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Faust - Gelehrtentragödie

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Figuren, Charakterisierungen, Menschenbilder, Rahmenwette. Prolog, Existenzkrise und Seelenkonflikt, Pakt und Wette Mephisto Faust

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Zusammenfassung - Faust: Gelehrtentragödie Allgemeine Informationen Titel: Faust I "Faust - Der Tragödie erster Teil Verfasser: Johann Wolfang von Goethe Entstehungszeitraum: Ende des 18. Jahrhunderts innerhalb von rund 60 Jahren Erstveröffentlichung: 1808 Uraufführung: 19. Januar 1829 im Hoftheater Braunschweig Setting: Deutschland um 1500 (Ganzheitssehnsucht und Magie -> Mittelalter) Dramenart: offene Tragödie (keine Aufteilung in Akte, offenes Ende) Thema: Frage nach der Bestimmung des modernen Menschen und nach dem Sinn des Lebens, Suche nach überirdischer Erkenntnis und ganzheitlicher Erfahrung, Streben des Einzelnen, Möglichkeiten und Grenzen des Verständnisses der Welt, Selbstgefühl und Verantwortung, Pakt mit dem Teufel Epochen: (Weimarer) Klassik (-> klassisches Menschenbild, Unzufriedenheit, Lebenskrise, Gleichgewicht zwischen Verstand und Gefühl) Sturm und Drang (-> Grenzen überschreitend/ Regeln brechend, gottgleiches Genie, unbändiger Wissensdrang, Suche nach der Erkenntnis, hoher Stellenwert starker Gefühle und Leidenschaft, Natur) Romantik (-> Sehnsucht, Liebe, Natur, Magie, Religion, Teufel, schwarze Magie) Figuren und Charakterisierungen Faust Gelehrt Jura, Medizin, Thec Philosophie ➤ Wandlung vom Gelehrten zum Genuss-Strebenden im Verlauf der Tragödie • Eigene Weltanschauung und nicht gottgläubig • ▸ Will erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält (V382 f.) . Streben nach Glück/ Genuss Gier nach Erkenntnis und Lust • Emotional unausgeglichen, sprunghaft, wechselnde Stimmungen • Gefangen zwischen Verzweiflung und Neuanfang ➤ Deprimiert und lebensmüde (schließt Pakt mit dem Teufel) • Ziel: Extreme menschliche Erfahrungsmöglichkeiten erleben, Sinn des Lebens finden Bibelübersetzung scheitert aufgrund unterschiedlicher/ gegenteiliger Weltanschauung Unglücklich: kennt die wahren Dinge des...

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Lebens nicht Viel studiert und trotzdem nicht schlauer Mephisto • scheinbare Unterwürfigkeit vor dem Herrn > Erfüllungshilfe/ Werkzeug Gottes (V340 ff.) und soll Menschen antreiben scharfer Kritiker der göttlichen Schöpfung ➤ Gott würde sich nicht um Schöpfung kümmern, sei Schuld an Missständen, habe keinen Humor (völlige Selbstüberschätzung) • gewitzt, intelligent, hinterlistig, sinnesfreudig, ironisch, spöttisch • von sich überzeugt/ überheblich, egoistisch manipulativ, dominant, zerstörerische Ziele • Geht Wette/ Pakt mit Faust ein Tut alles, um Fust vom rechten Weg abzubringen (macht ihn jünger, verhilft zu Affäre mit Gretchen) Herr Menschbilder Prolog im Himmel (Gärtner- und Tiermetaphorik) Lobpreisung der Schöpfung durch 3 Erzengel Vertrauen in eigene Schöpfung, sieht Mephisto als förderlich für Streben der Menschen, da Menschen zeitweilig faul werden können Mephisto - negatives Menschenbild "Tierischer als jedes Tier" (V285 ff.); "Gesinde" (V274) Triebgesteuert und abwertend "Der kleine Gott der Welt bleibt stets vom gleichen Schlag" (V281) Keine Entwicklungen/ Veränderungen > Menschen können die Gabe der Vernunft nicht anwenden, sind überfordert (keine Reifung) "Langbeinige Zikaden" (V288 