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Entwicklungszyklus einer Zecke (Ökologie, Räuber-Beute)

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Vivi

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Biologie

 

11/12/13

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Entwicklungszyklus einer Zecke (Ökologie, Räuber-Beute)

 >> LB. S.: 305 NR. 2A-C
Entwicklungszyklus einer Zecke
Häutung
(Dauer: 7 Monate)
Nymphen
saugen Blut
2a:
Nymphe
adulte Zecken
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Hausaufgabe Thema Öko🌳: 15 Punkte >> Parasitismus >> Räuber-Beute-Beziehung >> Wirt

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>> LB. S.: 305 NR. 2A-C Entwicklungszyklus einer Zecke Häutung (Dauer: 7 Monate) Nymphen saugen Blut 2a: Nymphe adulte Zecken saugen Blut Häutung (Dauer: 2 Monate) *** Nymphe Larve Nymphe Zecken sind Ektoparasiten, die für jeden Entwicklungs- schritt eine Blutmahlzeit benötigen. Die Lebensdauer einer Zecke beträgt zwei bis drei Jahre. a) Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus einer Zecke anhand der oberen Abbildung. b) = Erklären Sie auf dieser Basis und mithilfe der rechten Abbildung das Vorkommen von Zecken sowie von ihren Larven und Nymphen im Jahresverlauf. c) Zecken sowie ihre Larven und Nymphen werden erst ab einer Temperatur von 7 °C aktiv. Erläutern Sie vor dem Hintergrund die Auswirkungen der zunehmenden Klimaerwärmung. Anzahl der aktiven Zecken Bodenoberfläche auf der 1000 800 600 400 200 vollgesogenes Weibchen Entwicklung (Dauer: 3 Wochen) Eier Larven saugen Blut Larve Larve Larven Nymphen adulte Zecken 0 April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. 1) Das Zeckenweibchen legt ihre Eier im Boden ab. Im Boden findet das erste Entwicklungsstadium statt, nach ca. 3 Wochen werden aus den Eiern kleine, geschlechtslose Larven mit sechs Beinen. Die Larven können bereits Blut vom Menschen saugen, um sich zu ernähren, aber zu ihrer Hauptzielgruppe gehören zum Beispiel Igel und ähnliche Nagetiere. Sobald die kleinen Zeckenlarven sich ihre erste Blutnahrung geholt haben, können sie sich häuten. Zur Häutung verlassen sie den Wirt. 2) Nach der Häutung (Dauer: 2 Monate) werden aus den kleinen Larven Nymphen, die zwar geschlechtslos bleiben, aber mittlerweile acht Beine haben und eine deutliche Färbung ausprägen. Zudem sind sie wesentlich größer als vor...

