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Christologie

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I. Christologie
Historischer Jesus vs. Christus des Glaubens
->kontroverse Person (konfliktreiches Auftreten, Aufersteh

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ABI-ZUSAMMENFASSUNG I. Christologie Historischer Jesus vs. Christus des Glaubens ->kontroverse Person (konfliktreiches Auftreten, Auferstehung (faktisch nicht erklärbar (physikalische Gesetze), Glaube setzt ein) Kenntnisse über den historischen, politischen und religiösen Hintergrund der Zeit Jesu, in Einarbeitung der Reich-Gottes-Botschaft und die Auseinandersetzung mit dem Auferstehungsglaube verhelfen zu einem sachgerechten Urteil über die Person Jesu und können es ermöglichen, das Evangelium von Jesus Christus als auch heute befreiende Kraft wahrzunehmen. Die Auseinandersetzung mit der Rezeption des Christusglaubens in der Geschichte macht frei gegenüber zeitbedingten Jesusbildern. ANNÄHERUNG AN DIE PERSON Jesus in unserer Lebenswelt Nicht mit dem historischen Jesus gewinnen die Christen neue Anhänger“ (Z. 31). Erörtern Sie, inwiefern diese These für heute zutrifft. • Findet nur der historische Jesus Beachtung, wird dieser eventuell nur als eine überragende Figur der Geschichte gesehen; seine Bedeutung für das persönliche Heilsgeschehen bleibt unbeachtet. • Ohne Rückbindung an den historischen Jesus verkäme der Christusglaube zu einer Ideologie oder Mythologie. • Die Evangelien schenken dem historischen Jesus wenig Beachtung. Sie konzentrieren sich auf den Glauben der ersten Christen an den auferstandenen Christus, welchen sie weitergeben wollen. • Christsein bedarf des Glaubens an den Auferstandenen neben der Orientierung am historischen Jesus. Anhängern, wie z.B. M. Ghandi, genügt Letzteres. • In Jesu Leben und Botschaft gibt es viel Überzeugendes, wobei er in seiner menschlichen Gestalt heute teilweise als unzeitgemäß abgelehnt wird. • Trotz schwieriger Quellenlage...

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kann genügend Sicheres gesagt werden über den historischen Jesus, was als Maßstab zur Korrektur problematischer Jesusbilder dienen könnte. • Manche Menschen ließen sich eher durch relativ gesicherte Aussagen über den Menschen Jesus als durch Bekenntnisse überzeugen. Untersuchen Sie allgemein oder an Beispielen die Frage, inwiefern Jesus Menschen von heute faszinieren oder provozieren kann. Menschen setzen sich mit Jesus auseinander, z. B. theologisch-philosophisch oder künstlerisch (z. B. in Jesus-Filmen, Oratorien, Musicals, Liedern). Seine Faszination oder Provokation kann prägend sein für den persönlichen Lebensweg. In der Untersuchung kann aufgezeigt werden, dass Jesu Leben und Botschaft noch heute faszinieren und provozieren, aber auch nicht nachvollziehbar, fremd sein können. Was an ihm fasziniert und provoziert, steht häufig aktuellen Wertvorstellungen diametral gegenübergesetzt: • Jesu radikale Hinwendung zu den Menschen passt nicht zu der Verabsolutierung individueller Selbstbehauptung und Autonomie. • Seine absolute Gottesnähe verträgt sich nicht mit der Ideologie der innerweltlichen Befreiung und Selbsterlösung. • Das ihn prägende grenzenlose Vertrauen auf Gott steht den Machbarkeits- und Allmachtsphantasien sowie dem Bedürfnis nach totaler Daseinsvorsorge gegenüber. • Sein Appell zur Versöhnung passt nicht zur Angst vor Übervorteilung und Einforderung des eigenen „guten Rechtes". • Der von ihm ausgehende Ruf zur Nachfolge und sein Einsatz für die Wahrheit korrespondieren nicht mit Indifferentismus und „Patchworkreligiosität“. In der Untersuchung kann auch aufgezeigt werden, dass eine Orientierung an Jesus oft eklektisch sowie reduktionistisch und immer zeitbedingt geschieht. Jesus bekannt und fremd unterschiedliche Jesusbilder ->Einseitige Jesusbilder stehen in der Gefahr, Jesus und seine Botschaft zu verkürzen. z.B. Jesusdarstellungen als verklärter Romantiker oder Jesus der Revolutionär. Am Beispiel des sog. „frommen Gebrauchsbildes" wird deutlich, dass Jesus jenseits aller diesseitigen Probleme steht. Dieser Jesus fordert nichts und stellt keine Ansprüche. Der Sozialromantiker wird ,farblos" und blass. Das entspricht manchem Bedürfnis der Menschen