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NS - Machtergreifung (Stellungnahme)

NS - Machtergreifung (Stellungnahme)

 30. Januar 1933 - Der Weg zum Schicksalstag
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul Hindenburg
zum Reichskanzlers

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Epoche: Nationalsozialismus Thema: Hitlers Machtergreifung Textart: Stellungnahme Infos: objektive Ausführung mit subjektiven Fazit, Inspiration aber nicht einzig wahre Lösung

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30. Januar 1933 - Der Weg zum Schicksalstag Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler vom Reichspräsidenten Paul Hindenburg zum Reichskanzlers ernannt. Damit erreichte Hitler sein Ziel auf dem Weg zur Macht, der zehn Jahre zuvor mit dem missglückten Hitlerputsch begonnen hatte. Außerdem endete die Weimarer Republik und mit Hitlers faschistisch konservativen Diktatur begann eine der brutalsten Epochen der Neuzeit. Doch wie schaffte Hitler es, dass er bereits zehn Jahre nach seinem Putschversuch legal zum Reichskanzler ernannt wurde? Um die Gründe zu verstehen, die dazu führten, muss man bis zum Anfang der Weimarer Republik zurückgehen. 1918 endete mit der Kapitulation der deutschen Armee der erste Weltkrieg. Die Siegermächte beschloßen daraufhin ohne deutsche Beteiligung den Versailler Vertrag, durch den Deutschland zu hohen Reparationszahlungen und einer weitgreifenden Entmilitarisierung verpflichtet wurde. Außerdem wurde in dem Vertrag festgelegt, dass Deutschland die Alleinschuld am ersten Weltkrieg trägt. Des weiteren wurde geregelt, dass Deutschland zu einer Demokratie werden soll und dadurch wurde der Grundsteine für die Weimarer Republik gelegt. Die deutsche Bevölkerung interpretierte den Vertrag allerdings als »Diktatfrieden<< sowie »Ehrabschneidungen« und es entstanden Unruhen wie die »Dolchstoßlegende«, die zu einem pauschalen Misstrauen gegenüber der noch jungen Republik führten. Als 1929 die Weltwirtschaftskrise und die daraus resultierende Radikalisierung folgten, war die Weimarer Republik sehr stark gefordert. Doch die noch zu konservative Verfassung zeigte nun ihre Mängel und die...

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Republik zerbrach an einer mangelnde Kooperationsbereitschaft der Parteien. Unter dem konservativen Reichspräsidenten Hindenburg begann daraufhin die Zeit der Präsidialregierungen, in denen der Reichspräsident nicht mehr auf die Legitimation durch das Parlament angewiesen war, und die zentralen Entscheidungen verlagerten sich in das politische Hinterzimmer. Gleichzeitig gewann die NSDAP unter Hitler weitere Wähler und entwickelte sich zur zweitstärksten Partei. Auch die Sturmabteilung der angeblichen Arbeiterpartei hatte mittlerweile beträchtliche Macht erreicht und verbreitete vor allem in Berlin Unruhe und Terror. Als die erste gemäßigte Präsidialregierungen unter Heinrich Brüning (1930-1932) scheiterte, beschlossen Hindenburg und Schleicher den antidemokratischen und konservativen Kurs mit Hilfe der NSDAP fortzusetzen. Nachdem auch die absoluten Präsidialregierungen unter Franz von Papen und Kurt von Schleicher scheiterten, sah Hindenburg die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler als letzte Möglichkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt wäre es jederzeit möglich gewesen die Schrecken des Holocausts und des zweiten Weltkriegs zu verhindern. Hitlers Machtergreifung war keinesfalls alternativlos oder unvermeidlich und Hitler hatte an verschiedenen Stellen die Kontrolle verloren und drohte einige Male zu scheitern. Es war vielmehr die allgemeine Stimmungslage in Europa und eine Reihe von verschiedenen Ereignissen, die seinen politischen Aufstieg begünstigten. Außerdem wurden auch Hitlers Ehrgeiz und Gewaltbereitschaft oft unterschätzt, was ihm immer wieder neue Wege öffnete. Doch als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, war es ein weltweiter Schicksalstag mit Auswirkungen, die noch bis heute anhalten.

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H

Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

Epoche: Nationalsozialismus Thema: Hitlers Machtergreifung Textart: Stellungnahme Infos: objektive Ausführung mit subjektiven Fazit, Inspiration aber nicht einzig wahre Lösung

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Republik zerbrach an einer mangelnde Kooperationsbereitschaft der Parteien. Unter dem konservativen Reichspräsidenten Hindenburg begann daraufhin die Zeit der Präsidialregierungen, in denen der Reichspräsident nicht mehr auf die Legitimation durch das Parlament angewiesen war, und die zentralen Entscheidungen verlagerten sich in das politische Hinterzimmer. Gleichzeitig gewann die NSDAP unter Hitler weitere Wähler und entwickelte sich zur zweitstärksten Partei. Auch die Sturmabteilung der angeblichen Arbeiterpartei hatte mittlerweile beträchtliche Macht erreicht und verbreitete vor allem in Berlin Unruhe und Terror. Als die erste gemäßigte Präsidialregierungen unter Heinrich Brüning (1930-1932) scheiterte, beschlossen Hindenburg und Schleicher den antidemokratischen und konservativen Kurs mit Hilfe der NSDAP fortzusetzen. Nachdem auch die absoluten Präsidialregierungen unter Franz von Papen und Kurt von Schleicher scheiterten, sah Hindenburg die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler als letzte Möglichkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt wäre es jederzeit möglich gewesen die Schrecken des Holocausts und des zweiten Weltkriegs zu verhindern. Hitlers Machtergreifung war keinesfalls alternativlos oder unvermeidlich und Hitler hatte an verschiedenen Stellen die Kontrolle verloren und drohte einige Male zu scheitern. Es war vielmehr die allgemeine Stimmungslage in Europa und eine Reihe von verschiedenen Ereignissen, die seinen politischen Aufstieg begünstigten. Außerdem wurden auch Hitlers Ehrgeiz und Gewaltbereitschaft oft unterschätzt, was ihm immer wieder neue Wege öffnete. Doch als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, war es ein weltweiter Schicksalstag mit Auswirkungen, die noch bis heute anhalten.