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Konfliktanalyse Afghanistan

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Zukünftige politische und gesellschaftliche Ordnung Afghanistans (je nach Gruppe
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Zülal Karadavut

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Konfliktanalyse Afghanistan 1) Konfliktinhalt Zukünftige politische und gesellschaftliche Ordnung Afghanistans (je nach Gruppe Ziel variiert) ● Ausgetragen in gewaltvollen Konflikten ● Nationale Ursachen: wirtschaftliche Probleme (Armut, soziale Ungleichheit) -> Soziale Unruhen, Rivalität zwischen den einzelnen Stammesgruppen -> Zentralregierung sehr problematisch und nicht umsetzbar, anti-westliche Einstellung und schlechte Schulbildung der Bevölkerung -> Ablehnung der Demokratie Internationale Konflikte: 9/11, Afghanistan als Transitland Folgen: Zivilbevölkerung (3 Mio. Flüchtlinge, 250 000 Tote) 2) Konfliktakteure ● Taliban: Errichtung eines islamischen Emirats (Gottesstaat) NATO: Einfluss von Terrororganisationen eindämmen, Taliban auflösen, Sicherheitskräfte ausbilden -> weniger Gefahren für die Weltgemeinschaft USA: Einfluss von Terrororganisationen und illegalem Handel eindämmen, Taliban auflösen -> weniger Gefahren für die Weltgemeinschaft Machtdemonstration, Rache gegen Al-Qaida Pakistan: unterstützt Taliban, möchte Einfluss auf Afghanistan nehmen, geopolitische Interessen gegenüber Indien (Ausbruch eines Kriegs?) ● Länder des Nahen Ostens: geopolitische Interessen (Partner, Macht, Islam und seine Strömungen) ● Russland und China: wichtige Handelsroute zum Indischen Ozean, Bodenschätze Afghanische Regierung: will Macht zurückerhalten Warlords: gegen die afghanische Regierung, viele wirtschaftliche Machtmittel, profitiert vom Kriegszustand (freier Rechtsraum -> illegaler Handel mit Drogen, Menschen, Waffen; Geldwäsche) Nordallianz (Zusammenschluss von Stammesgruppen): Talibaneinfluss eindämmen ● ● Geopolitische Interessen Demokratie errichten 3) Konfliktverlauf ● 19. Jahrhundert: Afghanistan als Teil des British Empire für 60 Jahre, Einzugsgebiet des Russischen Zarenreichs -> Kampf um Afghanistan als strategischer Wirtschaftsstandort 1919: Unabhängigkeit vom British Empire, vorübergehender „Frieden" ● 1978: Schreckensherrschaft der Kommunisten -> Kommunismus als Wirtschaftsform, Religion verbieten (nicht vereinbar mit kommunistischer Ideologie) 1979: Invasion...

