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Alles zur Weimarer Republik

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 Weimarer Republik Demokratie & ihre Gefährdung
WIE KÖNNEN TOTALITARE UND DIKTORISCHE STRUKTUREN ENTSTEHEN?
Annäherung an die USA
Matrosenau

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Weimarer Republik, Demokratie, Republik, Dolchstoßlegende, Parteien, das Krisenjahr 1923, Novemberrevolution, Gustav Stresemann

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Weimarer Republik Demokratie & ihre Gefährdung WIE KÖNNEN TOTALITARE UND DIKTORISCHE STRUKTUREN ENTSTEHEN? Annäherung an die USA Matrosenaufstand Das Ende des Ersten Weltkrieges – und was dann? - 09.11.1918 Ausrufung der Republik Forderungen: 1. Kaiser muss abdanken 2. Waffenstillstände 3. neues pol. System -> Welches war man sich nicht sicher und auch nicht 100% einig Reichsrätekongress ,,berät über die Zukunft". OHL geht auf USA zu, weil Niederlage absehbar. Durch Verhandlungen wollte man sich retten. Bedingung USA: Abschaffung des Kaiserreichs -> Demokratie Kieler Matrosen sollen zu einer letzten großen Schlacht auslaufen und weigern sich => Sie bilden zusammen mit anderen Soldaten Räte und starten eine Revolution (= Novemberrevolution). Folgen OHL/Deutsches Reich reagiert: Neue Regierung (Prinz Max von Baden) und Parlament (u.a. mit SPD) => Parlamentarische Monarchie Spartakusaufstand -> Niederschlag = Ende der Revolution Übergangsregierung/Ebert-Groener-Pakt ,,Rat der Volksbeauftragten" Zweimal ausgerufen : Philipp Scheidemann (SPD): Republik DE Karl Liebknecht (USPD): sozialistische Republik, 2 Sozialitische Gruppen: (h) SPD + USPD, SDP Übergangsregierung bestehend aus 3 USPD + 3 MSPD Übernahmen die Regierungsgeschäfte bis es eine neue Verfassung gab; waren nicht einer Meinung USPD: Rätesystem, um eine direkte Demokratie umzusetzen MSPD: parlamentarische Demokratie mit verfassungsgebender Nationalversammlung Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg (19.1.1919) -> ermordet durch Freikorps Aufstand, weil Reichsrätekongress nicht sozialistisches System wollte. Ebert schickte Militär auf Startakusbund, um Aufstand zu beenden (=Ebert-Groener-Pakt) keine personellen Veränderungen, in Verwaltung und anderen Machtpositionen bleiben die alten Konservativen Eliten – 11.08.1919 Verabschiedung der Weimarer Verfassung - hat gespaltene Arbeiterschaft ALTE STRUKTUREN IN NEUEM...

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GLANZ Die Dolchsto Blegende von Paul von Hindenburg Die Dolchstoßlegende bewirkte, dass viele Bürger negativ gegenüber der Demokratie und dem Kommunismus eingestellt waren. • Eine von der obersten Heeresführung verkündete Verschwörungstheorie • Sie besagt, dass das Militär keinesfalls durch militärische Schwäche besiegt wurde: Die Soldaten seien auf dem Feld/in der Schlacht unbesiegt geblieben • Die Niederlage des ersten Weltkrieges sei den demokratischen, vor allem Linken, Politikern sowie der Sozialdemokratie verschuldet, da Zivilisten durch diese Politik den eigenen Soldaten mit einem bildlich gestehenden Dolchstoß von hinten" erstachen. => In die Welt gesetzt, um die Schuld der Niederlage vom Militär abzuleiten und den linken Politikern stattdessen zu geben. => Der Dolch wird durch revolutionäre Ereignisse in Deutschland sowie den damit verbundenen Protesten und Aufständen repräsentiert. => Der Dolch trifft die Armee in den Rücken und verursacht so die Niederlage -> Selbstmord in der Nation Verschwörungstheorie, die die Schuld an der