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Skalen und musikalische Formen

Skalen und musikalische Formen

 Formen in der Musik
Motive
● Kleinstes formbildendes Element in der Musik; setzt die Musik in Bewegung und wirkt im
musikalischen Formverla

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Zusammenfassung mit Grundlagen für das Musik Abitur wie Formen (Motive, Themen, Reihungsformen, Liedformen, Entwicklungsformen, SHF) und Skalen

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Formen in der Musik Motive ● Kleinstes formbildendes Element in der Musik; setzt die Musik in Bewegung und wirkt im musikalischen Formverlauf als ,,Motor" ● Veränderungsmöglichkeiten des Motivs: - - Taktveränderung Verkleinerung, Diminution Vergrößerung, Augmentation Umkehrung (horizontale Spiegelung der Intervalle) Krebs (Grundgestalt rückwärts) Melodische Veränderung (Veränderung einzelner Tonhöhen) Änderung der Klangfarbe, des Tempos, der Dynamik, der Artikulation Verarbeitungsmöglichkeiten: - - - - - - Wechsel des Tongeschlechts (z.B. Varianttonart) Rhythmische Veränderung Thema Wiederholung Sequenzierung Umkehrung Fortspinnung (Entwicklung) Abspaltung Umspielung (Verzierungen) Größere, entwicklungsfähige, aus einem oder mehreren Motiven gestaltete musikalische Einheit Epochenspezifische Themen: Barock: -> starke, rhythmische und motorische Kraft -> kräftiger Sprung (Quinte, Quarte) wirkt als Gerüst und Klammer mit kleineren Einheiten gefüllt -> Verdichtung der Notenwerte ergibt Zug nach vorne -> Fortspinnung Klassik: -> auffällige Reihung von zweitaktigen Elementen -> Vorder- und Nachsatz ergänzen sich -> Dreiklangsmelodik / einfache Harmonik -> Satz und Periode Romantik: -> große Bogen- und Linienführung über mehrere Takte hinweg -> im Vordergrund: subjektiver Ausdruck, Harmonie, Melodie -> viele Bläser -> dynamische Veränderungen Spätromantik: -> erweiterte Chromatik -> Abrücken von traditioneller Tonalität -> Sensibilisierung auf Klangfarbe -> tonale Grenzen werden aufgebrochen; tonal nicht mehr zu fassen 1 ● Impressionismus: -> Klangreihung ohne festumrissene Gestalt, die ab Lied / Melodie fassbar wären -> Klangspuren, Klangtupfer, Klangspiel nach rein klanglichen Gesichtspunkten, doch in eine meist 8-taktige Form gefasst -> Dämpfer -> keine Dur-/ Moll-Tonalität -> keine Tonschwerpunkte Reihungsformen Periode Expressionismus: -> Klavier als Schlagzeug -> Rhythmus und rhythmische Impulse überwiegen vor Melodie und Harmonie -> zweitaktige Einheit, die wieder zu Zweiergruppen zusammengefasst werden können ● 20. Jahrhundert: -> Rückbezüge auf einfach durchhörbare, noch nicht abgenutzte Harmonien Zwölftönigkeit: -> zugrunde...

