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Lernzettel Klausur Deutsch Q11.2

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 Klausur Deutsch 11/2
Die Epoche der Romantik (1795-1835)
Sehnsucht nach Natur, Ferne, Entgrenzung, Fluchtmotiv
Einsamkeit, unerfüllbare Wün

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Hanna

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- Romantik - Novalis - Der Sandmann, E.T.A. Hoffmann - Nathanael vs. Clara - Lorelei - Heinrich von Kleist - Das Erdbeben von Chili - Aspekte der erzählerischen Gestaltung

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Klausur Deutsch 11/2 Die Epoche der Romantik (1795-1835) Sehnsucht nach Natur, Ferne, Entgrenzung, Fluchtmotiv Einsamkeit, unerfüllbare Wünsche, Blick in die Ferne Wandermotiv, Fenstermotiv, Nacht, Augenmotiv (siehe: „Der Sandmann") Volksliedton, Märchen Joseph von Eichendorff, E.T.A. Hoffmann, ... Bedürfnis nach Ausgleich, Harmonie und Verbundenheit zwischen der himmlischen Sphäre (ferne, heimliche Welt) und der irdischen Welt (Naturerscheinungen) Blaue Blume: Symbol für die Sehnsucht nach einer unerreichbaren Ferne, Sinnbild für Schönheit und Harmonie Künstler und seine Gefährdung Erstmals aktivere Rolle der Frauen im Kulturellen Leben Phasen und Zentren der Romantik Frühromantik (Schlegel, Novalis, Tieck) → stark philosophisch geprägt, Aufbruchsstimmung durch frz. Revolution, Begeisterung für Mittelalter Heidelberger Romantik / Hochromantik (Brentano, Grimm) → Volkspoesie, Interesse an nationaler Vergangenheit, patriotische Töne Spätromantik (Eichendorff, Hoffmann) → Sehnsucht nach Entgrenzung des eigenen Ichs (Wandern, Reisen, Fenster, zweites Augenpaar), Philosophie (absolute Autonomie des Ichs) Gesellschaftlicher Hintergrund der Romantik Zunächst: Anknüpfung an die Klassik (Ablehnung der Frz. Revolution) → später zunehmende Abgrenzung (Selbstverwirklichung außerhalb der Gesellschaft, der empfindsame Mensch im Mittelpunkt, Begeisterung für das christliche Mittelalter) Krisenhafte Zeit (Unruhen, Terror im Zuge der Frz. Revolution) ,,Poetisierung der Welt" - Natur als „Spiegel der Seele" Aufgabe des Dichters: Poetisierung / Romantisierung der Welt Absolute Freiheit in der Gestaltung, Erweiterung des Realistischen bin zum Unaussprechlichen und Unendlichen → religiöse Züge der Literatur (Aufgabe der Religion: Synthese und Vermittlung) Natur =,,Seelenlandschaft" → Verbindung von Natur und Gefühlen steht im Vordergrund...

