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Ursachen der französischen Revolution etc.

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 S. 207 M10
Ursachen der Revolution
Aufbau der französischen Gesellschaft (vor 1789)
Es herrschte eine Ständegesellschaft, welche sich in dr

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11/9/10

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- Aufbau der französischen Gesellschaft (vor 1789) —> Ständegesellschaft etc. - Karikatur Analyse „Taille, Impots et Corvée“ —> Kopfsteuer, Steuerwesen und Fronarbeiter - Der Dritte Stand und dessen Motivation hinter der Revolution

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S. 207 M10 Ursachen der Revolution Aufbau der französischen Gesellschaft (vor 1789) Es herrschte eine Ständegesellschaft, welche sich in drei Stände unterteilten. Der erste Stand war der Klerus mit ca. 130 Tausend Menschen. Dieser machte mit ca. 0,5 % der Gesamtbevölkerung den kleinsten Teil der Bevölkerung aus. Sie bestanden hauptsächlich aus Gesitlichen. Diese wurden in hohe und niedere Geistliche unterteilt. Zu den hohen Geistlichen gehörten 143 Bischöfe und Äbte, sowie 4000 Domherren und Prälten. Zu den niederen Geistlichen gehörten die 25 000 Ordensbrüder, 40 000 Ordensschwestern und 70 000 Pfarrer, sowie Vikare. Sie verfügten über besondere Privilegien wie die freiwillige Steuer, kein Millitärdienst, eigene Gerichtsbarkeit und sie konnten über eigene Steuern erheben (Zehnt). Der 2. Stand war der Adel, welcher aus ca. 300 000 bis 400 000 Menschen bestand und mit 1,3% den zweitgrößten Teil der Bevölkerung aus machten. Sie wurden in den Geburtsadel mit ca. 20 000 Personen, dem Hofadel mit ca. 4000 Familien und dem Landadel unterteilt. Der Landsadel stammte aus dem Amtsadel und dem mittelalterlichem Schwertadel. Sie verfügten ebenfalls über besondere Privilegien, wie die Befreiung von den meisten Steuern, hatten Feudal- und Herrenrechte, sowie Beschränkungen bei Handel und Gewerbe. Der dritte Stand waren die Bürger und Bauern mit ca. 25 Millionen Menschen. Sie waren mit 98% der Gesamtbevölkerung mit Abstand der größte...

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Teil der Bevölkerung. Diese besaßen keinerlei Privilegien. Sie bestanden aus dem Großbürgertum (Bankiers, Fabrikanten, Großhänder u. a.), den freiberuflichen Bürgern (Anwälte, Ärzte, Lehrer, Schriftsteller u. a.), welche 10%-20% des Bürgertums ausmachten. Eine weitere Gruppe im 3. Stand waren die Handwerker und Ladenbesitzer mit 65% des Bürgertums. Des Weiteren bestand es aus in Zünften organisierten Arbeitern, Gesellen, Lehrlingen, Fabrikarbeiter, Hauspersonal und Tagelöhner, sowie Bauern. Die Bauern machten mit 85% der Gesamtbevölkerung den größten Teil aus. Dabei waren sie über 20 Millionen Menschen, davon eine Million Leibeigene; Groß- und Kleinbauern, Landarbeiter u. a. S. 209 M13 Taille, Impots et Corvée Kopfsteuer, Steuerwesen und Fronarbeiter, französische Karikatur von 1789 Karikaturanalyse: Die vorliegende politische Karikatur ,,Taille, Impots et Corvée" wurde 1789 von einem unbekannten Karikaturist in Frankreich veröffentlicht. Die Karikatur ist höchstwahrscheinlich an den 3. Stand gerichtet, da schon aus dem Titel und dem Untertitel hervorgeht, dass es um verschiedene Arten von Steuern geht, welche vom 3. Stand bezahlt werden mussten, wovon der erste und der zweite Stand profitierten. Es soll wahrscheinlich