Der Preußisch-Österreichische Krieg 1866
Der Preußisch-Österreichische Krieg 1866, auch bekannt als Deutscher Krieg, war der zweite der drei Einigungskriege. Dieser Konflikt entschied den Dualismus zwischen Preußen und Österreich zugunsten Preußens und führte zur Auflösung des Deutschen Bundes.
Ursache: Bismarck wollte die Konflikte zwischen Preußen und Österreich bei der Verwaltung der Herzogtümer Schleswig und Holstein nutzen, um die Hegemonie Preußens zu sichern und Holstein zu erhalten.
Vocabulary: Hegemonie bedeutet Vormachtstellung oder Führungsrolle.
Bismarcks Vorarbeit für den Krieg war umfangreich und strategisch:
- Er betrieb eine destruktive Politik gegen Österreich, indem er dessen Beitritt zum deutschen Zollverein verhinderte und eine umfassende Reform des Deutschen Bundes blockierte.
- Er schloss ein Geheimbündnis mit Italien, das sich verpflichtete, Preußen in einem Krieg gegen Österreich zu unterstützen.
- Er sicherte die Neutralität Russlands und handelte ein Neutralitätsabkommen mit Frankreich aus.
Highlight: Bismarcks diplomatisches Geschick isolierte Österreich effektiv und schuf günstige Bedingungen für Preußen.
Der Anlass für den Krieg war Österreichs Wunsch, das Gasteiner Abkommen im Bundestag neu zu besprechen. Bismarck sah dies als Bruch des Abkommens und ließ preußische Truppen in das von Österreich verwaltete Holstein einmarschieren.
Der Verlauf des Preußisch-Österreichischen Krieges war kurz und entscheidend. In der Schlacht von Königgrätz am 3. Juli 1866 besiegten preußische Truppen das österreichische Hauptheer.
Example: Der Sieg Preußens wurde durch moderne Gewehre (Hinterlader) und die gute Strategie von Helmuth von Moltke ermöglicht.
Die Folgen des Preußisch-Österreichischen Krieges waren weitreichend:
- Preußen erhielt neben Schleswig nun auch Holstein.
- Der Deutsche Bund wurde aufgelöst und der Norddeutsche Bund gegründet.
- Die kleindeutsche Lösung unter Führung Preußens setzte sich durch.
- Der Frieden von Prag beendete den Krieg, und Österreich musste den Deutschen Bund verlassen.
Quote: "Die anderen norddeutschen Staaten haben Bock auf den Norddt. Bund"
Bismarck wurde zum Kanzler des Norddeutschen Bundes ernannt, und sein Ansehen als "großer Staatsmann" wuchs. Der Machtzuwachs Preußens sorgte jedoch für Misstrauen bei anderen europäischen Ländern, insbesondere Frankreich.






