Grundlagen der Handelskalkulation
Die Vorwärtskalkulation Schritte bilden das Fundament der kaufmännischen Preisberechnung. Der Prozess beginnt beim Listeneinkaufspreis und führt über mehrere wichtige Zwischenschritte zum endgültigen Verkaufspreis.
Definition: Der Listeneinkaufspreis ist der Ausgangspreis laut Preisliste des Lieferanten, von dem aus alle weiteren Kalkulationsschritte erfolgen.
Die Kalkulation erfolgt in einer festgelegten Reihenfolge: Vom Listeneinkaufspreis werden zunächst Lieferantenrabatte abgezogen, um den Zieleinkaufspreis zu erhalten. Nach Abzug des Lieferantenskontos ergibt sich der Bareinkaufspreis. Durch Addition der Bezugskosten wie Transport und Verpackung entsteht der Bezugspreis.
Handlungskosten und Gewinnaufschlag führen schließlich über den Selbstkostenpreis zum Barverkaufspreis. Kundenskonto und Kundenrabatt werden aufgeschlagen, um den endgültigen Listenverkaufspreis zu ermitteln.
Beispiel: Ein Produkt mit Listeneinkaufspreis 100€ minus 10% Rabatt ergibt 90€ Zieleinkaufspreis. Nach 2% Skonto bleiben 88,20€ Bareinkaufspreis. Mit 5€ Bezugskosten entsteht ein Bezugspreis von 93,20€.



































