Prinzipien und Grundsätze des Wiener Kongresses
Der Wiener Kongress basierte auf mehreren grundlegenden Prinzipien, die die Verhandlungen und Entscheidungen leiteten:
-
Restauration: Die restaurativ-konservativen Kräfte, insbesondere die Fürsten, strebten die Wiederherstellung der politischen Zustände an, wie sie vor der Französischen Revolution geherrscht hatten. Dies beinhaltete die Rückkehr zum Absolutismus, zur Ständegesellschaft und zum Feudalwesen.
-
Legitimität: Dieses Prinzip betonte die Rechtmäßigkeit der Herrschaft von Gottes Gnaden, auch bekannt als "Gottesgnadentum". Es besagte, dass nur die Fürstenherrschaft legitim sei und jeglicher Gedanke an Volkssouveränität verworfen wurde.
Definition: Legitimität im Kontext des Wiener Kongresses bedeutete, dass die Herrschaft der Monarchen als von Gott gegeben und daher als rechtmäßig angesehen wurde.
-
Solidarität: Die Mächte beschlossen, sich gegenseitig Schutz zu gewähren, falls es zu erneuten revolutionären Bewegungen kommen sollte. Dies führte zur Bildung der "Heiligen Allianz", einem engen Bündnis zwischen den fünf Großmächten Frankreich, England, Preußen, Österreich und Russland.
-
Fürstenherrschaft: Die Fürsten behielten das alleinige Recht, über eine mögliche Verfassung für ihr Reich zu entscheiden. Sie verpflichteten sich zu gegenseitiger Hilfe und Beistand, um ihre Herrschaft zu sichern und jegliche Form von Volkssouveränität zu verhindern.
-
Gleichgewicht: Fürst Metternich legte großen Wert darauf, das Machtgleichgewicht zwischen den fünf europäischen Großmächten zu erhalten. Kein Staat sollte so mächtig werden, dass er dieses Gleichgewicht gefährden könnte.
Example: Das Prinzip des Gleichgewichts zeigte sich beispielsweise in der territorialen Neuordnung Europas, bei der darauf geachtet wurde, dass keine Macht unverhältnismäßig stark wurde.
Diese Prinzipien bildeten die Grundlage für die Wiener Kongress Ergebnisse und prägten die europäische Politik in den folgenden Jahrzehnten maßgeblich.