den 3. Stand dazu aufrufen etwas gegen ihre Situation zutun und Eigeninitiative zu ergreifen, indem ihre Situation überspitzt und provokant dargestellt wird. PIN EOT VER Im Zentrum der Karikatur stehen zwei Personen auf einem Stein mit dem Schriftzug „Taille, Impots et Corvées", unter dessen eine weitere Person liegt. Die Personen haben unterschiedliche Kleidungen. Der Linke von den zwei Personen die auf dem Stein stehen, hat eine langen weißen Bart und Haare, einen großen zylinderförmigen Hut und ein dunkelblaues Gewand mit einem schwarzen breiten Gürtel. Er hält ein Buch in seiner linken Hand, wobei seine rechte Hand flach ausgestreckt auf der Höhe seiner Hüfte ist. Seine Augen richten sich nach unten auf die Person unter dem Stein. Die rechte Person auf dem Stein hat eine Uniform an, welche aus einem großen breiten Hut mit einem Abzeichen und einer weißen Feder, einen roten Mantel mit weißen Verzierungen an den Schultern sowie den Knöpfen, eine hellblaue Hose und braune hohe Stiefel mit weißen Akzenten im oberen Bereich besteht. Er schaut zu der Person neben ihm. Außerdem hat er ein Schwert um sich hängen, hält die Person neben ihn von hinten an der Schulter und stützt sich mit einer Pferdepeitsche bzw. Gerte. Die Person unter dem Stein hat einen schwarzen spitzeren Hut, eine rote Jacke, eine blaue kurze Hose mit weißen Strümpfen und weißen Stiefeln mit braunen Akzenten im unteren Bereich an. Er schaut zu den zwei Personen auf ihm bzw. dem Stein hinauf und streckt seine linke Hand zum Gewand der linken Person auf dem Stein. Seine andere Hand liegt am Stein, wobei sein linker Bein bzw. Fuß einen abgesägten Baumstamm berührt, an dem ein Erntefahrzeug bzw. Werkzeug angelehnt ist. Neben ihm liegt eine Schaufel und etwas weiter rechts unten sind Äpfel oder Birnen zu erkennen. Im Hintergrund ist eine weitere Person, wessen Gewand in rot angedeutet wurde, eine große Wiese, sowie ein Baum und mehrere Schafe zu sehen. Unmittelbar hinter den zwei Personen befindet sich viel Getreide. Die Person unter dem Stein soll wahrscheinlich einen klassichen Arbeiter aus dem 3. Stand darstellen. Dieser wird durch die Steuern massiv belastet und durch den 1. und 2. Stand unterdrückt. Dieser muss nämlich Steuern (Zehnte usw.) an den 1. bzw. 2. Stand zahlen. Der erste Stand wird durch die linke Person auf dem Stein repräsentiert. Diese versucht ihr Gleichgewicht auf dem Stein zu halten, was an seiner linken Hand zu erkennen ist. Er ist typisch für Geistliche dieser Zeit gekleidet und hält ein Buch in der Hand. Dies steht symbolisch für den Zugang der Bildung welcher ihnen gewährt war. Dies hält er in einer „bewahrenden“ Haltung was daraufhin deuten könnte das dieses Wissen nur bestimmten Personen gewährt ist und besonders vor der Person unter dem Stein verwährt bleiben muss. Dies ist ebenfalls durch den direkten Blick auf die Person unter dem Stein zu erkennen. Außerdem könnte das Buch die Bibel sein, da das einfache Volk bzw. Der 3. Stand keinen Zugriff auf die Bibel hatten und nichtmals lesen konnten. Der 3. Stand wird durch die Steuern unterdrückt, was nochmals durch den Schriftzug auf dem Stein verdeutlicht wird, da dieser übersetzt Kopfsteuer, Steuerwesen und Fronarbeiter heißt. Mit Fronarbeiter waren zu dieser Zeit die Bauern etc. gemeint welche für den 1. und 2. Stand arbeiten mussten, um ihren Schutz zu bekommen. Die Linke Hand der Person unter dem Stein streckt sich zur linken