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der literarischen Werke, es lässt sich auch eine dämonisch-verführerische Seite der Natur erkennen Zentrales Motiv: Sehnsucht nach Einklang zwischen Mensch und Natur Deutlicher Kontrast zur Naturauffassung der Klassik (Natur = sinnvoll geordneter, hierarchischer Kosmos) und der Aufklärung (detailgetreue, emotionsfeindliche Erfassung) Unmögliches ist möglich Novalis (Friedrich von Hardenberg): Romantisierung ,,dem Gemeinen einen hohen Sinn“ geben, „dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen“, „dem Bekannten die Würde des Unbekannten", ,,dem Endlichen einen unendlichen Schein" = Romantisierung Romantische Poetik = auf angenehme Art zu entfremden, einen Gegenstand fremd und doch bekannt und anziehend zu machen Die romantische Kunsttheorie Progressive Universalpoesie: alle Gattungen umfassende Dichtkunst, die einem immer fortschreitenden Prozess unterworfen ist → Musikalität, Fragmentcharakter vieler Werke (Kehrseite des Progressiven) → Lebendigkeit der Poesie und Poetisierung des Lebens Aufgabe des Dichters: durch ,,Zauberworte" eine neue Welt jenseits der Realität zu schaffen → Erwecken neuer Stimmungen und Eindrücke beim Leser Absolute Autonomie der Künstler Dunkle, diffuse und rätselhafte Sprache → keine vollständige Beschreibung und Begreifung der Kunst möglich! ,,Das zweite Augenpaar" - Zentrale Ideen und Grundhaltung der Romantik Grundhaltung der Romantiker: vergleichbar mit einem Menschen, der aus einem Fenster hinaus in die Ferne schaut → einengendes, negatives Hier zählt nicht das Dort ist alles, dorthin möchte der Mensch ➜ Ziel: Hindurchsehen durch die vordergründige Wirklichkeit, auf die Wirklichkeit, die dahinter liegt Menschen, die dieses Hindurchsehen nicht schaffen und sich nur auf Arbeit und Beruf fokussieren nennen die Romantiker ,,Philister" oder ,,Bürger" Der Sandmann, E.T.A. Hoffmann Einstieg: Subjektivität durch Briefwechsel → Erinnerung an das traumatische Kindheitserlebnis rund um den Sandmann, das durch Coppelius hervorgerufen worden ist Alchemistenszene: Grenzen zwischen Realität und Fantasie sind fließend Distanz zwischen Erleben und Erzählen / Vergangenheit und Gegenwart wird aufgehoben → Wechsel ins Präsens Nathanael als ,,Geisterseher" Nathanaels Anfälle: Auslöser: O bedrohliche Personen (Coppelius, Coppola) Augenmotiv/Motiv des Sehens durch das Perspektiv → Schwierigkeit, Realität und Fantasie zu unterscheiden Spaltung seiner Weltsicht: Zuflucht → häusliche Geborgenheit durch Clara → Verdrängung → plötzliche Erinnerung an sein Kindheitstrauma Darstellung des Wahnsinns: Vergleich mit einem Tier, sinnlose und unzusammenhängende Ausrufe, Krampfanfälle, starrer Blick, ,,rasend", Gewaltausbruch Nathanaels Wahrnehmung ,,drohendes Geschick", das ihm bevorsteht ,,Dunkle Ahnung" Mensch als Marionette dunkler Mächte Ganzes Leben als Traum und Ahnung große Macht des Schicksals, dem der Mensch hilflos ausgeliefert ist Mystik: Glaube an „Teufel" und „graue Mächte" als tiefes Geheimnis Vorwurf an Clara: Mangel an Vorstellungskraft, Fantasie, Gefühl; Kein Verständnis wegen rationaler Denkweise Lesarten: Clara als Optimistin Nathanael als Vertreter der Romantik Claras Wahrnehmung Existenz einer feindlichen äußeren Macht wird bestritten ,,wunderliche Täuschungen" sind