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Lebensmittel-Farbstoffe

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 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe
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1. Welche gesundheitlichen Probleme können entstehen?
2. Was ist über Lebensmit
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wie Lebensmittel-Farbstoffe unser Leben beeinflussen, welche Geschichte sie haben und welche Gefahren von ihnen ausgehen. Note 1

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Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe Ergänzung der Bereiche: 1 1. Welche gesundheitlichen Probleme können entstehen? 2. Was ist über Lebensmittelfarbstoffe sonst noch bekannt? ● 3.Lebensmittelfarbstoffe selbst herstellen ● Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 4.Kritischer Blick: ist es wirklich wichtig so viel an Lebensmitteln zu färben ● 5.Rückblick Nicht umsonst gibt es die Angst vor vielen gesundheitlichen Problemen, welche aufgrund von Lebensmittelfarbstoffen entstehen können. Wie schon im vorherigen Punkt 5 genannt, gibt es extra Listen für Lebensmittelfarbstoffe, welche in Deutschland und der EU zugelassen sind. In anderen Ländern existieren jedoch nicht überall solche strengen Regeln und es kommt zu vielen Problemen. Wie schon benannt können diese Krebs, Asthma/Allergien, ADHS sein, aber auch Juckreiz, Schwellungen oder Rötungen können auf den Konsum von falschen Lebensmittelfarbstoffen zurückgeführt werden. Die Gefahr, welche von dem Einfärben unserer Nahrung ausgeht, ist also nicht unbegründet. So gibt es zwar viele Richtlinien, aber sicherlich gibt es auch, wie schon häufig in der Geschichte, viele Stoffe, deren Nebenwirkungen uns gar nicht bekannt sind. Es ist also wichtig darauf zu achten, was man überhaupt alles so zu sich nimmt, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden oder sogar durch den Verzicht weiter auszuschließen. Light Colf Lebensmittelfarbstoff 1 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe 2. Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 Heutzutage ist es schwierig, überhaupt noch etwas ganz ohne zusätzliche Farbstoffe zu finden. Der Käufer wird somit beeinflusst, da alles viel besser aussieht, obwohl es eigentlich durch...

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die Farbstoffe schlechter wird. Neben dem einfachen Beeinflussen des Käufers soll aber auch einiges an Geld gespart werden. So wird beispielsweise für einen Vanille-Joghurt nur wenig bis gar keine richtige Vanille verwendet, sondern nur Geschmacksverstärker und für das bessere Aussehen einiges an Farbstoff. Dies wird in fast jedem Produkt getan, damit Geld gespart werden kann und es einen noch intensiveren Geschmack gibt. Vor allem Kinder greifen eher zu Lebensmitteln mit kräftigen Farben, welche aber nur so aussehen und Frische und Geschmack suggerieren. In Wirklichkeit sind Fair Trade Produkte viel leckerer und gesünder, obwohl diese schlechter aussehen. Gutes Aussehen ist also eher schlecht, beziehungsweise kein wirkliches Merkmal. Bei dem Einfärben von Lebensmitteln machen es sich die Hersteller dazu auch wirklich leicht, da schon mit wenigen Mitteln für sehr geringe Kosten verschiedenste Einfärbungen vorgenommen werden können. Die Farbstoffe haben als solche dann meist eine sehr starke Konzentration, so dass man nur sehr wenig für eine große Menge benötigt. Durch verschiedene Pulver, welche erst einmal fast gar nicht essbar aussehen, können nahezu sämtliche Lebensmittel optisch verändert werden. Dabei sagen die Farben aber nichts über den Geschmack aus, da dafür neben den Farben noch verschiedene Aromen hinzugefügt werden. 