Fehler beim Testen von Hypothesen
Bei Hypothesentests können zwei Arten von Fehlern auftreten: Fehler 1. Art und Fehler 2. Art. Diese Fehler sind entscheidend für die Interpretation der Testergebnisse.
Ein Fehler 1. Art tritt auf, wenn die Nullhypothese H₀ verworfen wird, obwohl sie in Wirklichkeit wahr ist. Die Wahrscheinlichkeit für diesen Fehler wird mit α bezeichnet und ist per Definition höchstens so groß wie das gewählte Signifikanzniveau.
Ein Fehler 2. Art hingegen entsteht, wenn H₀ nicht verworfen wird, obwohl sie falsch ist. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird mit β bezeichnet und kann nur berechnet werden, wenn die tatsächliche Trefferwahrscheinlichkeit p bekannt ist.
Example: Ein Unternehmen produziert Dichtungen, die zu mindestens 80% fehlerfrei sein sollen. Ein Kunde zweifelt dies an und führt einen linksseitigen Test durch. Bei n=150 und α=0,05 ergibt sich ein Ablehnungsbereich von {0, ..., 111}. Wenn die tatsächliche Trefferwahrscheinlichkeit p=0,75 beträgt, kann die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 2. Art berechnet werden.
Highlight: Die Berechnung der Fehlerwahrscheinlichkeiten ist essentiell für die Bewertung der Teststärke und die Interpretation der Ergebnisse.
Vocabulary: Teststärke - Die Fähigkeit eines statistischen Tests, eine falsche Nullhypothese korrekt abzulehnen.





























