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Glazialmorphologie

Glazialmorphologie

 Abiturzusammenfassung Erdkunde
1.3 Glazialmorphologie
in den letzten 1,5 Mio. Jahren gab es mindestens vier Glaziale (Eiszeiten) → Jahresmi

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Paul Gräf

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Abiturzusammenfassung Erdkunde 1.3 Glazialmorphologie in den letzten 1,5 Mio. Jahren gab es mindestens vier Glaziale (Eiszeiten) → Jahresmitteltemperatur in den gemäßigten Breiten lag etwa 6-15 C° niedriger als heute dazwischen gab es auch immer Interglaziale (Warmzeiten) → Temperaturen lagen in diesen Zeiten teilweise sogar höher als heute 1.3.1 Ursachen der Eiszeiten Klimaschwankungen und der Wechsel zwischen Warm- und Kaltzeiten haben mehrere Ursachen Form der Erdumlaufbahn hat sich vom Kreis zur Ellipse verändert (nach dem zweiten Keplerschen Gesetz wird nun bei einer Umlaufbahn die gleiche Fläche in gleicher Zeit umlaufen) → Erde bewegt sich auf der Ellipsenbahn mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, der Weg durch die Sonnenferne wird deutlich langsamer zurückgelegt → negative Auswirkungen auf die Energiestrahlung Der Neigungswinkel der Rotationsachse schwankt Rotationsbewegung führt eine Kreisbewegung durch All diese Faktoren führen zu veränderten Strahlungsbedingungen und einem reduzierten Energiehaushalt All diese Schwankungen sind zyklisch Abnahme des CO₂- Gehaltes in der Atmosphäre kann durch die Herabsetzung des natürlichen Treibhauseffektes zu einer Klimaverschlechterung führen Sind große Flächen mit Schnee bedeckt steigt die Albedo (Reflektion der Sonnenstrahlen) → Atmosphäre kühlt weiter ab Meeresströmungen reagieren empfindlich auf Klimaveränderungen: Ausbleiben des Golfstroms → drastische Abkühlung Nordeuropas 1.3.2 Gletscher während er Eiszeiten führte die globale Temperatursenkung zu einer deutlichen Absenkung der natürlichen Schneegrenze skandinavische Gebirgsgletscher wuchsen zu einer zusammenhängenden Eismasse an, langjährige starke Schneefälle ließen das Nordeuropäische Inlandeis entstehen Eislast im Zentrum des Inlandeises drückte die Eismassen...

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radial auseinander Größte Ausdehnung: Inlandeismassen reichten bis an die Nordgrenze der deutschen Mittelgebirge Mittelgebirge trugen nur kleine Eiskappen; südliche Alpen waren stark vergletschert Talgletscher vereinigten sich zu einem Eisstromnetz Am Rande der Alpen reichten die Talgletscher bis weit ins Alpenvorland Das periglaziale Gebiet (Gebiet zwischen den Eismassen) war von großer Tundra Vegetation bedeckt Durch Eismassen waren weltweit große Wassermassen gebunden → Meeresspiegel lag ca. 100m tiefer als heute (d.h. weite Teile der Nordsee waren Festland) Gletscher der Eiszeiten haben die Landschaften maßgeblich gestaltet Erosions- und Akkumulationsformen sind zurückgeblieben Auch heute sind Gletscher von enormer Bedeutung Bildung der Gletscher Temperaturen müssen so niedrig sein, dass der gefallene Schnee nicht komplett abschmelzen kann → Schneemassen wachsen über Jahrhunderte an Druck des Neuschnees, wiederholtes sommerliches Abtauen und Wiedergefrieren → Altschnee (Firn) → Gletschereis (nach Jahren) Oberhalb der Schneegrenze ist der Schneefall größer als die Ablation (Abschmelzen und Verdunsten) → Nährgebiet Im tiefer gelegenen Zehgebiet überwiegt die Ablation Wachstum des Gletschers beginnt mit der Ansammlung von Firn (in der Firnmulde) → diese wird nach und nach durch Erosion vergrößert → steilwandige Kar Ständige Gewicht des ständigen Nachschubs an Schnee, schiebt den Gletscher aus dem Kar → Eis fließt zähplastisch Eigengewicht und natürliches Gefälle = Antriebsmotor des Gletschers (je steiler das Gefälle und je größer das Eigengewicht, desto schneller fließt der Gletscher) Schubkraft des kontinuierlichen Eisnachschubs und Wärme (Gleitfaktor) = Motor (zweiter) Durch Auflastdruck und Reibungswärme → Eis am Grund des Gletschers schmilzt → Schmelzwasser Schmelzwasser bildet einen Gleitfilm → Gletscher kann leicht rutschen Fließt der Gletscher über größere Gefällsstufen → zähplastisches Eis bricht → Querspalten Gletscherquerschnitt vergrößert sich beim Auseinanderfließen → Längsspalten Seite 4

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