnell verbreitet ● Deutsche Opposition (unterstützt von einer spontanen Volksbewegung aus notleidenden Tagelöhnern, Handwerkern, Proletariern und Bauern) drängte in den Einzelstaaten mit: Petition, Kundgebungen und Umzügen auf die Erfüllung der Märzforderungen ● --> Garantie der Grundrechte und Pressefreiheit, Einrichtung von Schwurgerichten und Bürgerwehren Nationale Organisation 5. März in Heidelberg, 51 prominente Oppositionspolitiker --> beschlossen ein Vorparlament einzuberufen --> verfassungsgebende Nationalversammlung vorbereitet werden ● Brachen unwiderruflich altes System ● ● ● Revolution in Wien im März 1848 Revolutionäre stürmten am 13. März 1848 das Ständehaus ● Ständeversammlung schloss sich Forderungen des Volks nicht direkt an, Militär versuchte Menge auseinanderzutreiben --> Eskalation der Situation Soldaten schossen in die Menge, töteten 5 Demonstranten --> Folge: blutige Straßenkämpfe Österreichische Obrigkeit entschloss: Lage durch Zugeständnisse an die Demonstranten zu beruhigen Metternich, verhasste Repräsentant des alten Systems, musste am selben Tag fliehen ● ● Revolution in Berlin im März 1848 ● 14. März 1848, ersten Unruhen in Berlin ● Preußens König Friedrich Wilhelm IV. Erklärte zu Zugeständnissen bereit 18. März Ankündigung: Einberufung eines “Vereinten Landtages”, hob Pressezensur auf Vor Berliner Stadtschloss, tausende Menschen, bedanken sich Unübersichtliche Situation, Militär löste zwei Schüsse aus --> Zündfunke für erneuten ● Aufstand 200 Menschen starben in Gefechte zwischen Arbeitern und Soldaten ● König lenkte ein und ließ Truppen abziehen Der König trat Flucht nach vorn an: Stimmte Ausarbeitung der Verfassung zu, versprach Zusammentritt einer preußischen Nationalversammlung und bekannte zur Einheit der ● ● Nation --> Hoffnungen führen Jahre später zur Enttäuschung Das Vorparlament und der Zusammentritt der Nationalversammlung Bevölkerung feierte Sieg der Revolution ● 31. März Vorparlament in Frankfurt ● Einigung: Nationalversammlung einberufen, soll Verfassung für einen geeigneten Nationalstaat erarbeiten Wahl der 809 Abgeordneten wurden alle "selbstständigen" Männer (85 % der männlichen Bevölkerung) gerufen 18. Mai 1848 deutsche Nationalversammlung trat in Frankfurter Paulskirche zusammen Abgeordnete: bürgerliche Repräsentanten (höhere Verwaltungsbeamte, Juristen, Professoren ● ● ● ● Gab keine politischen Parteien --> dennoch 3 große politische Lager zu unterteilen: zahlenmäßig schwache republikanische Linke, große Mehrheit der liberalen Mitte und rechte, konservative Lager Die Diskussion der Deutschen Frage Nationalversammlung viele Fragen zu beantworten: Welche Grundrechte und wie viel Demokratie sollten garantiert werden? ● Welche Staatsform - Republik oder eine Form der Monarchie - sollte Deutschland erhalten? Welche Stellung sollte das Staatsoberhaupt einnehmen? Welche Rolle Preußen und Österreich darin spielen, zwei Auffassungen bildeten sich daraus: ● Befürworter der großdeutschen Lösung wollten: Nationalstaatsbildung unter Einschluss der deutschen Gebiete Österreichs --> damit wäre Ende der Habsburger Monarchie besiegt, Wien leistete erbitterten Widerstand dagegen ● Problematisch am Vorschlag --> Beschränkung auf deutschsprachiges Österreich: Böhmen, Mähren, Welschtirol und Triest sollten in Nationalstaat einverleibt werden Großdeutsche Neigung der Nationalversammlung: Trieb Gegenrevolution der Tschechen, Slowaken, Kroaten und Slowenen --> wollten nicht als Minderheit aufgehen, Erhalt der habsburgischen Vielvölkerstaats lag näher ● Befürworter der kleindeutschen Lösung favorisierten Lösung: deutschsprachiges Österreich unter der Führung eines preußischen Königs --> Variante lief auf Österreichs Trennung hinaus Der Schleswig-Holsteinische Krieg und die Uneinigkeit der Revolutionäre Neben inhaltlichen Fragen --> Behinderung der Situation im Land der Nationalversammlung (Aufstände noch nicht beendet) Soziale Situation der arbeiteten Bevölkerung, schlechter geworden --> durch Konjunkturkrise ● Nationaler Konflikt: Preußen & Dänemark Waffenstillstand August 1848 (1849 wieder aufgehoben) -- --> um dänisch verwaltenden Schleswig in DB aufzunehmen Waffenstillstand im September ratifiziert --> radikale Lager ● ● ● ● ● Ansatzpunkte für Gegenrevolution: spielten verschiedene Nationalbewegungen gegeneinander aus --> gerieten in Paulskirche immer mehr und mehr aneinander Kräfte der Reaktion gewannen an Auftrieb --> verunsicherte Bevölkerung zunehmend an Richtung orientierte Der Sieg der Gegenrevolution und die Verabschiedung der Verfassung Oktober 1848 Eroberung Wien von Gegenrevolution Ende 1848 im revolutionären Europa die Reaktion gesiegt ● Niederlage der Revolution in Wien --> Ausscheidung großdeutsche Lösung ● --> neue Gewaltakte Radikalen sahen Schleswig-Holstein Teil des deutschen Nationalstaats (nicht verzichtet werden) Vorwurf Parlament: Verrat an Nation und Revolution Konflikt um Schleswig-Holstein | --> Sprengkraft nationale Idee & erste Züge aggressiven deutschen Nationalismus ● Nicht alle Abgeordneten der Paulskirche bereit: kleindeutschen Lösung unter preußischem Kaiser zuzustimmen und Sieg der Reaktion in Österreich hinzunehmen Forderung äußerste Linke: großen eu Krieg gegen die Mächte der Beharrung, den russischen und österreichischen "Militärdespotismus" Vorschlag setze sich nicht durch: 27. März 1849 verabschiedete Paulskirche mitknapper Mehrheit mit der Paulskirchenverfassung die erste demokratische Verfassung --> für kleindeutschen Staat Friedrich Wilhelm IV zum Kaiser gewählt --> lehnte Kaiserwürde ab: war nicht bereit Krone aus Händen des Volks entgegenzunehmen --> wollte keinen Krieg riskieren: möglicherweise, Russland und Österreich gemeinsam Ergebnisse der Revolution gewaltsam rückgängig gemacht (--> Sommer 1849 in Ungarn taten sie es) ● Wären im Vormärz nationale Freiheitsbewegungen in anderen eu Ländern von liberalen Kräften unterstützt worden --> Mehrheit der Parlamentarier stellen das ● Selbstbestimmungsrecht infrage Ende der Brüderlichkeit der eu Nationalbewegung Ablehnung Friedrichs: Scheitern Nationalversammlung --> Einzelstaaten zogen Abgeordnete zurück, liberalen legten Mandat nieder Risiko eines Bürgerkriegs Rumpfparlament der Linken, Sitz nach Stuttgart verlegt Letzte Revolutionären Kämpfe flackerten in Baden mit "Reichsverfassungskampagne" und "Mairevolution" auf ● Radikalen Vertreter, die Reichsverfassung mit Gewalt verteidigten --> brutal niedergeschlagen Tätigkeit des Rumpfparlaments gewaltsam beendet, 18. Juni 1848 Scheiterte die Revolution? ● Revolution hinterließ Spuren: Preußen galt nach 1848 eine Verfassung --> Absolutismus überwunden ● Liberalen Ideen keine komplette Beseitigung Nachfolgenden Jahrzenten: alle parlamentarischen und freiheitlichen Initiativen mit Makel des Scheiterns behaftet Preußen blieb obrigkeitsstaatlich dominiert und Freiheitsfrage ungelöst Überall in Europa ja, außer in Schweiz In Deutschland wurde der DB neu gegründet ● Glossar 1.1 Alliierten ● Ancien Régime ● ● Befreiungskriege Ist eine politische Waffe, die von einer Nation angewendet werden kann, um sich ihrer Meinung nach zu befreien und Abgrenzung von anderen Staaten Würdigkeit der Nationalbewegung in der Öffentlichkeit gestärkt Aggressive Wendung gegen den Feind war damals wichtig ● ● Bundesversammlung Frankfurt am Main ● ● Verbündete die ein Bündnis geschlossen haben Koordinierter Kampf gegen gemeinsamen Gegner ● Angelegenheiten beraten (in Frankfurt am Main) ● Ende DB auch Ende der Bundesversammlung ● In Bundesrepublik wählt Bundesversammlung seit 1949 den Bundespräsidenten ● Code Civil (Code Napoleon, 1804) Französische alte Ordnung Bezeichnung