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liegt Zwölftonreihe, die nur für Tonhöhe, nicht aber für rhythmischen oder klanglichen Verlauf maßgebend ist VS (4 Takte) Phrase Tonika - klassisches, melodisch-rhythmisches Formmodell innerhalb eines Lied- oder Sinfoniethemas; idealer Weiser acht- oder sechzehntaktig; symmetrisch in Vordersatz und Nachsatz gegliedert Aufbau: ,,in sich ruhende Geschlossenheit" Satz VS (4 Takte) Phrase Gegenphrase Dominante (Halbschluss) Wiederholung Phrase Dominante (Halbschluss) NS (4 Takte) Wiederholung Phrase NS (4 Takte) Entwicklung der Phrase Liedformen einteilige Liedform: im melodischen Verlauf kann kein Einschnitt empfunden werden zweiteilige Liedform: AA (erster Teil wird wiederholt); AB (2 verschiedene Teile) dreiteilige Liedform: ABA oder ABA'; ABC ● Menuett: gemütlicher Schritttanz im Dreivierteltakt in 4-sätziger klassischen Sonate oder Sinfonie: 3.Satz Form: ABA (B Teil als Gegensatz zu A) -> Da-Capo-Form früher B Teil nur durch 3 Musiker -> Trio Rondo: abschließende Phrase Tonika (Ganzschluss) entwickelte sich aus gesungenem und getanztem „Rundgesang" Form: ABACABA Variation: Melodie, Rhythmus, Tempo, Tonart, Tongeschlecht, Harmonik, Klangfarbe 2 Entwicklungsformen ,,Entfaltung" aus dem Thema oder Motiv durch verschiedenartige Verarbeitungen des Grundmaterials wichtigstes Hilfsmittel: Imitation (Nachahmung) ● Kanon: zwei oder mehr hintereinander einsetzende Stimmen ahmen sich genau nach strenge Imitation andere Formen des Kanons auf anderer Tonhöhe oder Verarbeitet - Invention: Form der freien Imitation; imitierende 2. Stimme folgt der ersten nicht notengetreu polyphone Verarbeitung durch Spiegelungen, Umkehrungen, Sequenzierungen, Vergrößerung etc. Fuge: zwei oder mehr Stimmen hintereinander mit dem gleichen Thema (Fugenthema) Fuge entwickelt sich freier Dux: erste Stimme - -> Kanon in der Sekunde / Terz ... / in der Umkehrung / in der Vergrößerung / Verkleinerung / im Krebs /Spiegelkanon Comes: zweite Stimme (Beantwortung) -> reale Beantwortung: keine Intervallveränderung -> tonale Beantwortung: Intervallveränderung; meist Quintabstand Exposition: wenn jede Stimme das Thema einmal hatte; dann Durchführung meist Kontrapunkt und Orgelpunkt Sonate: Allegro schnell form früher Bezeichnung für Instrumentalstück im Gegensatz zu Gesangsstück -> Kantate in Klassik 2-4 Sätze klassischer Aufbau: Sonatenhauptsatz- Grundtonart Sinfonie: Adagio langsam versch. Formen verwandte Tonart (bei 3-sätziger Sonate: Menuett entfällt) Menuett / Scherzo gemütlich, bewegt Menuett + Trio Grundtonart (außer Trio) Vivace schnell Sonatensatz, Rondo oder Variation Grundtonart Vorklassische Sinfonia: -> seit Ende des 16. Jhd. in Italien: Orchesterstück -> im 18. Jhd. vor allem neapolitanische Opernsinfonia in drei Sätzen Klassische Symphonie: -> drei- bis viersätziges Orchesterwerk nach Vorbild der Sonate -> Haydn, Mozart, Beethoven Nachklassische Symphonie: -> im 19. Jhd. vor allem zwei Richtungen: - Erweiterung der bisherigen Form (Größe, Thematik, Instrumentierung) Schubert, Mendelssohn,; Schumann, Bruckner, Brahms, Dvorák, Mahler - Ausrichtung der musikalischen Form auf außermusikalisches Programm (Programmsinfonie, Symphonische Dichtung) Berlioz, Liszt, Strauss -> 20. Jhd. zahlreiche Sinfonien; persönliche Lösungsmöglichkeiten der Komponisten 3 Sonatenhauptsatzform (SHF) ● beruht auf Kontrast zweier Themen bzw. Themengruppen klassische SHF lässt sich in 3 bzw. 4 Teile unterteilen: MOLL: Exposition -> Vorstellung zweier gegensätzlicher Themen -> Hauptthema: Grundtonart -> Seitenthema: wenn 1 Dur: Dominante (V); wenn 1 Moll: Tonikaparallele (VI) -> meistens wiederholt Durchführung Skalen ● -> freie Weiterentwicklung des thematischen Materials aus der Exposition -> tiefgreifende Veränderungen; Wechsel der Tonart bzw. des Tongeschlechts, Erweiterung Reprise -> Wiederaufnahme der Exposition -> beide Themen in der Grundtonart ggfs. Coda EXPOSITION 1. Themenkomplex DUR: T 1. Thema = Tonikabereich Modulation mit "Doppelpunkt" 2. Themenkomplex 2. Thema Die Sonatenhauptsatzform DURCHFÜHRUNG REPRISE D EtP = Dominant- bzw. Tonikaparallelbereich Schlussgrupp thematische Arbeit 1. Thema harmonische Freiheit DT Dt = harmonische Freiheit und thematische Arbeit Ganztonleiter: - ausschließlich Ganztöne; besitzt keinen Grundton Pentatonik: - Fünftonleiter ohne Halbtonschritte - besteht aus Ganztönen und kleinen Terzen Einrichtung - Ionisch -> heutiges Dur - Dorisch -> Moll aber große statt kleine Sexte - Phrygisch -> Moll aber kleine statt große Sekunde - Lydisch -> Dur aber übermäßige statt reine Quarte Chromatische Tonleiter: - fortlaufende Folge von Halbtonschritten - alle Tonabstände sind gleich und es lässt sich kein Grundton bestimmen - Myxolydisch -> Dur aber kleine statt große Septime - Äolisch -> heutiges Moll 2. Thema 12 T 3^4 2^3 schwarze Schrift = strukturelle Komponenten rote Schriftgliedernde Komponenten Blues-Tonleiter: - Verschmelzung der afrikanischen Pentatonik und der europäischen Dur-Moll-Tonalität - Moll-Pentatonik (beginnend mit kleiner Terz) und zusätzlicher verminderter Quinte Kirchentonarten: Halbtöne 3^4 2^3 1^2 4^5 Schlussgruppe CODA 7^8 6^7 5^6 7^8 6^7 5^6 . 4

