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NS-Außenpolitik

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 Die NS-Außenpolitik
M1: Frieden und Freundschaft
Für die Öffentlichkeit gibt Hitler am 17. Mai 1933 vor dem Reichstag erstmals eine außenpo

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Die NS-Außenpolitik M1: Frieden und Freundschaft Für die Öffentlichkeit gibt Hitler am 17. Mai 1933 vor dem Reichstag erstmals eine außenpolitische Erklärung ab: Wenn ich in diesem Augenblick bewusst als deutscher Nationalsozialist spreche, so möchte ich namens der nationalen Regierung und der gesamten Nationalerhebung bekunden, dass gerade uns in diesem jungen Deutschland das tiefste Verständnis beseelt für die gleichen Gefühle und Gesinnungen sowie für die begründeten Lebensansprüche der anderen Völker. Die Generation dieses jungen Deutschlands, die in ihrem bisherigen Leben nur die Not, das Elend und den Jammer des eigenen Volkes kennenlernte, hat zu sehr unter dem Wahnsinn gelitten, als dass sie beabsichtigen könnte, das gleiche anderen zuzufügen. [...] Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. [...] Wir aber haben keinen sehnlicheren Wunsch, als dazu beizutragen, dass die Wunden des Krieges und des Versailler Vertrages endgültig geheilt werden. Deutschland will keinen anderen Weg dabei gehen als den, der durch die Verträ selbst als berechtigt anerkannt ist. Die Deutsche Regierung wünscht, sich über alle Fragen mit den Nationen friedlich auseinanderzusetzen. Sie weiß, dass jede militärische Aktion in Europa auch bei deren völligem Gelingen, gemessen an den...

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Opfern, in keinem Verhältnis stehen würde zu dem Gewinn. Max Domarus, Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945, Bd. 1, Würzburg 1962, S. 271-273 ierigen M2 Botschaft für das Ausland In einer Reichstagsrede vom 17. Mai 1933 erläutert Hitler sein offizielles außenpolitisches Programm: Unser Nationalismus ist ein Prinzip, das als Weltanschauung grundsätzlich allgemein verpflichtet. Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. Wir kennen daher nicht den Begriff des „Germanisierens“. Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der man glaubte, vielleicht aus Polen oder Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genauso fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden. Wir sehen die europäischen Nationen um uns als gegebene Tatsachen. Franzosen, Polen sind unsere Nachbarvölker, und wir wissen, dass kein geschichtlich denkbarer Vorgang diese Wirklichkeit ändern könnte. [...] Die deutsche Regierung wünscht, sich über alle schwierigen Fragen politischer und wirtschaftlicher Natur mit den anderen Nationen friedlich und vertraglich auseinanderzusetzen. Sie weiß, dass jeder militärische Akt in Europa auch im Falle eines vollständigen Gelingens, gemessen an seinen Opfern, in keinem Verhältnis steht zum möglichen endgültigen Gewinn. Zit. nach: W. Conze (Hrsg.): Der Nationalsozialismus 1934—1945, Totaler Führerstaat und nationalsozialistische Eroberungspolitik. Stuttgart 1984, S.40f. Arbeitsaufträge: 1.) Erläutere, welches Deutschlandbild Hitler in seinen Reden zeichnet. Deutschland hat gelitten, wir müssen anderen nicht dasselbe Leid zufügen Junges Deutschland, das nichts kennt außer eigenem Elend, eigener Not, eigenem Jammer Deutschland hängt aus Liebe und Treue am eigenen Volkstum -> akzeptiert dies auch für andere (Frieden und Freundschaft) Deutschland will andere nicht zu Deutschen machen oder es versuchen und erwartet dasselbe auch