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Klassische Musik in Russland

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"fahrender Musikant" so kam russische Klassik ins Rollen: Mit umherreisenden, bäuerli

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Klassische Musik in Russland Gliederung: Allgemeines: "fahrender Musikant" so kam russische Klassik ins Rollen: Mit umherreisenden, bäuerlichen Musikern, zogen seit dem 17. Jahrhundert übers weite, bäuerliche Russland und sich so die eine oder andere Münze verdienten Zeit der fahrenden Musikanten erinnert Russland dabei als Zeit der Befreiung von Kirchenorientiertheit all seiner Kunst Volkslieder wie beispielsweise "Kalinka" brachen strenge Bindung von Musik an orthodoxe Kirche ● ● Instrumente, die damalige und heutige Volksmusik Russlands bestimmen, sind Balalaika, Gusok, Domra, Kobsar Schritt zur tatsächlich klassischen Musik ging Russland durch Michael Glinka, der um 1830 Oper "Das Leben für den Zaren" komponierte und so erste russische Oper überhaupt schuf Kontrast zur nationalrussischen Komponistenschule entwickelte im Laufe des 19. Jahrhunderts eine Bewegung, eher orientiert an westlicher Musik, vor allem an deutscher Romantik Bekannter Komponist der westlichen Bewegung ist Tschaikowsky übte mit seinen Werken solchen Einfluss aus, dass tausende Komponisten ihm noch nach Tode nacheiferten, an Stil anknüpften oder ihn erweitern wollten ● Beispiel für einen solchen Versuch sind Gebrüder Rachmaninov Vertreter der russischen Klassik, die unbedingt kennen sollten, sind Stravinsky und in Moderne vor allem Mihail Krug, wenn der zu seinem endgültigen Bekanntheitsgrad auch erst durch Mord gelangte, der an ihm verübt wurde ● ● Allgemeines Tschaikowsky Tschaikowskys Stil Schostakowitsch Leningrader Symphonie Quellen ● Tschaikowsky: ● Peter Iljitsch Tschaikowsky hat russischer Musik zur Weltgeltung verholfen Bis zu seinem Auftreten war diese in westlicher Kulturwelt nahezu unbedeutend Geboren am 7. Mai 1840 in Wotkinsk...

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am Ural als Sohn eines Bergwerksinspektors Mutter war Französin ● studierte von 1850 bis 1859 zunächst Rechts- und Finanzwissenschaft, entschied sich aber gegen Beamtenlaufbahn ● immatrikulierte sich 1862 am neu eröffneten Konservatorium in St. Petersburg, nahm Musikunterricht bei Anton Rubinstein 1865 auf Vermittlung von dessen Bruder Nikolai Theorielehrer am Konservatorium in Moskau ● 1878 konnte er diesen Posten aufgeben und ganz Komposition und Aufführung seiner Werke in Russland und im Ausland sichern als eine Verehrerin seiner Musik, Frau Nadeshda von Merck, eine lebenslange Jahresrente zusicherte schöpfte aus Volksmusik seiner Heimat ● ● ● ● ● ● ● griff auf Reisen auch viele Anregungen des Westens auf großer Verehrer von Mozart Der klassische Stil Tschaikowskys: prägte Klassik Russlands nachhaltig Tschaikowskys erste Berührungen mit Musik waren mit mechanischem Klavier spielte als etwa 8-Jähriger perfekt darauf, nachdem Familie ihm Klavierstunden ermöglicht hatte ● Klänge des mechanischen Klaviers prägten so am Ende persönlichen Stil ● Weiterer Einflussfaktor auf Tschaikowsky Stil und mit ihm einen noch heute vorherrschenden Stil klassisch russischer Musik lässt sich italienischer Gesangslehrer Tschaikowskys nennen (Mozartgegner) seinen Schüler dafür aber umso mehr mit damaliger, italienischer Oper vertraut machte Gebrüder Rubinstein, trieben damals Abwendung von der nationalrussischen Kompositionsschule voran, ließen Tschaikowsky schließlich