Niederlage des Deutschen Reiches im ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokraten abwälzen sollte. Sie diente rechten Gruppen und Parteien zur Propaganda gegen den Versailler Vertrag, die Linksparteien und die Weimarer Verfassung. Parteien im Überblick SPD (1921) Hat mit Revolution 1918/19 die pol. Führungsrolle. Nutzt diese im Bündnis mit bürgerlichen Parteien für Begründung einer parlamentarisch-demokratischen Republik. Bleibt bis 1932 stärkste pol. Gruppierung. Schaffen es dennoch nicht, SPD zu einer linken Volkspartei umzuformen, sondern eher Konflikt zwischen ideologischer Grundsatztreue und Erfordernissen der Regierungsverantwortung. KPD (1919) Schon seit Beginn der WR innerlich gespalten. Mehrheit: Zusammenarbeit mit SPD und Kurs sozialistischer Reformen vs. Linker Flügel: radikalsozialistisches Programm des Spartakusbundes USPD radikalisiert sich nach Scheitern der Kooperation mit SPD und bricht. 1920 auseinander → aus. Spartakusbund hervorgegangene KPD steigt zur Massenpartei der Arbeiterschaft auf. Nach dem Januaraufstand 1919 wurden die KPD-Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und kurz darauf das Gründungsmitglied Leo Jogiches ermordet. Ziele KPD : Beseitigung der pol. Unterdrückung der Arbeiterschaft und Aufhebung der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse Ersetzen der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse durch sozialistische Produktionsordnung. Voraussetzung dafür ist Beseitigung der pol. Macht des Bildungsbürgertums und Ersetzung durch eine Diktatur des Proletariats. Ziele USPD: Rätesystem und revolutionären Rätekongress als Gegenstück zu kapitalistischen Staat und dem Machtwillen des Bildungsbürgertums. Ziele: demokratische Republik, Herrschaft des freien Volkswillens über die Wirtschaft, Erneuerung der Gesellschaft im Geiste sozialistischen Gemeinsinns. Erhaltung der staatliche Ordnung Demokratische Republik als unwiderruflich gegebene Staatsform (vergleiche Wahlplakat in Deutschlandfarben) Zentrum (1922) Katholische Weltanschauungspartei. Sozialer Einzugsbereich: großes Spektrum adliger Großgrundbesitzer bis zu christlichen Gewerkschaftlern. Mehrheit trägt parlamentarisch-demokratische Republik (oft nicht ohne innere Vorbehalte). Bayrische Volkspartei will jedoch monarchische Restauration. 1919-1932: wichtige ausgleichende Kraft, an allen Reichsregierungen beteiligt, stellt mehrfach (5 Mal) den Kanzler. Stabile Partei →→ Koalitionsfähig.. Ziele: sieht sich als Verfassungspartei mit christlicher Staatsauffassung. Lehnt gewaltsamen Umsturz dieser ab. Deutscher Volksstaat, der verfassungsmäßig durch den Willen des Volkes bestimmt wird. Volk muss als Träger der Staatsgewalt mit dem Bewusstsein der Verantwortung für die Staatsgeschicke erfüllt sein. Keine Klasse oder Kaste ist mit dem Wesen des Volksstaates vereinbar. DVP (1919)/ DDP (1919) Ziele DVP: Wiederaufbau des Reiches, deshalb Mitarbeit innerhalb der jetzigen. Staatsform, sofern es die pol. Grundsätze erlauben. Forderung nach dt. Einheitsstaat mit weitgehender Selbstverwaltung und Sicherung der einzelnen Landschaften. Will gesetzmäßig ausgerichtetes Kaisertum nach dem freien Entschluss des Volkes Liberale spalten sich 1918/1919 in zwei Parteien: linksliberale Deutsche Demokratische Partei (zunächst deutlich stärker) und Deutsche Volkspartei. DNVP (1920) DDP unterstützt Republik nachhaltig. Aber: beide Parteien vermögen längerfristig jedoch nicht mehr, breite bürgerliche Wählerschichten dauerhaft an sich zu binden → Splitterparteien Ziele DDP: Schutz und Durchführung der Weimarer Verfassung Deutsche Republik muss ein Volksstaat sein und zugleich auch ein Rechtsstaat. Erstreben die Einheit des Reiches (Eigenart der deutschen Stämme soll erhalten und berücksichtigt werden). Nachfolgeorganisation der beiden konservativen Parteien des Kaiserreichs. Will Monarchische Staatsform und vertritt Interessen der Landwirtschaft und Schwerindustrie. Schwankt zwischen grundsätzlicher Opposition zur Weimarer Ordnung und begrenzter Mitarbeit. 