f.) ➤ Immer gleich-bleibendes Verhalten Plage/ Qualen der Menschen (V280/ 296 ff.) Das Leben ist schlecht, beklagenswert Permanente Wiederkehr des ewigen/ sinnlosen Gleichen Tier-Instinkt; Mensch-Vernunft Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Tier in Faust - Gelehrtenstube: Denken und handeln wie Menschen. - Auerbachs Keller: Menschen verhalten sich zunehmend wie Tiere - Hexenküche: Tiere verhalten sich wie Menschen ► Setzt diese jedoch nicht ein/ missbraucht sie ➤ Mensch kann mit der Schöpfung nicht umgehen ➤ Tiermetaphorik • Versuche der Verführung (Mephisto versucht Faust ein glückliches Leben zu zeigen) Tiermetaphorik Auerbachs Keller • zeigt das tierische an der Reaktion der Gesellen auf das Verhalten Mephistos • Wut/ Aggression -> Handeln ohne Verstand • Zeigt zudem Faust, wie ein sorgloses, lustiges und unbeschwertes Leben aussehen kann ● Der Mensch hat ein freudloses, beklagenswertes Leben, da er seine Vernunft nicht einsetzt, sich tierisch verhält und deshalb immer noch von seinem Instinkt geleitet wird (Reduzierung auf Triebe). Die menschliche Existenz hat keinen Sinn/ Fortschritt. Er glaubt an das Menschenbild der Verführung. Rahmenwette Herr und Mephisto (Prolog im Himmel) • Wette über die tatsächliche Natur des Menschen Prüfstein der Menschenbilder • Verführung Fausts (Menschen) durch Mephisto ▸ Mephisto wettet, Faust vom rechten Weg (Gottes) abbringen zu können ➤ Faust als Repräsentant des Menschengeschlechts Gott geht nicht weiter auf die Wette ein, lässt Mephisto jedoch gewähren Siegessicher, da Mephisto selbst ein Teil der göttlichen Schöpfung ist Mephisto Will das Menschenbild der Verführung anhand Faust beweisen ➤ Er meint, Faust auf seine Seite ziehen zu können > Der Mensch liebt den Genuss und die Faulheit Prolog --> Akt der Entlassung aus der Vormundschaft des Herrn ➤ Faust als exemplarischer Fall moderner Individualität (sich selbst auf die Suche nach der Bestimmung des Menschen machend) • Mangelhafte Schöpfung Das Leben auf der Erde ist schlecht, beklagenswert,... ● • Unzufrieden mit seinem Leben, freudlos, verzweifelt Fausts Existenzkrise und Seelenkonflikt (Probleme mit der Umwelt und sich selbst) - V355-417 Sehr viel studiert, jedoch nicht schlauer Gelehrter Mann, der um sein Wissen nicht glücklich ist Begrenztheit des irdischen Wissens deprimiert Faust Herr - idealistisches Menschenbild "Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst." (V328 f.) > Mensch ist von Natur aus gut > Entwickelt sich intuitiv zum Guten > Selbstständig und selbst-reflektierend (Vernunft) "Es irrt der Mensch so lang er strebt" (V317f) ➤ Entwicklungsfähig trotz seiner Fehler (V308 ff.) > Mit Hilfe von Gott und Glaube formbar "mein Knecht" (V299) ➤ Menschen/ Faust als Diener des Herrn Gärtnermetaphorik (V310 f.) . Gott ist Gärtner Menschen sind Bäume/ Pflanzen • Baum/ Mensch wird gepflegt, wächst, wird größer, stabiler und kräftiger ▸ Mensch fähig zu positiver Entwicklung • blüht auf mit der Hilfe des Gärtners/ Gottes Geistiger Reifungsprozess der menschlichen Erkenntnis. Der Mensch ist entwicklungsfähig (Zielgerichtetheit), vernunftgesteuert und gut. • Beschwörung des Erdgeists > Solange sich der Mensch weiter entwickeln will und Ziele hat, kann/ darf er auch Fehler machen > Streben Fausts als Beweis für die höhere Bestimmung des Menschen, auch wenn das verlangen der Menschen auf der Erde nicht stillbar ist Eingeschränktes Wissen durch Bücher ist nicht