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Abitur 22 Spracherwerb, Theorien

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 Historische Vorläufer
Behaviorismus: Skinner
Nachahmungstheorie; Imitation, Nachahmung, Eltern reagieren positiv oder negativ auf kindl. Sp

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Nativismus: Chomsky, Pinker Kognitivismus: Piaget Konstruktivismus: Szagun Interaktionismus: Brunner Behaviorismus: Skinner Sprachgen FoxP2 Ursprung der Sprache: Süßmilch, Condillac, Herder, Tomasello

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Historische Vorläufer Behaviorismus: Skinner Nachahmungstheorie; Imitation, Nachahmung, Eltern reagieren positiv oder negativ auf kindl. Sprachäußerungen (Belohnung, Feedback), Lernprozess Kritik/Gegenargumente - Erwachsenensprachen wird von Kindern nur unwesentlich imitiert Kreativität der Kindersprache bleibt unberücksichtigt. Mensch und Tier werden unterschiedslos gleichgesetzt. Behavioristen wie Burrhus F., Skinner gingen in den 1950er Jahren davon aus, dass der Mensch die Sprache durch einen typischen Lernprozess erwirbt, nämlich durch Belohnungen für spontane Äußerungen. Da dieses Modell Sprachen nicht zu erklären vermag, wird es heute praktisch nicht mehr vertreten. Nativismus: Noam Chomsky Heutige Grundposition angeborener Spracherwerb, Universalgrammatik Nachahmung reicht nicht aus; Kind lernt syntaktische Regeln und begrenzten Wortschatz; bildet daraus neue Sätze: genetisch determinierter Spracherwerb: angeborene Ideen, Universalien 33 Kritik/Gegenargument keine Betrachtung der Psychologie des Spracherwerbs, der Sprachverarbeitung und der Sprachevolution, Reduktion auf Spracherwerb Von Noam Chomsky wurde die Vorstellung formuliert, das Kind komme mit einer Art Organ für die Sprache auf die Welt, einer Universalgrammatik. Bestimmte grammatische Grundregeln („Prinzipien") sind demnach angeboren, die sprachspezifischen Parameter" werden gefüllt, wenn das Kind auf eine konkrete Sprache trifft. Hauptthese: Spracherwerb ist Regelerwerb, Kinder sind mit der Fähigkeit geboren, aus der gehörten Sprache Regeln selbst abzuleiten und auch auf andere Wörter zu übertragen: Intuitiv - Nativismus: gewisse komplexe Strukturen = nicht erlernbar für Kinder →→ Kritik: Kinder sind in der Lage, einfache Konstrukte auf Komplexre zu Übertragen Steven Pinker Der Mensch sei bei der Geburt mit einem genetisch...

