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Auswertung von Verfassungsschemata

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 AUSWERTUNG DER VERFASSUNGSSCHEMATA
S. 212 M3 - Die Verfassung von 1791
Judikative (richterliche Gewalt)
Kassationshof
(überprüft Gesetze)
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Die französischen Verfassungen von 1791-1795 beschrieben, erklärt und gewertet. (Auswertung) + Unterschiede und die Entwicklung...

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AUSWERTUNG DER VERFASSUNGSSCHEMATA S. 212 M3 - Die Verfassung von 1791 Judikative (richterliche Gewalt) Kassationshof (überprüft Gesetze) Wahl Einspruch Richter und Geschworene der Gerichte Friedensrichter Hochgericht (nur bei Ministeranklage) Wahl Wahl Legislative (gesetzgebende Gewalt) Nationalversammlung 745 Abgeordnete auf Antrag Wahl für 2Jahre 45000 Wahlmänner Gesetzgebung Aufsicht Exekutive (ausführende Gewalt) § Wahl Oberbefehl Militär Veto cam König ernennt entlässt Minister Aufsicht Departements- verwaltungen Bischöfe, Priester Gemeinde- verwaltungen Wahl Aktiv bürger 4 Mio. Männer über 25 Jahre; Wahlrecht aufgrund ihrer Steuerleistung (Zensuswahlrecht); Gesamtbevölkerung: ca. 25 Millionen Wahl Das Wahlrecht hatten die sogenannten Aktivbürger. Dazu zählten ausschließlich Männer über 25 Jahre, welche ein gewisses Vermögen und Bildung hatten. Das Zensuswahlrecht erhielten sie wenn sie einen bestimmten Satz an Steuern zahlten. Insgesamt hatten 4 Millionen Bürger letztlich ein Wahlrecht, wobei es insgesamt 25 Millionen Bürger gab. Die Bürger die durch ihr Geschlecht oder ihrer finanziellen Lage etc. von der Wahl ausgeschlossen wurden nannte man Passivbürger. Es lag eine Gewaltenteilung vor, durch die Judikative; die richterliche Gewalt, die Legislative; die gesetzgebende Gewalt und die Exekutive; die ausführende Gewalt. Die Aktivbürger konnten durch Wahlen diese Gewalten indirekt bestimmen. Sie wählten nämlich die Friedenrichter, die Gemeindeverwaltung und die 45 Tausend Wahlmänner. Die gewählten Wahlmänner wählten dann die Richter und Geschworene der Gerichte, die Departementsverwaltung, sowie die Bischöfe und Priester und die Nationalversammlung aus 745 Abgeordneten für je 2 Jahre. Die Nationalversammlung bildete die Legislative; also die gesetzgebende Gewalt, wodurch diese auch für die Gesetzgebung verantwortlich war und das Militär beaufsichtigte. Die Richter und Geschworene der Gerichte wählten den Kassationshof, welcher für die Überprüfung der Gesetze zuständig...

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war und auch Einspruch gegen die Richter und Geschworenen der Gerichte erheben konnten. Beim Fall der Ministeranklage kam es zu einem Hochgericht, welches durch den Kassationshof gehalten wurde, aber auch auf Antrag von der Nationalversammlung gehalten werden konnte. Der König bildete die Exekutive; also die ausführende Gewalt. Er besaß ein Vetorecht, was ihn dazu verfügte Gesetzesentwurfe aufzuschieben oder gar nicht zuzulassen. Der König hatte ebenfalls den Oberbefehl über das Militär und ernannte bzw. entließ den Minister. Der Minister beaufsichtigte wiederum die Departementsverwaltung, sowie die Bischöfe und Priester. Die Verfassung war stets in keiner Weise ausgeglichen. Es lag eine Gewaltenteilung vor, die richterliche und gesetzgebende Gewalt lag also nicht mehr in der Hand von einer Person, dem König. Trotz dessen verfügte der König über immense Macht, da er durch sein Vetorecht seinen eigenen Willen in die Gesetzgebung leicht intigrieren lassen konnte. Zu dem verfügte er über das gesamte Millitär und besaß somit die gesamte Kriegskraft. Außerdem konnte er die Minister ernennen und entlassen, wodurch er den Menister kontrollieren konnte und somit auch die Departementsverwaltung, die Bischöfe und Priester. Es fanden zwar Wahlen statt, das Wahlrecht war aber nur wohlhabend Männern über 25 Jahren gewährt. Frauen und finanziell schwächere, sowie Leute unter 25 Jahre wurden ausgeschlossen. S. 220 M3 - Verfassung