für Feudalgesellschaft und Herrschaftsordnung in Frankreich vor französischer Revolution ● ● Zentrale Institution, die 1815 mir Deutsche Bundesakte für DB gegründet wurde Synonym: Bundestag Ehe und Erziehung: ohne Einwilligung --> keine Ehe; Frau bekommt Schutz vom Mann --> muss dafür gehorsam sein; Frau darf nicht ohne Mann vor Gericht stehen; Vater kann Kind vor 16. Jahr einsperren lassen; ab 16 höchstens sechs Monate eingesperrt lassen; Frau muss einiges vom Mann genehmigen lassen; Kind bleibt in elterlicher Gewalt bis volljährig oder Hochzeit; --> Laut Napoleon verstehen die Franzosen die Freiheit nicht Deutscher Bund (DB) ● 1815 auf Wiener Kongress geschaffener Staatenbund, österreichischen Vorsitz ● Gehörten 35 dt. Staaten und vier freie Städte Feudal Gesetzbuch vom 21. März 1804 Freiheit des Individuums, Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz, die Unabhängigkeit der Justiz und die strikte Trennung von Kirchen und Staat ● Zeit der Frankfurter Nationalversammlung --> kurzfristig aufgehört zu existieren Nach Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 endgültig aufgelöst "den höheren Ständen angeordnet" Synonyme: adlige, fürstlich, edel, elegant, festlich, usw. ... Hegemonialmacht/ Hegemonie ● Heilige Allianz ● Militärische oder politische Vorherrschaft Priorität einer gesellschaftlichen Institution oder eines ähnlichen Akteurs in politischen, militärischen, wirtschaftlichen, sozialen, religiösen oder kulturellen Angelegenheiten Liberal / Liberalismus ● Politischer Zusammenschluss 1815 der Monarchen von Russland, Österreich und Preußen --> wollten gemeinsam ihre Herrschaft stabilisieren Frankreich trat 1818 bei Mediatisierung Im Zuge Reichsdeputationshauptschluss (1803) verloren viele Städte und kleinere Herrschaften ihre Reichsunmittelbarkeit, sie wurden in neu geschaffene Mittelstaaten eingegliedert (mediatisiert) Freie Entfaltung des Individuums: der einzelne Bürger und seine menschliche Würde, Rechte, Freiheit und Gleichheit --> Macht des Staates Ziele: Gewaltenteilung, Rechtsstaat (Rechtsbindung staatlicher Gewalt), Pressefreiheit, Abschaffung von Zollschranken, Grundfreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Schutz von Minderheiten, Volksvertretung Wirtschaftlich: freier Wettbewerb, ohne staatliche Eingriffe und Zollschranken National: Bildung von National Staaten Patriotisch/ Patriotismus Politische Ideologie ● Emotionale Verbundenheit mit der eigenen Heimat/ Vaterland Pentarchie ● Militärische Konflikte sollten durch gemeinsame Beschlüsse verhindert werden Protektorat Reform ● Schutzherrschaft eines Staates oder einer Staatengemeinschaft über einen anderen Staat ● teilsouveränes Gemeinwesen und abhängiges staatliches Territorium Quadrupelallianz Allianz zwischen den 4 Siegermächten gegen Frankreich, die eingreifen sollten, falls Frankreich auf Waffen zurückgreifen sollte bezeichnet eine planvolle Umgestaltung bestehender Verhältnisse, Systeme, Ideologien oder Glaubenslehren in Politik, Religion, Wirtschaft oder Gesellschaft Restauration Versuch den politischen Herrschaftsanspruch der Fürsten gegenüber nationalen und liberalen Bestrebungen nach 1815 wiederherzustellen Säkularisation 1803 wurden durch RDH zahlreiche geistliche Herrschaften in staatlichen Besitz übergeführt ● Hoheits- und Eigentumsrechte geistlicher Fürstentümer aufgehoben Volkssouveränität Grundprinzip der Rechtfertigung demokratischer Herrschaft: Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus Wehrpflicht 1.2 Pflicht eines Staatsbürgers, für einen gewissen Zeitraum in den Streitkräften oder einer anderen Wehrformation seines Landes zu dienen Zunftzwang ● Handwerker durften bis 19 Jh. Nur dann Beruf ausüben, wenn sie einer bestimmten Zunft angehörten Seit französischer Revolution durch die Preußischen Reformen aufgehoben und