Person auf dem Stein, wobei das linke Bein der Person unter dem Stein den abgesägten Baumstamm berührt welcher umgeben von Getreide und einem Karren ähnlichen Werkzeug welches in der Landwirtschaft benutzt wurde. Dies zeigt die Verbindung zwischen der schweren Arbeit des 3. Standes und der verzweifelten Hilfe nach dem 1. bzw. 2. Stand. Die Person rechts auf dem Stein repräsentiert den 2. Stand. Er gehört wahrscheinlich dem Landadel an und ist millitärisch tätig, um den Schutz des 1. Stands etc. zu bwahren. Dies wird durch seine typische Uniform und seine Ausrüstung von Schwert, für den Kampf, sowie einer Pferdepeiche o. ä. zum reiten deutlich. Außerdem schaut er auf die linke Person von ihm, achtet somit auf ihn und stützt die linke Person von hinten und hilft ihr somit ihr Gleichgewicht zu halten, was seine Tätigkeit wiederspiegelt. Der Hirte im Hintergrund des Bildes soll einen typischen Bauern darstellen. Dieser ist vollkommen von der zentralen Handlung entfernt und vollkommen auf seine Arbeit und seinen Bereich im Hintergrund fokussiert. Dies könnte auf das Resultat der ausgebeuteten und zum arbeiteten Steuerzahler erzwungenen Menschen andeuten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Karikatursit auf die Notlage des 3. Standes aufmerksam machen wollte. Es sollte wahrscheinlich die Menschen aus dem 3. Stand dazu ermutigen und provozieren etwas gegen ihre Situation zu tun. Ich könnte mir vorstellen, dass genau so welche Karikaturen die Menschen früher weiter dazu gebracht haben eine Revolution zu beginnen und gegen die Ungerechtigkeit welche aus dem gesamten System resultierte zu eleminieren und ein neues faireres System zu schaffen. S. 208 M12 Was ist der dritte Stand? - Inwiefern stellt dies einen Aufruf zur Revolution dar? Der dritte Stand wurde lange Zeit ignoriert, geknechtet, ausgenutzt und ausgebeutet. Hinzu kamen die vielen Krisen auf wirtschaftlicher, politischer und sozialer Ebene. Die Menschen fanden sich allein gelassen und irrelevant. Um aus dieser Irrelevanz zu entkommen und endlich die eigene Freiheit zu leben, gab es nur einen ersichtlichen Weg. Eine Revolution. Eine Revolution, welche ihnen neue Möglichkeiten ermöglicht und ihrem Leid ein Ende setzt. Ihre Wut war durch einfache Karikaturen wie die aus M13 zu bändigen und auf eine besondere Gegnergruppe zu erzielen. Diese waren die Herrschenden und die Wohlhabenden, der 1. und der 2. Stand. Die Frage nach dem was denn der 3. Stand sei solle, soll endlich beantwortet werden. Sie waren kein Nichts, sie waren essenziell für das Funktionieren der gesamten Gesellschaft. Da sie diese Wertschätzung und Anerkennung nie bekamen sondern im Gegenteil verspottet und ignoriert wurden, wurde der Wille nach einer Veränderung immer größer. Diese Frage machte die Menschen aus dem 3. Stand wütend, denn wie kann es jemand wagen so wichtige Schlüsselpersonen zu hinterfragen geschweige denn nicht mal über sie Bescheid zu wissen. Sie sahen es wahrscheinlich als große Respektlosigkeit und nach all den Jahren der Armut und des Leidens, explodierte das Fass. Sie rafen zur Revolution auf und schreckten vor niemandem zurück, denn jeder sollte wissen wie stark, wichtig und mächtig der 3. Stand war, obwohl sie nie so behandelt wurden. Sie waren der größte Teil der Bevölkerung wurden aber wie eine Minderheit und Unwichtigkeit behandelt, dessen Ende sie selbst durch einen Racheakt in Form der Revolution gesetzt haben.

