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Gedichtsinterpretation - Es ist alles eitel

Gedichtsinterpretation - Es ist alles eitel

 Es ist alles Eitel, Andreas Gryphius (1616-1664) - Gedichtsinterpretation
In dem Gedicht „Es ist alles Eitel" von Andreas Gryphius verdeutl

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Emilie

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Es ist alles Eitel, Andreas Gryphius (1616-1664) - Gedichtsinterpretation In dem Gedicht „Es ist alles Eitel" von Andreas Gryphius verdeutlicht der Dichter das Barrock-Motiv der „Vergänglichkeit“. Das Gedicht wurde 1663, ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Andreas Gryphius ist 1616 geboren und 1664 gestorben, lebte also in der Barrockzeit. In dem Sonett handelt es von der Vergänglichkeit des Lebens, des menschlichen Da-seins und das der Mensch nichts dagegen tun kann, verbunden mit der Todesgewissheit und der Hilflosigkeit. Verbunden mit der derzeitigen Epoche geht es in dem Gedicht viel um Zerstörung durch den 30-jährigen Krieg. Der Titel „Es ist alles eitel" bezieht sich auf den Ersten Vers im Gedicht, wo sofort Eitelkeit aufgeriffen wird. In dem Gedicht gibt es kein lyrisches Ich. Die Erzählperspektive ist auktorial. Das Gedicht hat vier Strophen. Davon haben die erste und die zweite Strophe je vier Verse und die dritte und die letzte Strophe je drei Verse. Diese, für den Barrock typische Art von Gedicht nennt man Sonett. In Strophe eins und zwei gibt es je einen umarmenden Reim, also abbaabba. In Strophe drei, sowie in Strophe vier gibt es je einen Paarreim und eine Waise, wobei sich die beiden Waisen miteinander verbinden, also ccdeed. Solche Reime nennt man auch Streifreim. Es handelt sich um einen 6-hebigen Jambus. In den a-Versen handelt...

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es sich um eine weibliche Kadenz, in den b-Versen um eine männliche Kadenz, also wmmwwmmw. Strophe drei und vier sind ebenfalls 6-hebige Jamben, jedoch im Wechsel einer weiblichen und männlichen Kadenz, also mwmmwm. In Strophe eins wird, passend zum Titel, zuerst die Eitelkeit erwähnt. Der Erzähler ist der Meinung, dass jeder Mensch eitel ist (vgl. Z. 1 „nur Eitelkeit auf Erden"). Es gibt eine Wiederholung von „du siehst" (Z.1), welche diese Denkens Weise verstärkt. In den folgenden zwei Versen spricht der Erzähler sofort von der Vergänglichkeit, einem klassischen Barrock-Motiv. Dieses Motiv verdeutlicht der Dichter durch den Gebrauch von Antithesen, wie „was dieser heute baut, reißt jener morgen ab“ (Z.2). Der Erzähler spricht immer davon, was jetzt ist (vgl Z. 2 „heute“, Z. 3 „itzund“) und wie es in Zukunft sein wird (vgl. Z. 2 „morgen“). Er erzählt, dass „auf den Städten, die eine Wiese sein werden, ein Schäferskind mit den Herden spielen wird" (vgl. Z.3f). Diese Aussage ist sehr friedlich und deutet auf eine Art letzte Hoffnung nach Ende des Krieges hin. In Strophe zwei bringt der Dichter weiterhin durch den Gebrauch von Antithesen (Z. 5 ,,itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden"), das Motiv der Vergänglichkeit in den Mittelpunkt. Der Erzähler spricht von kommender Zerstörung, in jeglichen Bereichen, wie Städten (vgl. Z. 3), Blumenwiesen (vgl. Z. 5 „prächtig blüht“) und Fabrikarbeiten (vgl. Z. 6 „pocht und trotzt"). Zudem beginnen die ersten beiden Zeilen in Strophe zwei beide mit „Was itz", es liegt also eine Anapher vor. Durch den regelmäßigen Gebrauch von „itz“ und „itzund" sorgt der Dichter für eine Akkumulation in den beiden ersten Strophen - ein Wortfeld rund um die Zerstörung, welche gut möglich auf den Krieg bezogen ist. Diese starken Kontraste verdeutlichen sehr genau die Hoffnungslosigkeit zur Zeit des Barrocks. Die Aussage in Zeile 7 „nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein" verdeutlicht das Motiv der Vergänglichkeit. Erz und Mamorstein sind als sehr stabil und unkaputtbar bekannt, jedoch werden auch diese irgendwann zerstört werden. Eine erneute Antithese in Zeile 8, verbunden mit den Personifikationen „das Glück lacht“ (vgl. Z. 8) und „die Beschwerden donnern" (vgl Z. 8) verdeutlicht erneut den starken Kontrast zwischen Gegenwart und Zukunft. In Strophe drei spricht der Erzähler davon, wie alles vergeht, ohne dass der Mensch, es aufhalten kann. Der ganze Ruhm durch gute Taten, vergeht so, als wäre es nur ein Traum gewesen (vgl. Z. 9). Eine rhetorische Frage in Zeile 10 mit der Metapher ,,das Spiel der Zeit" verdeutlicht die Intension dieser Strophe. Der Mensch lebt auf Zeit und diese Zeit läuft wie in einem Spiel ab, ohne dass der Mensch es verhindern kann (vgl. Z. 10). Die Interjektion „Ach“ (Z.11) zeigt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit des Erzählers. Eine indirekte Frage, in Zeile 11 „was ist all dies“, lässt ihn über den Sinn des menschlichen Da-seins nachdenken. In Strophe vier führt der Erzähler seine Gedanken über den Sinn des menschlichen Da-seins fort. Diese beiden Strophen sind durch ein Komma miteinander verbunden. Es gibt eine Anapher („Als“ (Z. !2 und 13)). Der Erzähler stellt den Mensch minderwertig und nutzlos da (vgl. Z. 12 „Nichtigkeit, Schatten, Staub und Wind“), von dem keine Spur mehr übrig bleibt, weil er eben bedeutungslos ist (vgl. Z. 13 „Wiesenblum, die man nicht wiederfind`t"). Der letzte Vers bildet ein Fazit zum ersten Vers der ersten Strophe. Durch das Verwenden einer Inversion, lässt der dichter den Satz besonders auffallen. Kein Mensch möchte betrachten, was wirklich wirklich ewig ist, sondern hält sich nur an den zuvor genannten materiellen Sachen fest. Insgesamt war wohl die Intension des Dichters, die Vergänglichkeit, anhand der mit der Zeit folgenden Zerstörung, gegen die der Mensch hilflos ist, darzustellen. Dies kann man auch mit meinen ersten Interpretationsansatz in der Einleitung gleichstellen.

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