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Literatur der DDR und BRD

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 - 1949: DDR-Staatsgründung unter Wilhelm Pieck u. Otto Grotewohl
- Übernahme des stalinistischen Systems der UDSSR Verstaatlichung
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Literatur der DDR und BRD, Nachkriegsliteratur

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- 1949: DDR-Staatsgründung unter Wilhelm Pieck u. Otto Grotewohl - Übernahme des stalinistischen Systems der UDSSR Verstaatlichung des Privateigentums, Einführung einer zentralen Planwirtschaft u. Installation der politischen Führungsrolle der SED - Beitritt zum Warschauer Pakt, Gründung NVA - Unter Walter Ulbricht: Konsolidierung der stalinistischen Grundstruktur, Kollektivierung der Landwirtschaft, Passgesetz stellt Republikflucht unter Strafe - Mauerbau (1961) Fluchtwege in den Westen werden abgesperrt Sozio-Historische Situation. - Mauerbau Stabilisierung der DDR - DDR-Rentnern werden Weltreisen gestattet - Hausarrest des Systemkritikers u. Chemieprofessors Robert Havemann Berufsverbot gegen W. Biermann - Verfolgung der Sympathisanten des Prager Frühlings ▸ Druck innerhalb des Landes wird erhöht Liberalisierung durch neues ökonom. System u. zunehmende außenpolit. Anerkennung der DDR unter Erich Honecker (Transitabkommen, Grundlagenvertrag mit BRD, Aufnahme in UNO, Unterzeichnung Schlussakte von Helsinki) - Ausbürgerung Biermanns verursacht große Protestwelle unter DDR Schriftstellern - Unterzeichner eines offenen Briefes werden entweder gezwungen Proteste zurückzunehmen, durch Stasi verfolgt oder zur Ausreise gedrängt Acht von zwölf prominentesten DDR-Autoren gehen in Westen Repressalien steigen bewirken intellektuelle Auszehrung der DDR Glasnost Perestroika (richtungsweisendere Reform durch Gorbatschow) werden nicht umgesetzt Keine Lockerung der Zensur Gründung der DDR 1949 Zensur Gründung der BRD Volksaufstand (Ausreisebewegung) 1953 - verschleierte Zensurinstanzen (nach sowjetischem Vorbild) systematisch in Verfassung 1949 Kontrolle u. Instrumentalisierung der Öffentlichkeit insb. gegen Systemkritiker SED vermied bei Zensurpolitik öffentliche Konflikte durch Eingriffe in Textgestaltung oder Veröffentlichungsverbote Kontrolltätigkeit unter dem Deckmantel der Talentförderung Verzögerungstaktiken (,,Papierknappheit") u. gesteuerte Auflagenhöhe Privilegierung für systemtreue Kulturschaffenden (Reisen, Preise, hohe Positionen etc., z.B. C. Wolf) Äußerungen müssen...

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der vorgegebenen sozialistischen Ideologie unterliegen, sonst weitreichende Konsequenzen (siehe W. Biermann) Verbreitung Werke im westlichen Ausland nicht zulässig ohne Genehmigung des Büros für Urheberrechte Nachterstädter Brief ,,Das Wort Zensur gehörte selber zu den Tabus, die von der Zensur in der DDR bewacht wurden." Beitritt Warschauer Pakt 1955 Beitritt zur Nato - Sozialistische Realismus - Aufbruchstimmung unterstützt staatliche Vorhaben; Literaturschaffedn stehen unter Beobachtung Wachsender Unmut: niedrige Lebensstandard u. harte Arbeitsbedingungen Aufstand 17. Juli 1953 wird von Sowjets niedergeschlagen Kurze Phase der Liberalisierung - Nicht linientreue Autoren werden verhaftet u. verurteilt (Inhaftierung) - I. Bitterfelder Konferenz: Intelektualisierung der Kunst soll vermieden werden → Bitterfelder Weg soll sozialistische Arbeiterdichtung entstehen lassen Phasen der Literatur Zeitgeist Phase des Aufbaus 1949-1961 - Name der Phase folgt Kurzroman ,Ankunft im Alltag" (1961, Brigitte Reimann) - Honecker initiiert Aufhebung aller künstlerischen Tabus, Abkehr vom Sozialistischen Realismus suggeriert falsches Gefühl von Freiheit - Ruf nach polit. Veränderung von