dort, wo Religion zu hohe Anforderungen, Gebote, Normen aufstellt, wo sich Menschen überfordert fühlen und ihre Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit gerade im religiösen Bereich zu kurz kommen. All diese Bilder verkürzen und verzerren Jesus. Er wird farblos und somit auch die Religion. Religion bleibt ohne Forderungen und ohne Konsequenzen. Es ist kein Profil der Religion mehr zu erkennen. Doch Jesus erkennt Ungerechtigkeiten, Machtmissbrauch und Gewalt. (vgl. Seligpreisungen, Feindesliebe, Umgang mit der Ehebrecherin, Kritik an den Pharisäern, Souveränität gegenüber den jüdischen Geboten). Historisch gesichertes über Jesus, Quellen und Fakten historisch gesichert ist überraschend wenig: Jesus hat im 1. Drittel des 1. Jahrhunderts gelebt, ist etwa um das Jahr 0 geboren und etwa um das Jahr 30 hingerichtet worden (Die alte Kirche überliefert 33 als „Alter des Herrn", das lässt sich aber nicht überprüfen als gesichert kann außerdem gelten, dass Jesus gepredigt und verkündigt hat. Als Jude: vom jüdischen geprägt war und mit den jüdischen Autoritäten seiner Zeit in Konflikt geriet ->Als Weisheitslehrer aufgetreten ● ● ● Jesus selber hat keine schriftlichen Quellen hinterlassen Jesus wird in einigen Dokumenten auch außerhalb des biblischen Kontextes erwähnt, etwa bei dem jüdischen Historiker Flavius Josephus oder in einem Brief des Römers Plinius der Jüngere an Kaiser Trajan ->Er hat existiert (keine Fiktion), Faktum außerhalb der Bibel, 2 Erwähnungen außerhalb des Neutestamentlichen Kontexts ● Die Evangelien hingegen können nicht einfach als biografische Sachtexte gelesen werden. Sie sind ihrer Gattung nach Glaubenstext, die als Botschaft von der Menschwerdung Gottes in Christus verkünden wollen ->Haupttexte = Confessio, kein biographischer Zugang (nicht historische- faktizität), sondern Darstellung Jesus als Messias (theologischer, persönlicher Ausdruck) Zeit und Umwelt Jesu 1.1. Die sozialpolitische Lage zur Zeit Jesu lebte und wirkte in der Gegend die wir heute als Israel bzw. Palästina kennen Mit dem Begriff Evangelien (wörtlich frohe Botschaft), wird eine neutestamentliche Schrift bezeichnet, die von Jesu Leben, Tod und Auferstehung erzählt. Die ersten vier Bücher des NT sind Evangelien und werden den Evangelisten Mt, Mk, Lk und Joh zugeschrieben. Der Raum war klimatisch und wegen der Bodenverhältnisse zweigeteilt. Der Norden mit Galiäa und der Gegend um den See Gennesaret war ausgesprochen fruchtbar und ernährte die Menschen durch Landwirtschaft und Fischerei, während der karge, gebirgige Süden mit Judäa und Jerusalem als politisches, religiöses Zentrum den Handel und das Handwerk förderte. Nazareth (Heimatstadt Jesu) lag im Nordreich Israel ->zog gegen Ende seines Wirkens nach Jerusalem in den Süden Das Römische Reich hatte die zentrale Macht in Rom und den gesamten Mittelmeerraum militärisch besetzt. Aufgeteilt in Provinzen und mithilfe von Satthaltern als oberste ● Verwaltungsbeamte politisch unter seiner Kontrolle gebracht. Jesus stand mit dem Präfekten des Kaisers Tiberius Pontius Pilatus im Konflikt. Dieser verhängte die Todesstrafe. Wirtschaftlich profitierte Rom, indem es die Provinzen mit einem Steuersystem belastete. Mithilfe von Zöllnern (einheimische Steuerpächter), die auf eigene Rechnung Abgaben und Zölle von Bauern und Fischern, Handwerkern und Händlern eintrieben. Diese Einnahmen flossen nach dem System in die römische Staatskasse, die damit ihren Lebensstandard finanzierten oder weitere militärische Maßnahmen veranlassten. Oberster Herrscher des Römischen Reiches war Kaiser Augustus Oktavian, Adoptivsohn des vergöttlichten C. Julius Cäsar und hatte Aussichten ebenfalls als Gott verehrt zu werden. Er hat alle Mitwerber um die Führung im Römischen Reich beseitigt und ein System installiert hatte, das ihm als „Ersten unter Gleichen“ (primus inter pares) völligen Einfluss garantierte. Besonders: das Jüdisches Volk mit der Haupt- und Tempelstadt Jerusalem als Zentrum Im Tempel verehrten die Juden ihren Gott (nicht einen Kaiser), den einen und einzigen Gott. Dieser strenge Monotheismus unterschied das jüdische Volk von den anderen Völkern des Mittelmeerraums, ebenso wie die zahlreichen rituellen Gebote, die es genau wie die ethischen Weisungen, als Ausdruck und Vollzug des Bundes mit Gott ansah. Im Tepel gab es keine Gottesbilder, sondern er wurde mit den örtlichen üblichen Brand- und Schlachtopfern verehrt. Außerdem entwickelte sich eine weitere Form der Gottesverehrung. Es wurden in der Gegend viele Synagogen gebaut. Dort versammelten sich die Menschen und es wurden Lesungen abgehalten und Auslegungen der Heiligen Schrift des Judentums, der Tora, verkündet. Die Juden sehen sich als von Gott außerwähltes Volk, mit dem sie einen exklusiven Bund haben. Das Volk bleibt in dem Bund, wenn die göttlichen Weisungen in der Tora eingehalten werden. 