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der Sowjetunion gegen die Mudjahedin (unterstützt von den USA) -> Stellvertreterkrieg des Kalten Kriegs ● Seit 1979: politische Instabilität ● ● 1989: Abzug der sowjetischen Truppen ● Taliban machen sich breit -> Ausbruch des Bürgerkriegs 1996: Schreckensherrschaft der Taliban -> Schutz für Al-Qaida (keine politische Auslieferung) 9/11: USA sehen Bedrohung der internationalen Sicherheit -> Terrorbekämpfung durch die NATO (,,Operation Enduring Freedom" und ISAF) Taliban wollen Osama Bin-Laden als Drahtzieher nicht ausliefern ● ● ● ● ● Ab 2005: Demokratieverständnis wächst -> Bürgerkrieg in vollem Gange Ab 2009: Aufstockung der Truppen 2011: Mord Osama Bin-Ladens durch die USA -> Al-Qaida nicht besiegt 2014: ISAF & OEF laufen aus -> kontinuierlicher Rückzug der NATO-Truppen Ab 2014: Einflussnahme des IS in Ost-Afghanistan ● 2015: Ausbildungsmission für Soldaten (RSM) ● Ab 2001: Widerstand der afghanischen Bevölkerung gegen die Taliban wächst -> Taliban ziehen sich zurück 2003: weiterhin zivile Opfer durch die Taliban Errichtung einer Zentralregierung: Präsident als formaler Machthaber über Republik Afghanistan (nur bis zu 65 % der Bevölkerung), weiterhin Konflikte mit der Taliban (Selbstmordattentäter) ● 2020: Unterzeichnung eines Vertrags zwischen USA & Taliban: vollständiger Rückzug aus Afghanistan, Afghanistan „sei nun sicher“, Taliban ,,keine Gefahr" 2021: Taliban übernehmen erneut Kontrolle im Land -> Fluchtwelle bricht aus (Zivilbevölkerung, Soldaten und Präsident -> brain drain) -> China und Russland versuchen Einfluss zu nehmen ● 4) Konfliktprognose Lösungsmöglichkeiten: Verhandlungen mit Taliban -> Menschenrechte müssen gewährleistet sein Föderalismus mit Landesparlamenten für die einzelnen Stammesgruppen mit einem Bundesparlament; Problem: Taliban gegen Demokratie Abschottung Afghanistans als Druckmittel des Westens; Problem: China wird Handelsbeziehungen aufnehmen und an politischem Einfluss gewinnen Neuer Krieg (Bürgerkrieg, NATO, China, Russland, Nachbarländer) Chancen: Taliban macht derzeit Zugeständnisse (Schulbildung für Frauen); Problem: Islamverständnis der Taliban; andere Länder bieten dieselben Konditionen ohne Zugeständnisse der Taliban

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der Sowjetunion gegen die Mudjahedin (unterstützt von den USA) -> Stellvertreterkrieg des Kalten Kriegs ● Seit 1979: politische Instabilität ● ● 1989: Abzug der sowjetischen Truppen ● Taliban machen sich breit -> Ausbruch des Bürgerkriegs 1996: Schreckensherrschaft der Taliban -> Schutz für Al-Qaida (keine politische Auslieferung) 9/11: USA sehen Bedrohung der internationalen Sicherheit -> Terrorbekämpfung durch die NATO (,,Operation Enduring Freedom" und ISAF) Taliban wollen Osama Bin-Laden als Drahtzieher nicht ausliefern ● ● ● ● ● Ab 2005: Demokratieverständnis wächst -> Bürgerkrieg in vollem Gange Ab 2009: Aufstockung der Truppen 2011: Mord Osama Bin-Ladens durch die USA -> Al-Qaida nicht besiegt 2014: ISAF & OEF laufen aus -> kontinuierlicher Rückzug der NATO-Truppen Ab 2014: Einflussnahme des IS in Ost-Afghanistan ● 2015: Ausbildungsmission für Soldaten (RSM) ● Ab 2001: Widerstand der afghanischen Bevölkerung gegen die Taliban wächst -> Taliban ziehen sich zurück 2003: weiterhin zivile Opfer durch die Taliban Errichtung einer Zentralregierung: Präsident als formaler Machthaber über Republik Afghanistan (nur bis zu 65 % der Bevölkerung), weiterhin Konflikte mit der Taliban (Selbstmordattentäter) ● 2020: Unterzeichnung eines Vertrags zwischen USA & Taliban: vollständiger Rückzug aus Afghanistan, Afghanistan „sei nun sicher“, Taliban ,,keine Gefahr" 2021: Taliban übernehmen erneut Kontrolle im Land -> Fluchtwelle bricht aus (Zivilbevölkerung, Soldaten und Präsident -> brain drain) -> China und Russland versuchen Einfluss zu nehmen ● 4) Konfliktprognose Lösungsmöglichkeiten: Verhandlungen mit Taliban -> Menschenrechte müssen gewährleistet sein Föderalismus mit Landesparlamenten für die einzelnen Stammesgruppen mit einem Bundesparlament; Problem: Taliban gegen Demokratie Abschottung Afghanistans als Druckmittel des Westens; Problem: China wird Handelsbeziehungen aufnehmen und an politischem Einfluss gewinnen Neuer Krieg (Bürgerkrieg, NATO, China, Russland, Nachbarländer) Chancen: Taliban macht derzeit Zugeständnisse (Schulbildung für Frauen); Problem: Islamverständnis der Taliban; andere Länder bieten dieselben Konditionen ohne Zugeständnisse der Taliban