W. Biermann Et al. führt zur Ausbürgerung Biermanns Phase der Ankunft 1961-1975 - Widerstand in Bevölkerung wächst mit Verschlechterung der wirt. Situation - Montagsdemonstration: halbe Million Menschen kommen zusammen - Nicht alle wollen Ende der DDR, sondern halt Fortbestand der Republik als sozialistische Alternative zur BRD für möglich Aufstand in Ungarn - Untergrundliteratur: Kritik an polit. Bedingungen im Sozialismus; Werke können hpts. nur in BRD erscheinen 1956 Literatur der - Anstehender Umbruch spiegelt sich in Literatur wieder: „Die Übergangsgesellschaft" (1982, Volker Braun) Phase der Abkehr 1976-1989 1959 1. Kulturpolitische Konferenz Bitterfeld Mauerbau - Breite optimistische Bilder des Sozialismus deutsche Schriftsteller u. Liedermacher (*15. 11. 1936) Vater starb im Konzentrationslager (Auschwitz) a.G. kommunistischen Widerstand kritisierte Gesellschaft der DDR u. sozialistisches Regiment stark Anfang 1960er: Verfassen von Gedichten u. Liedern 1961 1962 Themen und Stil - Alle auftretenden Schwierigkeiten des Sozialismus werden überwunden Geschönte Wirklichkeit - leichte, und verständliche Erzählstruktur Orientierte sich an Heinrich Heine, Bertolt Brecht und François Villon 1961 erstes Auftrittsverbot für Theaterspiel "Berliner Brautgang" 1965 Auftrittsverbot sowie Publikationsverbot = Berufsverbot in DDR (11 Jahre lang) 1977 Ausbürgerung Die Akte Wolf Biermann Cubakrise Leitmotiv: Wandlung eines Protagonisten zu einem bewussten Mitglied des sozialistischen Gesellschaft - Rolle des Individuums in der Gesellschaft - Subjektive Authentizität Umweltverschmutzung 1964 Motive: II. Bitterfelder Konferenz Eskalation Vietnamkrieg SED-Parteiorgan: „Zur Staatsbürgerschaft gehört eine Treuepflicht gegenüber dem Staat. [...] Biermann hat diese Treuepflicht bewusst und ständig grob verletzt. Die Konsequenzen daraus wurden entsprechend dem Staatsbürgerschaftsgesetz der DDR gezogen" 1968 Reaktion: Welle von Protesten, DDR-Bürg verteilen Flugblätter, initiieren Protestaktionen, prominente DDR- Künstler fordern Staatsführung zur Aufhebung der Ausbürgerung auf Verhaftung u. Ausbürgerung weiterer DDR-Künstler folgt Kontroversen in BRD über Restrektionen der Kulturschaffenden in DDR, Aktive Beteiligung Biermanns Auszeichnung Biermanns mit Georg-Büchner-Preis u. Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik u. Bundesverdienstkreuz 68er Studentenbewegung Repräsentanten und Werke Bruno Apitz, „Nackt unter Wölfen" (1958) Prager Frühling -Heiner Müller, „Der Lohndrücker" (1956) - Werner Bräunig, ,,Greif zur Feder, Kumpel" (1959) Hermann Kant, „Die Aula" (1965) Ulrich Plenzdorf, „Die neuen Leiden des jungen W." (1972) - Christa Wolf, „Der geteilte Himmel" (1963) - Christof Hein, ,,Die Ritter der Tafelrunde" (1989) Reiner Kunze, ,,Die wunderbaren Jahre" (1976) - Monika Maron, ,,Flugasche" (1981) 1970 Beginn neuer Ostpolitik Brands Kniefall in Warschau Gründung der RAF Erich Honecker (SED-Parteichef) 1971 DDR 1975 Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki Programm der DDR zur systematischen Entwicklung sozialistischer Kulturpolitik u. Wegweisung zu eigenständigen „sozialistischen Nationalkultur" - Anlass: Arbeiter forderten im Nachterstdedter Brief (1955) an DDR-Schriftsteller: „Wir möchten mehr Bücher über den gewaltigen Aufbau, der sich auf allen Gebieten der Deutschen Demokratischen Republik vollzieht, über das Schaffen und Leben der Werktätigen. Schreiben Sie und gestalten Sie ... den Enthusiasmus, unsere Leidenschaft und das große Verantwortungsbewußtsein, das die Arbeiter im Kampf um das Neue beseelt." Der Bitterfelder Weg - 1. Bitterfelder Autorenkonferenz (24.04.1959) im Elektrochemie Kombinat Bitterfeld - Motto: „Greif zur Feder Kumpel, die sozialistische deutsche Nationalliteratur