möglich, wenn man sie zulässt Dunkle Macht als Trugbild im Unterbewusstsein / als Projektion Rezept gegen Projektionen: ,,Sei heiter!" freudvolles Leben → Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins Vorwurf an Nathanael: Zu viel Fantasie, Aufregung Nathanaels ist eine Täuschung, psychische Erkrankung droht Nathanaels Entwicklungsstufen: Konfrontation mit traumatischen Ereignissen aus seiner Jugend Nathanael als Pessimist Clara als Vertreterin der Aufklärung Völlig subjektive Wahrnehmung in einem Teil seines Lebens → ,,negative Schicksalsmacht" Coppelius Subjektiv verzerrte Wahrnehmung in allen Bereichen (Einschränkung der Wahrnehmung durch das Perspektiv, narzisstischer Subjektivismus, Isolation Nathanaels, Clara als Automat im Dienste Coppelius / Olimpia als echten Menschen) Stufenweise Entwicklung zum Wahnsinn Kritik an einem überzogenen romantischen Verständnis vom Künstler Beeinflussung von einer äußeren dämonischen Macht + schrittweise Zerstörung Kultur und Wahnsinn Kulturelle Normen sind abhängig von der Gesellschaft → unterschiedliche Definition von abnormalem Verhalten Gemeinsame Grundlage: unvorhersagbares Verhalten, keine Kommunikation mit anderen Isolation verstärkt psychische Störungen Bürger und Familie im 19. Jahrhundert Vaterrolle: Nach innen Untertan, nach außen hin Hausherr / Familienoberhaupt, in der Familie wenig Präsenz Rollenverständnis: Männer nehmen Frauen nicht ernst (siehe Nathanael und Clara) Vermeidung von möglichen entstehenden Problemen → ängstliches Wegducken statt Einfordern von Zuwendung, kein offenes Ansprechen von Konfliktthemen Verleugnen der eigenen Bedürfnisse → Selbstzerstörung Kindheit 1 Erzählung vom grausamen Sandmann 2 Alchemistenszene: Misshandlung durch Coppelius. 3 4 5 6 Tod des Vaters Jugend wellerglashändler Coppola erinnerung an kindheitstrauma Briefwechsel mit Clara und Lothar: unterschieduche Sichtweisen. Streit zwischen Nathangel und dara bozw. Lothar 7 Faszination für ouimpia / Buck durch das perspektiv 8 Kampf zwischen Coppola und spalantani, zerstörung Olimpias 9 Erneuter Ausdruck des wahnsinns bei Nathanael: Selbstmord vorner: versuchter Mord an Clara Heinrich von Kleist - Das Erdbeben von Chili Schüchtern, einsilbig, finster Integriert sich nicht in die Gesellschaft Würdigung als Schriftsteller: Unzufriedenheit mit sich selbst, psychische Probleme? Sucht das Extreme ➜→ Misserfolge, fehlende Anerkennung als Schriftsteller ➜ Kommunikationsprobleme junger Erwachsener / Student einer der größten, kühnsten, hochgreifendsten Dichter deutscher Sprache" Ausnahmeerscheinung, fällt aus jeglicher herkömmlicher Ordnung Kleist bricht mit den Erwartungen seiner adeligen Familie → Rückzug in der Schweiz, fühlt sich unverstanden von der eigenen Familie Unzufriedenheit mit seinen Plänen und deren Umsetzung Lorelei: Kontrastierung von Gewalt und Idylle: Erdbeben, Naturgewalt, Menschliche Grausamkeit vs. Beschauliches Tal, glückliche Fügung des Schicksals Zuordnung zu einer bestimmten Epoche? Romantik: Idylle im Tal, Illusion einer friedlichen Gemeinschaft, Sehnsucht nach Liebe, Harmonie Klassik: Verhalten von Don Fernando und seiner Frau am Schluss → Überwindung der Trauer um den eigenen Sohn durch Aufnahme eines Weisenkinds → autonomes, sittliches Handeln (Pflicht/Neigung) Radikale