1.2. Das religiöse Umfeld Nach dem Markusevangelium (vgl. Mk 2,1-3,6) kam es kurz nach dem ersten öffentlichen Auftreten Jesus zu einer Reihe von Streitgesprächen. Zentraler Punkt der Auseinandersetzungen ist das jesuanische Verhältnis zu Sündern, sowie das Sabbatverständnis bzw. seine Tora-Auslegung. Als Gegner Jesu treten gemäß der Darstellung in den Evangelien immer wieder Schriftgelehrte bzw. Pharisäer. Die meisten Anhänger Jesu kamen aus der Mittelschicht (Bauern, Kaufleute oder Handwerker und lebten streng nach der Tora) Pharisäer: -Mittelschicht: Bauern; Kaufleute, Handwerker -von Evangelisten ablehnend -strenge Einhaltung religiöser Vorschriften der Tora ->Eigenausgelegt -Betonung der jüdischen Identität -Messias kommt am Tag, an dem alle Juden Gesetze einhalten Besatzer, Wiederstandskämpfer -Glaube an ein Anrecht des jüdischen Volkes auf das Land Palästina -Hoffnung auf einen politischen Messias, Vorbereitung durch Kämpfe gegen die Römer ,,Schriftgelehrte": -Im NT erwähnt -keine Partei, Berufsstand -Luther-Übersetzung: respektvolle Anrede eines jüdischen Gesetzeslehrer -offizielle Tempelpriester und zugehörig in anderen religiösen Parteien JESUS UND DAS REICH GOTTES Gemeinsamkeiten -Anerkennung der 5 Bücher Mose als Offenbarungsschrift -Glaube an Gott und seinem Bund Sama -allen -schri Tempel - messianische Hoffnung lag in einem neuen Mose (5Mose 18,15-19) -Ablehnung römischer Besatzung -Juden sehen sie als Fremde mit dem Volk Israel -Messias-Erwartung Die Tora ist der erste Teil der hebräischen Bibel (Tenach) und entspricht den fünf Büchern ener Essener: -alle gesellschaftlichen Schichten in klosterähnlichen Siedlungen -Schriften in den Höhlen von Qumran erhalten -rigorose Auslegung der Tora und penible Beachtung von Reinheitsgeboten -Ablehnung des Tempelkults -asketisches Leben am Toten Meer -Hoffnung an priesterlichen, königlichem Messias -Ablehnung der Besatzungsmacht Saduzzäer: -Oberschicht: Priesteradel, Großgrundbesitzer -Ausrichtung auf den Tempelkult -Ablehnung des Auferstehungsglaubens, sowie einer mündlichen Tradition der Tora -Zusammenarbeit mit Fremdherrschern Wirken Jesus (Der Jude Jesus: religiöse Sozialisation (als Jude aufgewachsen und geprägt), spricht im jüdischen Kontext und weiß, dass er Konflikt erregt (Grund für Hinrichtung) 1. Jesus als Bote der Gottesherrschaft ,,Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehret um, und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,15) Im Zentrum der Verkündigung steht die Botschaft des Reichs Gottes (Basileia-Botschaft). Sie prägt das Wirken Jesus- sei es in seinen Worten (z.B. Gleichnisse, Bergpredigt oder Wundertaten) Hintergrund ist der alttestamentliche-jüdische Hintergrund der Rede vom Königtums Jahwes, die ab dem 4. Jhd. Vor Christus zunehmend apokalyptische Züge annimmt, d.h. die Erwartung der Gottesherrschaft verschiebt sich auf die Endzeit. Jesus steht insofern in dieser Tradition, als dass er mit der Sündenvergebung ein typisches Kennzeichen der Endzeit (Jer 31,31-34) ins Zentrum seiner Basileia-Botschaft rückt. Diese weist folgende Charakteristika auf: Vergebungsbotschaft, d.h. Jesus verkündet den Anbruch des Reiches Gottes als bedingungslose, heilvolle Zuwendung Gottes zu den Menschen, auch den Sünden. Zuspruch als Anspruch, d.h. Aus der Heilszusage im Indikativ (Zuspruch) folgt die Konsequenz der Imperativ der Umkehrforderung (Anspruch). Die Grundstruktur der Basileia-Botschaft Jesu lässt sich auf die Formel „Indikativ vor Imperativ“ bringen (vgl. Mt. 18,23-35) Heil und Gericht, d.h. die Botschaft schließt den Gerichtsgedanken nicht aus, sondern berücksichtigt mit dem Gericht