braucht dich!" - Ziele: - Verbindung von Künstler u. Arbeiterklasse Überwindung der ,,vorhandene Trennung von Kunst und Leben" Schaffung eigenständiger DDR-geprägten Nationalkultur - Umsetzung: Kulturschaffende arbeiteten in Fabriken, Förderung des künstlerischen Laienschaffen →→ Aufgreifen von Problemen aus Arbeitswelt - II: Bitterfelder Autorenkonferenz (24-25.04.1964) - Motto: ,,Sozialistisch arbeiten, sozialistisch lernen, sozialistisch leben" - Ziele: - kulturelle Bewegung sollte komplett in gesellschaftliches Leben inkludiert werden Walter Ulbricht: Beginn einer sozialen Kulturrevolution" ,,Mängel und Unzugänglichkeiten" des Sozialismus in Kunst bewältigen Kritik an Sozialismus fand keinen Platz in der freien Kunst (Zensur) Vorherrschaft der Partei in allen Fragen der Kunst u. Kultur - Fazit: - anfangs gelang Umsetzung des Bitterfelder Wegs * ,,Der geteilte Himmel" entsteht nach Christa Wolfs Betriebspraktikum später wird gesteuerte Kulturpolitik im Rahmen des Sozialismus jedoch wenig unterhaltsam u. abwechslungsreich 1976 ,,Es seufzt der positive Held - weil ihm der Weg oft bitter fällt!" Hinterfragen der kritischen Funktion u. gesellschaftlichen Aufgaben der Kunst → Missbrauch der Kunst zur Instrumentalisierung, Parteipropaganda, Bevormundung Folge: Differenzierung vom Bitterfelder Weg u. Reglementierungen → Gründung alternativer Galerien/ Foren Biermann Ausbürgerung Literatur im Dienste des Sozialismus Gott u. Natur - Atheismus - Misstrauen ggü. Religion - kaum Umweltschutz 1977 Deutscher Herbst: RAF-Terror Gesellschaft - Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft - Erziehung der Bevölkerung durch die Partei - Überwachung (Stasi) 1982 Kanzlerschaft Helmut Kohls 1985 - Sozialistische Persönlichkeit - Ideal des treuen Parteigenossen - Konflikt mit Gesellschaft 1985 Individuum Staatsbesuch Erich Honeckers in der BRD Reformpolitik GAU im Gorbatschows Atomkraftwerk (UDSSR) Tschernobyl 1987 9.11.1989 Mauerfall 1945-ca. 1960 HISTORISCHER HINTERGRUND Ende WK II →→→ tiefer Einschnitt in deutsche Geschichte politischen-gesellschaftlichen-kulturellen Neuanfang für das in Besatzungszonen aufgeteilte Deutschland → Auseinandersetzung mit Schuld an Krieg und Völkermord Entwicklung der ursprünglich vier Besatzungszonen zu zwei getrennten Staaten (DDR, BRD) 28.09.1949: Gründung BRD →→ parlamentarische, föderale Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft 1950 Beginn des Korea-Krieges 1955: Einbindung in Bündnissystem NATO WELTBILD UND LEBENSAUFFASSUNG rasche Verbesserung der Lebensbedingungen und breites Einverständnis der Bevölkerung mit neuen Staatswesen → durch amerikanische Aufbauhilfe und Einführung sozialer Marktwirtschaft Wirtschaftswunder 1954: überraschender Weltmeistertitel der deutschen Fußballmannschaft → neue Präsenz und Zusammengehörigkeitsgefühl privater Wirtschaftlicher Erfolg und Ausschöpfen umfassender Konsummöglichkeiten → bestimmten Leben und Denken der Bevölkerungsschichten Restauration der gesellschaftlichen Strukturen aus Vorkriegszeit Mitte 1950er Jahre: Jugend entdeckte nach amerikanischen Vorbild Rock 'n' Roll → brachte Unruhe in traditionelle Alltagskultur ehemalige NS-Diener wurden in ihre alten Positionen und Ämter verdrängt LITERATUR Literarische Szene nicht durch zurückkehrende Exilautoren beherrscht ihr Beitrag und ihre Erfahrung waren zum Aufbau einer neuen demokratischen Kultur nicht gefragt Großes Interesse des Leserpublikums an Schriftstellern der inneren Emigration" (hatten Deutschland während des Naziregimes nicht verlassen) Ausnahme: Exilrückkehrer Thomas Mann (1875-1955) Nachkriegsautoren sahen sich vorerst außer Stande Bilanz ziehende Zeit- und Gesellschaftsromane vorzulegen wie z. B. in der Weimarer Republik bevorzugte Form: Kurzgeschichte