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der Häutung. Nymphen suchen sich erneut einen Wirt, um ihre nächste Blutmahlzeit zu genießen. Dafür kommen neben Füchsen oder Mäusen auch der Mensch in Frage. Um an einen Fuchs zu gelangen, klettern die Nymphen an Grashalmen und Sträuchern hoch. War ihre Nahrungssuche erfolgreich und wenn genügend Blut aufgenommen wurde, dann setzt die zweite Häutung ein. 2b: 3) Diese, über das Geschlecht entscheidende, Häutung dauert rund 7 Monate. Entweder wird aus der Nymphe ein Zeckenweibchen, welches seine äußere Erscheinung beibehält, größer wird und über lange ausgestreckte Beine verfügt. Das Zeckenmännchen wird nicht ganz so groß, bildet aber die markante rot-braun-Färbung des Hinterteils zurück. Die sogenannten adulten Zecken suchen sich nun erneut zum letzten Mal einen Wirt (Reh/Hirsch/Mensch...) und saugen sich mit Blut voll. Die Zeckenweibchen müssen wesentlich mehr Blut aufsaugen, denn nach der Begattung, nach der das Männchen stirbt, entwickeln sich mehrere Tausend Larven in ihr, die sie dann wieder im Boden ablegt. Danach stirbt auch sie. ➜ 3-Stadien-Entwicklung Im Diagramm ist die Anzahl der aktiven Zecken (und ihrer Vorstufen) auf der Bodenoberfläche in Abhängigkeit von der Jahreszeit in Monaten dargestellt. Auffällig ist, dass das Diagramm erst im April anfängt und bereits im November endet. Grund dafür sind wahrscheinlich die länger andauernden zu geringen Temperaturen von Dezember bis März. Im Frühjahr (Mai) erreicht die Anzahl der adulten Zecken ihr Maximum von knapp 100 aktiven Zecken. Das liegt daran, dass aus den Nymphen, die bereits im April ihr Maximum erreichen adulte Zecken werden. Das ist möglich, wenn sie sich über den Winter einen Wirt gesucht haben. Bis Juli sinkt die Aktivität auf ein Minimum, da sich die adulten Zecken ihren letzten Wirt suchen. Nach der Blutmahlzeit sind die weiblichen Zecken dazu in der Lage ihre Eier abzulegen. Danach sterben sie (Männchen sterben bereits nach der Begattung). Abgesehen davon sind die Temperaturen zu hoch und die Luftfeuchtigkeit zu gering, sie verstecken sich oder sterben sogar. Von Juli bis August bleibt die Anzahl der aktiven Zecken etwa konstant, bis sie im Oktober ein erneutes Maximum erreicht. Dieses Maximum ist jedoch wesentlich geringer als das im Frühjahr (700). Nach diesem Aktivitätsmaximum legen die adulten Zeckenweibchen ihre Eier und sterben. Die männlichen adulten Zecken sind bereits nach der Begattung gestorben, weshalb die Anzahl abnimmt. Die Larven der Zecken verhalten sich ähnlich. Von April bis Ende Mai erreichen die Larven eine Aktivitätsrate von über 1000, da sie im Frühjahr schlüpfen. Bis Anfang August nimmt die Anzahl der Larven wieder enorm stark bis auf ein Minimum (0) ab. Einige entwickeln sich nach erfolgreicher Wirtssuche innerhalb von 2 Monaten zu Nymphen, andere sterben durch die zu hohen Temperaturen und die zu geringe Luftfeuchtigkeit, falls sie kein geeignetes Versteck finden. Ab August steigt die Anzahl der aktiven Larven auf dem Boden wieder an, bis Ende September/ Anfang Oktober ein zweites Maximum erreicht wird. Das passiert dadurch, dass die adulten Zecken Ende Juli wieder ihre Eier abgelegt haben und nach knapp 3 Wochen sich daraus die Larven entwickeln. Ab Oktober ist es den Larven zu kalt. Sie verfallen in eine Starre oder sterben, weshalb ihre Aktivität auf ein Minimum bis November absinkt. Die Nymphen starten im April mit einer extrem hohen Aktivitätsrate (450), was daran liegen könnte, dass sie sich im Winter einen Wirt gesucht haben oder einen guten Platz zum Überwintern (unterm Laub) gefunden haben. Die Anzahl der aktiven Nymphen steigt dann bis Anfang Mai auf knapp 650, da sich einige der Larven eventuell bereits in Nymphen verwandelt haben (Häutungszeit: 3 bis 8 Wochen). Nach Mai nimmt die Anzahl bis Juni genauso schnell, wie die der Larven ab (sinkt auf 200). Ab Mitte Juni sinkt die Zahl dann etwas langsamer und endet im Juli bei ca. 75 aktiven Nymphen. Es kann sein, dass einige Nymphen durch die hohen Temperaturen und trockene Luft gestorben sind, andere haben vielleicht zu lange keine Blutmahlzeit gefunden. Im Spätsommer, ab August nimmt die Anzahl der aktiven Nymphen erneut zu, bis sie Anfang Oktober wiederholz ein Maximum (375) erreicht. Das kommt durch die im August abgelegten Larven zustande. Sie haben ihre erste Blutmahlzeit gefunden, den Wirt verlassen und somit 2 Monate später ihre Häutung hinter sich. Nach Oktober nimmt die Zahl der aktiven Nymphen trotz dessen wieder ab und sinkt auf ein Minimum von ca. 25 aktiven Nymphen. Es ist zu kalt, sie verfallen in eine Starre oder sterben bei zu niedrigen Temperaturen. Zusammengefasst gibt es zwei Hochzeiten der Zecken. Besonders aktiv sind die Zecken, ihre Larven und Nymphen im Frühjahr (ca. April-Juni). Danach ist es zu warm, die Luftfeuchtigkeit zu gering, die Wirtsuche wurde abgeschlossen oder die Fortpflanzung und Entwicklung werden vollzogen (Bereich, wo alle Graphen abnehmen). Die zweite Hochzeit ist im Spätsommer von August bis Oktober. Die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit werden wieder erträglicher für Zecken. Die Fortpflanzung und Entwicklung sind beendet und die Wirtssuche kann wieder beginnen. Komisch ist es, dass die Zahl der Larven steigen müsste, wenn die Zahl der adulten Zecken abnimmt. Genauso sollte die Anzahl der aktiven Nymphen steigen, wenn die Zahl der Larven sinkt. Auch die Zahl der aktiven adulten Zecken sollte zunehmen, wenn die der Nymphen sinkt. 