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Fallbeispiel PTBS

Fallbeispiel PTBS

 Posttraumatische Belastungsstörung
Ronja Ackermann
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Johanne ist einen ganz normale 20 jährige. Sie geht gerne auf Partys, verbr

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hier findet ihr ein Fallsbeispiel und eine Erklärung zur Psychischen Krankheit PTBS

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Posttraumatische Belastungsstörung Ronja Ackermann Fallbeispiel Johanne ist einen ganz normale 20 jährige. Sie geht gerne auf Partys, verbringt viel Zeit mit ihren Freunden und studiert Mediengestaltung im dritten Semester. Sie ist eine aufgeschlossene, immer freundliche Person und ihre Freunde und Familie beschreiben sie als einen kleinen Sonnenschein. In der Woche verbringt sie die meiste Zeit mit lernen, trotz allem nimmt sie sich auch in stressigen Situationen immer Zeit für ihre Liebsten. Wenn es sich zum Wochenende neigt, ist sie die erste die auf der Party ist und die letzte die geht. Sie genießt ihr Leben in vollen Zügen und geht Konflikten weites gehend immer aus dem Weg. Es ist Samstagabend, Johanne und zwei ihrer Freundinnen sind gerade auf dem Weg zu einem neuen Club in der Stadt, von dem sie schon viel gutes gehört haben. Die Mädels haben sich schick gemacht und bereits bei einer der Freundinnen mit dem Vortrinken begonnen. Sie freuen sich alle auf den Abend und betreten glücklich und schon leicht alkoholisiert den Club. Nach ein paar Stunden ist eine von Johannes Freundinnen so stark alkoholisiert, dass sie sich oftmals übergeben muss und mit der anderen Freundin den Heimweg antritt. Johanne möchte noch nicht gehen. Sie tanzt noch einige Stunden weiter und begibt sich gegen 4:30 Uhr auf den Heimweg. Heute entscheidet sie sich...

