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Facharbeit zum Thema "Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen"

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Facharbeit zum Thema "Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen"

 Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
DIE AGGRESSION.....
INSTRUMENTELLE AGGRESSION
VERTEIDIGUNG, ABWEHR.
VERGELTUNGSAKTE...
LUSTAGGRESSION
WAS BEG

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Meine Facharbeit zum Thema "Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen" im Fach Pädagogik. Das Deckblatt ist nicht dabei.

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Inhaltsverzeichnis EINLEITUNG DIE AGGRESSION..... INSTRUMENTELLE AGGRESSION VERTEIDIGUNG, ABWEHR. VERGELTUNGSAKTE... LUSTAGGRESSION WAS BEGÜNSTIGT AGGRESSIVES VERHALTEN? DIE SCHULE ALS URSPRUNG AGGRESSIVEN VERHALTENS…..…..... DIE ERZIEHUNG UND DAS HÄUSLICHE UMFELD - MÖGLICHER URSPRUNG? DIE ROLLE DER EMPATHIE WIE KANN MAN GEWALT NUN VORBEUGEN? KÖRPERNÄHE........... KOMMUNIKATION ERZIEHUNGSSTIL.. DIE LENKENDE ERZIEHUNG FAZIT LITERATURVERZEICHNIS.. EIGENSTÄNDIGKEITSERKLÄRUNG. ........ ..2 .3 3 4 4 5 6 7 ..8 9 10 11 .12 .13 ...........14 1 Einleitung Vom Mobbing in der Schule bis hin zum Gewaltverbrechen, Gewalt und Aggressionen begleiten unseren Alltag, ob man es selbst erlebt oder bloß davon hört. Demnach kann sich auch jeder ein Bild von einem Gewaltverhalten machen. Der typische Gewalttäter ist für uns skrupellos, aggressiv, unsachlich und kennt keine Vernunft. Zwanzig Prozent dieser Gewalttäter sind unter achtzehn Jahre alt¹. Die Gewalt unter Kindern und Jugendlichen ist kein Neuland, wir alle haben sie schon einmal frühestens auf dem Schulhof erleben oder zumindest mit ansehen können. Die Rede ist nicht nur von der Gewalt in Form von Rangeleien oder Prügeleien, auch die verbale, also die sprachliche Gewalt in Form von Beleidigungen ist bei Kindern und Jugendlichen gebräuchlich. Die typischen Gründe für solche Auseinandersetzungen scheinen auf den ersten Blick ziemlich banal zu sein. Beim genaueren Betrachten jedoch erkennt man deutlich tiefer liegende Motive. Beispielsweise können Ängste, Überforderung oder Frustration² hinter den scheinbar banalen Ausrastern stecken. Die Ursachen dafür sind vielfältig, so auch die Präventionsmöglichkeiten. Ziel ist es, diese zu erkennen um ein sicheres Klima für die Entwicklung des Individuums aufzubauen. Doch welche Fähigkeiten müssen vermittelt werden, um ein gewaltfreies Verhalten zu erzielen?...

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Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Empathie: Die Fähigkeit, Mitgefühl für andere aufzubauen und eine sichere emotionale Kompetenz³ zu erreichen. Wie diese Ziele durch die Erziehung erreicht werden können, wird im Folgenden untersucht. ¹ Deutsches Jugendinstitut, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention: Zahlen-Daten-Fakten Jugendgewalt, München, April 2019, Seite 5 ² Hans Peter Nolting: Psychologie der Aggression: Warum Ursachen und Auswege so vielfältig sind, Rowohlt Verlag GmbH, 31. Juli 2015, Seite 35f. 3 Katharina Anna Fuchs: Emotionserkennung und Empathie: Eine multimethodale psychologische Studie am Beispiel von Psychopathie und sozialer Ängstlichkeit, Springer Verlag, 20. März 2014, Seite 36 2 Die Aggression Um Gewalt vorzubeugen, muss man erst einmal verstehen, was Gewalt definiert und was sie ausmacht. Zuerst kann gesagt sein, dass die Gewalt bloß eine Unterkategorie der Aggression ist. Der Psychologie Dozent Hans Peter Nolting befasste sich intensiv mit der Psychologie der Aggression. Nach ihm ist aggressives Verhalten zumeist eine Reaktion auf negative Erfahrungen5. Negative Erfahrungen sind jedoch