2 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 3. Die Frage, wie Lebensmittel eigentlich in einem so großen Maße eingefärbt werden können, hört sich erst einmal kompliziert an, obwohl es dies eigentlich gar nicht ist. Auch man selbst kann auf ganz einfache Weise die Farbe von Lebensmitteln verändern, beziehungsweise Farbstoffe herstellen, welche dies könnten. Oftmals hat man die meisten Zutaten dafür ohnehin schon zuhause. Um ein Gelb zu erzeugen, kann man somit einfach gemörserten Kurkuma und ein wenig Wasser nehmen. Wenn man dies dann miteinander vermischt, erhält man schon ein intensives Gelb-Orange. Auch Paprika Pulver eignet sich sehr gut, um ein Orange-Rot herzustellen. Weitere natürliche Farbstoffe können aus Beeren entstehen, dabei eignen sich dann Johannisbeeren oder Himbeeren, welche zunächst aufgekocht und zerdrückt werden müssen. Wenn man die Flüssigkeit anschließend noch durch ein Sieb schüttet, bleibt eine rote Flüssigkeit zurück. Wenn man diese drei Farben schon hat, lassen sich diese auch noch ganz einfach zu anderen Farben vermischen, wie man es auch schon mit den Farben aus dem Kunst-Unterricht kennt. Aber auch ohne Mischen können chemische Substanzen wie Natron weiterhelfen. Aus dem Rot, welches einem die Beeren brachten, kann mit Natron somit die Farbe auf Lila gewechselt werden. Bei zu viel Natron entsteht jedoch nur noch ein Grau. Auch Grün kann zuhause selbst hergestellt werden. Hierzu kann man dann Algen verwenden, um ein kräftiges Grün zu gewinnen, mit der Hinzugabe von ein wenig Wasser. Da es hier in der Beschaffung aber schon zu Schwierigkeiten kommen kann, kann man auch zu Hilfsmitteln greifen, wie einer Spirulina-Tablette. Hier erkennt man auch schon, wie Farbstoffe in den Firmen hergestellt werden, da es dort eher chemisch geschieht als bei einem selbst zuhause, wodurch es aber auch wieder ungesünder wird. Es handelt sich also in der Industrie weniger um die natürlichen Lebensmittelfarbstoffe, welche sogar sehr gesund sein können (wie der Saft von Beeren), sondern um künstliche Farbstoffe. Natürlicher Lebensmittelfarbstoff, welche keine gesundheitlichen Folgen hat. Leider sind diese aber nicht so wirtschaftlich, da die Produktion teurer ist. Gut wäre es also nur noch wenige Lebensmittel einzufärben, aber dafür mit diesen hochwertigeren und gesünderen Farben. Wenn dabei die Industrie generell nur noch diese verwenden würde, würde der Kunde wohl aufgrund des niedrigeren Preises wieder zu nicht eingefärbten Lebensmitteln greifen. 3 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe 4. Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 Über die Jahre nehmen die Farben einen immer höheren Stellenwert ein. Der Mensch ist immer mehr Farben um sich herum gewöhnt und will diese auch nicht missen. So sind auch Lebensmittelfarbstoffe ganz normal geworden. So sehen Lebensmittel meist besser und leckerer aus, obwohl das Gegenteil eher der Fall ist. Dabei wissen aber viele gar nicht, was es dabei genau auf sich hat. Leider handelt es sich dazu meist nicht um natürliche Farbstoffe, sondern um synthetische organische Farbstoffe. In der Industrie sind dies unter anderem dann Tartrazin, Chinolingelb, ... wie auch schon im Punkt eins (,,Natürliche und synthetische Farbstoffe") beschrieben. Cholingelb (E 104) und die sogenannten Azofarbstoffe, von denen das gelbe Tartrazin (E 102) als der bedenklichste angesehen wird, sind dabei besonders gefährlich. Die Lebensmittel verlieren durch diese Stoffe aber an Qualität und der Kunde wird quasi beeinflusst, bewusst etwas Schlechteres zu kaufen, obwohl es besser aussieht. Da dies an vielen Stellen völlig unbewusst geschieht, wird der Kunde somit unwissentlich manipuliert. Schließlich ist es alles andere als gesünder. Einige davon können bei Kindern wie Erwachsenen sogenannte Pseudoallergien auslösen. Mittlerweile verstärken sich auch die Hinweise, dass sie vor allem bei Kindern zu Konzentrationsschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivität führen können. Dazu kommt auch noch, dass sich die Industrien gegenseitig in Konkurrenz stehen und jeweils selbst die besten Farben erzielen wollen. Das hat zur Folge, dass auch die Umwelt darunter leidet. Viele neue Maschinen müssen angeschafft werden, welche dann jeweils in Stand gehalten werden müssen, Strom benötigen und räumliche Fläche belegen. Neben diesen Ausmaßen, welche auf der anderen Seite auch mehr Arbeitsplätze bringen, schadet es unserer Gesundheit durch die vielen synthetischen Farbstoffe. Teilweise muss man sich dabei wirklich fragen, wie nötig es eigentlich ist, selbst noch Limonade einzufärben, wo dies gar nichts am Geschmack ändert und jeder ohnehin weiß, wie lecker diese schmeckt. + Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe 5. Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 Lebensmittelfarbstoffe in unserer Nahrung nahmen über die Jahre immer stärker zu. Dies liegt auch unter anderem daran, dass der Kunde immer mehr zu gefärbten Lebensmitteln griff, da diese für ihn besser aussehen. Aufgrund der immer steigenden Nachfrage in der Industrie sind immer mehr Lebensmittel von einer künstlichen Einfärbung betroffen. Somit sind die vielen künstlichen Farbstoffe in unseren Lebensmitteln auf das Konsumverhalten der Bevölkerung zurückzuführen. In der Zukunft sollte sich dies aber wieder unbedingt in genau die entgegengesetzte Richtung wieder zurückentwickeln. Schließlich gibt es, vom Optischen abgesehen, keinerlei Vorteile in der Einfärbung von Lebensmitteln zu erkennen. Mit dem heutigen Bewusstsein, sollten also wieder alle gemeinsam versuchen, das Einfärben von Lebensmitteln wieder abzuschaffen. So dürften alle nur noch die wenigen Nahrungsmittel ohne Farbstoffe kaufen, damit die Nachfragen an solchen steigt und an eingefärbten sinkt. Schließlich lenkt in gewisser Art und Weise der Kunde selbst das Verhalten von Industrien. Die Beeinflussung, was am Ende also wie ,,aufgewertet" wird, liegt ganz an dem Konsumverhalten der Bevölkerung. Hätte wir alle von Anfang an die eingefärbten Lebensmittel bei Seite gelassen, wäre es also heute gar nicht ein so großes Thema. Gerade Kinder werden durch die Farbenvielfalt dazu verleitet, noch mehr Süßigkeiten zu essen, da bei ihnen die gewollte Manipulation von Farben noch am besten funktioniert. Dabei sind aber viele der Farbstoffe gerade für Kinder besonders ungesund. Weitere Quellen: Galileo Quarks Farbstoffe: Wie gefährlich sind diese? (t-online.de) 5 Lebensmittelfarbstoffe 1. Natürliche und synthetische Farbstoffe 2 Geschichte der Lebensmittelfärbung 3. Einteilung in E-Nummern 4. Nebenwirkungen von Lebensmittelfarbstoffen 5. Liste der für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffe Hausaufgabe 20.01.2020 Aljosha Kamp Zu 1: Lebensmittelfarbstoffe sind Zusatzstoffe, die dazu dienen, Lebensmittel besser aussehen zu lassen und die Farberwartungen der Verbraucher zu befriedigen. Teilweise gleichen die Farbstoffe verarbeitungsbedingte Farbverluste wieder aus und täuschen so eine bessere Qualität vor. Es gibt natürliche und synthetische Lebensmittelfarbstoffe. Die natürlichen werden aus Pflanzen oder Tieren gewonnen. Beispiele hiefür sind Carotinoide, Beerenfarbstoffe (Anthocyane), Beten-Farbstoffe (Betanin) und Farbstoffe von Gewürzen wie Paprika, Safran und Gelbwurzel (Curcumin). Während die natürlichen Farbstoffe in der Regel unbedenklich sind, sind künstliche (synthetische) Farbstoffe dagegen umstritten. Die Azofarbstoffe stellen die größte Gruppe der Lebensmittelfarbstoffe dar. Sie zeichnen sich durch besonders lichtechte, stabile und kräftige Farben aus, die sich gut mischen lassen. Azofarbstoffe sind in Süßigkeiten und Getränken zu finden. Zu den Azofarbstoffen gehören: Tartrazin (E 102) Chinolingelb (E 104) Gelborange S (E110) Azorubin (E 122) Cochenillerot A (E 124) Allurarot AC (E 129) Haben synthetische Farbstoffe die gleiche chemische Struktur wie die natürlichen, werden sie als naturidentisch bezeichnet. Zu 2: Wahrscheinlich wurden bereits um 1500 v. Chr. Farbstoffe zu Lebensmitteln hinzugegeben. So zum Beispiel in ägyptischen Städten, als Süßwarenhersteller natürliche Extrakte und Wein hinzufügten, um das Erscheinungsbild der Produkte zu verbessern. Während des Mittelalters basierte