in Anlehnung an amerikanische Short Story → dominierende Gattung der Trümmer- oder Kahlschlagliteratur Ausnahmeerscheinungen: Romane (,,Tauben im Gras", „Das Treibhaus") von Wolfgang Koeppen (1906-1996)→ setzten sich mit Hilfe moderner und ungewohnter Erzähltechniken, kritisch mit politisch-sozialen Entwicklungen in BRD auseinander waren Vorläufer neuer Literatur der 1950er Jahre → Verband Zeitkritik mit avantgardistischer Sprachartistik GRUPPE 17 Nach Verbot von Zeitschrift ,,Der Ruf" gründeten H. Werner Richter und A. Andersch Gruppe 47 In ihrer Anfangszeit bot die Gruppe 47 jungen Schriftstellern eine Plattform zur Erneuerung der deutschen Literatur nach dem WK 2 wurde zu einflussreichster literarische Gruppe in Westdeutschland und der BRD bis in die 60er Jahre Treffen 1 bis 2 mal im Jahr →→ jedes Jahr kamen neue Autoren dazu Karriere für die Autoren, welche ,,Feuerstuhl" überstandet haben → Werk gut Gruppe galt als unbarmherzig, produktiv, ermutigend, freundschaftlich und ausgrenzend zugleich ebenso wie die Emigranten ignorierte die Gruppe 47 Autoren der Inneren Emigration endgültige Auflösung 1977 in Saalgau bei Ulm LITERATUR DER BRD 1950er Jahre Literarische Themen der BRD - Reflexion von NS-Zeit und Krieg -Sichtung der Nachkriegszeit -Vertriebenenproblematik - Naturlyrik - Christliche Orienierung Umkritischer Zeitroman - Politisches Manifest -- Historische Themen 50er Vertreter der BRD Literatur 60er 70er Aufrüstung necht Angs 80er 1960er Jahre - Leben im NS-Reich - Zweiter Weltkrieg; Holocaust - Menschen in Isolation, Krisen situation, Vereinsamung - Kritischer bzw. satirischer Blick auf die Wirklichkeit - Persönliche Schuld des Einzelnen - Beziehungsprobleme - Historische Themen Deutsche Teilung. - Heimat als Verlust Hans Magnus Enzensberger (*1929) Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) Heinrich Böll (1917-1985) Heinar Kipphardt (1922-1982) Marie-Luise Kaschnitz (1901-1974) Günter Grass (*1927) Sansibar oder Der letzte Grund (1957) - Andersch Die Verteidigung der Wölfe (1957.) — . Enzensberger Billard um halbzehn (1959) - Böll Die Blechtrommel (1959) - Grass Der Stellvertreter (1963) Hochhuth Keiner weiß mehr (1968) - Brinkmann Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972) - Grass Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann (1974) - Böll Das Parfum (1985) - Süskind Die Rättin (1986) - Grass 1960-1989 HISTORISCHER HINTERGRUND 1960er-Jahre: Höhepunkt des atomaren Wettrüstens und ideologischen Auseinandersetzung im ,,kalten Krieg" zwischen USA und Sowjetunion 1961 Mauerbau 1962 Kuba-Krise Stellvertreterkrieg in Vietnam (1965-1975). → Konfrontationen zwischen Blöcken ,heizten an" Mitte 1960er-Jahre: Entspannungspolitik für Abkommen zur Rüstungskontrolle der Großmächte Verträge zum Gewaltverzicht zwischen Sowjetunion und Polen unter Bundeskanzler Willy Brandt → Gespräche mit der DDR-Führung zur Verbesserung der Beziehung 1979: Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan → neue ,,Eiszeit" in Ost- West-Beziehungen WELTBILD UND LEBENSAUTTASSUNG Mitte 1960er-Jahre: Wirtschaftsaufschwung stockte →→ Periode des gesellschaftlichen Wandels. Unbehagen an den kleinbürgerlichen Idealen nahm zu Demonstrationen gegen deutsche Unterstützung von Diktatur, Kritik an amerikanischer Kriegsführung in Vietnam von Studenten Forderungen: Abschaffung autoritärer, staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen und Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Diktatur und Verbrechen 1969 sozialliberale Regierung Brandt/Scheel → Bürgerinitiativen als ,,Demokratie von unten" Emanzipation der Frau, Frauenbewegungen, Akzeptanz Anti-Baby-Pille Ausbau der Atomkraft nach Energiekrise 1979 → stütze ökologische Bewegungen, Gründung ,,Die Grünen" 1977: Anschläge und Morde der RAF drohten Gesellschaft zu spalten LITERATUR 1960: Politisierung der Literatur in der BRD zeigte sich nicht nur in Romanen von Autoren und Autorinnen der Gruppe 47 Internationales Ansehen der neuen deutschen Literatur in Lyrik und im Drama politisches Gedicht gewann an Bedeutung Dokumentartheater → Aufarbeitung zeitgeschichtlicher Themen unter Verwendung von authentischem Material kritisch-realistisches Volksstück Verkündung des Todes der politisch ohnmächtigen Literatur durch Kulturmagazin ,,Kursbuch" von Hans Magnus Enzensberger (*1929) Gruppe von Autoren wandte sich gezielt der Arbeitswelt, Fabriken, Büros zu (wurden vorher kaum in Literatur thematisiert) 1970er-Jahre: politisch-kritische Literatur, Rückbesinnung auf das eigene Ich GRUPPE 61 bildete sich 1961 im bewussten Gegensatz zur Gruppe 47 wurde am 31. März 1961 von dem Dortmunder Bibliotheksdirektor Fritz Hüser, dem Schriftsteller Paul Polte, dem Gewerkschafter Walter Köpping und weiteren Schriftstellern gegründet Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt geistige Auseinandersetzung mit dem technischen Zeitalter setzte es sich zum Ziel, schriftstellerisch tätige Arbeiter auf der einen und Lektoren, Kritiker und Journalisten auf der anderen Seite zusammenzubringen und dem Fehlen der schriftstellerischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und ihren sozialen Problemen entgegenzuwirken Mitglieder: Max von der Grün, Erika Runge, Günter Wallraff, Peter-Paul Zahl, Angelika Mechtel, Josef Reding löste sich Anfang der 70er auf und aus ihr ging der Werkkreis. Literatur der. Arbeitswelt hervor

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Bitterfelder Konferenz: Intelektualisierung der Kunst soll vermieden werden → Bitterfelder Weg soll sozialistische Arbeiterdichtung entstehen lassen Phasen der Literatur Zeitgeist Phase des Aufbaus 1949-1961 - Name der Phase folgt Kurzroman ,Ankunft im Alltag" (1961, Brigitte Reimann) - Honecker initiiert Aufhebung aller künstlerischen Tabus, Abkehr vom Sozialistischen Realismus suggeriert falsches Gefühl von Freiheit - Ruf nach polit. Veränderung von W. Biermann Et al. führt zur Ausbürgerung Biermanns Phase der Ankunft 1961-1975 - Widerstand in Bevölkerung wächst mit Verschlechterung der wirt. Situation - Montagsdemonstration: halbe Million Menschen kommen zusammen - Nicht alle wollen Ende der DDR, sondern halt Fortbestand der Republik als sozialistische Alternative zur BRD für möglich Aufstand in Ungarn - Untergrundliteratur: Kritik an polit. Bedingungen im Sozialismus; Werke können hpts. nur in BRD erscheinen 1956 Literatur der - Anstehender Umbruch spiegelt sich in Literatur wieder: „Die Übergangsgesellschaft" (1982, Volker Braun) Phase der Abkehr 1976-1989 1959 1. Kulturpolitische Konferenz Bitterfeld Mauerbau - Breite optimistische Bilder des Sozialismus deutsche Schriftsteller u. Liedermacher (*15. 11. 1936) Vater starb im Konzentrationslager (Auschwitz) a.G. kommunistischen Widerstand kritisierte Gesellschaft der DDR u. sozialistisches Regiment stark Anfang 1960er: Verfassen von Gedichten u. Liedern 1961 1962 Themen und Stil - Alle auftretenden Schwierigkeiten des Sozialismus werden überwunden Geschönte Wirklichkeit - leichte, und verständliche Erzählstruktur Orientierte sich an Heinrich Heine, Bertolt Brecht und François Villon 1961 erstes Auftrittsverbot für Theaterspiel "Berliner Brautgang" 1965 Auftrittsverbot sowie Publikationsverbot = Berufsverbot in DDR (11 Jahre lang) 1977 Ausbürgerung Die Akte Wolf Biermann Cubakrise Leitmotiv: Wandlung eines Protagonisten zu einem bewussten Mitglied des sozialistischen Gesellschaft - Rolle des Individuums in der Gesellschaft - Subjektive Authentizität Umweltverschmutzung 1964 Motive: II. Bitterfelder Konferenz