die Möglichkeit, das göttliche Heilsangebot durch Weigerung zur Umkehr auszuschlagen und damit die Rettung durch Gott zu verwirken. Insgesamt ergehen die Gerichtsworte als Mahnung, nicht als Drohung Spannung zwischen „schon“ und „noch nicht“, d.h. das Reich Gottes ist schon zeichenhaft angebrochen (vgl. Lk 11,20), aber noch nicht vollendet (eschatologischer Vorbehalt) (Lk,11,2) Die Menschen sind aufgefordert, an der Vollendung dieses Reiches mitzuarbeiten. ->Er verkündet die Gegenwart der Gottesherrschaft als bedingungslose Heilstat, aus deren Indikativ der Imperativ der Umkehr folgt. Dabei gibt es eine Spannung zwischen der Heilszusage (schon da) und der erwarteten Vollendung des Heiles (noch nicht), bezeichnet als eschatologischer Vorbehalt (zwischen der bereits angebrochenen und erst zukünftig vollendeten Gottesherrschaft) • die Entmachtung des Bösen und die Übernahme der Herrschaft durch Gott, • die Erfüllung der alttestamentlichen Heilshoffnungen auf Erden und die Überwindung des Übels auf der Welt (z.B. Krankheiten), ● die Hinwendung Gottes zu allen Menschen, besonders zu den „Verlorenen“,; Das Reich Gottes ist nicht durch Macht und Reichtum gekennzeichnet, sondern durch kleine Anfänge, vgl. Gleichnis vom Senfkorn • die Annahme des Heilsangebotes Gottes seitens der Menschen mit der Konsequenz, dass sie sich verändern, dadurch, • das Gelten neuer Maßstäbe im Umgang mit den Mitmenschen durch die Zuwendung Gottes, beispielsweise Gewaltlosigkeit, Barmherzigkeit, Versöhnung, Nächsten- und Feindesliebe, Jesus befreit von den angstmachenden Gottesbildern Gott darf als "Abba", dieser privaten, familiären Form angesprochen werden. • der Beginn der Zeit des Heilen durch Auftreten und Wirken Jesu, an deren Durchsetzen und Wachsen alle mitarbeiten, wobei Gott selbst sein Reich vollenden wird. Bei allen Wundern • wird das Angebrochensein, die Gegenwärtigkeit und die noch ausstehende Vollendung des Reiches Gottes (eschatologischer Vorbehalt) deutlich; ● ist die Überzeugung vorausgesetzt, dass Jesus von Gott bevollmächtigt ist; sie kann dies bestätigen und den Glauben stärken. Im Kontext von Wundern: • Krankenheilungen vergegenwärtigen die Überwindung konkreten Übels, • Dämonenaustreibungen verdeutlichen die Entmachtung des Bösen, • die Speisungswunder verleihen dem Auftrag an die eucharistische Gemeinde, Nächstenliebe zu praktizieren, einen besonderen Nachdruck, • Sündenvergebungen verdeutlichen die Ganzheitlichkeit des Heiles. 2. Jesus als Weisheitslehrer und Prediger Die Gleichnisse Jesu: Das Reich Gottes ist Inhalt vieler Gleichnisse. Dabei handelt es sich um Erzähltexte, bei denen das Bildmaterial (Bildebene) auf eine Sachaussage (Sachebene) verweist. Bsp.: ,,Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg" in der Gleichnisauslegung (vgl. Mt 20,1-16) Bildebene -Ein Weinbergbesitzer zieht mehrmals am Tag aus, um Arbeiter anzuwerben. -Eine Lohnvereinbarung wird nur bei der 1. Rinde getroffen, während den Arbeitern der 3.,6.,9. Und 11. h ein gerechter Lohn zugesagt wird. -Die Arbeiter der 1. Stunde protestieren neo der Lohnauszahlung, da ihr Lohn im Verhältnis, zu dem der anderen nicht proportional zum Arbeitsumfang ausfällt. Sie empfinden den gleichen Lohn für ungleiche Arbeit als ungerecht. -POINTE: Der Gutbesitzer erweist sich durch seine Güte nicht als ungerecht gegenüber den Arbeitern der 1.h da sie den vereinbarten Lohn erhalten. Sachebene -Gesetzesfromme, die gegen Jesus Verkündigung des zuvorkommenden gültigen Gottes Einspruch erhaben, sind primäre Adressaten. Sie bezweifeln, dass ein den Sündern zugewandter Gott gegenüber den Frommen gerecht ist. -POINTE: Die Güte Gottes den Sündern gegenüber bringt den Frommen keinen Nachteil. -Umkehr immer möglich -Gottesgerechtigkeitsverständnis ist anders Die Bergpredigt (Mt 5-7) Einleitung (Mt 5,1-16): Situationsangabe, Verheißung und Zusprüche 1. Hauptteil (Mt 5,17-48): Jesu Bekenntnis zur Gültigkeit des Gesetzes und dessen Radikalisierung im Rahmen der Antithesen 2. Hauptteil (Mt 6, 1-7,12): ethische Einzelweisungen (z.b. Almosengeben, Feindesliebe, Beten, Fasten) Mahnung zur Umkehr und Abschluss (Mt 7,13-29) -> Seligpreisung, Antithesen, Goldene Regel, Vater unser Jesus-ein neuer Mose? Situationsangabe der Bergpredigt erinnert