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gesteuerten Sprachinstinkt ausgestattet und lerne Sprechen ähnlich wie die Spinne das Spinnenweben. Interaktionismus: Jerome Brunner Spracherwerb durch progressive soziale Interaktion zwischen Eltern und Kind, abhängig vom Entwicklungsstand Historische Vorläufer Vorstellung, dass die Betreuungsperson sich in ihrer Kommunikation auf das Entwicklungsniveau des Kindes einstellt und es damit dazu anregt, sich auf die jeweils nächste Zone der Entwicklung zuzubewegen. Kognitivismus: Jean Piaget Historische Vorläufer Spracherwerb als Folge der (genetisch determinierten) kognitiven Entwicklung, Frage nach den jeweils notwendigen Denkleistungen, Interaktion mit der Umwelt Kritik/Gegenargument Spracherwerb lässt sich nicht monokausal aus kognitiver Entwicklung herleiten. kognitives lernen: Wahrnehmen, erkennen, denken Die Sprachentwicklung wird auf eine allgemeine Entwicklung kognitiver Strukturen zurück geführt. Dadurch entstehen Entwicklungsphasen das Spracherwerbs. Konstruktivismus Diese Erklärungen sehen den Spracherwerb als Zusammenspiel aus einer genetischen Anlage und der Interaktion mit der Umwelt. Kinder konstruieren demnach etwa grammatische Strukturen unter Einsatz ihrer allgemeinen Lernfähigkeit aus der von ihnen gehörten Sprache. Epigenetische Spracherwerbstheorie (Gegenpostion zum Nativimus): Gisela Szagun Konstruktivismus Hauptthese: Kinder erlernen komplexe Regeln durch erkennen und erweitern von einfachen Satzstrukturen: Lernprozess - kein eigenes Organ für Sprache vorhanden → Sprachfähigkeit durch mehrere Fähigkeiten und neuronalen Mechanismen - Spracherwerb durch lernen Selbstentdeckung der Sprachregelungen durch Beobachtung und Feedback, Umwelt → durch Input und sprachliche Verallgemeinerungen Tomasello (sozial-pragmatische Theorie 2009) Sprache hat Ursprung in der Gestik - „Am Anfang war der Zeigefinger" • vor dem Sprechen Gebärdenspiel/Zeichensprache Sprache ist ein soziales Interaktionsmittel Wandel von der Gestik als Verständigungsweise zur verbalen • Grundlage: kulturelles Lernen, soziales Wesen FOXP2 - Sprachgen - Spezifisches Sprachgen der Menschen ? Pro - bei einer Mutation des Gens Foxp2 entsteht eine Sprachstörung → Sprachstörung hängt nicht von der allgemeinen Intelligenz ab - verbessertes Sprachvermögen wurde durch dieses Gen möglich Contra - beeinträchtigt primär die Feinmotorik des Sprachapparats (Grammatik, Bilden & verstehen von Wörtern, Mundbewegungen →nicht DAS Sprachgen, sondern nur ein Teil dessen nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Schimpansen oder Mäusen vorhanden Heutige Grundposition SPRACHTHEORIEN DES 18.JAHRHUNDERTS Condillac: Ursprung der Sprache aus dem Schrei Süßmilch die Sprache ist durch Gott gegeben Herder Denken und Sprache >Mensch hat keine Instinktive Sprache, Sprache ist zu fehlerhaft um von Gott geschaffen zu sein - keinen göttlichen Ursprung > von Geburt an Besonnenheit = Vernunftmäßigkeit > Merkmale wurden unterschieden und reflektiert, Geräusch wurde zugeordnet, Mensch selber sprach erst nicht > Blinde & Taube können Dinge auch erkennen und reflektieren, da Visualität und Aukustik nicht notwendig ist um etwas zu reflektieren, das Gefühl reicht > Entwicklungsprozess von Sprache findet gleichzeitig wie der des Verstandes statt > Verknüpft mit Vernunft 1.künstliche Sprache (vom Menschen erfunden) 2. Triebgesteurte Sprache des Empfindens

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Historische Vorläufer Behaviorismus: Skinner Nachahmungstheorie; Imitation, Nachahmung, Eltern reagieren positiv oder negativ auf kindl. Sprachäußerungen (Belohnung, Feedback), Lernprozess Kritik/Gegenargumente - Erwachsenensprachen wird von Kindern nur unwesentlich imitiert Kreativität der Kindersprache bleibt unberücksichtigt. Mensch und Tier werden unterschiedslos gleichgesetzt. Behavioristen wie Burrhus F., Skinner gingen in den 1950er Jahren davon aus, dass der Mensch die Sprache durch einen typischen Lernprozess erwirbt, nämlich durch Belohnungen für spontane Äußerungen. Da dieses Modell Sprachen nicht zu erklären vermag, wird es heute praktisch nicht mehr vertreten. Nativismus: Noam Chomsky Heutige Grundposition angeborener Spracherwerb, Universalgrammatik Nachahmung reicht nicht aus; Kind lernt syntaktische Regeln und begrenzten Wortschatz; bildet daraus neue Sätze: genetisch determinierter Spracherwerb: angeborene Ideen, Universalien 33 Kritik/Gegenargument keine Betrachtung der Psychologie des Spracherwerbs, der Sprachverarbeitung und der Sprachevolution, Reduktion auf Spracherwerb Von Noam Chomsky wurde die Vorstellung formuliert, das Kind komme mit einer Art Organ für die Sprache auf die Welt, einer Universalgrammatik. Bestimmte grammatische Grundregeln („Prinzipien") sind demnach angeboren, die sprachspezifischen Parameter" werden gefüllt, wenn das Kind auf eine konkrete Sprache trifft. Hauptthese: Spracherwerb ist Regelerwerb, Kinder sind mit der Fähigkeit geboren, aus der gehörten Sprache Regeln selbst abzuleiten und auch auf andere Wörter zu übertragen: Intuitiv - Nativismus: gewisse komplexe Strukturen = nicht erlernbar für Kinder →→ Kritik: Kinder sind in der Lage, einfache Konstrukte auf Komplexre zu Übertragen Steven Pinker Der Mensch sei bei der Geburt mit einem genetisch...

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