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für eine Abkürzung durch einen nahegelegenen Park. Schon beim betreten des Parks überfällt sie ein Unwohlsein, trotzdem geht sie weiter. Nach fünf Minuten nimmt sie Schritte hinter sich wahr. Sie dreht sich um und blickt einem fremden Mann genau in die Augen. Danach verschwimmt alles. Johanne wird bewusstlos geschlagen und vergewaltigt. Ein paar Stunden später findet sich sich bei Bewusstsein hinter einem Gebüsch im Park wieder. Es ist schon hell geworden und neben ihr auf dem Gras erkennt sie ein benutztes Kondom. Ihr wird schlecht und sie beginnt sich zu übergeben. Auf dem Heimweg entscheidet Johanne sich dazu niemandem von diesem Abend zu erzählen. Sie schämt sich zu sehr und außerdem kann sie sich an die Tat ja sowieso nicht mehr erinnern. In den folgenden Tagen versucht Johanne ihr Leben weiterzuleben, als sei nichts geschehen. Sie versucht sich ihren inneren Scham und ihre ständigen Erinnerungen nicht anmerken zu lassen. In der Uni lässt sich sich nach einer Woche krank schreiben. Sie habe Magen-Darm, gibt sie an. Jedoch kann sie seit Tagen nicht richtig schlafen, sie verspürt ein anhaltendes Gefühl von Bedrohung und innerlichem Stress. Wenn sie dann doch einmal schläft, verfolgen sie schreckliche Albträume. Sie ist sehr Schreckhaft und wenn ihre Freundinnen fragen was mit ihr los sei, reagiert sie extrem gereizt. Ebenso kann Johanne sich nicht mehr auf wichtige Dinge konzentrieren, wie Uni oder ihre Freunde und Familie. Sie ist viel zu sehr mit ihrem Inneren Konflikt beschäftigt und nimmt sich keine Zeit mehr für ihre Lieben und wenn doch, wirkt sie teilnahmslos und gleichgültig. Auch in den kommenden Monaten verbessert sich ihr Zustand nicht. Freunde haben längst aufgegeben den Kontakt zu ihr zu halten und ihrer Familie sagt sie, sie habe viel mit der Uni zutun, obwohl sie diese seit ihrer Krankschreibung nicht mehr besucht hat. Generell verlässt sie nur ihre Wohnung für das Nötigste und selbst dann fühlt sie sich verfolgt und tritt unheimlich schreckhaft und zerbrechlich auf. Seit dieser Nacht besuchte Johanne keine Partys mehr, keine Geburtstage, keine Veranstaltungen und vor allem meidet sie neben Menschen die Dunkelheit. Denn kommt sie doch mit einen dieser Situationen in Kontakt, erlebt sie einen Trigger. Dieser kann schon allein bei Johanne ausgelöst werden, wenn jemand ihr in die Augen schaut. Dann erfährt sie die vergangene Hilflosigkeit der Nacht und den inneren Scham und Schmerz im Hier und Jetzt wieder. Aufgrund ihrer stetiger Angst und den immer wieder aufkommenden Triggern traut Johanne sich nicht Hilfe aufzusuchen. Sie versucht sich mit Alkohol und Schmerztabletten zu betäuben. Zum Glück machen sich ihre Eltern und ein paar Freunde so große Sorgen, dass sie Johanne aufsuchen und auch nach stetiger Abweisung immer wieder versuchen ihr zu helfen. Nun befindet Johanne sich 13 Monate nach der Nacht in therapeutischer Behandlung. Handout Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung ? Die PTBS ist eine psychische Krankheit, welche aus einer Folge eines oder mehrerer traumatischen Ereignisse entsteht. Beispiele dafür sind Vergewaltigung, Krieg, Folter oder andere Gewalterfahrungen. Opfer aber auch Zeugen einer solchen Extremsituation können an PTBS erkranken. Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis sieben von 100 Menschen einmal im Leben von PTBS betroffen. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie chronisch werden und die Lebensqualität massiv einschränken. Bei rechtzeitiger und richtiger Therapie sind die Heilungsaussichten jedoch gut. Symptome • Belastende Erinnerungen, Gedächtnislücken, Alpträume • Flashbacks: durch gewisse Trigger werden Gefühle, Gedanken und Schmerzen des erlebten Traumas hervorgerufen • Schlafstörungen, Angst, Überregbarkeit Gefühl der anhaltenden Bedrohung, ständiger Stress, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit ● • Vermeidungsverhalten, Rückzug, Schuldgefühle Depressive Verstimmungen Organische Schmerzen • Suchtgefahr, Suchtrisiko ● Ohne Behandlung erhöht sich das Risiko für Depressionen, Angsterkrankungen und Zwangsstörungen ● Therapie bei Posttraumatischer Belastungsstörung • Sollte Frühzeitig bei speziell ausgebildeten Psychotherapeuten erfolgen Kann ambulant & stationär stattfinden Einzelne Therapieschritte in geschütztem Behandlungsrahmen Patient nähert sich seinen traumatischen Ereignissen um Eindrücke und Bilder neu zu bewerten und im Idealfall abzuschließen Der Traumaprozess Trauma Trauma Trigger: bereits harmlose Reize führen zur Erinnerung an das Trauma Alarmreaktion Alarmreaktion Verarbeitung des Traumas durch Reflexion und Konfrontation Vermeidung und Dissoziation: dadurch Verhinderung der Aufarbeitung Fortführung des Lebensweges GIB EINEN UNTERTITEL DURCH TIPPEN EIN. Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung Extreme Aktivierung Hyperarousal (Übererregung) Psychosomatische Symptome Psychische Störungen (Ängste, Schlafstörung, Depression etc.)

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Posttraumatische Belastungsstörung PTBS

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Posttraumatische Belastungsstörung Ronja Ackermann Fallbeispiel Johanne ist einen ganz normale 20 jährige. Sie geht gerne auf Partys, verbringt viel Zeit mit ihren Freunden und studiert Mediengestaltung im dritten Semester. Sie ist eine aufgeschlossene, immer freundliche Person und ihre Freunde und Familie beschreiben sie als einen kleinen Sonnenschein. In der Woche verbringt sie die meiste Zeit mit lernen, trotz allem nimmt sie sich auch in stressigen Situationen immer Zeit für ihre Liebsten. Wenn es sich zum Wochenende neigt, ist sie die erste die auf der Party ist und die letzte die geht. Sie genießt ihr Leben in vollen Zügen und geht Konflikten weites gehend immer aus dem Weg. Es ist Samstagabend, Johanne und zwei ihrer Freundinnen sind gerade auf dem Weg zu einem neuen Club in der Stadt, von dem sie schon viel gutes gehört haben. Die Mädels haben sich schick gemacht und bereits bei einer der Freundinnen mit dem Vortrinken begonnen. Sie freuen sich alle auf den Abend und betreten glücklich und schon leicht alkoholisiert den Club. Nach ein paar Stunden ist eine von Johannes Freundinnen so stark alkoholisiert, dass sie sich oftmals übergeben muss und mit der anderen Freundin den Heimweg antritt. Johanne möchte noch nicht gehen. Sie tanzt noch einige Stunden weiter und begibt sich gegen 4:30 Uhr auf den Heimweg. Heute entscheidet sie sich...

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