Gesellschaftskritik → politisch orientierte Literatur Sagengestalt (1800) ➜ schöne Frau auf Felsen am Rhein, verführt Schiffer mit ihrem Gesang → kentern, ertrinken ,,Ley" = Felsen; ,,Loren" = Lauschen Heinrich Heine: ,,Ich weiß nicht was soll es bedeuten..." Romantische Motive: Natur, Lied, Märchenhafte Züge, Entgrenzungsmotiv, Emotionen (Melancholie, Sehnsucht, Liebe), Realitätsverlust Motive, die gegen die Romantik sprechen: Distanzierung des lyrischen Ichs (,,ich weiß nicht..."), unlogische Aussagen, Übertriebene Darstellung der Lorelei (,,golden") → Heinrich Heine als Vertreter der Spätromantik, der in seinen Werken mit den romantischen Ideen bricht / diese kritisch hinterfragt (ironischer Unterton) Aspekte der erzählerischen Gestaltung Erzählform: Ich-Form, anwesend, Teil der fiktiven Welt O Erlebendes Ich O Erzählendes Ich Er Form (→ Erzählsituation) Erzählsituation: Satzbau: Auktorial (allwissend) O Erzähler steht außerhalb/allenfalls am Rande der fiktionalen Welt O Umfassende Hintergrundkenntnisse, Überblick über den ganzen Geschehensablauf → Hintergründe, Zusammenhänge und Ausgang des Geschehens Gedanken/Gefühle aller Personen sind bekannt Erzähler kann eingreifen, rückblicken, vorausschauen, bewerten und kommentieren O O Personal O O O Neutral (unmittelbare Widergabe des Geschehens ohne Bindung an eine Person) Erzähler ist unmittelbar am Geschehen beteiligt Innensicht einer Person, inkl. Gedanken und Gefühle + unmittelbar erlebte Außenwelt Subjektive Wertung Darbietungsformen: Erzählbericht und Figurenrede Erzählerbericht (Zusammenfassung, oft auktorial) O Äußerungen in einem epischen Werk, die nicht zur Figurenrede gehören O Verlautbarungen, die nicht von einer Person gedacht, gesprochen oder geäußert werden Innerer Monolog 1. Person, oft nur Gedankenfetzen / Ellipsen Meist Indikativ Präsens O O Erlebte Rede O 3. Person, abstrahierender als innerer Monolog Meist Indikativ Präteritum Innensicht, kommentierende Einmischung möglich Direkte und indirekte Rede Szenische Dialogpassagen Zeitgestaltung: erzählte Zeit vs. Erzählzeit Figur spricht zu sich selbst → Gedankenwiedergabe Zeitdeckendszenische Darstellung Zeitraffend → häufigste Form der Zeitgestaltung Zeitdehnend → Zeitlupentechnik, Widergabe schnell ablaufender Bewusstseinsprozesse Hypotaktisch (Neben- und Hauptsätze) Parataktisch (Hauptsätze) Stilmittel Figur Akkumu- lation Allegorie Alliteration Anapher Antithese Chiasmus Enjambe- ment Personi- fizierung Parenthese Rhetori- sche Frage Erklärung Wörter, die zu einem Oberbegriff gehören, werden aneinander- gereiht. Satzreihe Ein Bild veranschaulicht einen Begriff oder eine Bild- oder Handlungsfolge einen abstrakten Zusam- menhang. Zwei oder mehrere Wör- ter in unmittelbarer Nähe beginnen mit demselben betonten Anlaut. Mehrere Verse, Satzteile oder Sätze fangen mit demselben Wort oder derselben Wortgruppe an. Gegensätzliche Begriffe oder Gedanken werden verbunden. Zwei Wörter oder Satz- glieder vertauschen ihre Stellung im Satz. Satz- und Versstruktur stimmen nicht überein. Eine Scheinfrage zielt nicht auf eine Antwort, sondern betont eine Aus- sage mit Nachdruck. Beispiel Erwarte, zögre, säume (V. 3101) Ein selbstständiger, von Gedankenstrichen, Klam- mern oder Kommas begrenzter Satz wird in einen anderen eingefügt. Zwei