Das didaktische Dreieck nach Klaus Prange
Im Zentrum der Bildungsgrundsätze NRW steht das didaktische Dreieck als dreistelliges Prädikat. Es verbindet Erzieher, Adressat und Thema durch die Grundoperation des Zeigens. Diese Beziehung ist fundamental für alle pädagogischen Prozesse.
Das pädagogische Zeigen ist mehr als nur auf etwas hinweisen. Es beeinflusst, fördert, beschleunigt, begrenzt und kontrolliert Lernprozesse. Im Gegensatz zum Lernen (ein zweistelliges Prädikat: "Ich lerne etwas") wandelt das Zeigen noch nicht gelöste Lebensprobleme in Lernprobleme um.
Prange betont: "Ohne Zeigen keine Erziehung." Überall wo erzogen wird, wird etwas gezeigt. Der Erzieher veranschaulicht die Welt, erzählt Geschichten, verbreitet Informationen, warnt vor Gefahren und schützt vor Missverständnissen.
Merke: Das pädagogische Zeigen hat immer die Selbstständigkeit des Edukanden zum Ziel und beeinflusst maßgeblich die Persönlichkeitsentwicklung. Dies entspricht dem Bildungsauftrag Kita NRW KiBiz, bei dem die ganzheitliche Entwicklung des Kindes im Mittelpunkt steht.