Entwicklung des Orchesterapparats
Die Entwicklung des Orchesters von der Barockzeit bis zur Wiener Klassik war geprägt von bedeutenden Veränderungen in Besetzung und Klangfarbe. Diese Entwicklung spiegelt den Übergang von der barocken Generalbasspraxis zu einer differenzierteren Orchestrierung wider.
In der Barockzeit (bis etwa 1750) war das Orchester folgendermaßen strukturiert:
- Fundament-Instrumente (Cello, Fagott, Laute, Cembalo, Orgel) übernahmen die Begleitung in Form des Generalbasses.
- Melodie-Instrumente (Violine, Flöte, Oboe) spielten die Oberstimmen.
Mit dem Übergang zur Frühklassik änderte sich diese Struktur:
- Die Begleitung wurde von allen tiefen Instrumenten übernommen (Fagott, Cello, Kontrabass, Cembalo), was noch Ähnlichkeiten zum barocken Generalbass aufwies.
- Die Melodieführung übernahmen Flöten, Klarinetten, Trompeten, Posaunen, Oboen und Hörner.
Vocabulary: Harmoniemusik bezeichnet in diesem Kontext die lang gehaltenen Töne der Bläser, die zur Harmonie beitrugen.
Die Sinfonie in der Frühklassik bestand typischerweise aus drei Sätzen:
- Schnell (Allegro)
- Langsam (Menuett / Adagio / Andante)
- Schnell (Presto)
Die Spieldauer der einzelnen Sätze betrug etwa 5 Minuten, und die Gesamtbesetzung umfasste ungefähr 30 Instrumente.
Highlight: Der Übergang von der Barockzeit zur Frühklassik markierte einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des modernen Orchesters und legte den Grundstein für die komplexeren Strukturen der Wiener Klassik.