Eskalation Vietnamkrieg SED-Parteiorgan: „Zur Staatsbürgerschaft gehört eine Treuepflicht gegenüber dem Staat. [...] Biermann hat diese Treuepflicht bewusst und ständig grob verletzt. Die Konsequenzen daraus wurden entsprechend dem Staatsbürgerschaftsgesetz der DDR gezogen" 1968 Reaktion: Welle von Protesten, DDR-Bürg verteilen Flugblätter, initiieren Protestaktionen, prominente DDR- Künstler fordern Staatsführung zur Aufhebung der Ausbürgerung auf Verhaftung u. Ausbürgerung weiterer DDR-Künstler folgt Kontroversen in BRD über Restrektionen der Kulturschaffenden in DDR, Aktive Beteiligung Biermanns Auszeichnung Biermanns mit Georg-Büchner-Preis u. Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik u. Bundesverdienstkreuz 68er Studentenbewegung Repräsentanten und Werke Bruno Apitz, „Nackt unter Wölfen" (1958) Prager Frühling -Heiner Müller, „Der Lohndrücker" (1956) - Werner Bräunig, ,,Greif zur Feder, Kumpel" (1959) Hermann Kant, „Die Aula" (1965) Ulrich Plenzdorf, „Die neuen Leiden des jungen W." (1972) - Christa Wolf, „Der geteilte Himmel" (1963) - Christof Hein, ,,Die Ritter der Tafelrunde" (1989) Reiner Kunze, ,,Die wunderbaren Jahre" (1976) - Monika Maron, ,,Flugasche" (1981) 1970 Beginn neuer Ostpolitik Brands Kniefall in Warschau Gründung der RAF Erich Honecker (SED-Parteichef) 1971 DDR 1975 Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki Programm der DDR zur systematischen Entwicklung sozialistischer Kulturpolitik u. Wegweisung zu eigenständigen „sozialistischen Nationalkultur" - Anlass: Arbeiter forderten im Nachterstdedter Brief (1955) an DDR-Schriftsteller: „Wir möchten mehr Bücher über den gewaltigen Aufbau, der sich auf allen Gebieten der Deutschen Demokratischen Republik vollzieht, über das Schaffen und Leben der Werktätigen. Schreiben Sie und gestalten Sie ... den Enthusiasmus, unsere Leidenschaft und das große Verantwortungsbewußtsein, das die Arbeiter im Kampf um das Neue beseelt." Der Bitterfelder Weg - 1. Bitterfelder Autorenkonferenz (24.04.1959) im Elektrochemie Kombinat Bitterfeld - Motto: „Greif zur Feder Kumpel, die sozialistische deutsche Nationalliteratur braucht dich!" - Ziele: - Verbindung von Künstler u. Arbeiterklasse Überwindung der ,,vorhandene Trennung von Kunst und Leben" Schaffung eigenständiger DDR-geprägten Nationalkultur - Umsetzung: Kulturschaffende arbeiteten in Fabriken, Förderung des künstlerischen Laienschaffen →→ Aufgreifen von Problemen aus Arbeitswelt - II: Bitterfelder Autorenkonferenz (24-25.04.1964) - Motto: ,,Sozialistisch arbeiten, sozialistisch lernen, sozialistisch leben" - Ziele: - kulturelle Bewegung sollte komplett in gesellschaftliches Leben inkludiert werden Walter Ulbricht: Beginn einer sozialen Kulturrevolution" ,,Mängel und Unzugänglichkeiten" des Sozialismus in Kunst bewältigen Kritik an Sozialismus fand keinen Platz in der freien Kunst (Zensur) Vorherrschaft der Partei in allen Fragen der Kunst u. Kultur - Fazit: - anfangs gelang Umsetzung des Bitterfelder Wegs * ,,Der geteilte Himmel" entsteht nach Christa Wolfs Betriebspraktikum später wird gesteuerte Kulturpolitik im Rahmen des Sozialismus jedoch wenig unterhaltsam u. abwechslungsreich 1976 ,,Es seufzt der positive Held - weil ihm der Weg oft bitter fällt!" Hinterfragen der kritischen Funktion u. gesellschaftlichen Aufgaben der Kunst → Missbrauch der Kunst zur Instrumentalisierung, Parteipropaganda, Bevormundung Folge: Differenzierung vom Bitterfelder Weg u. Reglementierungen → Gründung alternativer Galerien/ Foren Biermann Ausbürgerung Literatur im Dienste des Sozialismus Gott u. Natur - Atheismus - Misstrauen ggü. Religion - kaum Umweltschutz 1977 Deutscher Herbst: RAF-Terror Gesellschaft - Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft - Erziehung der