die Wirtschaft in den europäischen Ländern auf der Landwirtschaft und die Bauern waren es gewohnt, ihre eigenen Lebensmittel vor Ort zu produzieren oder innerhalb der Dorfgemeinschaften zu handeln. Im Feudalismus wurden ästhetische Aspekte nicht berücksichtigt, zumindest nicht von der überwiegenden Mehrheit der im Allgemeinen sehr armen Bevölkerung. Diese Situation änderte sich mit der Verstädterung zu Beginn der Moderne, als der Handel entstand - insbesondere der Import wertvoller Gewürze und Farben. Eines der ersten Lebensmittelgesetze, das 1531 in Augsburg erlassen wurde, betraf Gewürze oder Farbstoffe und forderte die Verbrennung von Safranfälschern. Mit dem Beginn der industriellen Revolution wurden die Menschen von Lebensmitteln abhängig, die von anderen hergestellt wurden. Diese neuen Stadtbewohner forderten Lebensmittel zu geringen Kosten. Die analytische Chemie war noch primitiv und es gab nur wenige Vorschriften. Die Verfälschung von Lebensmitteln blühte auf. Schwermetalle und andere anorganische Elemente enthaltende Verbindungen erwiesen sich als billig und geeignet, die Farbe von verwässerter Milch und anderen Lebensmitteln wiederherzustellen. Nach 1850 wurden viele synthetische Farbstoffe entwickelt, die hauptsächlich in der Textilfärberei eingesetzt, aber auch zum Färben von Lebensmitteln verwendet wurden. Im Vergleich zu den Naturfarbstoffen zeigten synthetische Farbstoffe eine bessere Stabilität und eine höhere Farbintensität. Sie waren darüber hinaus durch die Entwicklung der chemischen Industrie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in großem Maßstab und vergleichsweise kostengünstig zugänglich.[¹] Zunächst war das Färben von Nahrungsmitteln gesetzlich nicht geregelt. Die Giftigkeit von manchen Farbstoffen, insbesondere Vertreter aus der Gruppe der Azofarbstoffe, war noch nicht bekannt oder blieb unbeachtet. So wurde Käse mit Quecksilbersulfid und Zuckerware mit Bleioxid eingefärbt. Teilweise wurden Farbmittel auch in betrügerischer Absicht verwendet, beispielsweise wurde Rotwein mit Fuchsin gefärbt, durch Gelbfärbung von Gebäck ein höherer Ei-Gehalt vorgetäuscht, Orangen durch Injektion mit von roter Farbstofflösung in „Blutorangen“ verwandelt oder auch altes Fleisch farblich „verbessert“. Zu 3: Wird ein Lebensmittelfarbstoff eingesetzt, gilt er als Zusatzstoff und muss in der EU entweder mit Namen oder mit seiner E-Nummer im Zutatenverzeichnis angegeben werden. Ursprünglich wurde die Verwendung solcher Farbstoffe durch die Richtlinie 62/2645/EWG geregelt, vom 30.06.1994 an galt die Richtlinie 94/36/EG, seit dem 16.12.2008 gilt die Verordnung EG Nr. 1333/2008. In der EU und der Schweiz dürfen nur zugelassene, mit einer E-Nummer versehene Lebensmittelzusatzstoffe in Verkehr gebracht werden. Diese Zusatzstoffe müssen auf dem Produkt kenntlich gemacht werden. Bestimmte Lebensmittel dürfen nicht mit Farbstoffzusätzen versehen werden. Dies sind insbesondere unbehandelte Lebensmittel und Grundnahrungsmittel, wie Milch, Zucker, Obst, Gemüse und Pilze. Für manche Lebensmittel sind nur bestimmte Farbstoffe mit festgelegten Maximalmengen zulässig (Beispiel: Mit Fruchtgeschmack aromatisierte Frühstücksgetreideprodukte dürfen nur die Farbstoffe E120, E162 und E163 mit maximal 200 mg/kg enthalten). Zu 4: Eigentlich müsste man davon ausgehen können, dass von Lebensmittelfarbstoffen keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Bei einigen Farbstoffen besteht jedoch aufgrund der chemischen Verwandtschaft mit den zum Teil giftigen Azofarbstoffen der Verdacht auf gesundheitsschädigende Wirkungen. Als besonders gefährlich für die Gesundheit gelten die Farbstoffe Cholingelb (E 104) und die sogenannten Azofarbstoffe, von denen das gelbe Tartrazin (E 102) als der bedenklichste angesehen wird. Zu dieser Gruppe gehören weiterhin Gelborgange S (E 110), das rote Azorubin (E 122) und das dunkelrote Amaranth (E 123). Als mögliche Nebenwirkungen wurde mittlerweile herausgefunden: Krebs (Zahlreiche Medien schreiben, dass Azo-Lebensmittelfarbstoffe im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Laut europäischer Lebensmittelbehörde EFSA gibt es dafür keine Anhaltspunkte, die ,,Beweislage der Daten" deute nicht auf ein solches Risiko hin [9]. Gänzlich ausschließen kann die Behörde ein solches Risiko aber nicht. 