von 1793 Vollzugsrat 24 Mitglieder kontrolliert Beamte der Gemeinden und Departements wählen Wahlmänner wählen wählt und kontrolliert National- versammlung je 1 Abgeordneter für 40000 Wähler wählen jährlich Männer ab 21 Jahre Volk kontrolliert Ⓒwestermann 17780,1 Berufungsgericht Richter wählen Wahlmänner wählen Die Wählerschaft bildeten nun alle Männer ab 21 Jahren. Diese wählten jährlich die Nationalversammlung mit einem Abgeordneten pro 40 Tausend Wähler, sowie die Wahlmänner. Die Wahlmänner wählten dann die Richter, das Berufungsgericht und Beamte der Gemeinden und Departements. Die Nationalversammlung kontrolliert einerseits das Berufungsgericht und andererseits wählt und kontrolliert es den Vollzugsrat aus 24 Mitgliedern. Der Vollzugsrat kontrollierte hingegen die Beamten der Gemeinden und Departements. Die Verfassung hatte nun eine ausgeglichenere Machtverteilung. Der König wurde vollkommen abgeschafft, was einen wichtiger Schritt in die richtige Richtung darstellte. Die Nationalversammlung hatte eine im Gegensatz zu den anderen Staatsorganen große Macht, jedoch wurde sie jährlich neu gewählt, wodurch Machtmissbrauch vorgebeugt wurde. Die Kirche hatte nun keinen Einfluss mehr auf die Politik bzw. Verfassung. Außerdem wurde die Anzahl der Abgeordneten nicht mehr limitiert, sondern an die Bevölkerungs- bzw. Wählerzahl angepasst. Dadurch das jetzt auch alle Männer ab 21 Jahren wählen konnten, wurde zwar mehr Gleichheit geschaffen als zuvor, trotz dessen wurden die Frauen vollkommen ignoriert und leider nicht mit in die Verfassung als ebenbürtige Bürger aufgenommen. Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern blieb bestehen. S. 227 M1 - Direktorialverfassung von 1795 Nationalgarde a) reguläre Armee b) stillliegende Nationalgarde Ober- befehl Vollziehungs- direktorium (5 Direktoren): pro Jahr scheidet ein Direktor aus, einer wird zugewählt ernennt wählt Minister für Justiz, Inneres, Finanzen, Krieg, Marine, Auswärtige Angelegenheiten Selbstverwaltung: Departements (89) 介 Munizipalverwaltung Wahl aller Beamten Kontrolle Gesetzgebender Körper Rat der Fünfhundert: Erarbeitung von Gesetzesvorschlägen Rat der Alten: Genehmigung oder Verwerfung von Gesetzes- vorschlägen jährlich zu einem Drittel erneuert Wahlmänner auf 200-300 Wähler ein Wahlmann Aktiv bürger: 6 Mio. (Zensuswahlrecht) Hoher Justiz- hof Staats- verbrechen (auf Antrag des Gesetzgebenden Körpers) Kassa- tions- hof Appel- lation Gerichte Wahl der Friedensrichter und Beisitzer 1795 kam es dann zu einer Direktorialverfassung. Das Zensuswahlrecht wurde wieder eingeführt; das heißt, dass die Wählerschaft wieder nur auf wohlbande Männer, die den Steuersatz bezahlen konnten begrenzt wurde. Das waren ca. 6 Millionen Männer. Diese wählten dann alle Beamten der Munizipalverwaltung und Selbstverwaltung, bestehend aus 89 Departements. Die Aktivbürger wählten auch die Wahlmänner, wobei ein Wahlmann pro 200-300 Wählern gewählt wurde. Außerdem wählten sie die Gerichte bzw. die Friedensrichter und Beisitze. Der „gesetzgebender Körper" bestand aus dem „Rat der Alten"; die für die Genehmigung oder Verwerfung von Gesetzesvorschlägen zuständig waren und dem „Rat der Fünfhundert; die für die Erarbeitung von Gesetzesvorschlägen zuständig waren. Dieser wird jährlich zu einem Drittel von den Wahlmännern erneuert. Der ,,gesetzgebende Körper" wählte das Vollziehungsdirektorium aus fünf Direktoren, wobei jedes Jahr ein Direktor ausscheidet und ein anderer zugewählt wird. Diese ernannten den Minister und hatten den Oberbefehl über die Nationalgarde. Die Nationalgarde unterteilte sich in die reguläre Armee und die stillliegende Nationalgarde. Der Minister war für die Justiz, Inneres, die Finanzen, die Marine und die auswärtigen Angelegenheiten zuständig. Die von den Aktivbürgern gewählten Gerichte konnten an den Kassationshof appelieren. Der „gesetzgebende Körper“ verfügt auch über den hohen Justizhof, welcher auf Antrag Staatsverbrechen bearbeitet. Das Vollziehungsdirektorium und der hohe Justizhof sollten