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Die Karikatur ist höchstwahrscheinlich an den 3. Stand gerichtet, da schon aus dem Titel und dem Untertitel hervorgeht, dass es um verschiedene Arten von Steuern geht, welche vom 3. Stand bezahlt werden mussten, wovon der erste und der zweite Stand profitierten. Es soll wahrscheinlich den 3. Stand dazu aufrufen etwas gegen ihre Situation zutun und Eigeninitiative zu ergreifen, indem ihre Situation überspitzt und provokant dargestellt wird. PIN EOT VER Im Zentrum der Karikatur stehen zwei Personen auf einem Stein mit dem Schriftzug „Taille, Impots et Corvées", unter dessen eine weitere Person liegt. Die Personen haben unterschiedliche Kleidungen. Der Linke von den zwei Personen die auf dem Stein stehen, hat eine langen weißen Bart und Haare, einen großen zylinderförmigen Hut und ein dunkelblaues Gewand mit einem schwarzen breiten Gürtel. Er hält ein Buch in seiner linken Hand, wobei seine rechte Hand flach ausgestreckt auf der Höhe seiner Hüfte ist. Seine Augen richten sich nach unten auf die Person unter dem Stein. Die rechte Person auf dem Stein hat eine Uniform an, welche aus einem großen breiten Hut mit einem Abzeichen und einer weißen Feder, einen roten Mantel mit weißen Verzierungen an den Schultern sowie den Knöpfen, eine hellblaue Hose und braune hohe Stiefel mit weißen Akzenten im oberen Bereich besteht. Er schaut zu der Person neben ihm. Außerdem hat er ein Schwert um sich hängen, hält die Person neben ihn von hinten an der Schulter und stützt sich mit einer Pferdepeitsche bzw. Gerte. Die Person unter dem Stein hat einen schwarzen spitzeren Hut, eine rote Jacke, eine blaue kurze Hose mit weißen Strümpfen und weißen Stiefeln mit braunen Akzenten im unteren Bereich an. Er schaut zu den zwei Personen auf ihm bzw. dem Stein hinauf und streckt seine linke Hand zum Gewand der linken Person auf dem Stein. Seine andere Hand liegt am Stein, wobei sein linker Bein bzw. Fuß einen abgesägten Baumstamm berührt, an dem ein Erntefahrzeug bzw. Werkzeug angelehnt ist. Neben ihm liegt eine Schaufel und etwas weiter rechts unten sind Äpfel oder Birnen zu erkennen. Im Hintergrund ist eine weitere Person, wessen Gewand in rot angedeutet wurde, eine große Wiese, sowie ein Baum und mehrere Schafe zu sehen. Unmittelbar hinter den zwei Personen befindet sich viel Getreide. Die Person unter dem Stein soll wahrscheinlich einen klassichen Arbeiter aus dem 3. Stand darstellen. Dieser wird durch die Steuern massiv belastet und durch den 1. und 2. Stand unterdrückt. Dieser muss nämlich Steuern (Zehnte usw.) an den 1. bzw. 2. Stand zahlen. Der erste Stand wird durch die linke Person auf dem Stein repräsentiert. Diese versucht ihr Gleichgewicht auf dem Stein zu halten, was an seiner linken Hand zu erkennen ist. Er ist typisch für Geistliche dieser Zeit gekleidet und hält ein Buch in der Hand. Dies steht symbolisch für den Zugang der Bildung welcher ihnen gewährt war. Dies hält er in einer „bewahrenden“ Haltung was daraufhin deuten könnte das dieses Wissen nur bestimmten Personen gewährt ist und besonders vor der Person unter dem Stein verwährt bleiben muss. Dies ist ebenfalls durch den direkten Blick auf die Person unter dem Stein zu erkennen. Außerdem könnte das Buch die Bibel sein, da das einfache Volk bzw. Der 3. Stand keinen Zugriff auf die Bibel hatten und nichtmals lesen konnten. Der 3. Stand wird durch die Steuern unterdrückt, was nochmals durch den Schriftzug auf dem Stein verdeutlicht wird, da dieser übersetzt Kopfsteuer, Steuerwesen und Fronarbeiter heißt. Mit Fronarbeiter waren zu dieser Zeit