oder mehrere gleichwertige Sätze sind miteinander verknüpft. Schauspiel über die keusche Festung/Der Schönheit, wie sie vom Verlangen/Berennt wird" (V. 1080-85) Pflanzen, Tieren, Dingen oder abstrakten Begriffen werden menschliche Eigenschaften zugeschrie- ben. = Hypotake Licht und Leben (V. 569) Warum aus meinem süßen Wahn mich wek- ken? (V. 2090) Sie brauche die Gewalt, sie töte mich/Sie bringe ihrer Sicherheit das Opfer. (V. 962f.) Ich bin die Schwache, sie die Mächt'ge (V.961) Ihr Leben ist dein Tod! Ihr Tod dein Leben/ (V. 1294) Vom Schlummer jagt die Furcht mich auf, ich gehe/ Nachts um, wie ein gequälter Geist, erprobe/Des Schlosses Riegel und der Wächter Treu (V. 133-135) Ja, ich gesteh es unver- hohlen/Wenn es sein muss wenn ich's nicht ändern kann,/Dem Drin- gen meines Volkes nach- zugeben -/Und es wird stärker sein als ich, befürcht ich-/So kenn ich in Europa keinen Fürsten,/Dem ich mein höchstes Kleinod, meine Freiheit,/Mit minderm Widerwillen opfern würde. (V. 1197-1203) Frisch blutend steigt die längst vergebne Schuld/ Aus ihrem leicht bedeck- ten Grab empor! (V. 286f.) Denn geht Ihr nicht aus allen Leidensproben/Als eine Königin hervor? Raubt Euch/Des Kerkers Schmach von Eurem Schönheitsglanze? (V. 565-567) Sie hegte solche Träu- me,/Die hier lebendig eingemauert lebt,/Zu der kein Schall des Trostes, keine Stimme/Der Freundschaft aus der lie ben Heimat dringt./Die längst kein Menschenan gesicht mehr schaute/Als ihrer Kerkermeister finst re Stirn/Die erst seit 204 Anhang Ellipse Epipher Hendia- dyoin Hyperbel Inversion Klimax Metapher Neologis- mus Parallelis- mus Paradoxon Symbol Synek- doche Der Satz ist nicht voll- ständig. Vergleich Mehrere Verse, Satzteile oder Sätze hören mit demselben Wort oder derselben Wortgruppe auf. Zwei gleichwertige Wörter drücken einen Begriff aus. Übertreibung Wieder- holung Die übliche Wortfolge wird verändert. Eine Reihe von Wörtern oder Sätzen bringt eine Steigerung zum Ausdruck. Ein Wort wird aus seinem Bedeutungszusammen- hang in einen anderen übertragen. 206 Anhang Ein Wort wird neu gebildet. In aufeinanderfolgenden Sätzen sind die Satzglie- der in gleicher Weise angeordnet. Eine scheinbar widersin- nige Aussage erweist sich als sinnvoll. Gott! Welche Sprache, Sir, und welche Blicke! (V. 2534) Sir Mortimer, Ihr über- rascht mich nicht,/ Erschreckt mich nicht. (V. 585f.) durch Feld und Hain (V. 2135) Ich will dich retten, kost' es tausend Leben (V. 2546) Als mir der Säulen Pracht und Siegesbogen/Entge- genstieg (V. 426f.) O ratet mir! Helft mir!/ Reißt mich aus dieser Höllenangst des Zweifels. (V. 3336f.) - ich suche/In diesem Schiffbruch meines Glücks ein Brett/Zu fassen (V. 1805-07) Dem Mutvollstärksten (V. 1371) Was ist der Mensch! Was ist das Glück der Erde! (V. 1528) Synästhesie Unterschiedliche Sinnes- wahrnehmungen werden vermischt. Ich weiß nunmehr, dass Euer gutes Recht/An Eng- land Euer ganzes Unrecht ist (V. 530f.) Ein konkreter Gegen- stand verweist auf einen allgemeinen Sinnzusam- menhang. Ein engerer Begriff des- selben Bedeutungsfeldes ersetzt den weiteren. Zwei Vorstellungen aus unterschiedlichen Bedeu- tungszusammenhängen werden ausdrücklich durch ,,wie", ,,als ob" - zueinander in Beziehung gesetzt. Dasselbe Wort oder der- selbe Gedanke erscheint zweimal oder mehrfach hintereinander. kurzem einen neuen Wächter/Erhielt in Eurem rauen Anverwandten (V. 117-124) Und wie mein Ahnherr Richmond die zwei Rosen/Zusammenband nach blut'gem Streit (V. 836f.) laute Tränen (Szenenan- weisung zu Beginn des 4. Auftritts im 5.Aufzug) In meinem Haupt ist mein Monarch erletzt (V. 2681) Mich selbst/Hast du umstrahlt wie eine Lich- terscheinung (V. 2038f.) Du selbst musst richten, du allein. (V. 1340)