ausreichend (V420 f.) > Suche nach dem Urprinzip als Streben nach göttlicher Erleuchtung ▪"Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält" (V382f.) Pakt und Wette zwischen Faust und Mephisto Pakt Der Mensch ist zum Guten bestimmt Herr Möchte beweisen, dass der Mensch eine gute philosophische Grundbestimmung hat ➤ "Es möchte kein Hund so länger leben" (V370 ff.) --> frustrierend und drastisch ausgedrückt, negativer Rückblick auf bisheriges Leben • Ergibt sich der Magie (V377 ff.) • Qualität seiner Schöpfung > Sucht mehr Wissen, Erleuchtung, Weisheit ▸ Will damit seine Qualen loswerden (V387) • Sehnsucht nach Freiheit und lebendiger Natur (V392 ff., V400)) • Will aus seinem "Kerker" raus, fühlt sich dort eingesperrt (V398 ff.) --> Kontrast zu seiner Sehnsucht nach Natur Existenzkrise (Zwei-Seelen-Problematik) • Unstillbare weltliche Gier nach Wissen und absoluter Erkenntnis (Ganzheitssehnsucht und existenzielle Gewissheit) "Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust" (V1112) Zerrissenheit zwischen Großmächten seiner inneren Welt (Begrenzung und Entgrenzung) • Metaphysische Sehnsucht (Suche nach Zusammenhänge des Seins) Keine irdischen Interessen mehr (V302) Alle weltlichen Möglichkeiten, gottähnlich zu werden, befriedigen Faust nicht Kann vollkommene Zufriedenheit niemals erreichen • Faust soll nach seinem Tod Mephisto in der Hölle dienen > Knecht Mephistos im Jenseits > "wenn sie sich drüben wiederfinden" (V1658) Faust ist sein Schicksal im Jenseits egal. Faust: Prüfstein für das Wesen der Schöpfung Antwort von vorneherein eindeutig: Mephisto als destruktives Element nur Teil der Schöpfung und nicht Gottes Gegenspieler > Er weiß, trotz seinen Trieben und obwohl er die meiste Zeit des Lebens irrt, was gut/ böse ist und wird sich letztendlich für das Gute entscheiden (selbstständig) ➤ Eigenständige Suche nach der Bestimmung des Menschen • Er will zeigen, dass Mephisto es nicht schaffen wird, Faust vom "richtigen" Weg abzuleiten. ▸ Menschen finden immer den Weg zu ihm zurück Entgrenzungsversuche (Wissenszuwachs/Erkenntnisgewinn) • Zeichen des Makrokosmos (Ganzheit des Universums) ➤ Mensch als Mikrokosmus ist Teil des Ganzen und Abbild des Universums > Unfehlbarkeit seiner Schöpfung beweisen Sieg gegen Teufel Mephisto und das Böse Will Gewissheit durch praktische Erfahrungen und Magie (nicht Theorie) • Permanentes Spannungsverhältnis von sinnlicher Befriedigung und dem Streben nach gottgleicher Existenz Unwiderrufliche Widersprüchlichkeit > Erkennt, dass die Erkenntnis, die er sucht, bereits in ihm selbst vorhanden ist ► scheitert am Fehlen eines unmittelbaren Lebenszugangs (kein Erkenntnisgewinn durch ein einfaches Zeichen) ➤ Scheitert, da er nicht die Voraussetzungen/ Fähigkeit hat, das "Ganze" zu begreifen (nicht in der Lage, das ihm bereits vorhandene Wissen freizulegen und zu nutzen) Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Tier ➤ Denkt erst, er sei dem Geist ebenbürtig ▸ scheitert weil Faust der Welt der Magie nicht gewachsen ist (Erdgeist verspottet ihn und verschwindet vor Konfrontation) • Mephisto möchte Faust durchs Leben begleiten und ihn zu sich in die Hölle führen Geselle, Diener und Knecht Fausts im Diesseits ▸ Will Faust seine Fähigkeiten zeigen und Fausts Klagen ein Ende bereiten 3) Rettung Selbstmordversuch (Gift) > scheitert an der nostalgischen Erinnerung an das Offenbarungs-/Erlösungsversprechen früherer Religiosität; Erinnerung