höchstpersönlich an ihrer stand Bestrebungen „jungrussischen Schule" skeptisch gegenüber, fand Mussorgskys Musik zwar genial, aber nicht schön" in erster Linie Sinfoniker Von sechs Sinfonien haben vor allem die drei letzten, darunter die Sechste (Pathétique), durchgesetzt schrieb bedeutende Orchester-Ouvertüren (Ouvertüre 1812), sinfonische Dichtungen (Francesca da Rimini, Manfred, Romeo und Julia), drei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert Kaum weniger bedeutend sind elf Opern (v.a. Eugen Onegin, Pique Dame), Ballettmusiken Schuf mit Schwanensee und Der Nussknacker die beiden berühmtesten Ballette der Musikgeschichte ● starb unerwartet am 6. November 1893 im Alter von 53 Jahren in St. Petersburg, wenige Tage zuvor noch seine Pathétique dirigiert hatte Einrichtung in Komposition unterrichteten Tschaikowsky unternahm viele Reisen durch Europa, wo er westliche Einflüsse aufschnappte und in Kompositionen integrierte unersetzlichen Wert erkennen, den Tschaikowsky für die Klassik Russlands bedeutet Schostakowitsch: Dmitri Schostakowitsch gehört mit Sergej Prokofjew zu Begründern des russischen Nationalstils ● Hauskomponist des sowjetrussischen Systems Geboren am 25. September 1906 in Sankt Petersburg als zweites von drei Kindern des Ehepaares Dmitri und Sofia Mutter (Pianistin) weckte und förderte musikalisches Talent 1919-1925 studierte er am Leningrader Konservatorium, u.a. unter Alexander Glasunow ● ● ● ● ● ● ● ● während seines Studiums schrieb er erste Sinfonie (18 jährig), die im In- und Ausland sensationellen Erfolg hatte – u.a. führte sie Bruno Walter in Berlin auf Frühe Werke wie „Symphonie Nr.1" (1925) folgten Tradition nationalrussischen Schule In rascher Folge weitere Sinfonien geschrieben war außerordentlich produktiv, vielseitig In experimentierfreudigeren Phase wandte sich avantgardesken Elementen (in 2. und 3. Symphonie 1927/29) oder Opern „Die Nase“ (1928) und ,,Lady Macbeth von Mzensk" (1932) folgende Jahre waren parteipolitischem Wechselspiel bestimmt Mal galt Schostakowitsch als systemkonform, mal als unvereinbar mit sozialistischem Realismus Für Stalin-Regime schrieb er Hymnen, dafür von westlichen Musikkritikern scharf kritisiert Gleichzeitig blieb er auf Distanz zum stalinistischen System unterrichtete am Leningrader Konservatorium (1937-41 und 1945-58) sowie am Moskauer Konservatorium (1943-48) Hauptaugenmerk zunehmend auf Orchesterarbeit zugleich einer der vielseitigsten Komponisten des vergangenen Jahrhunderts komponierte 15 Sinfonien, ebenso viele Streichquartette (zählen zu Hauptwerken des Kammermusikrepertoires aus 20. Jahrhundert), zahlreiche Konzerte, Opern, Klavier- und Kammermusiken, Ballette, eine Operette, Oratorien, Kantaten, Lieder, Film- und Bühnenmusiken setzte sinfonische Tradition fort, die mit Beethoven, Tschaikowsky und Mahler begonnen hatte schuf im anhaltenden Widerstreit mit den kommunistischen Machthabern in Heimat moderne Form russischer Nationalmusik Schostakowitsch, war zeitlebens von schlechter gesundheitlicher Konstitution, litt an Tuberkulose starb am 9. August 1975 in Moskau an Herzinfarkt Leningrader Symphonie: Dmitri Schostakowitschs Siebte Symphonie ist Legende, schon bevor sie überhaupt zum ersten Mal erklang ● ● ● ● ● ● ● Am 9. August 1942 erklang in schon seit über einem Jahr von deutschen Truppen eingeschlossenen und hungernden Stadt Leningrad (heute St. Petersburg) Siebte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch (Leningrader Symphonie) Karl Eliasberg dirigierte Orchester aus 15 überlebenden Musikern seines