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Hoffmann Einstieg: Subjektivität durch Briefwechsel → Erinnerung an das traumatische Kindheitserlebnis rund um den Sandmann, das durch Coppelius hervorgerufen worden ist Alchemistenszene: Grenzen zwischen Realität und Fantasie sind fließend Distanz zwischen Erleben und Erzählen / Vergangenheit und Gegenwart wird aufgehoben → Wechsel ins Präsens Nathanael als ,,Geisterseher" Nathanaels Anfälle: Auslöser: O bedrohliche Personen (Coppelius, Coppola) Augenmotiv/Motiv des Sehens durch das Perspektiv → Schwierigkeit, Realität und Fantasie zu unterscheiden Spaltung seiner Weltsicht: Zuflucht → häusliche Geborgenheit durch Clara → Verdrängung → plötzliche Erinnerung an sein Kindheitstrauma Darstellung des Wahnsinns: Vergleich mit einem Tier, sinnlose und unzusammenhängende Ausrufe, Krampfanfälle, starrer Blick, ,,rasend", Gewaltausbruch Nathanaels Wahrnehmung ,,drohendes Geschick", das ihm bevorsteht ,,Dunkle Ahnung" Mensch als Marionette dunkler Mächte Ganzes Leben als Traum und Ahnung große Macht des Schicksals, dem der Mensch hilflos ausgeliefert ist Mystik: Glaube an „Teufel" und „graue Mächte" als tiefes Geheimnis Vorwurf an Clara: Mangel an Vorstellungskraft, Fantasie, Gefühl; Kein Verständnis wegen rationaler Denkweise Lesarten: Clara als Optimistin Nathanael als Vertreter der Romantik Claras Wahrnehmung Existenz einer feindlichen äußeren Macht wird bestritten ,,wunderliche Täuschungen" sind möglich, wenn man sie zulässt Dunkle Macht als Trugbild im Unterbewusstsein / als Projektion Rezept gegen Projektionen: ,,Sei heiter!" freudvolles Leben → Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins Vorwurf an Nathanael: Zu viel Fantasie, Aufregung Nathanaels ist eine Täuschung, psychische Erkrankung droht Nathanaels Entwicklungsstufen: Konfrontation mit traumatischen Ereignissen aus seiner Jugend Nathanael als Pessimist Clara als Vertreterin der Aufklärung Völlig subjektive Wahrnehmung in einem Teil seines Lebens → ,,negative Schicksalsmacht" Coppelius Subjektiv verzerrte Wahrnehmung in allen Bereichen (Einschränkung der Wahrnehmung durch das Perspektiv, narzisstischer Subjektivismus, Isolation Nathanaels, Clara als Automat im Dienste Coppelius / Olimpia als echten Menschen) Stufenweise Entwicklung zum Wahnsinn Kritik an einem überzogenen romantischen Verständnis vom Künstler Beeinflussung von einer äußeren dämonischen Macht + schrittweise Zerstörung Kultur und Wahnsinn Kulturelle Normen sind abhängig von der Gesellschaft → unterschiedliche Definition von abnormalem Verhalten Gemeinsame Grundlage: unvorhersagbares Verhalten, keine Kommunikation mit anderen Isolation verstärkt psychische Störungen Bürger und Familie im 19. 