die Bauern etc. gemeint welche für den 1. und 2. Stand arbeiten mussten, um ihren Schutz zu bekommen. Die Linke Hand der Person unter dem Stein streckt sich zur linken Person auf dem Stein, wobei das linke Bein der Person unter dem Stein den abgesägten Baumstamm berührt welcher umgeben von Getreide und einem Karren ähnlichen Werkzeug welches in der Landwirtschaft benutzt wurde. Dies zeigt die Verbindung zwischen der schweren Arbeit des 3. Standes und der verzweifelten Hilfe nach dem 1. bzw. 2. Stand. Die Person rechts auf dem Stein repräsentiert den 2. Stand. Er gehört wahrscheinlich dem Landadel an und ist millitärisch tätig, um den Schutz des 1. Stands etc. zu bwahren. Dies wird durch seine typische Uniform und seine Ausrüstung von Schwert, für den Kampf, sowie einer Pferdepeiche o. ä. zum reiten deutlich. Außerdem schaut er auf die linke Person von ihm, achtet somit auf ihn und stützt die linke Person von hinten und hilft ihr somit ihr Gleichgewicht zu halten, was seine Tätigkeit wiederspiegelt. Der Hirte im Hintergrund des Bildes soll einen typischen Bauern darstellen. Dieser ist vollkommen von der zentralen Handlung entfernt und vollkommen auf seine Arbeit und seinen Bereich im Hintergrund fokussiert. Dies könnte auf das Resultat der ausgebeuteten und zum arbeiteten Steuerzahler erzwungenen Menschen andeuten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Karikatursit auf die Notlage des 3. Standes aufmerksam machen wollte. Es sollte wahrscheinlich die Menschen aus dem 3. Stand dazu ermutigen und provozieren etwas gegen ihre Situation zu tun. Ich könnte mir vorstellen, dass genau so welche Karikaturen die Menschen früher weiter dazu gebracht haben eine Revolution zu beginnen und gegen die Ungerechtigkeit welche aus dem gesamten System resultierte zu eleminieren und ein neues faireres System zu schaffen. S. 208 M12 Was ist der dritte Stand? - Inwiefern stellt dies einen Aufruf zur Revolution dar? Der dritte Stand wurde lange Zeit ignoriert, geknechtet, ausgenutzt und ausgebeutet. Hinzu kamen die vielen Krisen auf wirtschaftlicher, politischer und sozialer Ebene. Die Menschen fanden sich allein gelassen und irrelevant. Um aus dieser Irrelevanz zu entkommen und endlich die eigene Freiheit zu leben, gab es nur einen ersichtlichen Weg. Eine Revolution. Eine Revolution, welche ihnen neue Möglichkeiten ermöglicht und ihrem Leid ein Ende setzt. Ihre Wut war durch einfache Karikaturen wie die aus M13 zu bändigen und auf eine besondere Gegnergruppe zu erzielen. Diese waren die Herrschenden und die Wohlhabenden, der 1. und der 2. Stand. Die Frage nach dem was denn der 3. Stand sei solle, soll endlich beantwortet werden. Sie waren kein Nichts, sie waren essenziell für das Funktionieren der gesamten Gesellschaft. Da sie diese Wertschätzung und Anerkennung nie bekamen sondern im Gegenteil verspottet und ignoriert wurden, wurde der Wille nach einer Veränderung immer größer. Diese Frage machte die Menschen aus dem 3. Stand wütend, denn wie kann es jemand wagen so wichtige Schlüsselpersonen zu hinterfragen geschweige denn nicht mal über sie Bescheid zu wissen. Sie sahen es wahrscheinlich als große Respektlosigkeit und nach all den Jahren der Armut und des Leidens, explodierte das Fass. Sie rafen zur Revolution auf und schreckten vor niemandem zurück, denn jeder sollte wissen wie stark, wichtig und mächtig der 3. Stand war, obwohl sie nie so behandelt wurden. Sie waren der größte Teil der Bevölkerung wurden aber wie eine Minderheit und Unwichtigkeit behandelt, dessen Ende sie selbst durch einen Racheakt in Form der Revolution gesetzt haben.