an seine Kindheit durch Osterglocken ➤ Gefühle beeinflussen sein Handeln mehr über ihn ► Temporal: Wenn --> Fazit: Faust ist nicht in der Lage/ hat nicht die nötigen Voraussetzungen die menschliche Existenz zu begreifen und mit seinem eigenen Wissen zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält --> Kernproblem Fausts ist unlösbar (->Mephisto hat hier die Chance einzugreifen und seine Unzufriedenheit auszunutzen) Thesen und deren Begründung bezüglich des Pakts und der Wette 1) Scheitern bzw. Ausgang des Pakts ist schon vorbestimmt er in der Der vollkommene Augenblick Es gibt nicht den "einen", sondern oft mehrere (Steigerungen) Wette • Wenn Mephisto es schafft, dass Faust auch nur für einen Moment wunschlos glücklich ist (besonderer Moment der Lebenserfüllung), gewinnt er und bekommt Fausts Seele nach seinem Tod • Wenn Faust aufhört zu streben und sich der Selbstzufriedenheit hingibt (-> wodurch der Sinn seiner Existenz verfehlt wird), verliert Faust die Wette und soll gleich sterben ➤ Faust ist sich sicher, dass er die Wette gewinnt, da er überzeugt ist, dass er nie aufhören wird zu streben Paradox: Mephistos Aufgabe ist es, die Menschen anzutreiben ➤ Faust zweifelt an Mephistos Macht Ungewissheit, da es immer eine Steigerung geben könnte --> Mephistopheles reduziert Menschen im Allgemeinen und damit auch Faust auf die Sinnesebene und setzt dort seinen Schwerpunkt als Wettstrategie --> Vereinseitigung führt zum Überdruss, Faust wettet auf seine beständige Unzufriedenheit Individuell und unterschiedlich --> Pakt mit Blut auf Papier besiegelt --> Ende dieser Abmachung ist einerseits der Tod Fausts, andererseits die Ewigkeit, da er auch nach seinem Tod Mephisto in der Hölle dient Merkt man immer erst rückblickend, sollte aber im Moment denken ➤ Wette nur Zusatzbestimmung und zeitliche Begrenzung bis zum Tod (wann deren Dienstbarkeit sich vertauscht) Endgültige Verfallenheit an die Hölle bereits klar --> Fausts Rettung unmöglich Pakt mit Mephisto obwohl er ihm nichts geben kann 2) Sinnlosigkeit des Paktes: Faust macht ➤ Nihilistisches Weltbild (alles ist schlecht, Sinnlosigkeit alles Seins) ► Faust setzt somit das Leben in der Hölle mit dem im Diesseits fast gleich (nihilistische Entwertung der Hölle) "Faust sucht im Sinnenleben nicht Erfüllung, sondern Betäubung." Fausts konditional oder temporal? Konditional: Falls Faust gar nicht in die Hölle kommt, sondern in den Himmel, hat Mephisto kein Verfügungsrecht Hölle ist, muss er Mephisto dienen (klar, dass er in die Hölle kommt)

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 Zusammenfassung - Faust: Gelehrtentragödie
Allgemeine Informationen
Titel: Faust I "Faust - Der Tragödie erster Teil
Verfasser: Johann Wolf

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Figuren, Charakterisierungen, Menschenbilder, Rahmenwette. Prolog, Existenzkrise und Seelenkonflikt, Pakt und Wette Mephisto Faust

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Das Leben ist schlecht, beklagenswert Permanente Wiederkehr des ewigen/ sinnlosen Gleichen Tier-Instinkt; Mensch-Vernunft Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Tier in Faust - Gelehrtenstube: Denken und handeln wie Menschen. - Auerbachs Keller: Menschen verhalten sich zunehmend wie Tiere - Hexenküche: Tiere verhalten sich wie Menschen ► Setzt diese jedoch nicht ein/ missbraucht sie ➤ Mensch kann mit der Schöpfung nicht umgehen ➤ Tiermetaphorik • Versuche