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Lothar 7 Faszination für ouimpia / Buck durch das perspektiv 8 Kampf zwischen Coppola und spalantani, zerstörung Olimpias 9 Erneuter Ausdruck des wahnsinns bei Nathanael: Selbstmord vorner: versuchter Mord an Clara Heinrich von Kleist - Das Erdbeben von Chili Schüchtern, einsilbig, finster Integriert sich nicht in die Gesellschaft Würdigung als Schriftsteller: Unzufriedenheit mit sich selbst, psychische Probleme? Sucht das Extreme ➜→ Misserfolge, fehlende Anerkennung als Schriftsteller ➜ Kommunikationsprobleme junger Erwachsener / Student einer der größten, kühnsten, hochgreifendsten Dichter deutscher Sprache" Ausnahmeerscheinung, fällt aus jeglicher herkömmlicher Ordnung Kleist bricht mit den Erwartungen seiner adeligen Familie → Rückzug in der Schweiz, fühlt sich unverstanden von der eigenen Familie Unzufriedenheit mit seinen Plänen und deren Umsetzung Lorelei: Kontrastierung von Gewalt und Idylle: Erdbeben, Naturgewalt, Menschliche Grausamkeit vs. Beschauliches Tal, glückliche Fügung des Schicksals Zuordnung zu einer bestimmten Epoche? 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Gedanken und Gefühle + unmittelbar erlebte Außenwelt Subjektive Wertung Darbietungsformen: Erzählbericht und Figurenrede Erzählerbericht (Zusammenfassung, oft auktorial) O Äußerungen in einem epischen Werk, die nicht zur Figurenrede gehören O Verlautbarungen, die nicht von einer Person gedacht, gesprochen oder geäußert werden Innerer Monolog 1. Person, oft nur Gedankenfetzen / Ellipsen Meist Indikativ Präsens O O Erlebte Rede O 3. Person, abstrahierender als innerer Monolog Meist Indikativ Präteritum Innensicht, kommentierende Einmischung möglich Direkte und indirekte Rede Szenische Dialogpassagen Zeitgestaltung: erzählte Zeit vs. Erzählzeit Figur spricht zu sich selbst → Gedankenwiedergabe Zeitdeckendszenische Darstellung Zeitraffend → häufigste Form der Zeitgestaltung Zeitdehnend → Zeitlupentechnik, Widergabe schnell ablaufender Bewusstseinsprozesse Hypotaktisch (Neben- und Hauptsätze) Parataktisch (Hauptsätze) Stilmittel Figur Akkumu- lation Allegorie Alliteration Anapher Antithese Chiasmus Enjambe- ment Personi- fizierung Parenthese Rhetori- sche Frage Erklärung Wörter, die zu einem Oberbegriff gehören, werden aneinander- gereiht. Satzreihe Ein Bild veranschaulicht einen Begriff oder eine Bild- oder Handlungsfolge einen abstrakten Zusam- menhang. Zwei oder mehrere Wör- ter in unmittelbarer Nähe beginnen mit demselben betonten Anlaut. Mehrere Verse, Satzteile oder Sätze fangen mit demselben Wort oder derselben Wortgruppe an. Gegensätzliche Begriffe oder Gedanken werden verbunden. Zwei Wörter oder Satz- glieder vertauschen ihre Stellung im Satz. Satz- und Versstruktur stimmen nicht überein. Eine Scheinfrage zielt nicht auf eine Antwort, sondern betont eine Aus- sage mit Nachdruck. Beispiel Erwarte, zögre, säume (V. 3101) Ein selbstständiger, von Gedankenstrichen, Klam- mern oder Kommas begrenzter Satz wird in einen anderen eingefügt. Zwei oder mehrere gleichwertige Sätze sind miteinander verknüpft. Schauspiel über die keusche Festung/Der Schönheit, wie sie vom Verlangen/Berennt wird" (V. 1080-85) Pflanzen, Tieren, Dingen oder abstrakten Begriffen werden menschliche Eigenschaften zugeschrie- ben. = Hypotake Licht und Leben (V. 569) Warum aus meinem süßen Wahn mich wek- ken? (V. 2090) Sie brauche die Gewalt, sie töte mich/Sie bringe ihrer Sicherheit