an Mose, der nach Ex 19,3ff. auf den Berg Sinai stieg. Daraus wurde geschlossen, dass Jesus im Rahmen der Bergpredigt als neuer Mose auftritt. Gegen diese Parallelisierung spricht, dass Jesu Mose überbiete: Mose empfängt Gesetzestafeln, Jesu lehrt in der Vollmacht als Gottessohn. Das Bergmotiv ist das Signal für die sich ereignende Gottesoffenbarung. Dass die Bergpredigt im Horizont des Gottesreiches steht, wird besonders deutlich in den Antithesen (Mt 5,21-48). Mit diesen Gesetzesansprüchen macht Jesus deutlich, welche Konsequenzen für die Menschen mit Anbruch der Gottesherrschaft erwachsen, z.B. im Blick auf Konflikt mit Mitmenschen. Aufhebung des Mosesgesetzes? Währen der Begriff „Antithese“ nahelegt, Jesus habe die Tora aufgehoben und durch ein neues Ethos ersetzt, zeigt sich bspw. bei genauerer Betrachtung der Antithese ,,Vom Töten“, dass Jesus das fünfte Gebot (vgl. Ex 20,13; Dtn 5,17) weder aufhebt noch relativiert. Vielmehr erfolgt eine Radikalisierung, und zwar im Sinne einer das Provozierende und Neue der Botschaft Jesu) Verschärfung, d.h. man kann sich nicht mehr unter Verweise auf die Gesetzeserfüllung aus der Verantwortung für das Wohl des Nächsten stehlen. So bezieht Jesus das fünfte Gebot bereits auf Zorn-und nicht erst auf den Verstoß gegen das Dekaloggebot durch die böse Tat ● Verinnerlichung, d.h. Auch die innere Haltung zählt, nicht allein das Handeln

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Was an ihm fasziniert und provoziert, steht häufig aktuellen Wertvorstellungen diametral gegenübergesetzt: • Jesu radikale Hinwendung zu den Menschen passt nicht zu der Verabsolutierung individueller Selbstbehauptung und Autonomie. • Seine absolute Gottesnähe verträgt sich nicht mit der Ideologie der innerweltlichen Befreiung und Selbsterlösung. • Das ihn prägende grenzenlose Vertrauen auf Gott steht den Machbarkeits- und Allmachtsphantasien sowie dem Bedürfnis nach totaler Daseinsvorsorge gegenüber. • Sein Appell zur Versöhnung passt nicht zur Angst vor Übervorteilung und Einforderung des eigenen „guten Rechtes". • Der von ihm ausgehende Ruf zur Nachfolge und sein Einsatz für die Wahrheit korrespondieren nicht mit Indifferentismus und „Patchworkreligiosität“. In der Untersuchung kann auch aufgezeigt werden, dass eine Orientierung an Jesus oft eklektisch sowie reduktionistisch und immer zeitbedingt geschieht. Jesus bekannt und fremd unterschiedliche Jesusbilder ->Einseitige Jesusbilder stehen in der Gefahr, Jesus und seine Botschaft zu verkürzen. z.B. Jesusdarstellungen als verklärter Romantiker oder Jesus der Revolutionär. Am Beispiel des sog. „frommen Gebrauchsbildes" wird deutlich, dass Jesus jenseits aller diesseitigen Probleme steht. Dieser Jesus fordert nichts und stellt keine Ansprüche. Der Sozialromantiker wird ,farblos" und blass. Das entspricht manchem Bedürfnis der Menschen dort, wo Religion zu hohe Anforderungen, Gebote, Normen aufstellt, wo sich Menschen überfordert fühlen und ihre Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit gerade im religiösen Bereich zu kurz kommen. All diese Bilder verkürzen und verzerren Jesus. Er wird farblos und somit auch die Religion. Religion bleibt ohne Forderungen und ohne Konsequenzen. Es ist kein Profil der Religion mehr zu erkennen. Doch Jesus erkennt Ungerechtigkeiten, Machtmissbrauch und Gewalt. (vgl. Seligpreisungen, Feindesliebe, Umgang mit der Ehebrecherin, Kritik an den Pharisäern, Souveränität gegenüber den jüdischen Geboten). Historisch gesichertes über Jesus, Quellen und Fakten historisch gesichert ist überraschend wenig: Jesus hat im 1. Drittel des 1. Jahrhunderts gelebt, ist etwa um das Jahr 0 geboren und etwa um das Jahr 30 hingerichtet worden (Die alte Kirche überliefert 33 als „Alter des Herrn", das lässt sich aber nicht überprüfen als gesichert kann außerdem gelten, dass Jesus gepredigt und verkündigt hat. Als Jude: vom jüdischen geprägt war und mit den jüdischen Autoritäten seiner Zeit in Konflikt geriet ->Als Weisheitslehrer aufgetreten ● ● ● Jesus selber hat keine schriftlichen Quellen hinterlassen Jesus wird in einigen Dokumenten auch außerhalb des biblischen Kontextes erwähnt, etwa bei dem jüdischen Historiker Flavius Josephus oder in einem Brief des Römers Plinius der Jüngere