Rundfunkorchesters und anderen Musikern, die von Front zu diesem Zweck abberufen worden waren Partitur der Symphonie gelangte in Sonderflugzeug, das Blockade umflog, in umlagerte Stadt Ausgerechnet am Tag des Konzerts startete Wehrmacht Offensive und flog heftige Bombenangriffe ● sowjetische Armee in Leningrad ließ für Zeit des Konzerts Abwehrgeschütze schweigen ● O Nie war Entstehungsgeschichte großen symphonischen Werkes so schicksalhaft in tragische Ereignisse der Weltgeschichte verflochten wie im Falle der "Leningrader" Komponiert um Menschen während Blockade Mut zu machen Stunden, oft ganze Nächte im Feuerwehrschutzanzug auf dem Dach des Konservatoriums verbracht, dazwischen konzentriert er sich mit verbleibender Kraft auf Symphonie Mehrfach bemüht zur Roten Armee eingezogen zu werden, doch wird abgelehnt - Sowjetreich möchte Künstler nicht Kanonen opfern Immerhin darf Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache Beitrag zur Verteidigung Leningrads leisten Quellen: O https://www.helpster.de/russische-klassische-musik-diese-kuenstler-sollten-sie- kennen 159628 (Zugriff: 10.04.2020, 14:20 Uhr) (Sima Moussavian) http://www.klassik-heute.com/4daction/www medien einzeln?id=23048 ( Zugriff: 12.04.2020, 13:40 Uhr) O Selbst als im September Wehrmacht beginnt Leningrad systematisch von Versorgungswegen abzuschneiden und auszuhungern, weigert er geschundene Stadt zu verlassen will Faden zum Werk nicht verlieren, leidenden Menschen mit seiner Symphonie moralischen Halt geben Erst Anfang Oktober gibt Widerstand auf und lässt sich evakuieren ersten drei Sätze der Symphonie sind geschafft letzten schreibt er in Kuibyschew an Wolga O https://www.klassikakzente.de/dmitri-shostakovich/biografie (Zugriff: 12.04.2020, 13:54 Uhr) (Universal Music GmbH) https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/schostakowitsch-leningrader-siebte- symphonie-100.html ( 12.04.20 20, 14:50 Uhr) (Vera Baur) https://www.wsws.org/de/articles/2012/08/scho-a25.html ( 12.04.20 20, 14:57 Uhr) (Verena Nees)

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am Ural als Sohn eines Bergwerksinspektors Mutter war Französin ● studierte von 1850 bis 1859 zunächst Rechts- und Finanzwissenschaft, entschied sich aber gegen Beamtenlaufbahn ● immatrikulierte sich 1862 am neu eröffneten Konservatorium in St. Petersburg, nahm Musikunterricht bei Anton Rubinstein 1865 auf Vermittlung von dessen Bruder Nikolai Theorielehrer am Konservatorium in Moskau ● 1878 konnte er diesen Posten aufgeben und ganz Komposition und Aufführung seiner Werke in Russland und im Ausland sichern als eine Verehrerin seiner Musik, Frau Nadeshda von Merck, eine lebenslange Jahresrente zusicherte schöpfte aus Volksmusik seiner Heimat ● ● ● ● ● ● ● griff auf Reisen auch viele Anregungen des Westens auf großer Verehrer von Mozart Der klassische Stil Tschaikowskys: prägte Klassik Russlands nachhaltig Tschaikowskys erste Berührungen mit Musik waren mit mechanischem Klavier spielte als etwa 8-Jähriger perfekt darauf, nachdem Familie ihm Klavierstunden ermöglicht hatte ● Klänge des mechanischen Klaviers prägten so am Ende persönlichen Stil ● Weiterer Einflussfaktor auf Tschaikowsky Stil und mit ihm einen noch heute vorherrschenden Stil klassisch russischer Musik lässt sich italienischer Gesangslehrer Tschaikowskys nennen (Mozartgegner) seinen Schüler dafür aber umso mehr mit damaliger, italienischer Oper vertraut machte Gebrüder Rubinstein, trieben damals Abwendung von der nationalrussischen Kompositionsschule voran, ließen Tschaikowsky schließlich höchstpersönlich