2013 kam die EFSA zum Schluss, dass für einzelne Azo-Lebensmittelfarbstoffe weitere Tests durchgeführt werden müssen, um eine mögliche Krebsgefahr ausräumen zu können. Dennoch sind sie weiterhin zugelassen. Asthma und Allergien (auch dies ist nicht abschließend geklärt, es sind weitere Studie notwendig. Es gibt allerdings Fälle, in denen Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden bei einzelnen Personen auftraten. ADHS (viele Studie liefern deutliche Hinweise, dass künstliche Lebensmittelfarben Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen auslösen oder dazu beitragen können. 143 E133 E132 E300 102 E124 E111 Zu 5: In der EU gibt es eine Liste der für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffe, die mit Stand von 2020 folgendermaßen aussieht: Allurarot AC Aluminium Amaranth Anthocyane Azorubin Betanin Braun HT Brillantblau FCF Brillantschwarz BN Calciumcarbonat Stoff Canthaxanthin Carotin i) Annatto Bixin, ii) Annatto Norbixin Paprikaextrakt (Capsanthin, Capsorubin) Lycopin Beta-apo-8'-Carotinal Nummer E 129 E 173 E 123 E 163 E 122 E 162 E 155 E 133 E 151 E 170 E 161 g E 160 a E 160 b E 160 c E 160 d E 160 e rot silbriggrau rot rot, violett, blau rot Färbung rot rotbraun blau violett, braun, schwarz weiß rot gelb, orange Bemerkung anorganisches Pigment anorganisches Pigment

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Die Farbstoffe haben als solche dann meist eine sehr starke Konzentration, so dass man nur sehr wenig für eine große Menge benötigt. Durch verschiedene Pulver, welche erst einmal fast gar nicht essbar aussehen, können nahezu sämtliche Lebensmittel optisch verändert werden. Dabei sagen die Farben aber nichts über den Geschmack aus, da dafür neben den Farben noch verschiedene Aromen hinzugefügt werden. 2 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 3. Die Frage, wie Lebensmittel eigentlich in einem so großen Maße eingefärbt werden können, hört sich erst einmal kompliziert an, obwohl es dies eigentlich gar nicht ist. Auch man selbst kann auf ganz einfache Weise die Farbe von Lebensmitteln verändern, beziehungsweise Farbstoffe herstellen, welche dies könnten. Oftmals hat man die meisten Zutaten dafür ohnehin schon zuhause. Um ein Gelb zu erzeugen, kann man somit einfach gemörserten Kurkuma und ein wenig Wasser nehmen. Wenn man dies dann miteinander vermischt, erhält man schon ein intensives Gelb-Orange. Auch Paprika Pulver eignet sich sehr gut, um ein Orange-Rot herzustellen. Weitere natürliche Farbstoffe können aus Beeren entstehen, dabei eignen sich dann Johannisbeeren oder Himbeeren, welche zunächst aufgekocht und zerdrückt werden müssen. Wenn man die Flüssigkeit anschließend noch durch ein Sieb schüttet, bleibt eine rote Flüssigkeit zurück. Wenn man diese drei Farben schon hat, lassen sich diese auch noch ganz einfach zu anderen Farben vermischen, wie man es auch schon mit den Farben aus dem Kunst-Unterricht kennt. Aber auch ohne Mischen können chemische Substanzen wie Natron weiterhelfen. Aus dem Rot, welches einem die Beeren brachten, kann mit Natron somit die Farbe auf Lila gewechselt werden. Bei zu viel Natron entsteht jedoch nur noch ein Grau. Auch Grün kann zuhause selbst hergestellt werden. Hierzu kann man dann Algen verwenden, um ein kräftiges Grün zu gewinnen, mit der Hinzugabe von ein wenig Wasser. Da es hier in der Beschaffung aber schon zu Schwierigkeiten kommen kann, kann man auch zu Hilfsmitteln greifen, wie einer Spirulina-Tablette. Hier erkennt man auch schon, wie Farbstoffe in den Firmen hergestellt werden, da es dort eher chemisch geschieht als bei einem selbst zuhause, wodurch es aber auch wieder ungesünder