von umliegenden Nationen 2.) Arbeite heraus, welche Ziele die NS-Außenpolitik verfolgt und auf welchem Wege diese erreicht werden sollen. ● Mit anderen Völkern " aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben" Schwierige Fragen mit anderen Nationen friedlich lösen Militärische Aktionen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen M3 Kampf gegen Versailles Nur wenige Tage nach der „Machtergreifung", am 3. Februar 1933, führt Hitler vor den Befehlshabern von Heer und Marine seine außenpolitischen Vorstellungen aus. Die Rede wird von Generalleutnant Liebmann protokolliert: Anschein eines "Friedens" erwecken, damit andere Nationen nicht aufrüsten (militärisch im Unwissen lassen) Ziel der Gesamtpolitik allein: Wiedergewinnung der pol. Macht. Hierauf muss gesamte Staatsführung eingestellt werden (alle Ressorts!). 1. Im Innern. Völlige Umkehrung der gegenwärt. innenpol. Zustände in D. Keine Duldung der Betätigung irgendeiner Gesinnung, die dem Ziel entgegensteht (Pazifismus!). Wer sich nicht bekehren lässt, muss gebeugt werden. Ausrottung des Marxismus mit Stumpf und Stiel. Einstellung der Jugend u. des ganzen Volkes auf den Gedanken, dass nur d. Kampf uns retten kann u. diesem Gedanken gegenüber alles zurückzutreten hat. (Verwirklicht in d. Millionen d. Nazi-Beweg. Sie wird wachsen.) Ertüchtigung der Jugend u. Stärkung des Wehrwillens mit allen Mitteln. Todesstrafe für Landes- u. Volksverrat. Straffste autoritäre Staatsführung. Beseitigung des Krebsschadens der Demokratie! 2. Nach außen. Kampf gegen Versailles. Gleichberechtigung in Genf (Genfer Abrüstungskonferenz) aber zwecklos, wenn Volk nicht auf Wehrwillen eingestellt. […...] 4. Aufbau der Wehrmacht wichtigste Voraussetzung für Erreichung des Ziels: Wiedererringung der pol. Macht. Allg. Wehrpflicht muss wiederkommen. Zuvor aber muss Staatsführung dafür sorgen, dass die Wehrpflichtigen vor Eintritt nicht schon durch Pazif., Marxismus, Bolschewismus vergiftet werden oder nach Dienstzeit diesem Gifte verfallen. Wie soll pol. Macht, wenn sie gewonnen ist, gebraucht werden? Jetzt noch nicht zu sagen. Vielleicht Erkämpfung neuer Export-Mögl., vielleicht - und wohl besser - Eroberung neuen Lebensraumes im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung.[...] Gefährlichste Zeit ist die des Aufbaus der Wehrmacht. Da wird sich zeigen, ob Fr(ankreich) Staatsmänner hat; wenn ja, wird es uns Zeit nicht lassen, sondern über uns herfallen. Walther Hafer (Hrsg.), Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933- 3945, Frankfurt am Main,S.180f. Arbeitsaufträge: 3.) Fasse die Ziele der NS-Außenpolitik zusammen (Textbelege!). ● ● Einheitliche nationalsozialistische Gesinnung im Inland durchsetzen, alles andere, insbesondere Marxismus und Pazifismus muss verschwinden ["Keine Duldung der Betätigung irgendeiner Gesinnung, die dem Ziel entgegensteht"] Autoritärer und militärischer Staat ["Stärkung des Wehrwillens mit allen Mitteln"; "Straffste autoritäre Staatsführung"] "Eroberung neuen Lebensraumes im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung" 4.) Arbeite heraus, welche Reaktionen Hitler von den europäischen Großmächten erwartet. Frankreich wird Aufrüstung nicht zulassen und "über uns herfallen" Schöpfen möglicherweise Verdacht (das muss unterbunden werden) Der Weg in den 2. Weltkrieg 14.10. 1933: Austritt aus dem Völkerbund. ●26. 1.1934: Nichtangriffs- und Gewaltverzichtspakt mit der Republik Polen. • Januar 1935: 91 % der Saarbevölkerung stimmen für die Rückgliederung des Saarlands an das Reich. ● 16. 3. 