sich gegenseitig kontrollieren. Es lag zunächst eine eindeutige Gewaltenteilung durch die Exekutive, Legislative und Jusikative. Die Judikative und Exekutive kontrollierten sich gegenseitig. Es wurde sich darauf fokussiert, dass kein Staatsorgan zu viel Macht besitzt, was grundlegend richtig und gut ist. Trotzdem konnte die Legislative Gesetze erarbeiten und gleichzeitig genehmen, was zu einer Ungleichheit der Machtverhältnisse führte. Denn die Genehmigung und Überprüfung der Gesetze bzw. Gesetztesentwürfe hätte die Aufgabe der Judikative sein sollen. Frauen und Männer in einer finanziell schwächeren Lage wurden erneut von den Wahlen, durch das Zensuswahlrecht, ausgeschlossen. Letztlich hat diese Verfassung ihr Grundziel vom Schutz vor einer Alleinherrschaft bzw. einem Machtmonopol nicht erreicht und wurde von Napoleon am 9. November 1799 durch eine Verfassung ohne Menschen- und Bürgerrechte ersetzt. Unterschiede zwischen den Verfassungsschemata und die Entwicklung dessen Zwischen den Verfassungsschemata von 1791-1795 ist eine deutliche Entwicklung, sowie Unterschiede erkennbar. Ab 1973 wurde der König abgeschafft, wobei er 1791 noch eine zentrale Rolle in der Verfassung war. 1971 gab es als einziges kein Zensuswahlrecht und es konnten alle Männer, unabhängig von ihrer finanziellen Lage wählen gehen. Sie mussten lediglich 21 Jahre oder älter sein. Es wurde mit der Zeit immer stärker auf eine Gewaltenteilung bzw. einen Schutz vor Machtmissbrauch oder einem Machtmonopol geachtet. Außerdem wurde stets danach gestrebt die Fehler aus vorherigen Verfassungen zu verbessern. Z.B. 1973 wurden die Abgeordneten jährlich gewechselt und neu gewählt, wobei 1975 dann nur jährlich ein Drittel gewechselt wurde und somit einem Wahlchaos vorgebeut wurde. Schließlich bestanden alle Verfassungsschemata nur für kurze Zeit und hatten viele Mängel, welche ihnen letztlich zum Verhängnis wurden.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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AUSWERTUNG DER VERFASSUNGSSCHEMATA S. 212 M3 - Die Verfassung von 1791 Judikative (richterliche Gewalt) Kassationshof (überprüft Gesetze) Wahl Einspruch Richter und Geschworene der Gerichte Friedensrichter Hochgericht (nur bei Ministeranklage) Wahl Wahl Legislative (gesetzgebende Gewalt) Nationalversammlung 745 Abgeordnete auf Antrag Wahl für 2Jahre 45000 Wahlmänner Gesetzgebung Aufsicht Exekutive (ausführende Gewalt) § Wahl Oberbefehl Militär Veto cam König ernennt entlässt Minister Aufsicht Departements- verwaltungen Bischöfe, Priester Gemeinde- verwaltungen Wahl Aktiv bürger 4 Mio. Männer über 25 Jahre; Wahlrecht aufgrund ihrer Steuerleistung (Zensuswahlrecht); Gesamtbevölkerung: ca. 25 Millionen Wahl Das Wahlrecht hatten die sogenannten Aktivbürger. Dazu zählten ausschließlich Männer über 25 Jahre, welche ein gewisses Vermögen und Bildung hatten. Das Zensuswahlrecht erhielten sie wenn sie einen bestimmten Satz an Steuern zahlten. Insgesamt hatten 4 Millionen Bürger letztlich ein Wahlrecht, wobei es insgesamt 25 Millionen Bürger gab. Die Bürger die durch ihr Geschlecht oder ihrer finanziellen Lage etc. von der Wahl ausgeschlossen wurden nannte man Passivbürger. Es lag eine Gewaltenteilung vor, durch die Judikative; die richterliche Gewalt, die Legislative; die gesetzgebende Gewalt und die Exekutive; die ausführende Gewalt. Die Aktivbürger konnten durch Wahlen diese Gewalten indirekt bestimmen. Sie wählten nämlich die Friedenrichter, die Gemeindeverwaltung und die 45 Tausend Wahlmänner. Die gewählten Wahlmänner wählten dann die Richter und Geschworene der Gerichte, die Departementsverwaltung, sowie die Bischöfe und Priester und die Nationalversammlung aus 745 Abgeordneten für je 2 Jahre. Die Nationalversammlung bildete die Legislative; also die gesetzgebende Gewalt, wodurch diese auch für die Gesetzgebung verantwortlich war und das Militär beaufsichtigte. Die Richter und Geschworene der Gerichte wählten den Kassationshof, welcher für die Überprüfung der Gesetze zuständig...