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Stimme folgt der ersten nicht notengetreu polyphone Verarbeitung durch Spiegelungen, Umkehrungen, Sequenzierungen, Vergrößerung etc. Fuge: zwei oder mehr Stimmen hintereinander mit dem gleichen Thema (Fugenthema) Fuge entwickelt sich freier Dux: erste Stimme - -> Kanon in der Sekunde / Terz ... / in der Umkehrung / in der Vergrößerung / Verkleinerung / im Krebs /Spiegelkanon Comes: zweite Stimme (Beantwortung) -> reale Beantwortung: keine Intervallveränderung -> tonale Beantwortung: Intervallveränderung; meist Quintabstand Exposition: wenn jede Stimme das Thema einmal hatte; dann Durchführung meist Kontrapunkt und Orgelpunkt Sonate: Allegro schnell form früher Bezeichnung für Instrumentalstück im Gegensatz zu Gesangsstück -> Kantate in Klassik 2-4 Sätze klassischer Aufbau: Sonatenhauptsatz- Grundtonart Sinfonie: Adagio langsam versch. Formen verwandte Tonart (bei 3-sätziger Sonate: Menuett entfällt) Menuett / Scherzo gemütlich, bewegt Menuett + Trio Grundtonart (außer Trio) Vivace schnell Sonatensatz, Rondo oder Variation Grundtonart Vorklassische Sinfonia: -> seit Ende des 16. Jhd. in Italien: Orchesterstück -> im 18. Jhd. vor allem neapolitanische Opernsinfonia in drei Sätzen Klassische Symphonie: -> drei- bis viersätziges Orchesterwerk nach Vorbild der Sonate -> Haydn, Mozart, Beethoven Nachklassische Symphonie: -> im 19. Jhd. vor allem zwei Richtungen: - Erweiterung der bisherigen Form (Größe, Thematik, Instrumentierung) Schubert, Mendelssohn,; Schumann, Bruckner, Brahms, Dvorák, Mahler - Ausrichtung der musikalischen Form auf außermusikalisches Programm (Programmsinfonie, Symphonische Dichtung) Berlioz, Liszt, Strauss -> 20. Jhd. zahlreiche Sinfonien; persönliche Lösungsmöglichkeiten der Komponisten 3 Sonatenhauptsatzform (SHF) ● beruht auf Kontrast zweier Themen bzw. Themengruppen klassische SHF lässt sich in 3 bzw. 4 Teile unterteilen: MOLL: Exposition -> Vorstellung zweier gegensätzlicher Themen -> Hauptthema: Grundtonart -> Seitenthema: wenn 1 Dur: Dominante (V); wenn 1 Moll: Tonikaparallele (VI) -> meistens wiederholt Durchführung Skalen ● -> freie Weiterentwicklung des thematischen Materials aus der Exposition -> tiefgreifende Veränderungen; Wechsel der Tonart bzw. des Tongeschlechts, Erweiterung Reprise -> Wiederaufnahme der Exposition -> beide Themen in der Grundtonart ggfs. Coda EXPOSITION 1. Themenkomplex DUR: T 1. Thema = Tonikabereich Modulation mit "Doppelpunkt" 2. Themenkomplex 2. Thema Die Sonatenhauptsatzform DURCHFÜHRUNG REPRISE D EtP = Dominant- bzw. Tonikaparallelbereich Schlussgrupp thematische Arbeit 1. Thema harmonische Freiheit DT Dt = harmonische Freiheit und thematische Arbeit Ganztonleiter: - ausschließlich Ganztöne; besitzt keinen Grundton Pentatonik: - Fünftonleiter ohne Halbtonschritte - besteht aus Ganztönen und kleinen Terzen Einrichtung - Ionisch -> heutiges Dur - Dorisch -> Moll aber große statt kleine Sexte - Phrygisch -> Moll aber kleine statt große Sekunde - Lydisch -> Dur aber übermäßige statt reine Quarte Chromatische Tonleiter: - fortlaufende Folge von Halbtonschritten - alle Tonabstände sind gleich und es lässt sich kein Grundton bestimmen - Myxolydisch -> Dur aber kleine statt große Septime - Äolisch -> heutiges Moll 2. Thema 12 T 3^4 2^3 schwarze Schrift = strukturelle Komponenten rote Schriftgliedernde Komponenten Blues-Tonleiter: - Verschmelzung der afrikanischen Pentatonik und der europäischen Dur-Moll-Tonalität - Moll-Pentatonik (beginnend mit kleiner Terz) und zusätzlicher verminderter Quinte Kirchentonarten: Halbtöne 3^4 2^3 1^2 4^5 Schlussgruppe CODA 7^8 6^7 5^6 7^8 6^7 5^6 . 4