Die Geschichte und Entwicklung der Europäischen Integration
Die Europäische Integration begann mit dem Schuman-Plan von 1950, der den Grundstein für die heutige Europäische Union legte. Der französische Außenminister Robert Schuman schlug die Bildung einer Montanunion vor, die die deutsche und französische Kohle- und Stahlproduktion unter eine gemeinsame Aufsicht stellen sollte. Dies führte 1951 zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) durch sechs Gründerstaaten.
Definition: Die Montanunion (EGKS) war der erste Schritt zur supranationalen Zusammenarbeit in Europa und gilt als Keimzelle der späteren EU.
Die Römischen Verträge von 1957 markierten den nächsten wichtigen Schritt im Europäischen Integrationsprozess. Mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) wurde die wirtschaftliche Integration vertieft. Zentrale Elemente waren die Schaffung einer Zollunion und die Gewährleistung der vier Grundfreiheiten: freier Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr.
Die weitere Entwicklung war geprägt von kontinuierlicher Vertiefung und Erweiterung. Der Vertrag von Maastricht 1992 schuf die Europäische Union mit ihrem Drei-Säulen-Modell. Besonders bedeutsam war die Einführung der gemeinsamen Währung und die Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion. Die Europäische Integration wurde durch weitere Verträge wie Amsterdam (1997) und Lissabon (2009) vorangetrieben.










