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war und auch Einspruch gegen die Richter und Geschworenen der Gerichte erheben konnten. Beim Fall der Ministeranklage kam es zu einem Hochgericht, welches durch den Kassationshof gehalten wurde, aber auch auf Antrag von der Nationalversammlung gehalten werden konnte. Der König bildete die Exekutive; also die ausführende Gewalt. Er besaß ein Vetorecht, was ihn dazu verfügte Gesetzesentwurfe aufzuschieben oder gar nicht zuzulassen. Der König hatte ebenfalls den Oberbefehl über das Militär und ernannte bzw. entließ den Minister. Der Minister beaufsichtigte wiederum die Departementsverwaltung, sowie die Bischöfe und Priester. Die Verfassung war stets in keiner Weise ausgeglichen. Es lag eine Gewaltenteilung vor, die richterliche und gesetzgebende Gewalt lag also nicht mehr in der Hand von einer Person, dem König. Trotz dessen verfügte der König über immense Macht, da er durch sein Vetorecht seinen eigenen Willen in die Gesetzgebung leicht intigrieren lassen konnte. Zu dem verfügte er über das gesamte Millitär und besaß somit die gesamte Kriegskraft. Außerdem konnte er die Minister ernennen und entlassen, wodurch er den Menister kontrollieren konnte und somit auch die Departementsverwaltung, die Bischöfe und Priester. Es fanden zwar Wahlen statt, das Wahlrecht war aber nur wohlhabend Männern über 25 Jahren gewährt. Frauen und finanziell schwächere, sowie Leute unter 25 Jahre wurden ausgeschlossen. S. 220 M3 - Verfassung von 1793 Vollzugsrat 24 Mitglieder kontrolliert Beamte der Gemeinden und Departements wählen Wahlmänner wählen wählt und kontrolliert National- versammlung je 1 Abgeordneter für 40000 Wähler wählen jährlich Männer ab 21 Jahre Volk kontrolliert Ⓒwestermann 17780,1 Berufungsgericht Richter wählen Wahlmänner wählen Die Wählerschaft bildeten nun alle Männer ab 21 Jahren. Diese wählten jährlich die Nationalversammlung mit einem Abgeordneten pro 40 Tausend Wähler, sowie die Wahlmänner. Die Wahlmänner wählten dann die Richter, das Berufungsgericht und Beamte der Gemeinden und Departements. Die Nationalversammlung kontrolliert einerseits das Berufungsgericht und andererseits wählt und kontrolliert es den Vollzugsrat aus 24 Mitgliedern. Der Vollzugsrat kontrollierte hingegen die Beamten der Gemeinden und Departements. Die Verfassung hatte nun eine ausgeglichenere Machtverteilung. Der König wurde vollkommen abgeschafft, was einen wichtiger Schritt in die richtige Richtung darstellte. Die Nationalversammlung hatte eine im Gegensatz zu den anderen Staatsorganen große Macht, jedoch wurde sie jährlich neu gewählt, wodurch Machtmissbrauch vorgebeugt wurde. Die Kirche hatte nun keinen Einfluss mehr auf die Politik bzw. Verfassung. Außerdem wurde die Anzahl der Abgeordneten nicht mehr limitiert, sondern an die Bevölkerungs- bzw. Wählerzahl angepasst. Dadurch das jetzt auch alle Männer ab 21 Jahren wählen konnten, wurde zwar mehr Gleichheit geschaffen als zuvor, trotz dessen wurden die Frauen vollkommen ignoriert und leider nicht mit in die Verfassung als ebenbürtige Bürger aufgenommen. Die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern blieb bestehen. S. 227 M1 - Direktorialverfassung von 1795 Nationalgarde a) reguläre Armee b) stillliegende Nationalgarde Ober- befehl Vollziehungs- direktorium (5 Direktoren): pro Jahr scheidet ein Direktor aus, einer wird zugewählt ernennt wählt Minister für Justiz, Inneres, Finanzen, Krieg, Marine, Auswärtige Angelegenheiten Selbstverwaltung: Departements (89) 介 Munizipalverwaltung Wahl aller Beamten Kontrolle Gesetzgebender Körper Rat der Fünfhundert: Erarbeitung von Gesetzesvorschlägen Rat der Alten: Genehmigung oder Verwerfung von Gesetzes- vorschlägen