an Kaiser Trajan ->Er hat existiert (keine Fiktion), Faktum außerhalb der Bibel, 2 Erwähnungen außerhalb des Neutestamentlichen Kontexts ● Die Evangelien hingegen können nicht einfach als biografische Sachtexte gelesen werden. Sie sind ihrer Gattung nach Glaubenstext, die als Botschaft von der Menschwerdung Gottes in Christus verkünden wollen ->Haupttexte = Confessio, kein biographischer Zugang (nicht historische- faktizität), sondern Darstellung Jesus als Messias (theologischer, persönlicher Ausdruck) Zeit und Umwelt Jesu 1.1. Die sozialpolitische Lage zur Zeit Jesu lebte und wirkte in der Gegend die wir heute als Israel bzw. Palästina kennen Mit dem Begriff Evangelien (wörtlich frohe Botschaft), wird eine neutestamentliche Schrift bezeichnet, die von Jesu Leben, Tod und Auferstehung erzählt. Die ersten vier Bücher des NT sind Evangelien und werden den Evangelisten Mt, Mk, Lk und Joh zugeschrieben. Der Raum war klimatisch und wegen der Bodenverhältnisse zweigeteilt. Der Norden mit Galiäa und der Gegend um den See Gennesaret war ausgesprochen fruchtbar und ernährte die Menschen durch Landwirtschaft und Fischerei, während der karge, gebirgige Süden mit Judäa und Jerusalem als politisches, religiöses Zentrum den Handel und das Handwerk förderte. Nazareth (Heimatstadt Jesu) lag im Nordreich Israel ->zog gegen Ende seines Wirkens nach Jerusalem in den Süden Das Römische Reich hatte die zentrale Macht in Rom und den gesamten Mittelmeerraum militärisch besetzt. Aufgeteilt in Provinzen und mithilfe von Satthaltern als oberste ● Verwaltungsbeamte politisch unter seiner Kontrolle gebracht. Jesus stand mit dem Präfekten des Kaisers Tiberius Pontius Pilatus im Konflikt. Dieser verhängte die Todesstrafe. Wirtschaftlich profitierte Rom, indem es die Provinzen mit einem Steuersystem belastete. Mithilfe von Zöllnern (einheimische Steuerpächter), die auf eigene Rechnung Abgaben und Zölle von Bauern und Fischern, Handwerkern und Händlern eintrieben. Diese Einnahmen flossen nach dem System in die römische Staatskasse, die damit ihren Lebensstandard finanzierten oder weitere militärische Maßnahmen veranlassten. Oberster Herrscher des Römischen Reiches war Kaiser Augustus Oktavian, Adoptivsohn des vergöttlichten C. Julius Cäsar und hatte Aussichten ebenfalls als Gott verehrt zu werden. Er hat alle Mitwerber um die Führung im Römischen Reich beseitigt und ein System installiert hatte, das ihm als „Ersten unter Gleichen“ (primus inter pares) völligen Einfluss garantierte. Besonders: das Jüdisches Volk mit der Haupt- und Tempelstadt Jerusalem als Zentrum Im Tempel verehrten die Juden ihren Gott (nicht einen Kaiser), den einen und einzigen Gott. Dieser strenge Monotheismus unterschied das jüdische Volk von den anderen Völkern des Mittelmeerraums, ebenso wie die zahlreichen rituellen Gebote, die es genau wie die ethischen Weisungen, als Ausdruck und Vollzug des Bundes mit Gott ansah. Im Tepel gab es keine Gottesbilder, sondern er wurde mit den örtlichen üblichen Brand- und Schlachtopfern verehrt. Außerdem entwickelte sich eine weitere Form der Gottesverehrung. Es wurden in der Gegend viele Synagogen gebaut. Dort versammelten sich die Menschen und es wurden Lesungen abgehalten und Auslegungen der Heiligen Schrift des Judentums, der Tora, verkündet. Die Juden sehen sich als von Gott außerwähltes Volk, mit dem sie einen exklusiven Bund haben. Das Volk bleibt in dem Bund, wenn die göttlichen Weisungen in der Tora eingehalten werden. 1.2. Das religiöse Umfeld Nach dem Markusevangelium (vgl. Mk 2,1-3,6) kam es kurz nach dem ersten öffentlichen Auftreten Jesus zu einer Reihe von Streitgesprächen. Zentraler Punkt der Auseinandersetzungen ist das jesuanische Verhältnis zu Sündern, sowie das Sabbatverständnis bzw. seine Tora-Auslegung. Als Gegner Jesu treten gemäß der Darstellung in den Evangelien immer wieder Schriftgelehrte bzw. Pharisäer. Die meisten Anhänger Jesu kamen aus der Mittelschicht (Bauern, Kaufleute oder Handwerker und lebten streng nach der Tora) Pharisäer: -Mittelschicht: Bauern; Kaufleute, Handwerker -von Evangelisten ablehnend -strenge Einhaltung religiöser Vorschriften der Tora ->Eigenausgelegt -Betonung der jüdischen Identität -Messias kommt am Tag, an dem alle Juden Gesetze einhalten