nicht bloß definiert durch oberflächige Provokation, sondern auch unterschwellige Zweifel, welche man vermittelt bekommt führen meist zu einer inneren Frustration, die sich nach außen hin in einem aggressiven Verhalten deutlich wird. Nach Nolting gibt es unterschiedliche Kategorien der Aggression, welche sich von ihrem Motiv und ihrer Absicht unterscheiden. Primär gibt es die instrumentelle Aggression', die Verteidigung beziehungsweise die Abwehr, die Vergeltungsakte und die Lustaggression¹0. Instrumentelle Aggression Unter der instrumentellen Aggression versteht man grundsätzlich das Einsetzen aggressiver Mittel, um Vorteile zu erlangen¹¹. Demnach handelt es sich hier um ein aktives aggressives Verhalten. Ein Beispiel von instrumenteller Aggression ist der klassische Bankräuber. Seine Absicht ist das Vorteil des Geldes, welches er bekäme, wenn sein Raub erfolgt. Es geht ihm nicht um die Gewalt selbst, welche er ausübt, jedoch um den Vorteil, den er dadurch erlangt. 4 Hans Peter Nolting: Psychologie der Aggression, Seite 16 5 Ebd. Seite 35 6 Ebd. Seite 35 7 Ebd. Seite 40 8 Ebd. Seite 47 9 Ebd. Seite 50 10 Ebd. Seite 63 11 Ebd. Seite 40 3 Verteidigung, Abwehr Das Motiv der abwehrenden Aggression ist hauptsächlich die Angst¹2. Der Anlass ist meist eine Bedrohung. Diese kann zum einen offensichtlich und aggressiv erscheinen, zum anderen aber auch eher unterschwellig. Im Gegensatz zur instrumentellen Aggression geht es hierbei nicht darum, einen Vorteil durch aggressives Verhalten zu erlangen, sondern viel mehr einen Nachteil dadurch abzuwenden ¹³. Diese Art von reaktiver Aggression hat bestimmt jeder schon einmal miterlebt. Teilweise wird heutzutage Selbstverteidigung in Kursen sogar ausgebildet, was vor allem Frauen nah gelegt wird. Doch ein Beispiel für die unterschwellige Bedrohung ist beispielsweise die Angst vor Machtverlust¹4. Diese finden wir häufig im familiären Bereich wieder. Wenn ein Elternteil denkt, es würde die Kontrolle über das eigene Kind verlieren, so ist es erfahrungsgemäß möglich, dass es zum Mittel der Gewalt greift. Ein solches Verhalten begünstigt folglich dann auch ein aggressives Verhalten des Kindes. Vergeltungsakte 15 Im Volksmund spricht man hier von der Rache. Auch hier findet ein reaktives aggressives Veralten statt, jedoch nicht zum Zwecke der Abwehr, jedoch zum Zwecke der Bestrafung ¹5. Es wird weder ein Vorteil durch die Gewalt erlangt, noch wird ein Nachteil abgewendet. Ziel der Vergeltung ist es, den Übeltäter leiden zu sehen¹. Es verschafft dem Rächer eine Genugtuung, eine Befriedigung¹7. Das eigene Selbstwertgefühl wird wieder aufgebaut und man durfte seinem Übeltäter eine Lehre erteilen ¹8. Bei Kindern und Jugendlichen sehen wir diese Aggression häufig bei Mobbingfällen. Die Kinder verspüren das Bedürfnis, ihren Peinigern etwas heimzuzahlen, sodass sie Respekt vor einem haben. Doch oft führt diese Form der Aggression zu einem immerwährenden Teufelskreis, da die Vergeltung wiederum eine Provokation darstellt. 12 Ebd. Seite 47 13 Ebd. Seite 48 14 Ebd. Seite 48 15 Ebd. Seite 51 16 Ebd. 17 Ebd. 18 Ebd. Seite 56 4 Lustaggression Die letzte Form der Aggression nach Nolting ist die sogenannte Lustaggression. Sie wird definiert durch die pure Lust an gewaltvollen Taten. Ziel ist es, seine Macht zu demonstrieren und einen gewissen Nervenkitzel zu erleben ¹⁹. Demnach eine aktive Form des aggressiven Verhaltens. Die Machtdemonstration durch die Lustaggression ist vermutlich das größte Motiv des Mobbings. Kinder und Jugendliche erniedrigen ihre Mitschüler*innen durch verbale oder auch physische Gewalt und stärken somit auch ihr eigenes Selbstwertgefühl. Was begünstigt aggressives Verhalten? Nun, wo die Aggression allgemein schon ein wenig vertrauter ist, liegt der