wird. Es handelt sich also in der Industrie weniger um die natürlichen Lebensmittelfarbstoffe, welche sogar sehr gesund sein können (wie der Saft von Beeren), sondern um künstliche Farbstoffe. Natürlicher Lebensmittelfarbstoff, welche keine gesundheitlichen Folgen hat. Leider sind diese aber nicht so wirtschaftlich, da die Produktion teurer ist. Gut wäre es also nur noch wenige Lebensmittel einzufärben, aber dafür mit diesen hochwertigeren und gesünderen Farben. Wenn dabei die Industrie generell nur noch diese verwenden würde, würde der Kunde wohl aufgrund des niedrigeren Preises wieder zu nicht eingefärbten Lebensmitteln greifen. 3 Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe 4. Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 Über die Jahre nehmen die Farben einen immer höheren Stellenwert ein. Der Mensch ist immer mehr Farben um sich herum gewöhnt und will diese auch nicht missen. So sind auch Lebensmittelfarbstoffe ganz normal geworden. So sehen Lebensmittel meist besser und leckerer aus, obwohl das Gegenteil eher der Fall ist. Dabei wissen aber viele gar nicht, was es dabei genau auf sich hat. Leider handelt es sich dazu meist nicht um natürliche Farbstoffe, sondern um synthetische organische Farbstoffe. In der Industrie sind dies unter anderem dann Tartrazin, Chinolingelb, ... wie auch schon im Punkt eins (,,Natürliche und synthetische Farbstoffe") beschrieben. Cholingelb (E 104) und die sogenannten Azofarbstoffe, von denen das gelbe Tartrazin (E 102) als der bedenklichste angesehen wird, sind dabei besonders gefährlich. Die Lebensmittel verlieren durch diese Stoffe aber an Qualität und der Kunde wird quasi beeinflusst, bewusst etwas Schlechteres zu kaufen, obwohl es besser aussieht. Da dies an vielen Stellen völlig unbewusst geschieht, wird der Kunde somit unwissentlich manipuliert. Schließlich ist es alles andere als gesünder. Einige davon können bei Kindern wie Erwachsenen sogenannte Pseudoallergien auslösen. Mittlerweile verstärken sich auch die Hinweise, dass sie vor allem bei Kindern zu Konzentrationsschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsdefiziten und Hyperaktivität führen können. Dazu kommt auch noch, dass sich die Industrien gegenseitig in Konkurrenz stehen und jeweils selbst die besten Farben erzielen wollen. Das hat zur Folge, dass auch die Umwelt darunter leidet. Viele neue Maschinen müssen angeschafft werden, welche dann jeweils in Stand gehalten werden müssen, Strom benötigen und räumliche Fläche belegen. Neben diesen Ausmaßen, welche auf der anderen Seite auch mehr Arbeitsplätze bringen, schadet es unserer Gesundheit durch die vielen synthetischen Farbstoffe. Teilweise muss man sich dabei wirklich fragen, wie nötig es eigentlich ist, selbst noch Limonade einzufärben, wo dies gar nichts am Geschmack ändert und jeder ohnehin weiß, wie lecker diese schmeckt. + Ergänzung: Lebensmittelfarbstoffe 5. Aljosha Kamp 13.Klasse Chemie 07.02.2021 Lebensmittelfarbstoffe in unserer Nahrung nahmen über die Jahre immer stärker zu. Dies liegt auch unter anderem daran, dass der Kunde immer mehr zu gefärbten Lebensmitteln griff, da diese für ihn besser aussehen. Aufgrund der immer steigenden Nachfrage in der Industrie sind immer mehr Lebensmittel von einer künstlichen Einfärbung betroffen. Somit sind die vielen künstlichen Farbstoffe in unseren Lebensmitteln auf das Konsumverhalten der Bevölkerung zurückzuführen. In der Zukunft sollte sich dies aber wieder unbedingt in genau die entgegengesetzte Richtung wieder zurückentwickeln. Schließlich gibt es, vom Optischen abgesehen, keinerlei Vorteile in der Einfärbung von Lebensmitteln zu erkennen. Mit dem heutigen Bewusstsein, sollten also wieder alle gemeinsam versuchen, das Einfärben von Lebensmitteln wieder abzuschaffen. So dürften alle nur noch die wenigen Nahrungsmittel ohne Farbstoffe kaufen, damit die Nachfragen an solchen steigt und an eingefärbten sinkt. Schließlich lenkt in gewisser Art und Weise der Kunde selbst das Verhalten