Besatzer, Wiederstandskämpfer -Glaube an ein Anrecht des jüdischen Volkes auf das Land Palästina -Hoffnung auf einen politischen Messias, Vorbereitung durch Kämpfe gegen die Römer ,,Schriftgelehrte": -Im NT erwähnt -keine Partei, Berufsstand -Luther-Übersetzung: respektvolle Anrede eines jüdischen Gesetzeslehrer -offizielle Tempelpriester und zugehörig in anderen religiösen Parteien JESUS UND DAS REICH GOTTES Gemeinsamkeiten -Anerkennung der 5 Bücher Mose als Offenbarungsschrift -Glaube an Gott und seinem Bund Sama -allen -schri Tempel - messianische Hoffnung lag in einem neuen Mose (5Mose 18,15-19) -Ablehnung römischer Besatzung -Juden sehen sie als Fremde mit dem Volk Israel -Messias-Erwartung Die Tora ist der erste Teil der hebräischen Bibel (Tenach) und entspricht den fünf Büchern ener Essener: -alle gesellschaftlichen Schichten in klosterähnlichen Siedlungen -Schriften in den Höhlen von Qumran erhalten -rigorose Auslegung der Tora und penible Beachtung von Reinheitsgeboten -Ablehnung des Tempelkults -asketisches Leben am Toten Meer -Hoffnung an priesterlichen, königlichem Messias -Ablehnung der Besatzungsmacht Saduzzäer: -Oberschicht: Priesteradel, Großgrundbesitzer -Ausrichtung auf den Tempelkult -Ablehnung des Auferstehungsglaubens, sowie einer mündlichen Tradition der Tora -Zusammenarbeit mit Fremdherrschern Wirken Jesus (Der Jude Jesus: religiöse Sozialisation (als Jude aufgewachsen und geprägt), spricht im jüdischen Kontext und weiß, dass er Konflikt erregt (Grund für Hinrichtung) 1. Jesus als Bote der Gottesherrschaft ,,Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehret um, und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,15) Im Zentrum der Verkündigung steht die Botschaft des Reichs Gottes (Basileia-Botschaft). Sie prägt das Wirken Jesus- sei es in seinen Worten (z.B. Gleichnisse, Bergpredigt oder Wundertaten) Hintergrund ist der alttestamentliche-jüdische Hintergrund der Rede vom Königtums Jahwes, die ab dem 4. Jhd. Vor Christus zunehmend apokalyptische Züge annimmt, d.h. die Erwartung der Gottesherrschaft verschiebt sich auf die Endzeit. Jesus steht insofern in dieser Tradition, als dass er mit der Sündenvergebung ein typisches Kennzeichen der Endzeit (Jer 31,31-34) ins Zentrum seiner Basileia-Botschaft rückt. Diese weist folgende Charakteristika auf: Vergebungsbotschaft, d.h. Jesus verkündet den Anbruch des Reiches Gottes als bedingungslose, heilvolle Zuwendung Gottes zu den Menschen, auch den Sünden. Zuspruch als Anspruch, d.h. Aus der Heilszusage im Indikativ (Zuspruch) folgt die Konsequenz der Imperativ der Umkehrforderung (Anspruch). Die Grundstruktur der Basileia-Botschaft Jesu lässt sich auf die Formel „Indikativ vor Imperativ“ bringen (vgl. Mt. 18,23-35) Heil und Gericht, d.h. die Botschaft schließt den Gerichtsgedanken nicht aus, sondern berücksichtigt mit dem Gericht die Möglichkeit, das göttliche Heilsangebot durch Weigerung zur Umkehr auszuschlagen und damit die Rettung durch Gott zu verwirken. Insgesamt ergehen die Gerichtsworte als Mahnung, nicht als Drohung Spannung zwischen „schon“ und „noch nicht“, d.h. das Reich Gottes ist schon zeichenhaft angebrochen (vgl. Lk 11,20), aber noch nicht vollendet (eschatologischer Vorbehalt) (Lk,11,2) Die Menschen sind aufgefordert, an der Vollendung dieses Reiches mitzuarbeiten. ->Er verkündet die Gegenwart der Gottesherrschaft als bedingungslose Heilstat, aus deren Indikativ der Imperativ der Umkehr folgt. Dabei gibt es eine Spannung zwischen der Heilszusage (schon da) und der erwarteten Vollendung des Heiles (noch nicht), bezeichnet als eschatologischer Vorbehalt (zwischen der bereits angebrochenen und erst zukünftig vollendeten Gottesherrschaft) • die Entmachtung des Bösen und die Übernahme der Herrschaft durch Gott, • die Erfüllung der alttestamentlichen Heilshoffnungen auf Erden und die Überwindung des Übels auf der Welt (z.B. Krankheiten), ● die Hinwendung Gottes zu allen Menschen, besonders zu den „Verlorenen“,; Das Reich Gottes ist nicht durch Macht und Reichtum gekennzeichnet, sondern durch kleine Anfänge, vgl. Gleichnis vom Senfkorn • die Annahme des Heilsangebotes Gottes seitens der Menschen mit der Konsequenz, dass sie sich verändern, dadurch, • das Gelten neuer Maßstäbe im Umgang mit