Die Dimensionen der Ich-Identität nach Krappmann
Krappmann unterscheidet in seiner Theorie des symbolischen Interaktionismus zwischen zwei Hauptdimensionen der Ich-Identität: der Personal Identity und der Social Identity. Diese Konzepte sind zentral für das Verständnis der Identitätsentwicklung im Rahmen sozialer Interaktionen.
Definition:
- Personal Identity: Individuen sollen einzigartig sein, wie kein anderer (Phantom-uniqueness).
- Social Identity: Individuen sollen sich an Normen anpassen und sein wie alle anderen (Phantom-normalcy).
Die Herausforderung besteht darin, eine ausbalancierte Ich-Identität zu entwickeln, die beide Dimensionen in einem gesunden Gleichgewicht hält. Eine Überbetonung einer der beiden Dimensionen kann zu Problemen führen:
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Überbetonung der Personal Identity: Dies kann zu einer Isolierung führen, da die Einzigartigkeit so stark betont wird, dass keine Anerkennung mehr in Interaktionsprozessen stattfindet.
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Überbetonung der Social Identity: Eine zu starke Konzentration auf soziale Erwartungen kann zum "Verlieren der Identität" und zur Negierung persönlicher Bedürfnisse in Interaktionen führen.
Highlight: Eine ausbalancierte Ich-Identität ist das Ziel und ermöglicht es dem Individuum, sowohl seine Einzigartigkeit zu bewahren als auch soziale Anerkennung zu finden.
Krappmann's Theorie wird auch aus pädagogischer Perspektive betrachtet. Er betont die Bedeutung angemessener mütterlicher Zuwendung für wichtige Lernprozesse und einen stufenweisen Ablösungsprozess des Kindes. Kontakte zu Familie und Gleichaltrigen als Sozialisationsinstanzen spielen eine wichtige Rolle, ebenso wie emotionale Beziehungen innerhalb der Familie.
Example: In pädagogischen Institutionen können Präsentationen, Beteiligung, kooperative Arbeitsformen, Exkursionen und Entscheidungsprozesse dazu beitragen, die Ich-Identität zu stärken und eine Balance zwischen Personal und Social Identity zu fördern.





