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Karikatur: der sozialistische Schachtelteufel

Karikatur: der sozialistische Schachtelteufel

 Karikatur Analyse:
SOCIALIST
JACK
Die vorliegende Karikatur „Der sozialistische Schachtelteufel" wurde von einem
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Karikatur: der sozialistische Schachtelteufel

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Karikatur Analyse: SOCIALIST JACK Die vorliegende Karikatur „Der sozialistische Schachtelteufel" wurde von einem unbekannten Künstler, in der britischen Satirezeitschrift „The Punch" am 28. September 1878 veröffentlicht. Die Karikatur thematisiert die Innenpolitik, vor allem das Vorgehen gegen Reichsfeinde, von dem Ministerpräsident des Deutschen Reiches, namens Otto von Bismarck im Jahre 1878. In der vorliegende Karikatur erkennt man im Mittelpunkt einen Mann, welcher ein Walross Bart hat. Dieser Mann trägt vermutlich eine preußische Uniform und eine Pickelhaube auf seinem Kopf. Durch die preußische Uniform lässt sich vermuten, dass der Mann dem Adel angehört und politischen Einfluss und Macht hat. Zudem ist um seine Hüfte ein sehr großes Schwert gebunden. Der Mann beugt sich über eine Kiste, welche am Boden steht. In der Kiste befindet sich ein Schachtelteufel, welcher versucht auszubrechen. Der Schachtelteufel steht vermutlich als Symbol für die Sozialisten. Auf der Kiste steht „Socialist Jack in the Box". Der Mann versucht den Teufel in die Kiste zurückzudrängen. Dabei benutzt er seinen linken Arm und sein rechtes Bein. Durch seinen vorgebeugten Oberkörper versucht er mit aller Kraft den Schachtelteufel zu bändigen. Die Mimik des Mannes wirkt sehr ernst und auch unzufrieden. Der Schachtelteufel hingegen hat sehr große Augen und wirkt bedrohlich. Auch ist seine Mimik sehr angsteinflößend, denn der Schachtelteufel beißt seine Zähne zusammen. Im Hintergrund lässt sich eine Flagge erkennen, welche weiß ist...

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und einen Adler in der Mitte hat. Diese Flagge ähnelt der von Preußen. Der Mann, der sich über die Kiste beugt ist Otto von Bismarck, der Ministerpräsident des Deutschen Reiches. Er versucht den Schachtelteufel zurück zu drängen. Damit sind die Reichsfeinde, vor allem die Sozialisten gemeint. Otto von Bismarck versucht mithilfe seiner Innenpolitik, die Sozialdemokratie durch die Sozialistengesetze zurückzudrängen. Durch den Titel „Der Sozialistische Schachtelteufel" wird somit eine Anspielung auf die Sozialisten gemacht, denn sie lassen sich nicht bändigen und erhielten immer mehr Wähler. Durch den Versuch Bismarcks die Sozialisten zurückzudrängen, konnten ihre Ideen nicht verdrängt werden und das Sozialistengesetz verstärkte nur die Opposition der Arbeiterbewegung. In der Karikatur kann man auch sehr gut erkennen, dass Otto von Bismarck unzufrieden wirkt und er versucht die Sozialisten zurück zuhalten, was jedoch scheitert. Der Schachtelteufel und die Sozialisten versuchen immer wieder einen Weg zu finden um zu erscheinen und präsent zu sein. Der Schachtelteufel springt auch immer wieder auf. Egal wie oft Otto von Bismarck versucht ihn zu unterdrücken. Durch die Verabschiedung der Sozialistengesetze wurden die Rechte der Menschen sehr stark eingeschränkt, denn es gab Verbote von sozialistischen Parteien, Organisationen, Druckschriften und Versammlungen. Wer dagegen verstieß, wurde verhaftet oder musste eine Geldstrafe zahlen. Jedoch gelang es Bismarck nicht die Sozialisten vollständig zu bändigen, denn das Sozialistengesetz schloss nicht aus, dass die Sozialdemokratie keine Kandidaten zur Wahl stellen konnten und das passive und aktive Wahlrecht war auch nicht betroffen. Somit konnten die Kandidaten gewählt werden und erhielten mehr Stimmen als andere Parteien im Reichstag. Deswegen scheiterte die vollständige Unterdrückung der Sozialisten, sowie die Unterdrückung des Schachtelteufels, denn beide sind präsent. Die Karikatur lässt sich in die Zeit einordnen, in der Otto von Bismarck Ministerpräsident des deutschen Reiches war. Vor allem in die Zeit, in der Otto von Bismarck durch seine Innenpolitik die Ausgrenzung der Reichsfeinde versuchte. Dabei versuchte Otto von Bismarck durch sein Sozialistengesetz, welches 1878 verabschiedet wurde, die Reichsfeinde Nummer 1, die Sozialisten, zu unterdrücken. Auch durch weitere Ereignisse und Gesetze versuchte er die anderen Reichsfeinde zu unterdrücken und erhoffte sich zu gleich von den Sozialisten, dass sie aufgrund der Sozialgesetzgebung sich dem Staat stärker verpflichtet fühlen. Jedoch scheiterte seine Doppelstrategie. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Karikatur die Innenpolitik von Bismarck kritisiert. Vor allem das Vorgehen gegenüber den Reichsfeinden und die Verabschiedung des Sozialistengesetz wird dargestellt. Zudem macht die Karikatur auch darauf aufmerksam, dass die Sozialisten sich nicht unterdrücken lassen sollen. Der Karikaturist macht eine Anspielung auf Bismarcks Innenpolitik und das Scheitern des Sozialistengesetz. Zudem ist die Karikatur auch appellativ, denn die Sozialisten sollen sich nicht unterdrücken lassen. Aber auf der anderen Seite wird Bismarck sehr satirisch dargestellt, denn er „spielt“ mit einem Schachtelteufel, welcher macht was er möchte und somit wird das Scheitern des Sozialistengesetzes angedeutet und dass Bismarck machtlos gegenüber den Sozialisten ist. Auch regt die Karikatur zum Denken an. Zum einen regt es die Sozialisten an weiter zu machen und nicht aufzugeben und zum anderen soll sich Otto von Bismarck Gedanken machen, ob seine Strategie gegen die Reichsfeinde sinnvoll ist. Ich denke die Karikatur hat geholfen, dass sich immer mehr Menschen Gedanken gemacht haben und die Menschen sich auch nicht mehr unterdrücken ließen. Denn die Sozialdemokratie hat an Wähler gewonnen und das Sozialistengesetz ist gescheitert, da das Gesetz die Opposition der Arbeiterbewegung verstärkt hat. Somit hat sich die Lage der Arbeiter verbessert und durch Wilhelm II. erzielten die Arbeiter weitere Erfolge, denn es erfolgte 1890 eine Beschränkung der Kinderarbeit und weiteres. Die Sozialdemokratie und Arbeiterbewegung wurden durch Proteste und Streiks geprägt, weswegen ich denke, dass die Karikatur die Arbeiter und Sozialisten noch mehr dazu aufgefordert hat, sich zu wehren und gegen die Sozialistengesetze vorzugehen.

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