1925+1927: Regierungsbeteiligung innerparteilich heftig umstritten → rechter Flügel setzt sich durch, entscheidender Kurs gegen Republik wird festgelegt und endet in einer Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten. Ziele: Monarchische Staatsform, da sie Eigenart und geschichtlicher Entwicklung des dt. Volkes entspricht. Erneuerung des deutschen Kaisertums mit einzelnen deutschen Kleinstaaten und einer Einheit des Volkes. Das Krisenjahr 1923 1. Besetzung des Ruhrgebiets Eskalation mit den Siegermächten in Europa, denn Deutschland muss Reparationen zahlen Problem: - schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland und Geld verliert seinen Wert · Das führt dazu, dass Deutschland mit seinen Rückzahlungen und Lieferungen im Rückstand ist - Die Reparaturen müssen aber sicher gestellt werden und deshalb besetzen Frankreich & Belgien das Ruhrgebiet · Deutschland kann sich NICHT wehren- also werden die Bürger zum passiven - Widerstand (z.B. Arbeitsverweigerung) aufgerufen - Gehälter und Unterstützungsgehälter werden ausgezahlt, indem man mehr Geld druckt Im Ruhrgebiet: aufgeheizte Stimmung wegen des Streikes, Gewaltausbruch und Tote 2. Die Hyperinflation Inflation Definition: Unter Inflation verstehen wir eine Verminderung des Geldwertes oder eine Steigung des allgemeinen Preisniveaus. Wörtlich übersetzt heißt Inflation „aufblasen“ oder „aufblähen". Wächst die Geldmenge in einem Land schneller als die Produktion dort, steigt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen an.. In dem Krisenjahr 1923 fand die Hyperinflation statt. Es wurden mehr Scheine gedruckt: zuerst um während dem Krieg die Soldaten, Waffen und Munition zu zahlen, danach um den streikenden Arbeitern im Ruhrgebiet weiterhin ihre Löhne zahlen zu können. Dadurch kam es unter anderem zu einer Verknappung von Münzgeld. Selbst das angesparte Notgeld vieler Bürger verlor seinen Wert. Alles wurde so teuer, dass man nicht einmal mehr das Porto für einen Brief von 10 Millionen Mark zahlen konnte oder den Brotpreis am Höhepunkt von 262 Millionen Mark. Beispiele für den Preisverfall. Am 9. Juni 1923 kostete in Berlin: 1 Ei - - 800 Mark 1 Liter Milch 1440 Mark 1 Kilo Kartoffeln - 5000 Mark 1 Straßenbahnfahrt - 600 Mark 1 Dollar entsprach 100.000 Mark. Am 2. Dezember 1923 kostete in Berlin: 1 Ei 320 Milliarden Mark 1 Liter Milch - 360 Milliarden Mark 1 Kilo Kartoffeln 90 Milliarden Mark 1 Straßenbahnfahrt - 50 Milliarden Mark 1 Dollar entsprach 4,21 Billionen Mark. -

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GLANZ Die Dolchsto Blegende von Paul von Hindenburg Die Dolchstoßlegende bewirkte, dass viele Bürger negativ gegenüber der Demokratie und dem Kommunismus eingestellt waren. • Eine von der obersten Heeresführung verkündete Verschwörungstheorie • Sie besagt, dass das Militär keinesfalls durch militärische Schwäche besiegt wurde: Die Soldaten seien auf dem Feld/in der Schlacht unbesiegt geblieben • Die Niederlage des ersten Weltkrieges sei den demokratischen, vor allem Linken, Politikern sowie