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Emilia Galotti Szenenanalyse 2. Aufzug, 2. Auftritt

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 Szenenanalyse Emilia Galotti: 2. Aufzug, 2. Auftritt
Der Autor Gotthold Ephraim Lessing, schrieb das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galott

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Szenenanalyse Emilia Galotti: 2. Aufzug, 2. Auftritt Der Autor Gotthold Ephraim Lessing, schrieb das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti". Die Uraufführung dieses Stückes erfolgte am 13. März 1772 im Braunschweiger Staatstheater. Grundlage für diesen Text ist die Ausgabe von 2015 der Westermann Gruppe (Bildungshaus Schulbuch Verlage). Thema des Dramas sind die gesellschaftlichen Verhältnisse und Strukturen im 18. Jahrhundert. Diese werden durch die Situation der Emilia Galotti und ihres Umfeldes dargestellt. Emilia wird von zwei Männern begehrt, problematisch ist, dass der Prinz Hettore Gonzaga ihre geplante Hochzeit mit dem Grafen Appiani mit allen im zu Verfügung stehenden Mitteln verhindern will. Sie selbst wird durch die Männer fremdbestimmt. Die vorliegende Szene des 2. Aufzugs, des 2. Auftritts dient der Verdeutlichung der männlichen Vorherrschaft gegenüber den Frauen und soll eine Handlungssteigerung bewirken. Zuvor kauft Hettore Gonzaga ein Bild der Emilia und erfährt von ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani. Hettore will diese Hochzeit verhindern, da er selber Gefühle für sie hegt. Zudem geht Emilia alleine in die Messe. Die zu analysierende Szene beginnt mit dem Erscheinen von Odoardo Galotti (vgl. Z. 23). Dieser erkundigt sich bei seiner Frau Claudia Galotti nach ihrer gemeinsamen Tochter Emilia. Als er erfährt, dass sie alleine in der Messe ist, sorgt er sich vor einem Fehltritt ihrerseits (vgl. Z. 30 ff.). Anlass seines Auftretens und somit des Gesprächs...

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ist die Hochzeit Emilias. In der vorliegenden Szene treffen Odoardo und Claudia Galotti aufeinander. Sie sind verheiratet, leben aber getrennt. Ihre Sprache ist sehr förmlich und elaboriert. Es wird deutlich, dass Odoardo dominanter ist, da er Claudia duzt und sie ihn siezt (Z.41; 44). Zudem will er die Entscheidungen in der Familie treffen und zweifelt an den Entscheidungen seiner Frau, dass wird durch Aussagen wie „Ganz allein ?" deutlich. Er akzeptiert nicht, dass Emilia allein unterwegs ist und macht seiner Frau Claudia Vorwürfe. Odoardo und Claudia tauschen erst viele Floskeln und Freundlichkeiten aus, wie zum Beispiel „Guten Morgen, meine Liebe“ (Z. 23) oder „Und auf die angenehmste Art“ (Z. 25). Erst als es um Emilia und ihre Nichtanwesenheit geht, wird Odoardo energisch und besorgt (vgl.Z. 38-45). Hier zeigt sich, dass die Männer über das Leben der Frauen entscheiden wollen und nicht akzeptieren, dass sie allein Unternehmungen machen. Selbst der alleinige Gang ins Haus Gottes ist nicht vertretbar und wird somit missbilligt (vgl. Z. 38 ff.). Odoardo traut seiner Tochter sofort einen Fehltritt zu (Z. 49), anstatt ihr zu vertrauen, misstraut er ihr. Odoardo ist sehr kontrollierend und um seinen Ruf besorgt. Im Vergleich zu ihrem Ehemann bleibt Claudia die Szene über freundlich und sachlich. Das Vertrauen ihrer Tochter gegenüber zeigt sie ihrem Mann deutlich, indem sie darauf hinweist, dass sie nur in der nahe gelegenen Kirche betet (vgl. Z. 34-43). Sie beruhigt ihren Mann, sich keine Sorgen zu machen (vgl. Z. 41-43). Verallgemeinert lässt sich sagen, dass Odoardo die Absicht hat, zu prüfen, ob im Haus alles gut läuft und Claudia ihn daraufhin besänftigt. Der Höhepunkt des Gespräches ist, wenn sich herausstellt, dass Emilia allein die Messe besucht (vgl. Z. 34 ff.). Die Stimmung entspannt sich trotz der unterschiedlichen Auffassungen und es liegt eine ausgeglichene Gesprächsanteilverteilung vor. Die Galottis sprechen sehr gehoben und emotional, das symbolisieren die stetigen Ausrufe- und Fragezeichen (Z. 23; 24). Sie halten das Gespräch auf das Nötigste begrenzt und es entsteht eine geschäftige und hektische Stimmung. Das Gespräch wird sehr emotional geführt, das folgt aus der Aussage „Ganz allein ?“ (Z. 38). Des weiteren sind die Sätze unvollständig, da der Leser sich selber Gedanken zu der Situation machen soll. Dafür wurden Bindestriche eingesetzt (Z. 33; 39; ... ). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Odoardo um die Ehrbarkeit und Tugend seiner Tochter Emilia besorgt ist. Außerdem will er jeden möglichen Skandal von seiner Familie fern halten. Es ist ihm überaus wichtig das sittliche Verhalten der Familie zu wahren. Diese Szene ist überaus entscheidend für den weiteren Verlauf des Dramas, da hier der Spannungsbogen erzeugt wird. Wir fragen uns, wer Emilia ist und was sie tut. Ihr bisheriges nur indirektes Auftreten in dem Drama bewirkt, dass wir uns Fragen zu ihrem Charakter stellen. Wir erfahren bisher nur, dass Emilia alleine in die Messe ging. Später stellt sich heraus, dass sie dort dem Prinzen Hettore Gonzaga begegnete. Dies wird ein Nachspiel für sie haben und schlussendlich zu ihrem Tod führen. Das Drama spielt in der Zeit der Aufklärung. Lessing verdeutlicht die Problematik der Gesellschaft anhand des Schicksals von Emilia. Sie steht für die Rolle der Frauen, in der sie keine eigenen Entscheidungen über ihr Leben treffen darf. Ihr Vater Odoardo steht für die dominante Männerwelt.

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