von Industrien. Die Beeinflussung, was am Ende also wie ,,aufgewertet" wird, liegt ganz an dem Konsumverhalten der Bevölkerung. Hätte wir alle von Anfang an die eingefärbten Lebensmittel bei Seite gelassen, wäre es also heute gar nicht ein so großes Thema. Gerade Kinder werden durch die Farbenvielfalt dazu verleitet, noch mehr Süßigkeiten zu essen, da bei ihnen die gewollte Manipulation von Farben noch am besten funktioniert. Dabei sind aber viele der Farbstoffe gerade für Kinder besonders ungesund. Weitere Quellen: Galileo Quarks Farbstoffe: Wie gefährlich sind diese? (t-online.de) 5 Lebensmittelfarbstoffe 1. Natürliche und synthetische Farbstoffe 2 Geschichte der Lebensmittelfärbung 3. Einteilung in E-Nummern 4. Nebenwirkungen von Lebensmittelfarbstoffen 5. Liste der für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffe Hausaufgabe 20.01.2020 Aljosha Kamp Zu 1: Lebensmittelfarbstoffe sind Zusatzstoffe, die dazu dienen, Lebensmittel besser aussehen zu lassen und die Farberwartungen der Verbraucher zu befriedigen. Teilweise gleichen die Farbstoffe verarbeitungsbedingte Farbverluste wieder aus und täuschen so eine bessere Qualität vor. Es gibt natürliche und synthetische Lebensmittelfarbstoffe. Die natürlichen werden aus Pflanzen oder Tieren gewonnen. Beispiele hiefür sind Carotinoide, Beerenfarbstoffe (Anthocyane), Beten-Farbstoffe (Betanin) und Farbstoffe von Gewürzen wie Paprika, Safran und Gelbwurzel (Curcumin). Während die natürlichen Farbstoffe in der Regel unbedenklich sind, sind künstliche (synthetische) Farbstoffe dagegen umstritten. Die Azofarbstoffe stellen die größte Gruppe der Lebensmittelfarbstoffe dar. Sie zeichnen sich durch besonders lichtechte, stabile und kräftige Farben aus, die sich gut mischen lassen. Azofarbstoffe sind in Süßigkeiten und Getränken zu finden. Zu den Azofarbstoffen gehören: Tartrazin (E 102) Chinolingelb (E 104) Gelborange S (E110) Azorubin (E 122) Cochenillerot A (E 124) Allurarot AC (E 129) Haben synthetische Farbstoffe die gleiche chemische Struktur wie die natürlichen, werden sie als naturidentisch bezeichnet. Zu 2: Wahrscheinlich wurden bereits um 1500 v. Chr. Farbstoffe zu Lebensmitteln hinzugegeben. So zum Beispiel in ägyptischen Städten, als Süßwarenhersteller natürliche Extrakte und Wein hinzufügten, um das Erscheinungsbild der Produkte zu verbessern. Während des Mittelalters basierte die Wirtschaft in den europäischen Ländern auf der Landwirtschaft und die Bauern waren es gewohnt, ihre eigenen Lebensmittel vor Ort zu produzieren oder innerhalb der Dorfgemeinschaften zu handeln. Im Feudalismus wurden ästhetische Aspekte nicht berücksichtigt, zumindest nicht von der überwiegenden Mehrheit der im Allgemeinen sehr armen Bevölkerung. Diese Situation änderte sich mit der Verstädterung zu Beginn der Moderne, als der Handel entstand - insbesondere der Import wertvoller Gewürze und Farben. Eines der ersten Lebensmittelgesetze, das 1531 in Augsburg erlassen wurde, betraf Gewürze oder Farbstoffe und forderte die Verbrennung von Safranfälschern. Mit dem Beginn der industriellen Revolution wurden die Menschen von Lebensmitteln abhängig, die von anderen hergestellt wurden. Diese neuen Stadtbewohner forderten Lebensmittel zu geringen Kosten. Die analytische Chemie war noch primitiv und es gab nur wenige Vorschriften. Die Verfälschung von Lebensmitteln blühte auf. Schwermetalle und andere anorganische Elemente enthaltende Verbindungen erwiesen sich als billig und geeignet, die Farbe von verwässerter Milch und anderen Lebensmitteln wiederherzustellen. Nach 1850 wurden viele synthetische Farbstoffe entwickelt, die hauptsächlich in der Textilfärberei eingesetzt, aber auch zum Färben von Lebensmitteln verwendet wurden. Im Vergleich zu den Naturfarbstoffen zeigten synthetische Farbstoffe eine bessere Stabilität und eine höhere Farbintensität. Sie waren darüber hinaus durch die Entwicklung der chemischen Industrie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in großem Maßstab und vergleichsweise kostengünstig zugänglich.