jährlich zu einem Drittel erneuert Wahlmänner auf 200-300 Wähler ein Wahlmann Aktiv bürger: 6 Mio. (Zensuswahlrecht) Hoher Justiz- hof Staats- verbrechen (auf Antrag des Gesetzgebenden Körpers) Kassa- tions- hof Appel- lation Gerichte Wahl der Friedensrichter und Beisitzer 1795 kam es dann zu einer Direktorialverfassung. Das Zensuswahlrecht wurde wieder eingeführt; das heißt, dass die Wählerschaft wieder nur auf wohlbande Männer, die den Steuersatz bezahlen konnten begrenzt wurde. Das waren ca. 6 Millionen Männer. Diese wählten dann alle Beamten der Munizipalverwaltung und Selbstverwaltung, bestehend aus 89 Departements. Die Aktivbürger wählten auch die Wahlmänner, wobei ein Wahlmann pro 200-300 Wählern gewählt wurde. Außerdem wählten sie die Gerichte bzw. die Friedensrichter und Beisitze. Der „gesetzgebender Körper" bestand aus dem „Rat der Alten"; die für die Genehmigung oder Verwerfung von Gesetzesvorschlägen zuständig waren und dem „Rat der Fünfhundert; die für die Erarbeitung von Gesetzesvorschlägen zuständig waren. Dieser wird jährlich zu einem Drittel von den Wahlmännern erneuert. Der ,,gesetzgebende Körper" wählte das Vollziehungsdirektorium aus fünf Direktoren, wobei jedes Jahr ein Direktor ausscheidet und ein anderer zugewählt wird. Diese ernannten den Minister und hatten den Oberbefehl über die Nationalgarde. Die Nationalgarde unterteilte sich in die reguläre Armee und die stillliegende Nationalgarde. Der Minister war für die Justiz, Inneres, die Finanzen, die Marine und die auswärtigen Angelegenheiten zuständig. Die von den Aktivbürgern gewählten Gerichte konnten an den Kassationshof appelieren. Der „gesetzgebende Körper“ verfügt auch über den hohen Justizhof, welcher auf Antrag Staatsverbrechen bearbeitet. Das Vollziehungsdirektorium und der hohe Justizhof sollten sich gegenseitig kontrollieren. Es lag zunächst eine eindeutige Gewaltenteilung durch die Exekutive, Legislative und Jusikative. Die Judikative und Exekutive kontrollierten sich gegenseitig. Es wurde sich darauf fokussiert, dass kein Staatsorgan zu viel Macht besitzt, was grundlegend richtig und gut ist. Trotzdem konnte die Legislative Gesetze erarbeiten und gleichzeitig genehmen, was zu einer Ungleichheit der Machtverhältnisse führte. Denn die Genehmigung und Überprüfung der Gesetze bzw. Gesetztesentwürfe hätte die Aufgabe der Judikative sein sollen. Frauen und Männer in einer finanziell schwächeren Lage wurden erneut von den Wahlen, durch das Zensuswahlrecht, ausgeschlossen. Letztlich hat diese Verfassung ihr Grundziel vom Schutz vor einer Alleinherrschaft bzw. einem Machtmonopol nicht erreicht und wurde von Napoleon am 9. November 1799 durch eine Verfassung ohne Menschen- und Bürgerrechte ersetzt. Unterschiede zwischen den Verfassungsschemata und die Entwicklung dessen Zwischen den Verfassungsschemata von 1791-1795 ist eine deutliche Entwicklung, sowie Unterschiede erkennbar. Ab 1973 wurde der König abgeschafft, wobei er 1791 noch eine zentrale Rolle in der Verfassung war. 1971 gab es als einziges kein Zensuswahlrecht und es konnten alle Männer, unabhängig von ihrer finanziellen Lage wählen gehen. Sie mussten lediglich 21 Jahre oder älter sein. Es wurde mit der Zeit immer stärker auf eine Gewaltenteilung bzw. einen Schutz vor Machtmissbrauch oder einem Machtmonopol geachtet. Außerdem wurde stets danach gestrebt die Fehler aus vorherigen Verfassungen zu verbessern. Z.B. 1973 wurden die Abgeordneten jährlich gewechselt und neu gewählt, wobei 1975 dann nur jährlich ein Drittel gewechselt wurde und somit einem Wahlchaos vorgebeut wurde. Schließlich bestanden alle Verfassungsschemata nur für kurze Zeit und hatten viele Mängel, welche ihnen letztlich zum Verhängnis wurden.