an ihrer stand Bestrebungen „jungrussischen Schule" skeptisch gegenüber, fand Mussorgskys Musik zwar genial, aber nicht schön" in erster Linie Sinfoniker Von sechs Sinfonien haben vor allem die drei letzten, darunter die Sechste (Pathétique), durchgesetzt schrieb bedeutende Orchester-Ouvertüren (Ouvertüre 1812), sinfonische Dichtungen (Francesca da Rimini, Manfred, Romeo und Julia), drei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert Kaum weniger bedeutend sind elf Opern (v.a. Eugen Onegin, Pique Dame), Ballettmusiken Schuf mit Schwanensee und Der Nussknacker die beiden berühmtesten Ballette der Musikgeschichte ● starb unerwartet am 6. November 1893 im Alter von 53 Jahren in St. Petersburg, wenige Tage zuvor noch seine Pathétique dirigiert hatte Einrichtung in Komposition unterrichteten Tschaikowsky unternahm viele Reisen durch Europa, wo er westliche Einflüsse aufschnappte und in Kompositionen integrierte unersetzlichen Wert erkennen, den Tschaikowsky für die Klassik Russlands bedeutet Schostakowitsch: Dmitri Schostakowitsch gehört mit Sergej Prokofjew zu Begründern des russischen Nationalstils ● Hauskomponist des sowjetrussischen Systems Geboren am 25. 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August 1942 erklang in schon seit über einem Jahr von deutschen Truppen eingeschlossenen und hungernden Stadt Leningrad (heute St. Petersburg) Siebte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch (Leningrader Symphonie) Karl Eliasberg dirigierte Orchester aus 15 überlebenden Musikern seines Rundfunkorchesters und anderen Musikern, die von Front zu diesem Zweck abberufen worden waren Partitur der Symphonie gelangte in Sonderflugzeug, das Blockade umflog, in umlagerte Stadt Ausgerechnet am Tag des Konzerts startete Wehrmacht Offensive und flog heftige Bombenangriffe ● sowjetische Armee in Leningrad ließ für Zeit des Konzerts Abwehrgeschütze schweigen ● O Nie war Entstehungsgeschichte großen symphonischen Werkes so schicksalhaft in tragische Ereignisse der Weltgeschichte verflochten wie im Falle der "Leningrader" Komponiert um Menschen während Blockade Mut zu machen Stunden, oft ganze Nächte im Feuerwehrschutzanzug auf dem Dach des Konservatoriums verbracht, dazwischen konzentriert er sich mit verbleibender Kraft auf Symphonie Mehrfach bemüht zur Roten Armee eingezogen zu werden, doch wird abgelehnt - Sowjetreich möchte Künstler nicht Kanonen opfern Immerhin darf Schostakowitsch als Mitglied der Brandwache Beitrag zur Verteidigung Leningrads leisten Quellen: O https://www.helpster.de/russische-klassische-musik-diese-kuenstler-sollten-sie- kennen 159628 (Zugriff: 10.04.2020, 14:20 Uhr) (Sima Moussavian) http://www.klassik-heute.com/4daction/www medien einzeln?id=23048 ( Zugriff: 12.04.2020, 13:40 Uhr) O Selbst als im September Wehrmacht beginnt Leningrad systematisch von Versorgungswegen abzuschneiden und auszuhungern, weigert er geschundene Stadt zu verlassen will Faden zum Werk nicht verlieren, leidenden Menschen mit seiner Symphonie moralischen Halt geben Erst Anfang Oktober gibt Widerstand auf und lässt sich evakuieren ersten drei Sätze der Symphonie sind geschafft letzten schreibt er in Kuibyschew an Wolga O https://www.klassikakzente.de/dmitri-shostakovich/biografie (Zugriff: 12.04.2020, 13:54 Uhr) (Universal Music GmbH) https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/schostakowitsch-leningrader-siebte- symphonie-100.html ( 12.04.20 20, 14:50 Uhr) (Vera Baur) https://www.wsws.org/de/articles/2012/08/scho-a25.html ( 12.04.20 20, 14:57 Uhr) (Verena Nees)