Der Zerfall der Anti-Hitler-Koalition und die Nachkriegsordnung
Die Anti-Hitler-Koalition zerfiel unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945. Obwohl die Alliierten während des Krieges eng zusammengearbeitet hatten, traten die ideologischen und politischen Differenzen zwischen den westlichen Demokratien und der Sowjetunion schnell wieder in den Vordergrund. Josef Stalin beanspruchte die Kontrolle über Osteuropa und errichtete dort einen Gürtel von "Volksdemokratien" als Pufferzone zur Sowjetunion. Diese einseitige Machtpolitik führte zu wachsenden Spannungen mit den westlichen Alliierten.
Definition: Die Anti-Hitler-Koalition war das Militärbündnis zwischen den USA, Großbritannien und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs gegen Nazi-Deutschland.
Die Truman-Doktrin von 1947 markierte einen Wendepunkt in den Ost-West-Beziehungen. US-Präsident Truman stellte die Welt vor eine klare Wahl zwischen zwei Lebensformen: Der westlichen Demokratie mit ihren Freiheiten und dem sowjetischen System der Unterdrückung. Als Reaktion darauf formulierte der sowjetische Ideologe Andrej Schdanow die Zwei-Lager-Theorie, die die Welt in ein "imperialistisches" westliches und ein "antiimperialistisches" östliches Lager einteilte.
Die Gründung der Vereinten Nationen (UNO) 1945 sollte eigentlich den Weltfrieden sichern und die internationale Zusammenarbeit fördern. Die Bedeutung der UNO im Kalten Krieg wurde jedoch durch die Rivalität der Supermächte stark eingeschränkt. Der Sicherheitsrat war durch das Vetorecht der Großmächte oft blockiert, dennoch entwickelte sich die UNO zu einer wichtigen Plattform für den Ost-West-Dialog.











