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Zusammenfassung Industrialisierung

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 MERKMALE
Unter Industrialisierung versteht man
einen tiefgreifenden Wandel, seit Ende
des 18. Jh. in Europa.
Einsatz von Maschinen in neven

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- Merkmale - die soziale Frage - Eisenbahn - Vergleich England und Deutschland - Industriegesellschaft - Folgen

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MERKMALE Unter Industrialisierung versteht man einen tiefgreifenden Wandel, seit Ende des 18. Jh. in Europa. Einsatz von Maschinen in neven Fabriken •Unterteilung der Arbeit in viele Einzel- schritte, die von Arbeitern übernommen wurden •Massenproduktion •Nutzung never Energieträger (z. B. Kohle, Erdöl, Elektrizität) •Ansammlung und Einsatz von Kapital England & Devtschland In der Geschichtswissenschaft ist umstrit- ten, dass die Industrialisierung in England begann. Dafür waren folgende Faktoren ausschlaggebend •Verbesserungen in der Landwirtschaft schnelles Wachstum der Bevölkerung wirtschaftsliberales Denken und Handeln technische Erfindungen (z. B. Spinning Jenny) •Bau von Fabriken als Produktionsstätten, z. B. im Textilgewerbe und Bergbau Kolonien als Rohstoff- und Absatzmärkte •gute Infrastruktur In Deutschland ging die Industrialisierung zunächst nur schleppend voran. Kleinstaalerei, Zollgrenzen, Zunftbestimmungen und ein schlechtes Verkehrsnetz hemmten die Ent- wicklung. Erst nach politischen und wirtschaft- lichen Reformen beschleunigte sich der Auf- stieg. 1834 wurde der Deutsche Zollverein industriegesellschaft Mit der Industrialisierung veränderten sich auch die Arbeits-, Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen. Die Fabrikarbeit trennte Wohnung und Arbeitsplatz. Es entstanden zwei neve gesellschaft- liche Gruppen die der Unternehmer und die der Arbeiter. Für Unternehmer wie Alfred Krupp, August Borsig oder Hermann Gru- son, die über das notwendige Kapital verfügen, bot die Industria- lisierung die Möglichkeit, mit ihren Fabriken ein Vermögen zu verdienen. Für die Arbeiter hingegen war das Leben meist müh- sehlig und entbehrungsreich. Es gab niedrige Löhne, lange Ar- beitszeiten, härtere Kinder arbeit, strenge Fabrikordnungen und große Wohnungsnot. Arbeiter familien waren nicht abgesichert, wenn jemand krank wurde, einen Unfall hatte oder...

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starb. Die Kluft industrialisierung eisenbahn Die erste Eisenbahnlinie in Deutschland wurde am 7.12.1835 eröffnet. Die Eisenbahn war siebenmal schneller als eine Postkutsche. In Deutschland kam es in der Folgezeit zu einem schnellen Ausbau des Streckennetzes. Der Eisenbahnbau kurbelte die gesamte Wirtschaft an; er wurde zum Motor der Industrialisierung. gegründet. Damit wurde die Grundlage für einen einheitlichen Wirtschaftsraum geschaffen. Eisen- und Stahlindustrie wuchsen nun. Eine wichtige Rolle spielte die Eisenbahn, die die Industrialisierung durch schnellere Transporte beschleunigte, aber auch selbst große Nachfrage an Stahl und Kohle für den Streckenbau erzeugte. zwischen Fabrikbesitzern und der Masse der abhängigen Arbeitern wurde immer größer. Weil es viel mehr Arbeitsuchende als Stellen gab, konnten Unternehmer die Löhne senken. Das führte dazu, dass Arbeiter familien oftmals am Rande des Existenzminimums lebten. Auch Kinderarbeit war anfangs nahezu die Regel. Diese sozialen Probleme infolge der Industrialisierung bezeichnet man als Soziale Frage. Einige Menschen versuchten, dieser Not durch Auswanderung in andere Länder zu kommen. 11 folgen Nicht nur die Gesellschaft änderte sich durch die Industrialisierung, auch die Umwelt wurde durch sie nachhaltig geprägt. Als sehr problematisch erwies sich die zunehmende Umweltverschmutzung. Rauch verpestete die Luft, Chemikalien verunreinigten die Gewässer. Nur langsam setzte ein Bewusstsein für die davon ausgehende Bedrohung für Mensch und Natur ein. Durch die wachsenden Industriezentren und die damit verbundene Urbanisierung zogen außerdem zahlreiche Menschen vom Land in die Städte. DIE SOZIALE FRAGE Staat, Kirchen, Arbeiter, Unternehmer und Gesellschafts- theoretiker wie Karl Marx versuchten die Soziale Frage auf unterschiedliche Weise zu lösen: Unter Reichskanzler Bismarck wurden Versicherungen eingeführt. • Kirchenvertreter kümmerten sich um Alleinstehende und Obdachlose. Sie ermahnten die Unternehmer. • Die Arbeiter selbst gründeten Gewerkschaften, um durch Streiks bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Sie forderten politische Mitbestimmung und organi- sierten sich in Arbeiterparteien. • Karl Marx und seine Anhänger sahen die Lösung in einer klassenlosen Gesellschaft • Einige Unternehmer sorgten sich um die Belange der Arbeiter, oft, weil sie Streiks fürchteten. Sie führten eigene Vesicherungen ein und bauten günstige Wohn- siedlungen für ihre Arbeiter. Dennoch dauerte es Jahrzehnte, bis die Verbesserungen wirkten. Dort zeichnete sich das Leben einerseits durch mehr Enge, mehr Tempo und mehr Schmutz, andererseits aber auch durch mehr Bequemlichkeiten und mehr Freizeitmöglichkeiten aus. Immer mehr Menschen versuchten, ihrem Arbeitsalltag und dem hektischen Großstadtleben durch eine Mitgliedschaft in einem Sportverein oder durch Wanderfahrten in der Natur zu entkommen. Dies wurde an der Schwelle zum 20 Jh. immer leichter möglich, da die Arbeitszeit sich allmählich reduzierte, Urlaubstage gewährt und die Kosten für den Zug oder das Schiff niedriger wurden. Der Tourismus begann sich zu entwickeln.

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