Fokus im Folgenden nun auf die Vielfalt der Motive des aggressiven Verhaltens. Der Ursprung aggressiven Verhaltens liegt meist in der Umwelt des Individuums. Biologische Bedingungen sind selten ein Grund für Gewalt2⁰0. Eine Lösung zwischen der eigenen Persönlichkeitsentwicklung sowie den Ansprüchen der Außenwelt zu finden erweist sich für viele Jugendliche besonders schwer, zumal die Kindheit sowie die Jugendzeit Lebensphasen sind, welche sich vor allem durch viele und schnelle Veränderung auszeichnen. Der deutsche Sozial-, Bildungs- und Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann spricht hier von der Integration und der Individuation²¹. Dieses Modell beschreibt das Spannungsverhältnis zwischen dem eigenen Denken und den äußerlichen Einflüssen, welche auf das Individuum einwirken. Der Jugendliche muss für beide Komponente eine Lösung finden, um eine feste und starke Ich- Identität zu entwickeln. Wird dies erschwert, wie bereits erwähnt hauptsächlich durch äußere Einflüsse, kann es zu einer Überforderung kommen. 19 Ebd. Seite 63 20 Planet-wissen.de: Christine Buth: Jugendgewalt in Deutschland, https://www.planet- wissen.de/gesellschaft/psychologie/jugendgewalt in deutschland/index.html, [19.03.2021] 21 Prof. Klaus Hurrelmann: Theorie der produktiven Realitätsverarbeitung 5

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Empathie: Die Fähigkeit, Mitgefühl für andere aufzubauen und eine sichere emotionale Kompetenz³ zu erreichen. Wie diese Ziele durch die Erziehung erreicht werden können, wird im Folgenden untersucht. ¹ Deutsches Jugendinstitut, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention: Zahlen-Daten-Fakten Jugendgewalt, München, April 2019, Seite 5 ² Hans Peter Nolting: Psychologie der Aggression: Warum Ursachen und Auswege so vielfältig sind, Rowohlt Verlag GmbH, 31. Juli 2015, Seite 35f. 3 Katharina Anna Fuchs: Emotionserkennung und Empathie: Eine multimethodale psychologische Studie am Beispiel von Psychopathie und sozialer Ängstlichkeit, Springer Verlag, 20. März 2014, Seite 36 2 Die Aggression Um Gewalt vorzubeugen, muss man erst einmal verstehen, was Gewalt definiert und was sie ausmacht. Zuerst kann gesagt sein, dass die Gewalt bloß eine Unterkategorie der Aggression ist. Der Psychologie Dozent Hans Peter Nolting befasste sich intensiv mit der Psychologie der Aggression. Nach ihm ist aggressives Verhalten zumeist eine Reaktion auf negative Erfahrungen5. Negative Erfahrungen sind jedoch nicht bloß definiert durch oberflächige Provokation, sondern auch unterschwellige Zweifel, welche man vermittelt bekommt führen meist zu einer inneren Frustration, die sich nach außen hin in einem aggressiven Verhalten deutlich wird. Nach Nolting gibt es unterschiedliche Kategorien der Aggression, welche sich von ihrem Motiv und ihrer Absicht unterscheiden. Primär gibt es die instrumentelle Aggression', die Verteidigung beziehungsweise die Abwehr, die Vergeltungsakte und die Lustaggression¹0. Instrumentelle Aggression Unter der instrumentellen Aggression versteht man grundsätzlich das Einsetzen aggressiver Mittel, um Vorteile zu erlangen¹¹. Demnach handelt es sich hier um ein aktives aggressives Verhalten. Ein Beispiel von instrumenteller Aggression ist der klassische Bankräuber. Seine Absicht ist das Vorteil des Geldes, welches er bekäme, wenn sein Raub erfolgt. Es geht ihm nicht um die Gewalt selbst, welche er ausübt, jedoch um den Vorteil, den er dadurch erlangt. 