Bevölkerung durch die Partei - Überwachung (Stasi) 1982 Kanzlerschaft Helmut Kohls 1985 - Sozialistische Persönlichkeit - Ideal des treuen Parteigenossen - Konflikt mit Gesellschaft 1985 Individuum Staatsbesuch Erich Honeckers in der BRD Reformpolitik GAU im Gorbatschows Atomkraftwerk (UDSSR) Tschernobyl 1987 9.11.1989 Mauerfall 1945-ca. 1960 HISTORISCHER HINTERGRUND Ende WK II →→→ tiefer Einschnitt in deutsche Geschichte politischen-gesellschaftlichen-kulturellen Neuanfang für das in Besatzungszonen aufgeteilte Deutschland → Auseinandersetzung mit Schuld an Krieg und Völkermord Entwicklung der ursprünglich vier Besatzungszonen zu zwei getrennten Staaten (DDR, BRD) 28.09.1949: Gründung BRD →→ parlamentarische, föderale Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft 1950 Beginn des Korea-Krieges 1955: Einbindung in Bündnissystem NATO WELTBILD UND LEBENSAUFFASSUNG rasche Verbesserung der Lebensbedingungen und breites Einverständnis der Bevölkerung mit neuen Staatswesen → durch amerikanische Aufbauhilfe und Einführung sozialer Marktwirtschaft Wirtschaftswunder 1954: überraschender Weltmeistertitel der deutschen Fußballmannschaft → neue Präsenz und Zusammengehörigkeitsgefühl privater Wirtschaftlicher Erfolg und Ausschöpfen umfassender Konsummöglichkeiten → bestimmten Leben und Denken der Bevölkerungsschichten Restauration der gesellschaftlichen Strukturen aus Vorkriegszeit Mitte 1950er Jahre: Jugend entdeckte nach amerikanischen Vorbild Rock 'n' Roll → brachte Unruhe in traditionelle Alltagskultur ehemalige NS-Diener wurden in ihre alten Positionen und Ämter verdrängt LITERATUR Literarische Szene nicht durch zurückkehrende Exilautoren beherrscht ihr Beitrag und ihre Erfahrung waren zum Aufbau einer neuen demokratischen Kultur nicht gefragt Großes Interesse des Leserpublikums an Schriftstellern der inneren Emigration" (hatten Deutschland während des Naziregimes nicht verlassen) Ausnahme: Exilrückkehrer Thomas Mann (1875-1955) Nachkriegsautoren sahen sich vorerst außer Stande Bilanz ziehende Zeit- und Gesellschaftsromane vorzulegen wie z. B. in der Weimarer Republik bevorzugte Form: Kurzgeschichte in Anlehnung an amerikanische Short Story → dominierende Gattung der Trümmer- oder Kahlschlagliteratur Ausnahmeerscheinungen: Romane (,,Tauben im Gras", „Das Treibhaus") von Wolfgang Koeppen (1906-1996)→ setzten sich mit Hilfe moderner und ungewohnter Erzähltechniken, kritisch mit politisch-sozialen Entwicklungen in BRD auseinander waren Vorläufer neuer Literatur der 1950er Jahre → Verband Zeitkritik mit avantgardistischer Sprachartistik GRUPPE 17 Nach Verbot von Zeitschrift ,,Der Ruf" gründeten H. Werner Richter und A. Andersch Gruppe 47 In ihrer Anfangszeit bot die Gruppe 47 jungen Schriftstellern eine Plattform zur Erneuerung der deutschen Literatur nach dem WK 2 wurde zu einflussreichster literarische Gruppe in Westdeutschland und der BRD bis in die 60er Jahre Treffen 1 bis 2 mal im Jahr →→ jedes Jahr kamen neue Autoren dazu Karriere für die Autoren, welche ,,Feuerstuhl" überstandet haben → Werk gut Gruppe galt als unbarmherzig, produktiv, ermutigend, freundschaftlich und ausgrenzend zugleich ebenso wie die Emigranten ignorierte die Gruppe 47 Autoren der Inneren Emigration endgültige Auflösung 1977 in Saalgau bei Ulm LITERATUR DER BRD 1950er Jahre Literarische Themen der BRD - Reflexion von NS-Zeit und Krieg -Sichtung der Nachkriegszeit -Vertriebenenproblematik - Naturlyrik - Christliche Orienierung Umkritischer Zeitroman - Politisches Manifest -- Historische Themen 50er Vertreter der BRD Literatur 60er 70er Aufrüstung necht Angs 80er 1960er Jahre - Leben im NS-Reich - Zweiter Weltkrieg; Holocaust - Menschen in Isolation, Krisen situation, Vereinsamung - Kritischer bzw. satirischer Blick auf die Wirklichkeit - Persönliche Schuld des Einzelnen - Beziehungsprobleme - Historische Themen Deutsche Teilung. - Heimat als Verlust Hans Magnus Enzensberger (*1929) Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) Heinrich Böll (1917-1985) Heinar Kipphardt (1922-1982) Marie-Luise Kaschnitz (1901-1974) Günter Grass (*1927) Sansibar oder Der letzte Grund (1957) - Andersch Die Verteidigung der Wölfe (1957.) — . Enzensberger Billard um halbzehn (1959) - Böll Die Blechtrommel (1959) - Grass Der Stellvertreter (1963) Hochhuth Keiner weiß mehr (1968) - Brinkmann Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972) - Grass Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann (1974) - Böll Das Parfum (1985) - Süskind Die Rättin (1986) - Grass 1960-1989 HISTORISCHER HINTERGRUND 1960er-Jahre: Höhepunkt des atomaren Wettrüstens und ideologischen Auseinandersetzung im ,,kalten Krieg" zwischen USA und Sowjetunion 1961 Mauerbau 1962 Kuba-Krise Stellvertreterkrieg in Vietnam (1965-1975). → Konfrontationen zwischen Blöcken ,heizten an" Mitte 1960er-Jahre: Entspannungspolitik für Abkommen zur Rüstungskontrolle der Großmächte Verträge zum Gewaltverzicht zwischen Sowjetunion und Polen unter Bundeskanzler Willy Brandt → Gespräche mit der DDR-Führung zur Verbesserung der Beziehung 1979: Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan → neue ,,Eiszeit" in Ost- West-Beziehungen WELTBILD UND LEBENSAUTTASSUNG Mitte 1960er-Jahre: Wirtschaftsaufschwung stockte →→ Periode des gesellschaftlichen Wandels. Unbehagen an den kleinbürgerlichen Idealen nahm zu Demonstrationen gegen deutsche Unterstützung von Diktatur, Kritik an amerikanischer Kriegsführung in Vietnam von Studenten Forderungen: Abschaffung autoritärer, staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen und Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Diktatur und Verbrechen 1969 sozialliberale Regierung Brandt/Scheel → Bürgerinitiativen als ,,Demokratie von unten" Emanzipation der Frau, Frauenbewegungen, Akzeptanz Anti-Baby-Pille Ausbau der Atomkraft nach Energiekrise 1979 → stütze ökologische Bewegungen, Gründung ,,Die Grünen" 1977: Anschläge und Morde der RAF drohten Gesellschaft zu spalten LITERATUR 1960: Politisierung der Literatur in der BRD zeigte sich nicht nur in Romanen von Autoren und Autorinnen der Gruppe 47 Internationales Ansehen der neuen deutschen Literatur in Lyrik und im Drama politisches Gedicht gewann an Bedeutung Dokumentartheater → Aufarbeitung zeitgeschichtlicher Themen unter Verwendung von authentischem Material kritisch-realistisches Volksstück Verkündung des Todes der politisch ohnmächtigen Literatur durch Kulturmagazin ,,Kursbuch" von Hans Magnus Enzensberger (*1929) Gruppe von Autoren wandte sich gezielt der Arbeitswelt, Fabriken, Büros zu (wurden vorher kaum in Literatur thematisiert) 1970er-Jahre: politisch-kritische Literatur, Rückbesinnung auf das eigene Ich GRUPPE 61 bildete sich 1961 im bewussten Gegensatz zur Gruppe 47 wurde am 31. März 1961 von dem Dortmunder Bibliotheksdirektor Fritz Hüser, dem Schriftsteller Paul Polte, dem Gewerkschafter Walter Köpping und weiteren Schriftstellern gegründet Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt geistige Auseinandersetzung mit dem technischen Zeitalter setzte es sich zum Ziel, schriftstellerisch tätige Arbeiter auf der einen und Lektoren, Kritiker und Journalisten auf der anderen Seite zusammenzubringen und dem Fehlen der schriftstellerischen und künstlerischen Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und ihren sozialen Problemen entgegenzuwirken Mitglieder: Max von der Grün, Erika Runge, Günter Wallraff, Peter-Paul Zahl, Angelika Mechtel, Josef Reding löste sich Anfang der 70er auf und aus ihr ging der Werkkreis. Literatur der. Arbeitswelt hervor