der Sozialdemokratie verschuldet, da Zivilisten durch diese Politik den eigenen Soldaten mit einem bildlich gestehenden Dolchstoß von hinten" erstachen. => In die Welt gesetzt, um die Schuld der Niederlage vom Militär abzuleiten und den linken Politikern stattdessen zu geben. => Der Dolch wird durch revolutionäre Ereignisse in Deutschland sowie den damit verbundenen Protesten und Aufständen repräsentiert. => Der Dolch trifft die Armee in den Rücken und verursacht so die Niederlage -> Selbstmord in der Nation Verschwörungstheorie, die die Schuld an der Niederlage des Deutschen Reiches im ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokraten abwälzen sollte. Sie diente rechten Gruppen und Parteien zur Propaganda gegen den Versailler Vertrag, die Linksparteien und die Weimarer Verfassung. Parteien im Überblick SPD (1921) Hat mit Revolution 1918/19 die pol. Führungsrolle. Nutzt diese im Bündnis mit bürgerlichen Parteien für Begründung einer parlamentarisch-demokratischen Republik. Bleibt bis 1932 stärkste pol. Gruppierung. Schaffen es dennoch nicht, SPD zu einer linken Volkspartei umzuformen, sondern eher Konflikt zwischen ideologischer Grundsatztreue und Erfordernissen der Regierungsverantwortung. KPD (1919) Schon seit Beginn der WR innerlich gespalten. Mehrheit: Zusammenarbeit mit SPD und Kurs sozialistischer Reformen vs. Linker Flügel: radikalsozialistisches Programm des Spartakusbundes USPD radikalisiert sich nach Scheitern der Kooperation mit SPD und bricht. 1920 auseinander → aus. Spartakusbund hervorgegangene KPD steigt zur Massenpartei der Arbeiterschaft auf. Nach dem Januaraufstand 1919 wurden die KPD-Führer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und kurz darauf das Gründungsmitglied Leo Jogiches ermordet. Ziele KPD : Beseitigung der pol. Unterdrückung der Arbeiterschaft und Aufhebung der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse Ersetzen der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse durch sozialistische Produktionsordnung. Voraussetzung dafür ist Beseitigung der pol. Macht des Bildungsbürgertums und Ersetzung durch eine Diktatur des Proletariats. Ziele USPD: Rätesystem und revolutionären Rätekongress als Gegenstück zu kapitalistischen Staat und dem Machtwillen des Bildungsbürgertums. Ziele: demokratische Republik, Herrschaft des freien Volkswillens über die Wirtschaft, Erneuerung der Gesellschaft im Geiste sozialistischen Gemeinsinns. Erhaltung der staatliche Ordnung Demokratische Republik als unwiderruflich gegebene Staatsform (vergleiche Wahlplakat in Deutschlandfarben) Zentrum (1922) Katholische Weltanschauungspartei. Sozialer Einzugsbereich: großes Spektrum adliger Großgrundbesitzer bis zu christlichen Gewerkschaftlern. Mehrheit trägt parlamentarisch-demokratische Republik (oft nicht ohne innere Vorbehalte). Bayrische Volkspartei will jedoch monarchische Restauration. 1919-1932: wichtige ausgleichende Kraft, an allen Reichsregierungen beteiligt, stellt mehrfach (5 Mal) den Kanzler. Stabile Partei →→ Koalitionsfähig.. Ziele: sieht sich als Verfassungspartei mit christlicher Staatsauffassung. Lehnt gewaltsamen Umsturz dieser ab. Deutscher Volksstaat, der verfassungsmäßig durch den Willen des Volkes bestimmt wird. Volk muss als Träger der Staatsgewalt mit dem Bewusstsein der Verantwortung für die Staatsgeschicke erfüllt sein. Keine Klasse oder Kaste ist mit dem Wesen des Volksstaates vereinbar. DVP (1919)/ DDP (1919) Ziele DVP: Wiederaufbau des Reiches, deshalb Mitarbeit innerhalb der jetzigen. Staatsform, sofern es die