Die Goldenen Zwanziger
Die Zeit zwischen dem Krisenjahr 1923 und der Weltwirtschaftskrise 1929 wird als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet. Diese Phase war gekennzeichnet durch einen wirtschaftlichen Aufschwung, eine kulturelle Blütezeit und außenpolitische Erfolge.
In der Innenpolitik führte der Dawes-Plan zu einem Wirtschaftsaufschwung. Kunst, Kultur und Literatur erlebten eine Blütezeit, die die Weimarer Republik zu einem Zentrum der Moderne machte.
Example: Die Goldenen Zwanziger in Deutschland brachten innovative Kunstbewegungen wie das Bauhaus hervor und förderten experimentelle Literatur und Film.
In der Außenpolitik war die Weimarer Republik zunächst durch den Versailler Vertrag isoliert. Unter Außenminister Gustav Stresemann wurden jedoch wichtige Ziele verfolgt, wie die Revision des Versailler Vertrags und die Regelung der Reparationszahlungen.
Highlight: Ein bedeutender außenpolitischer Erfolg war die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund im Jahr 1926.
Wichtige außenpolitische Ereignisse waren:
- Der Vertrag von Rapallo (1922) zwischen Deutschland und der Sowjetunion, der den Verzicht auf gegenseitige Reparationszahlungen und einen industriellen Warentausch vorsah.
- Der Dawes-Plan (1924), der einen Zahlungsplan für Reparationen festlegte und zur Beendigung der Ruhrbesetzung führte.
- Die Locarno-Verträge (1925), in denen Deutschland die Westgrenze anerkannte und sich verpflichtete, Grenzstreitigkeiten im Osten friedlich zu lösen.