[¹] Zunächst war das Färben von Nahrungsmitteln gesetzlich nicht geregelt. Die Giftigkeit von manchen Farbstoffen, insbesondere Vertreter aus der Gruppe der Azofarbstoffe, war noch nicht bekannt oder blieb unbeachtet. So wurde Käse mit Quecksilbersulfid und Zuckerware mit Bleioxid eingefärbt. Teilweise wurden Farbmittel auch in betrügerischer Absicht verwendet, beispielsweise wurde Rotwein mit Fuchsin gefärbt, durch Gelbfärbung von Gebäck ein höherer Ei-Gehalt vorgetäuscht, Orangen durch Injektion mit von roter Farbstofflösung in „Blutorangen“ verwandelt oder auch altes Fleisch farblich „verbessert“. Zu 3: Wird ein Lebensmittelfarbstoff eingesetzt, gilt er als Zusatzstoff und muss in der EU entweder mit Namen oder mit seiner E-Nummer im Zutatenverzeichnis angegeben werden. Ursprünglich wurde die Verwendung solcher Farbstoffe durch die Richtlinie 62/2645/EWG geregelt, vom 30.06.1994 an galt die Richtlinie 94/36/EG, seit dem 16.12.2008 gilt die Verordnung EG Nr. 1333/2008. In der EU und der Schweiz dürfen nur zugelassene, mit einer E-Nummer versehene Lebensmittelzusatzstoffe in Verkehr gebracht werden. Diese Zusatzstoffe müssen auf dem Produkt kenntlich gemacht werden. Bestimmte Lebensmittel dürfen nicht mit Farbstoffzusätzen versehen werden. Dies sind insbesondere unbehandelte Lebensmittel und Grundnahrungsmittel, wie Milch, Zucker, Obst, Gemüse und Pilze. Für manche Lebensmittel sind nur bestimmte Farbstoffe mit festgelegten Maximalmengen zulässig (Beispiel: Mit Fruchtgeschmack aromatisierte Frühstücksgetreideprodukte dürfen nur die Farbstoffe E120, E162 und E163 mit maximal 200 mg/kg enthalten). Zu 4: Eigentlich müsste man davon ausgehen können, dass von Lebensmittelfarbstoffen keine Gesundheitsgefährdung ausgeht. Bei einigen Farbstoffen besteht jedoch aufgrund der chemischen Verwandtschaft mit den zum Teil giftigen Azofarbstoffen der Verdacht auf gesundheitsschädigende Wirkungen. Als besonders gefährlich für die Gesundheit gelten die Farbstoffe Cholingelb (E 104) und die sogenannten Azofarbstoffe, von denen das gelbe Tartrazin (E 102) als der bedenklichste angesehen wird. Zu dieser Gruppe gehören weiterhin Gelborgange S (E 110), das rote Azorubin (E 122) und das dunkelrote Amaranth (E 123). Als mögliche Nebenwirkungen wurde mittlerweile herausgefunden: Krebs (Zahlreiche Medien schreiben, dass Azo-Lebensmittelfarbstoffe im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Laut europäischer Lebensmittelbehörde EFSA gibt es dafür keine Anhaltspunkte, die ,,Beweislage der Daten" deute nicht auf ein solches Risiko hin [9]. Gänzlich ausschließen kann die Behörde ein solches Risiko aber nicht. 2013 kam die EFSA zum Schluss, dass für einzelne Azo-Lebensmittelfarbstoffe weitere Tests durchgeführt werden müssen, um eine mögliche Krebsgefahr ausräumen zu können. Dennoch sind sie weiterhin zugelassen. Asthma und Allergien (auch dies ist nicht abschließend geklärt, es sind weitere Studie notwendig. Es gibt allerdings Fälle, in denen Juckreiz, Schwellungen, Atembeschwerden bei einzelnen Personen auftraten. ADHS (viele Studie liefern deutliche Hinweise, dass künstliche Lebensmittelfarben Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen auslösen oder dazu beitragen können. 143 E133 E132 E300 102 E124 E111 Zu 5: In der EU gibt es eine Liste der für Lebensmittel zugelassenen Farbstoffe, die mit Stand von 2020 folgendermaßen aussieht: Allurarot AC Aluminium Amaranth Anthocyane Azorubin Betanin Braun HT Brillantblau FCF Brillantschwarz BN Calciumcarbonat Stoff Canthaxanthin Carotin i) Annatto Bixin, ii) Annatto Norbixin Paprikaextrakt (Capsanthin, Capsorubin) Lycopin Beta-apo-8'-Carotinal Nummer E 129 E 173 E 123 E 163 E 122 E 162 E 155 E 133 E 151 E 170 E 161 g E 160 a E 160 b E 160 c E 160 d E 160 e rot silbriggrau rot rot, violett, blau rot Färbung rot rotbraun blau violett, braun, schwarz weiß rot gelb, orange Bemerkung anorganisches Pigment anorganisches Pigment