den Mitmenschen durch die Zuwendung Gottes, beispielsweise Gewaltlosigkeit, Barmherzigkeit, Versöhnung, Nächsten- und Feindesliebe, Jesus befreit von den angstmachenden Gottesbildern Gott darf als "Abba", dieser privaten, familiären Form angesprochen werden. • der Beginn der Zeit des Heilen durch Auftreten und Wirken Jesu, an deren Durchsetzen und Wachsen alle mitarbeiten, wobei Gott selbst sein Reich vollenden wird. Bei allen Wundern • wird das Angebrochensein, die Gegenwärtigkeit und die noch ausstehende Vollendung des Reiches Gottes (eschatologischer Vorbehalt) deutlich; ● ist die Überzeugung vorausgesetzt, dass Jesus von Gott bevollmächtigt ist; sie kann dies bestätigen und den Glauben stärken. Im Kontext von Wundern: • Krankenheilungen vergegenwärtigen die Überwindung konkreten Übels, • Dämonenaustreibungen verdeutlichen die Entmachtung des Bösen, • die Speisungswunder verleihen dem Auftrag an die eucharistische Gemeinde, Nächstenliebe zu praktizieren, einen besonderen Nachdruck, • Sündenvergebungen verdeutlichen die Ganzheitlichkeit des Heiles. 2. Jesus als Weisheitslehrer und Prediger Die Gleichnisse Jesu: Das Reich Gottes ist Inhalt vieler Gleichnisse. Dabei handelt es sich um Erzähltexte, bei denen das Bildmaterial (Bildebene) auf eine Sachaussage (Sachebene) verweist. Bsp.: ,,Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg" in der Gleichnisauslegung (vgl. Mt 20,1-16) Bildebene -Ein Weinbergbesitzer zieht mehrmals am Tag aus, um Arbeiter anzuwerben. -Eine Lohnvereinbarung wird nur bei der 1. Rinde getroffen, während den Arbeitern der 3.,6.,9. Und 11. h ein gerechter Lohn zugesagt wird. -Die Arbeiter der 1. Stunde protestieren neo der Lohnauszahlung, da ihr Lohn im Verhältnis, zu dem der anderen nicht proportional zum Arbeitsumfang ausfällt. Sie empfinden den gleichen Lohn für ungleiche Arbeit als ungerecht. -POINTE: Der Gutbesitzer erweist sich durch seine Güte nicht als ungerecht gegenüber den Arbeitern der 1.h da sie den vereinbarten Lohn erhalten. Sachebene -Gesetzesfromme, die gegen Jesus Verkündigung des zuvorkommenden gültigen Gottes Einspruch erhaben, sind primäre Adressaten. Sie bezweifeln, dass ein den Sündern zugewandter Gott gegenüber den Frommen gerecht ist. -POINTE: Die Güte Gottes den Sündern gegenüber bringt den Frommen keinen Nachteil. -Umkehr immer möglich -Gottesgerechtigkeitsverständnis ist anders Die Bergpredigt (Mt 5-7) Einleitung (Mt 5,1-16): Situationsangabe, Verheißung und Zusprüche 1. Hauptteil (Mt 5,17-48): Jesu Bekenntnis zur Gültigkeit des Gesetzes und dessen Radikalisierung im Rahmen der Antithesen 2. Hauptteil (Mt 6, 1-7,12): ethische Einzelweisungen (z.b. Almosengeben, Feindesliebe, Beten, Fasten) Mahnung zur Umkehr und Abschluss (Mt 7,13-29) -> Seligpreisung, Antithesen, Goldene Regel, Vater unser Jesus-ein neuer Mose? Situationsangabe der Bergpredigt erinnert an Mose, der nach Ex 19,3ff. auf den Berg Sinai stieg. Daraus wurde geschlossen, dass Jesus im Rahmen der Bergpredigt als neuer Mose auftritt. Gegen diese Parallelisierung spricht, dass Jesu Mose überbiete: Mose empfängt Gesetzestafeln, Jesu lehrt in der Vollmacht als Gottessohn. Das Bergmotiv ist das Signal für die sich ereignende Gottesoffenbarung. Dass die Bergpredigt im Horizont des Gottesreiches steht, wird besonders deutlich in den Antithesen (Mt 5,21-48). Mit diesen Gesetzesansprüchen macht Jesus deutlich, welche Konsequenzen für die Menschen mit Anbruch der Gottesherrschaft erwachsen, z.B. im Blick auf Konflikt mit Mitmenschen. Aufhebung des Mosesgesetzes? Währen der Begriff „Antithese“ nahelegt, Jesus habe die Tora aufgehoben und durch ein neues Ethos ersetzt, zeigt sich bspw. bei genauerer Betrachtung der Antithese ,,Vom Töten“, dass Jesus das fünfte Gebot (vgl. Ex 20,13; Dtn 5,17) weder aufhebt noch relativiert. Vielmehr erfolgt eine Radikalisierung, und zwar im Sinne einer das Provozierende und Neue der Botschaft Jesu) Verschärfung, d.h. man kann sich nicht mehr unter Verweise auf die Gesetzeserfüllung aus der Verantwortung für das Wohl des Nächsten stehlen. So bezieht Jesus das fünfte Gebot bereits auf Zorn-und nicht erst auf den Verstoß gegen das Dekaloggebot durch die böse Tat ● Verinnerlichung, d.h. Auch die innere Haltung zählt, nicht allein das Handeln