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Alte und neue Kriege, bipolare/ multipolare Weltordnung

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 Alte Kriegsursachen:
1. Territorialansprüche
2. Herrschaftssicherung
-> Furcht vor Bedrohung von außen
3. Herschaftsinteressen
-> Durchsetz

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Alte Kriegsursachen: 1. Territorialansprüche 2. Herrschaftssicherung -> Furcht vor Bedrohung von außen 3. Herschaftsinteressen -> Durchsetzung politischer und ökonomischer Interessen durch Eliten 4. Machtkonkurenz -> Kampf um vormacht in der Region 5. Rohstoffbedarf -> Konkurrenz um knappe Ressourcen 6. Ablenkung von innerstaatlichen Konflikten 7. Fehlwahrnehmung -> falsche Beurteilung der Stärke und Absichten anderer Staaten Neue Kriegsursachen: 1. ethnisch-kulturelle Heterogenität -> innerhalb einer ,,Nation" 2. Armut, Überbevölkerung -> Überbevölkerung: Lediglich in Entwicklungs- und Schwellenländern vorhanden -> führt zu unkontrollierten Migrationsbewegungen 3. interner Kolonialismus →> strukturell politische und ökonomische Ungleichheit einzelner Ungleichheiten innerhalb eines Staates -> ökonom. Ausbeutung und pol. Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen und Regionen 4. sozio-ökonomische Heterogenität -> auf krasser sozialer Ungerechtigkeit beruhende Gesellschaftssysteme 5. Terrorismus -> religiös oder national motiviert 6. Ressourcenknappheit -> in absehbarer Zeit gibt es kein Öl/ Kupfer mehr -> Deutschland absolut abhängig von Import anderen Staaten (Metall, Energiekriese) 7. ökologische Risiken/ Klimawandel -> Überschwemmung, Austrocknung von Gebieten, Erosion -> einige Regionen unbewohnbar -> Bevölkerungsdichte nimmt in anderen Gegenden zu (Klimaflüchtlinge) Sicherheitsbegriff im Umbruch frühere Herausforderungen z.B.: Terretorium unbeschränkte Souveränität zwischenstaatliche Krieg -> haben in den meisten Teilen der Welt an Bedeutung verloren -> Sicherheit bedeuted nun nichter ausschließlich die Abwesenheit von Krieg -> zunehmend positives Sicherheitsverständnis Neue Herausforderungen: Klimawandel Migration Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen Nutzung der ,,Global Commons" (See-, Luft-... Raum; Wasser, Nahrung) failing state (Staaten der seine Grundfunktionen nicht mehr erfüllen kann): Staaten in denen Kriminalität oder Bürgerkriege gedeihen könnten -> Staaten müssen mehr für innere Sicherheit tun neue Akteure: nichtstaatliche Akteure (z.B. Terroristen) -> Bedrohung durch andere Staaten nimmt...

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(tendenziell) ab Konsequenzen für die Arbeit der internationalen Gemeinschaft: Gewährleistung und Herstellung von weltlicher Sicherheit mit neuen Mitteln, Koordinierungsaufgaben, Legimitations-, Akzeptanz- und rechtlichen Fragen Die ,,neuen Kriege" werden nicht mehr zwischen Staaten sondern zwischen transnationalen und substaatlichen Akteuren (z. B. Terrorgruppen, Warlords, Clans) ausgetragen, welche keine Interesse an Frieden haben und im Krieg verschiedene Stategien und Potenziale haben Kriegstypen: klassische Staatenkriege und „neue“ Kriege klassische Staatenkriege (zwischenstaatlich) Der Staat und seine Exekutivorgane haben das Monopol zum Krieg. Krieg als Auseinandersetzung zwischen prinzipiell gleichartigen Gegnern (staatlichen Akteuren) Krieg als Konfrontation von Massenheeren mit zumeist klaren Frontlinien Es gibt eindeutige und verbindliche Rechts- akte wie Kriegserklärungen oder Friedens- verträge, die den Anfang oder das Ende eines Kriegszustandes eindeutig identifizierbar machen. Diese Rechtsakte werden von den Staaten mithilfe ihrer Exekutivorgane durch- gesetzt. Es gibt also einen zwischenstaatlichen, punktuellen Friedensschluss. Wiener Kongress 1815 Versailler Vertrag 1919 Potsdamer Konferenz 1945 ,,neue" Kriege (innergesellschaftlich/asymmetrisch) neue Träger des Krieges können sein: ← Kriegführende → örtliche Warlords/Guerillagruppen; weltweit tätige Söldnerfirmen; internationale Terrornetzwerke Entwicklungen → Asymmetrisierung Konsequenzen für den Frieden Entstaatlichung/Privatisierung Einsatz leichter, relativ billiger und einfach zu beschaffender Waffen und ihre Bedienung durch private Gewaltakteure mögliche Beispiele Nicht gleichrangige Gegner mit neuen Formen der Auseinandersetzung (Partisanenkrieg; Terrorismus), ohne klare Frontverläufe treten gegeneinander an. Autonomisierung Verselbstständigung ursprünglich militärisch (staatlich-institutionell) eingebundener Gewalt- formen, in deren Folge reguläre Armeen die Kontrolle über das Kriegsgeschehen verlieren. Es gibt keinen klaren Beginn oder ein definiertes Ende von Krieg mehr. In dem Maß, in dem es keine funktionierende Staatsmacht mehr gibt, liegt die Definitionsmacht über Krieg und Frieden bei ge- waltbereiten Minderheiten. Der Friedensprozess ist sowohl bei innerstaatlichen wie auch zwischenstaatlichen Kriegen brüchig. Afghanistan Irakkrieg ,,Arabellion" syrischer Bürgerkrieg Zentralafrika: Mali, Nigeria, Sudan bipolare Weltordnung -> multipolare Weltordnung Pro: 1. Durchsetzung eigener Interessen, müssen nicht der Gruppe untergeordnet werden 2. verscheidene Bündnisse können gebildet werden 3. einfachere Enthaltung in Kriesensituationen bestimmter Länder Contra: 1. Militärkraft hat sich aufgeteilt -> viele Länder haben deutlich weniger Kraft und werden weniger geschützt, können schlechter Angreifen 2. mehr Gegner 3. große Kräfte haben deutlich mehr Macht als die kleineren -> können einfacher zerstören 4. 5. Entwicklungs- und Schwellenländer können schlecht militärische Kraft aufbauen (keine Ressourcen), prfofitieren nicht von Stärke anderer mehr Meinungen/ Interessen -> kommt schneller zu Konflikten 6. durch Bündnisse (z.B. EU, Nato) entstehen Machtmonopole Machtverhältnisse instabil und unübersichtlich 7.

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