das Opfer. (V. 962f.) Ich bin die Schwache, sie die Mächt'ge (V.961) Ihr Leben ist dein Tod! Ihr Tod dein Leben/ (V. 1294) Vom Schlummer jagt die Furcht mich auf, ich gehe/ Nachts um, wie ein gequälter Geist, erprobe/Des Schlosses Riegel und der Wächter Treu (V. 133-135) Ja, ich gesteh es unver- hohlen/Wenn es sein muss wenn ich's nicht ändern kann,/Dem Drin- gen meines Volkes nach- zugeben -/Und es wird stärker sein als ich, befürcht ich-/So kenn ich in Europa keinen Fürsten,/Dem ich mein höchstes Kleinod, meine Freiheit,/Mit minderm Widerwillen opfern würde. (V. 1197-1203) Frisch blutend steigt die längst vergebne Schuld/ Aus ihrem leicht bedeck- ten Grab empor! (V. 286f.) Denn geht Ihr nicht aus allen Leidensproben/Als eine Königin hervor? Raubt Euch/Des Kerkers Schmach von Eurem Schönheitsglanze? (V. 565-567) Sie hegte solche Träu- me,/Die hier lebendig eingemauert lebt,/Zu der kein Schall des Trostes, keine Stimme/Der Freundschaft aus der lie ben Heimat dringt./Die längst kein Menschenan gesicht mehr schaute/Als ihrer Kerkermeister finst re Stirn/Die erst seit 204 Anhang Ellipse Epipher Hendia- dyoin Hyperbel Inversion Klimax Metapher Neologis- mus Parallelis- mus Paradoxon Symbol Synek- doche Der Satz ist nicht voll- ständig. Vergleich Mehrere Verse, Satzteile oder Sätze hören mit demselben Wort oder derselben Wortgruppe auf. Zwei gleichwertige Wörter drücken einen Begriff aus. Übertreibung Wieder- holung Die übliche Wortfolge wird verändert. Eine Reihe von Wörtern oder Sätzen bringt eine Steigerung zum Ausdruck. Ein Wort wird aus seinem Bedeutungszusammen- hang in einen anderen übertragen. 206 Anhang Ein Wort wird neu gebildet. In aufeinanderfolgenden Sätzen sind die Satzglie- der in gleicher Weise angeordnet. Eine scheinbar widersin- nige Aussage erweist sich als sinnvoll. Gott! Welche Sprache, Sir, und welche Blicke! (V. 2534) Sir Mortimer, Ihr über- rascht mich nicht,/ Erschreckt mich nicht. (V. 585f.) durch Feld und Hain (V. 2135) Ich will dich retten, kost' es tausend Leben (V. 2546) Als mir der Säulen Pracht und Siegesbogen/Entge- genstieg (V. 426f.) O ratet mir! Helft mir!/ Reißt mich aus dieser Höllenangst des Zweifels. (V. 3336f.) - ich suche/In diesem Schiffbruch meines Glücks ein Brett/Zu fassen (V. 1805-07) Dem Mutvollstärksten (V. 1371) Was ist der Mensch! Was ist das Glück der Erde! (V. 1528) Synästhesie Unterschiedliche Sinnes- wahrnehmungen werden vermischt. Ich weiß nunmehr, dass Euer gutes Recht/An Eng- land Euer ganzes Unrecht ist (V. 530f.) Ein konkreter Gegen- stand verweist auf einen allgemeinen Sinnzusam- menhang. Ein engerer Begriff des- selben Bedeutungsfeldes ersetzt den weiteren. Zwei Vorstellungen aus unterschiedlichen Bedeu- tungszusammenhängen werden ausdrücklich durch ,,wie", ,,als ob" - zueinander in Beziehung gesetzt. Dasselbe Wort oder der- selbe Gedanke erscheint zweimal oder mehrfach hintereinander. kurzem einen neuen Wächter/Erhielt in Eurem rauen Anverwandten (V. 117-124) Und wie mein Ahnherr Richmond die zwei Rosen/Zusammenband nach blut'gem Streit (V. 836f.) laute Tränen (Szenenan- weisung zu Beginn des 4. Auftritts im 5.Aufzug) In meinem Haupt ist mein Monarch erletzt (V. 2681) Mich selbst/Hast du umstrahlt wie eine Lich- terscheinung (V. 2038f.) Du selbst musst richten, du allein. (V. 1340)