pol. Grundsätze erlauben. Forderung nach dt. Einheitsstaat mit weitgehender Selbstverwaltung und Sicherung der einzelnen Landschaften. Will gesetzmäßig ausgerichtetes Kaisertum nach dem freien Entschluss des Volkes Liberale spalten sich 1918/1919 in zwei Parteien: linksliberale Deutsche Demokratische Partei (zunächst deutlich stärker) und Deutsche Volkspartei. DNVP (1920) DDP unterstützt Republik nachhaltig. Aber: beide Parteien vermögen längerfristig jedoch nicht mehr, breite bürgerliche Wählerschichten dauerhaft an sich zu binden → Splitterparteien Ziele DDP: Schutz und Durchführung der Weimarer Verfassung Deutsche Republik muss ein Volksstaat sein und zugleich auch ein Rechtsstaat. Erstreben die Einheit des Reiches (Eigenart der deutschen Stämme soll erhalten und berücksichtigt werden). Nachfolgeorganisation der beiden konservativen Parteien des Kaiserreichs. Will Monarchische Staatsform und vertritt Interessen der Landwirtschaft und Schwerindustrie. Schwankt zwischen grundsätzlicher Opposition zur Weimarer Ordnung und begrenzter Mitarbeit. 1925+1927: Regierungsbeteiligung innerparteilich heftig umstritten → rechter Flügel setzt sich durch, entscheidender Kurs gegen Republik wird festgelegt und endet in einer Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten. Ziele: Monarchische Staatsform, da sie Eigenart und geschichtlicher Entwicklung des dt. Volkes entspricht. Erneuerung des deutschen Kaisertums mit einzelnen deutschen Kleinstaaten und einer Einheit des Volkes. Das Krisenjahr 1923 1. Besetzung des Ruhrgebiets Eskalation mit den Siegermächten in Europa, denn Deutschland muss Reparationen zahlen Problem: - schlechte wirtschaftliche Lage in Deutschland und Geld verliert seinen Wert · Das führt dazu, dass Deutschland mit seinen Rückzahlungen und Lieferungen im Rückstand ist - Die Reparaturen müssen aber sicher gestellt werden und deshalb besetzen Frankreich & Belgien das Ruhrgebiet · Deutschland kann sich NICHT wehren- also werden die Bürger zum passiven - Widerstand (z.B. Arbeitsverweigerung) aufgerufen - Gehälter und Unterstützungsgehälter werden ausgezahlt, indem man mehr Geld druckt Im Ruhrgebiet: aufgeheizte Stimmung wegen des Streikes, Gewaltausbruch und Tote 2. Die Hyperinflation Inflation Definition: Unter Inflation verstehen wir eine Verminderung des Geldwertes oder eine Steigung des allgemeinen Preisniveaus. Wörtlich übersetzt heißt Inflation „aufblasen“ oder „aufblähen". Wächst die Geldmenge in einem Land schneller als die Produktion dort, steigt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen an.. In dem Krisenjahr 1923 fand die Hyperinflation statt. Es wurden mehr Scheine gedruckt: zuerst um während dem Krieg die Soldaten, Waffen und Munition zu zahlen, danach um den streikenden Arbeitern im Ruhrgebiet weiterhin ihre Löhne zahlen zu können. Dadurch kam es unter anderem zu einer Verknappung von Münzgeld. Selbst das angesparte Notgeld vieler Bürger verlor seinen Wert. Alles wurde so teuer, dass man nicht einmal mehr das Porto für einen Brief von 10 Millionen Mark zahlen konnte oder den Brotpreis am Höhepunkt von 262 Millionen Mark. Beispiele für den Preisverfall. Am 9. Juni 1923 kostete in Berlin: 1 Ei - - 800 Mark 1 Liter Milch 1440 Mark 1 Kilo Kartoffeln - 5000 Mark 1 Straßenbahnfahrt - 600 Mark 1 Dollar entsprach 100.000 Mark. Am 2. Dezember 1923 kostete in Berlin: 1 Ei 320 Milliarden Mark 1 Liter Milch - 360 Milliarden Mark 1 Kilo Kartoffeln 90 Milliarden Mark 1 Straßenbahnfahrt - 50 Milliarden Mark 1 Dollar entsprach 4,21 Billionen Mark. -