4 Hans Peter Nolting: Psychologie der Aggression, Seite 16 5 Ebd. Seite 35 6 Ebd. Seite 35 7 Ebd. Seite 40 8 Ebd. Seite 47 9 Ebd. Seite 50 10 Ebd. Seite 63 11 Ebd. Seite 40 3 Verteidigung, Abwehr Das Motiv der abwehrenden Aggression ist hauptsächlich die Angst¹2. Der Anlass ist meist eine Bedrohung. Diese kann zum einen offensichtlich und aggressiv erscheinen, zum anderen aber auch eher unterschwellig. Im Gegensatz zur instrumentellen Aggression geht es hierbei nicht darum, einen Vorteil durch aggressives Verhalten zu erlangen, sondern viel mehr einen Nachteil dadurch abzuwenden ¹³. Diese Art von reaktiver Aggression hat bestimmt jeder schon einmal miterlebt. Teilweise wird heutzutage Selbstverteidigung in Kursen sogar ausgebildet, was vor allem Frauen nah gelegt wird. Doch ein Beispiel für die unterschwellige Bedrohung ist beispielsweise die Angst vor Machtverlust¹4. Diese finden wir häufig im familiären Bereich wieder. Wenn ein Elternteil denkt, es würde die Kontrolle über das eigene Kind verlieren, so ist es erfahrungsgemäß möglich, dass es zum Mittel der Gewalt greift. Ein solches Verhalten begünstigt folglich dann auch ein aggressives Verhalten des Kindes. Vergeltungsakte 15 Im Volksmund spricht man hier von der Rache. Auch hier findet ein reaktives aggressives Veralten statt, jedoch nicht zum Zwecke der Abwehr, jedoch zum Zwecke der Bestrafung ¹5. Es wird weder ein Vorteil durch die Gewalt erlangt, noch wird ein Nachteil abgewendet. Ziel der Vergeltung ist es, den Übeltäter leiden zu sehen¹. Es verschafft dem Rächer eine Genugtuung, eine Befriedigung¹7. Das eigene Selbstwertgefühl wird wieder aufgebaut und man durfte seinem Übeltäter eine Lehre erteilen ¹8. Bei Kindern und Jugendlichen sehen wir diese Aggression häufig bei Mobbingfällen. Die Kinder verspüren das Bedürfnis, ihren Peinigern etwas heimzuzahlen, sodass sie Respekt vor einem haben. Doch oft führt diese Form der Aggression zu einem immerwährenden Teufelskreis, da die Vergeltung wiederum eine Provokation darstellt. 12 Ebd. Seite 47 13 Ebd. Seite 48 14 Ebd. Seite 48 15 Ebd. Seite 51 16 Ebd. 17 Ebd. 18 Ebd. Seite 56 4 Lustaggression Die letzte Form der Aggression nach Nolting ist die sogenannte Lustaggression. Sie wird definiert durch die pure Lust an gewaltvollen Taten. Ziel ist es, seine Macht zu demonstrieren und einen gewissen Nervenkitzel zu erleben ¹⁹. Demnach eine aktive Form des aggressiven Verhaltens. Die Machtdemonstration durch die Lustaggression ist vermutlich das größte Motiv des Mobbings. Kinder und Jugendliche erniedrigen ihre Mitschüler*innen durch verbale oder auch physische Gewalt und stärken somit auch ihr eigenes Selbstwertgefühl. Was begünstigt aggressives Verhalten? Nun, wo die Aggression allgemein schon ein wenig vertrauter ist, liegt der Fokus im Folgenden nun auf die Vielfalt der Motive des aggressiven Verhaltens. Der Ursprung aggressiven Verhaltens liegt meist in der Umwelt des Individuums. Biologische Bedingungen sind selten ein Grund für Gewalt2⁰0. Eine Lösung zwischen der eigenen Persönlichkeitsentwicklung sowie den Ansprüchen der Außenwelt zu finden erweist sich für viele Jugendliche besonders schwer, zumal die Kindheit sowie die Jugendzeit Lebensphasen sind, welche sich vor allem durch viele und schnelle Veränderung auszeichnen. Der deutsche Sozial-, Bildungs- und Sozialwissenschaftler Prof. Klaus Hurrelmann spricht hier von der Integration und der Individuation²¹. Dieses Modell beschreibt das Spannungsverhältnis zwischen dem eigenen Denken und den äußerlichen Einflüssen, welche auf das Individuum einwirken. Der Jugendliche muss für beide Komponente eine Lösung finden, um eine feste und starke Ich- Identität zu entwickeln. Wird dies erschwert, wie bereits erwähnt hauptsächlich durch äußere Einflüsse, kann es zu einer Überforderung kommen. 19 Ebd. Seite 63 20 Planet-wissen.de: Christine Buth: Jugendgewalt in Deutschland, https://www.planet- wissen.de/gesellschaft/psychologie/jugendgewalt in deutschland/index.html, [19.03.2021] 21 Prof. Klaus Hurrelmann: Theorie der produktiven Realitätsverarbeitung 5