Grundpositionen der Erziehung und das kompetente Kind
In der Pädagogik gibt es verschiedene Grundpositionen zur Erziehung, die sich in ihrem Verständnis der kindlichen Entwicklung und der Rolle des Erziehers unterscheiden:
-
Pädagogischer Optimismus:
- Vertreter: Immanuel Kant
- Ansicht: Erziehung vermag nahezu alles
- Aufgabe des Erziehers: Anpassung des Kindes an gesellschaftliche Erwartungen
-
Pädagogischer Pessimismus:
- Vertreter: Jean-Jacques Rousseau
- Ansicht: Erziehung vermag nahezu nichts
- Aufgabe des Erziehers: Raum zur freien Entfaltung geben
-
Pädagogischer Realismus:
- Vertreter: Fröbel, Montessori
- Ansicht: Veränderung durch Erziehung ist möglich, hat aber Grenzen
- Aufgabe des Erziehers: Fördern und Fordern
Definition: Das kompetente Kind ist ein Konzept, das die Entwicklung als Wechselwirkung aus Erbanlagen und Umwelt versteht. Der Wille des Kindes wird anerkannt, aber es werden auch Grenzen gesetzt.
Die Notwendigkeit von Erziehung ergibt sich aus den besonderen Eigenschaften des Menschen im Vergleich zum Tier:
- Der Mensch hat keine festgelegte Beziehung zu seiner Umwelt
- Er besitzt eine differenzierte Sprache
- Er hat die Fähigkeit zum Denken und Lernen durch Einsicht
- Er ist extrem lernfähig
- Er ist sich selbst bewusst und entwickelt einen Zeitbegriff
Highlight: Die hohe Lernfähigkeit und Anpassungsfähigkeit des Menschen machen Erziehung notwendig und möglich.






