der Verführung (Mephisto versucht Faust ein glückliches Leben zu zeigen) Tiermetaphorik Auerbachs Keller • zeigt das tierische an der Reaktion der Gesellen auf das Verhalten Mephistos • Wut/ Aggression -> Handeln ohne Verstand • Zeigt zudem Faust, wie ein sorgloses, lustiges und unbeschwertes Leben aussehen kann ● Der Mensch hat ein freudloses, beklagenswertes Leben, da er seine Vernunft nicht einsetzt, sich tierisch verhält und deshalb immer noch von seinem Instinkt geleitet wird (Reduzierung auf Triebe). Die menschliche Existenz hat keinen Sinn/ Fortschritt. Er glaubt an das Menschenbild der Verführung. Rahmenwette Herr und Mephisto (Prolog im Himmel) • Wette über die tatsächliche Natur des Menschen Prüfstein der Menschenbilder • Verführung Fausts (Menschen) durch Mephisto ▸ Mephisto wettet, Faust vom rechten Weg (Gottes) abbringen zu können ➤ Faust als Repräsentant des Menschengeschlechts Gott geht nicht weiter auf die Wette ein, lässt Mephisto jedoch gewähren Siegessicher, da Mephisto selbst ein Teil der göttlichen Schöpfung ist Mephisto Will das Menschenbild der Verführung anhand Faust beweisen ➤ Er meint, Faust auf seine Seite ziehen zu können > Der Mensch liebt den Genuss und die Faulheit Prolog --> Akt der Entlassung aus der Vormundschaft des Herrn ➤ Faust als exemplarischer Fall moderner Individualität (sich selbst auf die Suche nach der Bestimmung des Menschen machend) • Mangelhafte Schöpfung Das Leben auf der Erde ist schlecht, beklagenswert,... ● • Unzufrieden mit seinem Leben, freudlos, verzweifelt Fausts Existenzkrise und Seelenkonflikt (Probleme mit der Umwelt und sich selbst) - V355-417 Sehr viel studiert, jedoch nicht schlauer Gelehrter Mann, der um sein Wissen nicht glücklich ist Begrenztheit des irdischen Wissens deprimiert Faust Herr - idealistisches Menschenbild "Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst." (V328 f.) > Mensch ist von Natur aus gut > Entwickelt sich intuitiv zum Guten > Selbstständig und selbst-reflektierend (Vernunft) "Es irrt der Mensch so lang er strebt" (V317f) ➤ Entwicklungsfähig trotz seiner Fehler (V308 ff.) > Mit Hilfe von Gott und Glaube formbar "mein Knecht" (V299) ➤ Menschen/ Faust als Diener des Herrn Gärtnermetaphorik (V310 f.) . Gott ist Gärtner Menschen sind Bäume/ Pflanzen • Baum/ Mensch wird gepflegt, wächst, wird größer, stabiler und kräftiger ▸ Mensch fähig zu positiver Entwicklung • blüht auf mit der Hilfe des Gärtners/ Gottes Geistiger Reifungsprozess der menschlichen Erkenntnis. Der Mensch ist entwicklungsfähig (Zielgerichtetheit), vernunftgesteuert und gut. • Beschwörung des Erdgeists > Solange sich der Mensch weiter entwickeln will und Ziele hat, kann/ darf er auch Fehler machen > Streben Fausts als Beweis für die höhere Bestimmung des Menschen, auch wenn das verlangen der Menschen auf der Erde nicht stillbar ist Eingeschränktes Wissen durch Bücher ist nicht ausreichend (V420 f.) > Suche nach dem Urprinzip als Streben nach göttlicher Erleuchtung ▪"Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält" (V382f.) Pakt und Wette zwischen Faust und Mephisto Pakt Der Mensch ist zum Guten bestimmt Herr Möchte beweisen, dass der Mensch eine gute philosophische Grundbestimmung hat ➤ "Es möchte kein Hund so länger leben" (V370 ff.) --> frustrierend und drastisch ausgedrückt, negativer Rückblick auf bisheriges Leben • Ergibt sich der Magie (V377 ff.) • Qualität seiner Schöpfung > Sucht mehr Wissen, Erleuchtung, Weisheit ▸ Will damit seine Qualen loswerden (V387) • Sehnsucht nach Freiheit und lebendiger Natur (V392 ff., V400)) • Will aus seinem "Kerker" raus, fühlt sich dort eingesperrt (V398 ff.) --> Kontrast zu seiner Sehnsucht nach Natur Existenzkrise (Zwei-Seelen-Problematik) • Unstillbare weltliche Gier nach Wissen und absoluter Erkenntnis (Ganzheitssehnsucht und existenzielle Gewissheit) "Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust" (V1112) Zerrissenheit zwischen Großmächten seiner inneren Welt (Begrenzung und Entgrenzung) • Metaphysische Sehnsucht (Suche nach Zusammenhänge des Seins) Keine irdischen Interessen mehr (V302) Alle weltlichen Möglichkeiten, gottähnlich zu werden, befriedigen Faust nicht Kann vollkommene Zufriedenheit niemals erreichen • Faust soll nach seinem Tod Mephisto in der Hölle dienen > Knecht Mephistos im Jenseits > "wenn sie sich drüben wiederfinden" (V1658) Faust ist sein Schicksal im Jenseits egal. Faust: Prüfstein für das Wesen der Schöpfung Antwort von vorneherein eindeutig: Mephisto als destruktives Element nur Teil der Schöpfung und nicht Gottes Gegenspieler > Er weiß, trotz seinen Trieben und obwohl er die meiste Zeit des Lebens irrt, was gut/ böse ist und wird sich letztendlich für das Gute entscheiden (selbstständig) ➤ Eigenständige Suche nach der Bestimmung des Menschen • Er will zeigen, dass Mephisto es nicht schaffen wird, Faust vom "richtigen" Weg abzuleiten. ▸ Menschen finden immer den Weg zu ihm zurück Entgrenzungsversuche (Wissenszuwachs/Erkenntnisgewinn) • Zeichen des Makrokosmos (Ganzheit des Universums) ➤ Mensch als Mikrokosmus ist Teil des Ganzen und Abbild des Universums > Unfehlbarkeit seiner Schöpfung beweisen Sieg gegen Teufel Mephisto und das Böse Will Gewissheit durch praktische Erfahrungen und Magie (nicht Theorie) • Permanentes Spannungsverhältnis von sinnlicher Befriedigung und dem Streben nach gottgleicher Existenz Unwiderrufliche Widersprüchlichkeit > Erkennt, dass die Erkenntnis, die er sucht, bereits in ihm selbst vorhanden ist ► scheitert am Fehlen eines unmittelbaren Lebenszugangs (kein Erkenntnisgewinn durch ein einfaches Zeichen) ➤ Scheitert, da er nicht die Voraussetzungen/ Fähigkeit hat, das "Ganze" zu begreifen (nicht in der Lage, das ihm bereits vorhandene Wissen freizulegen und zu nutzen) Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Tier ➤ Denkt erst, er sei dem Geist ebenbürtig ▸ scheitert weil Faust der Welt der Magie nicht gewachsen ist (Erdgeist verspottet ihn und verschwindet vor Konfrontation) • Mephisto möchte Faust durchs Leben begleiten und ihn zu sich in die Hölle führen Geselle, Diener und Knecht Fausts im Diesseits ▸ Will Faust seine Fähigkeiten zeigen und Fausts Klagen ein Ende bereiten 3) Rettung Selbstmordversuch (Gift) > scheitert an der nostalgischen Erinnerung an das Offenbarungs-/Erlösungsversprechen früherer Religiosität; Erinnerung an seine Kindheit durch Osterglocken ➤ Gefühle beeinflussen sein Handeln mehr über ihn ► Temporal: Wenn --> Fazit: Faust ist nicht in der Lage/ hat nicht die nötigen Voraussetzungen die menschliche Existenz zu begreifen und mit seinem eigenen Wissen zu erfahren, was die Welt im Innersten zusammenhält --> Kernproblem Fausts ist unlösbar (->Mephisto hat hier die Chance einzugreifen und seine Unzufriedenheit auszunutzen) Thesen und deren Begründung bezüglich des Pakts und der Wette 1) Scheitern bzw. 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