1935: Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht. Diplomatische Proteste Frankreichs und Großbritanniens gegen diesen offenen Bruch des Versailler Vertrages. • 18. 6. 1935: Flottenabkommen zwischen Großbritannien und Deutschland • 7. 3. 1936: Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland ein, nachdem das Reich zuvor den Vertrag von Locarno (1925) einseitig gekündigt hatte. ● 25. 10. 1936 Deutsch-italienische Übereinkunft (,,Achse Berlin-Rom), Unterstützung Francos im spanischen Bürgerkrieg. ● 25.11.1936 Antikomintern-Pakt zwischen Japan und Deutschland zur Bekämpfung der Kommunistischen Internationale. Am 6. 3. 1937 trat Italien dem AntikominternPakt bei. • März 1938: Einmarsch deutscher Truppen in die Republik Österreich und Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. • 26. 9. 1938: Münchner Abkommen -Regelung der sogenannten „sudetendeutschen Frage" zwischen den vier Mächten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien. Die sudetendeutschen Gebiete sollten vertragsgemäß an das Reich angeschlossen werden. Hitler sprach von seiner letzten territorialen Forderung in Europa auf der Grundlage des nationalen Selbstbestimmungsrechts. München gilt seitdem als ein Symbol der Beschwichtigungspolitik (Appeasement Politik). • 15.3.1939: Besetzung Prags durch deutsche Truppen und „Zerschlagung des Kerngebiets der Tschechoslowakei. Der tschechische Teil wurde als „Reichsprotektorat Böhmen Mähren“ dem Deutschen Reich angegliedert, die Slowakei wurde zum formell unabhängigen Staat unter deutschem Einfluss. 3.4. 1939: Anweisung Hitlers an die deutsche Wehrmacht, einen Angriffskrieg gegen Polen vorzubereiten. • 1.9.1939: Überfall auf Polen (Zit. nach: Zeit für Geschichte, S. 362.) Arbeitsauftrag: 1.) Erschließe aus der Übersicht Ziele, Methoden, Phasen und Erfolgsbedingungen der NS-Außenpolitik. Ziele: Methoden: Phasen: Großdeutsches Reich mit allen nach dem 1. WK verlorenen Gebieten Zusammenschluss mit Österreich Lebensraum im Osten Internationale Bündnispartnerschaften, keine vollständige Isolation Vertrag von Versailles ungeschehen machen ● Krieg Aufrüstung Annexion und Besetzung Abstimmungen über Anschluss Abkommen mit Italien und Japan und GB Vertragliche Vorbereitung Internationale Verbündete suchen Militärische Besetzungen Direkte Kriegsvorbereitung und Kriegsführung Erfolgsbedingungen: ● Kein Angriff auf DE bevor das Heer nicht wieder aufgebaut wurde Fortsetzung der Appeasement-Politik seitens der Alliierten

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Opfern, in keinem Verhältnis stehen würde zu dem Gewinn. Max Domarus, Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945, Bd. 1, Würzburg 1962, S. 271-273 ierigen M2 Botschaft für das Ausland In einer Reichstagsrede vom 17. Mai 1933 erläutert Hitler sein offizielles außenpolitisches Programm: Unser Nationalismus ist ein Prinzip, das als Weltanschauung grundsätzlich allgemein verpflichtet. Indem wir in grenzenloser Liebe und Treue an unserem eigenen Volkstum hängen, respektieren wir die nationalen Rechte auch der anderen Völker aus dieser selben Gesinnung heraus und möchten aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben. Wir kennen daher nicht den Begriff des „Germanisierens“. Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts, aus der man glaubte, vielleicht aus Polen oder Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genauso fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden. Wir sehen die europäischen Nationen um uns als gegebene Tatsachen. Franzosen, Polen sind unsere Nachbarvölker, und wir wissen, dass kein geschichtlich denkbarer Vorgang diese Wirklichkeit ändern könnte. [...] Die deutsche Regierung wünscht, sich über alle schwierigen Fragen politischer und wirtschaftlicher Natur mit den anderen Nationen friedlich und vertraglich auseinanderzusetzen. Sie weiß, dass jeder militärische Akt in Europa auch im Falle eines vollständigen Gelingens, gemessen an seinen Opfern, in keinem Verhältnis steht zum möglichen endgültigen Gewinn. Zit. nach: W. Conze (Hrsg.): Der Nationalsozialismus 1934—1945, Totaler Führerstaat und nationalsozialistische Eroberungspolitik. Stuttgart 1984, S.40f. Arbeitsaufträge: 1.) Erläutere, welches Deutschlandbild Hitler in seinen Reden zeichnet. Deutschland hat gelitten, wir müssen anderen nicht dasselbe Leid zufügen Junges Deutschland, das nichts kennt außer eigenem Elend, eigener Not, eigenem Jammer Deutschland hängt aus Liebe und Treue am eigenen Volkstum -> akzeptiert dies auch für andere (Frieden und Freundschaft) Deutschland will andere nicht zu Deutschen machen oder es versuchen und erwartet dasselbe auch von umliegenden Nationen 2.) Arbeite heraus, welche Ziele die NS-Außenpolitik verfolgt und auf welchem Wege diese erreicht werden sollen. ● Mit anderen Völkern " aus tiefinnerstem Herzen mit ihnen in Frieden und Freundschaft leben" Schwierige Fragen mit anderen Nationen friedlich lösen Militärische Aktionen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen M3 Kampf gegen Versailles Nur wenige Tage nach der „Machtergreifung", am 3. Februar 1933, führt Hitler vor den Befehlshabern von Heer und Marine seine außenpolitischen Vorstellungen aus. Die Rede wird von Generalleutnant Liebmann protokolliert: Anschein eines "Friedens" erwecken, damit andere Nationen nicht aufrüsten (militärisch im Unwissen lassen) Ziel der Gesamtpolitik allein: Wiedergewinnung der pol. Macht. Hierauf muss gesamte Staatsführung eingestellt werden (alle Ressorts!). 1. Im Innern. Völlige Umkehrung der gegenwärt. innenpol. Zustände in D. Keine Duldung der Betätigung irgendeiner Gesinnung, die dem Ziel entgegensteht (Pazifismus!). Wer sich nicht bekehren lässt, muss gebeugt werden. Ausrottung des Marxismus mit Stumpf und Stiel. Einstellung der Jugend u. des ganzen Volkes auf den Gedanken, dass nur d. Kampf uns retten kann u. diesem Gedanken gegenüber alles zurückzutreten hat. (Verwirklicht in d. Millionen d. Nazi-Beweg. Sie wird wachsen.) Ertüchtigung der Jugend u. Stärkung des Wehrwillens mit allen Mitteln. Todesstrafe für Landes- u. Volksverrat. Straffste autoritäre Staatsführung. Beseitigung des Krebsschadens der Demokratie! 2. Nach außen. Kampf gegen Versailles. Gleichberechtigung in Genf (Genfer Abrüstungskonferenz) aber zwecklos, wenn Volk nicht auf Wehrwillen eingestellt. […...] 4. Aufbau der Wehrmacht wichtigste Voraussetzung für Erreichung des Ziels: Wiedererringung der pol. Macht. Allg. Wehrpflicht muss wiederkommen. Zuvor aber muss Staatsführung dafür sorgen, dass die Wehrpflichtigen vor Eintritt nicht schon durch Pazif., Marxismus, Bolschewismus vergiftet werden oder nach Dienstzeit diesem Gifte verfallen. Wie soll pol. Macht, wenn sie gewonnen ist, gebraucht werden? Jetzt noch nicht zu sagen. Vielleicht Erkämpfung neuer Export-Mögl., vielleicht - und wohl besser - Eroberung neuen Lebensraumes im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung.[...] Gefährlichste Zeit ist die des Aufbaus der Wehrmacht. Da wird sich zeigen, ob Fr(ankreich) Staatsmänner hat; wenn ja, wird es uns Zeit nicht lassen, sondern über uns herfallen. Walther Hafer (Hrsg.), Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933- 3945, Frankfurt am Main,S.180f. Arbeitsaufträge: 3.) Fasse die Ziele der NS-Außenpolitik zusammen (Textbelege!). ● ● Einheitliche nationalsozialistische Gesinnung im Inland durchsetzen, alles andere, insbesondere Marxismus und Pazifismus muss verschwinden ["Keine Duldung der Betätigung irgendeiner Gesinnung, die dem Ziel entgegensteht"] Autoritärer und militärischer Staat ["Stärkung des Wehrwillens mit allen Mitteln"; "Straffste autoritäre Staatsführung"] "Eroberung neuen Lebensraumes im Osten u. dessen rücksichtslose Germanisierung" 4.) Arbeite heraus, welche Reaktionen Hitler von den europäischen Großmächten erwartet. Frankreich wird Aufrüstung nicht zulassen und "über uns herfallen" Schöpfen möglicherweise Verdacht (das muss unterbunden werden) Der Weg in den 2. Weltkrieg 14.10. 1933: Austritt aus dem Völkerbund. ●26. 1.1934: Nichtangriffs- und Gewaltverzichtspakt mit der Republik Polen. • Januar 1935: 91 % der Saarbevölkerung stimmen für die Rückgliederung des Saarlands an das Reich. ● 16. 3. 1935: Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht auf der Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht. Diplomatische Proteste Frankreichs und Großbritanniens gegen diesen offenen Bruch des Versailler Vertrages. • 18. 6. 1935: Flottenabkommen zwischen Großbritannien und Deutschland • 7. 3. 1936: Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland ein, nachdem das Reich zuvor den Vertrag von Locarno (1925) einseitig gekündigt hatte. ● 25. 10. 1936 Deutsch-italienische Übereinkunft (,,Achse Berlin-Rom), Unterstützung Francos im spanischen Bürgerkrieg. ● 25.11.1936 Antikomintern-Pakt zwischen Japan und Deutschland zur Bekämpfung der Kommunistischen Internationale. Am 6. 3. 1937 trat Italien dem AntikominternPakt bei. • März 1938: Einmarsch deutscher Truppen in die Republik Österreich und Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. • 26. 9. 1938: Münchner Abkommen -Regelung der sogenannten „sudetendeutschen Frage" zwischen den vier Mächten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien. Die sudetendeutschen Gebiete sollten vertragsgemäß an das Reich angeschlossen werden. Hitler sprach von seiner letzten territorialen Forderung in Europa auf der Grundlage des nationalen Selbstbestimmungsrechts. München gilt seitdem als ein Symbol der Beschwichtigungspolitik (Appeasement Politik). • 15.3.1939: Besetzung Prags durch deutsche Truppen und „Zerschlagung des Kerngebiets der Tschechoslowakei. Der tschechische Teil wurde als „Reichsprotektorat Böhmen Mähren“ dem Deutschen Reich angegliedert, die Slowakei wurde zum formell unabhängigen Staat unter deutschem Einfluss. 3.4. 1939: Anweisung Hitlers an die deutsche Wehrmacht, einen Angriffskrieg gegen Polen vorzubereiten. • 1.9.1939: Überfall auf Polen (Zit. nach: Zeit für Geschichte, S. 362.) Arbeitsauftrag: 1.) Erschließe aus der Übersicht Ziele, Methoden, Phasen und Erfolgsbedingungen der NS-Außenpolitik. Ziele: Methoden: Phasen: Großdeutsches Reich mit allen nach dem 1. WK verlorenen Gebieten Zusammenschluss mit Österreich Lebensraum im Osten Internationale Bündnispartnerschaften, keine vollständige Isolation Vertrag von Versailles ungeschehen machen ● Krieg Aufrüstung Annexion und Besetzung Abstimmungen über Anschluss Abkommen mit Italien und Japan und GB Vertragliche Vorbereitung Internationale Verbündete suchen Militärische Besetzungen Direkte Kriegsvorbereitung und Kriegsführung Erfolgsbedingungen: ● Kein Angriff auf DE bevor das Heer nicht wieder aufgebaut wurde Fortsetzung der Appeasement-Politik seitens der Alliierten