Temperatur als abiotischer Umweltfaktor
Die Temperatur als abiotischer Faktor hat weitreichende Auswirkungen auf Lebewesen. Wechselwarme (ektotherme) Organismen sind von der Umgebungstemperatur abhängig und haben einen engen Toleranzbereich. Gleichwarme (endotherme) Lebewesen können ihre Körpertemperatur durch Stoffwechselprozesse konstant halten und weisen einen breiteren Toleranzbereich auf.
Beispiel: Die Allen'sche Regel besagt, dass endotherme Tierarten in kälteren Gebieten kleinere Körperanhänge haben als ihre Verwandten in wärmeren Regionen. Dies reduziert die Wärmeabgabe und hilft, die Körpertemperatur konstant zu halten.
Beispiel: Die Bergmann'sche Regel erklärt, dass endotherme Tierarten in kalten Gebieten eine größere Körpergröße aufweisen. Ein größerer Körper mit geringerer Oberfläche im Verhältnis zum Volumen speichert mehr Wärme und ermöglicht eine bessere Konstanthaltung der Körpertemperatur.
Die RGT-Regel (Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel) beschreibt den Einfluss der Temperatur auf chemische Reaktionen in Organismen:
Definition: Die RGT-Regel besagt, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit bei einer Temperaturerhöhung von 10°C verdoppelt bis verdreifacht. Die Obergrenze liegt bei etwa 50°C, wo Enzyme denaturieren und der Organismus stirbt.
Der abiotische Faktor Wasser ist lebenswichtig für alle Organismen. Er wird für Stoffwechselprozesse, den Wasser- und Salzhaushalt benötigt und ist ein wesentlicher Bestandteil aller Körperzellen und -flüssigkeiten.
Beispiele für abiotische Faktoren: Wassertiere benötigen Wasser als Lebensraum und zur Osmoregulation. Landtiere brauchen Wasser zur Aufrechterhaltung ihrer Lebensfunktionen und zum Ausgleich von Wasserverlusten.
Pflanzen haben sich an verschiedene Wasserangebote in ihren Lebensräumen angepasst:
Beispiele für abiotische Faktoren: Wasserpflanzen (Hydrophyten) nehmen Wasser mit ihrer gesamten Oberfläche auf. Trockenpflanzen (Xerophyten) haben weitreichende Wurzelsysteme zur Wasseraufnahme und -speicherung. Feuchtpflanzen (Hygrophyten) sind mit flachen Wurzeln und großen Blättern an wasserreiche Standorte angepasst.




