Die Grundlagen der Kernspaltung und Kernfusion - Physikalische Prozesse erklärt
Die Kernspaltung und Kernfusion sind fundamentale Prozesse der Kernphysik, die für die Energiegewinnung von großer Bedeutung sind. Während bei der Kernspaltung schwere Atomkerne in leichtere gespalten werden, verschmelzen bei der Kernfusion leichte Atomkerne zu schwereren. Diese Prozesse setzen enorme Energiemengen frei und sind Grundlage verschiedener technologischer Anwendungen.
Definition: Die Kernspaltung (auch Kernfission genannt) ist die Teilung eines schweren Atomkerns in zwei oder mehrere leichtere Kerne unter Freisetzung von Energie und Neutronen.
Der bekannteste spaltbare Kern ist Uran-235, dessen Spaltung etwa 200 MeV Energie freisetzt. Bei diesem Prozess entstehen typischerweise zwei mittelschwere Kerne als Spaltprodukte sowie mehrere freie Neutronen. Diese Neutronen können weitere Spaltungen auslösen und so eine Kettenreaktion in Gang setzen.
Die Geschichte der Kernspaltung ist eng mit bedeutenden Wissenschaftlern verbunden. Am 17. Dezember 1938 gelang Otto Hahn und Fritz Straßmann der experimentelle Nachweis der neutroneninduzierten Uranspaltung. Die physikalische Deutung dieses bahnbrechenden Experiments erfolgte durch Lise Meitner und Otto Frisch.