Gewerbefreiheit Artikel 13 ● ,,In allen Bundesstaaten wird eine Landständische Verfassung stattfinden. ● Allerdings wurde nicht definiert, was unter einer solchen Verfassung zu verstehen ist Besitzbürger ● Fabrikanten Kaufläute ● Bänker "biedermeierliches” Leben/ Biedermeier Epoche zwischen 1815 und 1848 Teile des Bürgertums in privaten Bereich zurückgezogen ● Unpolitische häusliche Geselligkeit kultiviert Exekutive Ausführende Gewalt (Regierung, Polizei) Fünf eu Großmächte Großbritannien Frankreich ● Österreich ● Preußen ● Russland Judikative ● Rechtsprechende Gewalt (Gerichte) Jugendliche-Universitäten Kreise ● Professoren Konstitutionell Turnerschaften Burschenschaften ● verfassungsmäßig; an die Verfassung gebunden "konstitutionelle Monarchie" Legislative Nationalismus ● ● Bezieht sich auf den Staat ● Soziale Großgruppen wurden integriert und konnten aber auch ausgeschlossen/ abgegrenzt werden ● Inklusiv: ● Gesetzgebende Gewalt (Parlament) ● --> angemessene Form von "Region" --> politisch, Interessen Gruppen eingeschlossen werden --> wirkt intergiert Exklusiv: --> übersteigendes Wertgefühl --> Abgrenzung anderer Staaten und Nationen --> höher angesehen --> kann auch zur Ausgrenzung führen (innen wie auch außen) Obrigkeit ● Träger weltlicher oder geistlicher Macht ● Träger der Regierungsgewalt "die weltliche, geistliche Obrigkeit" Opposition in der Politik für eine Auffassung, die im Gegensatz zu programmatischen Zielvorstellungen einer politischen Bewegung, zu Denk- und Handlungsweisen von Autoritäten, zu einer herrschenden Meinung oder zu einer Politik der Regierung steht Repression [gewaltsame] Unterdrückung von Kritik, Widerstand, politischen Bewegungen, individueller Entfaltung, individuellen Bedürfnissen Städtische Bildungsbürger ● Richter Anwälte Lehrer Zehn Artikel (nicht Artikel 10) Von Metternich und preußische Regierung 1.3 Absolutismus ● Regierungsform, bei der eine Person als Träger der Staatsgewalt eine von anderen Personen oder Institutionen nicht kontrollierte Macht ausübt Epoche des europäischen Absolutismus im 17. und 18. Jahrhundert --> "der aufgeklärte Absolutismus" ● 10 Verbote: politische Vereine, Versammlungen, Aufrufe, Festveranstaltungen, ... Großdeutsche Lösung Als großdeutsche Lösung der deutschen Frage wurde das in der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 diskutierte, aber verworfene Modell eines deutschen Nationalstaats unter Einschluss und Führung des Kaisertums Österreich bezeichnet Habsburger Monarchie ● Europäische Herrscherfamilie, die 1804 Kaisertum Österreich und Nachfolger (Doppelmonarchie Österreich-Ungarn 1867) gründete Als H. M. werden eu Herrschaftsgebiete der österreichischen Habsburger 1918 bezeichnet Hochkonjunktur Phase im Ablauf der Konjunktur mit einer hohen Auslastung der wirtschaftlichen Kapazitäten, mit raschem Wachstum Kleindeutsche Lösung kleindeutsche Lösung der deutschen Frage war eine von zwei diskutierten Lösungen während der Revolutionszeit von 1848/49 und danach. Die andere wurde großdeutsche Lösung genannt Konjunkturkrise Mandat Verschlechterung der Wirtschaftslage, Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung Konservativ Sammelbegriff für politische und geistige soziale Bewegungen, die die Bewahrung der bestehenden oder die Wiederherstellung von früheren gesellschaftlichen Ordnungen zum Ziel haben Zusammenhang mit repräsentativen Demokratien den politischen Vertretungsauftrag, den das Wahlvolk einem Mitglied eines legislativen Gremiums oder einer kommunalen Vertretungskörperschaft erteilt Militärdespotismus ● Despotie oder der Despotismus ist eine Herrschaftsform, in der ein Herrscher oder Oberhaupt wie etwa ein Staatsoberhaupt die uneingeschränkte Herrschaft ausübt. Heutzutage wird mit dem Begriff Despotie eine „schrankenlose Gewalt-, Willkürherrschaft" bezeichnet