Grundlagen zu "Menschliches Elend"
Stell dir vor, du schreibst ein Gedicht darüber, wie vergänglich das Leben ist - genau das hat Andreas Gryphius 1663 getan. Sein Sonett gehört zum Barock und behandelt das typische Thema der Vanitas (Vergänglichkeit).
Das Gedicht folgt dem klassischen Sonett-Aufbau: 14 Verse in 4 Strophen. Die ersten beiden Quartette haben einen umarmenden Reim, die letzten beiden Terzette einen Schweifreim. Als Alexandriner (sechshebiger Jambus) klingt es sehr rhythmisch und feierlich.
Gryphius stellt direkt am Anfang die existenzielle Frage: "Was sind wir Menschen doch?" Damit verunsichert er bewusst den Leser und macht klar: Hier geht's um die großen Lebensfragen, die jeden beschäftigen.
Merktipp: Ein Sonett erkennst du immer an 14 Versen und der 4-3-3-4 oder 4-4-3-3 Strophenaufteilung!