2c: Zecken sind wärmeliebende Spinnentiere, sie werden ab Temperaturen von 7°C erst richtig aktiv, wobei sie bei Temperaturen darunter in eine Starre fallen. Die erste Auswirkung, die eintreten wird, ist die verlängerte Aktivitätsphase der Zecken. Die Winter werden wärmer, weshalb die Zecken, ihre Larven und Nymphen nicht mehr so lange oder gar nicht mehr in eine Winterstarre verfallen. Sie können leicht unter den feuchten Nadeln und dem Laub überwintern, da dort die hohe Luftfeuchtigkeit erhalten bleibt und gleichzeitig sind sie vor Fressfeinden geschützt. Für uns Menschen wäre dies schlecht, da wir uns länger vorsichtig bewegen und auf Zecken kontrollieren müssen. Man könnte jetzt also denken, dass der Klimawandel pauschal positiv für Zecken ist. Das ist aber nicht der Fall. Zwar werden sowohl Larven und Nymphen als auch adulte Zecken mit zunehmender Temperatur aktiver, jedoch sterben Larven und Nymphen bereits ab Temperaturen über 35°C, da ihr Toleranzbereich ausgeschöpft ist. Wie vorhin bereits erwähnt leben Zecken bevorzugt im Wald, wo die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Durch die, durch den Klimawandel steigenden Temperaturen, regnet es immer weniger und die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ein Pessimum, das das Überleben der Zecke nahezu unmöglich macht. Ein weiterer Faktor ist natürlich, dass sich auch Zecken aus den Südlichen Gebieten mit neuen Infektionskrankheiten in Zentraleuropa ansiedeln werden, da sie ihr Präferendum (abiotische Umweltfaktoren) jetzt auch in anderen Gebieten, wie hier in Deutschland, finden werden. Sie stellen dann eine Konkurrenz (biotischer Umweltfaktor) für die einheimischen Zecken dar.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Die Zeckenweibchen müssen wesentlich mehr Blut aufsaugen, denn nach der Begattung, nach der das Männchen stirbt, entwickeln sich mehrere Tausend Larven in ihr, die sie dann wieder im Boden ablegt. Danach stirbt auch sie. ➜ 3-Stadien-Entwicklung Im Diagramm ist die Anzahl der aktiven Zecken (und ihrer Vorstufen) auf der Bodenoberfläche in Abhängigkeit von der Jahreszeit in Monaten dargestellt. Auffällig ist, dass das Diagramm erst im April anfängt und bereits im November endet. Grund dafür sind wahrscheinlich die länger andauernden zu geringen Temperaturen von Dezember bis März. Im Frühjahr (Mai) erreicht die Anzahl der adulten Zecken ihr Maximum von knapp 100 aktiven Zecken. Das liegt daran, dass aus den Nymphen, die bereits im April ihr Maximum erreichen adulte Zecken werden. Das ist möglich, wenn sie sich über den Winter einen Wirt gesucht haben. Bis Juli sinkt die Aktivität auf ein Minimum, da sich die adulten Zecken ihren letzten Wirt suchen. Nach der Blutmahlzeit sind die weiblichen Zecken dazu in der Lage ihre Eier abzulegen. Danach sterben sie (Männchen sterben bereits nach der Begattung). Abgesehen davon sind die Temperaturen zu hoch und die Luftfeuchtigkeit zu gering, sie verstecken sich oder sterben sogar. Von Juli bis August bleibt die Anzahl der aktiven Zecken etwa konstant, bis sie im Oktober ein erneutes Maximum erreicht. Dieses Maximum ist jedoch wesentlich geringer als das im Frühjahr (700). Nach diesem Aktivitätsmaximum legen die adulten Zeckenweibchen ihre Eier und sterben. Die männlichen adulten Zecken sind bereits nach der Begattung gestorben, weshalb die Anzahl abnimmt. Die Larven der Zecken verhalten sich ähnlich. Von April bis Ende Mai erreichen die Larven eine Aktivitätsrate von über 1000, da sie im Frühjahr schlüpfen. Bis Anfang August nimmt die Anzahl der Larven wieder enorm stark bis auf ein Minimum (0) ab. Einige entwickeln sich nach erfolgreicher Wirtssuche innerhalb von 2 Monaten zu Nymphen, andere sterben durch die zu hohen Temperaturen und die zu geringe Luftfeuchtigkeit, falls sie kein geeignetes Versteck finden. Ab August steigt die Anzahl der aktiven Larven auf dem Boden wieder an, bis Ende September/ Anfang Oktober ein zweites Maximum erreicht wird. Das passiert dadurch, dass die adulten Zecken Ende Juli wieder ihre Eier abgelegt haben und nach knapp 3 Wochen sich daraus die Larven entwickeln. Ab Oktober ist es den Larven zu kalt. Sie verfallen in eine Starre oder sterben, weshalb ihre Aktivität auf ein Minimum bis November absinkt. Die Nymphen starten im April mit einer extrem hohen Aktivitätsrate (450), was daran liegen könnte, dass sie sich im Winter einen Wirt gesucht haben oder einen guten Platz zum Überwintern (unterm Laub) gefunden haben. Die Anzahl der aktiven Nymphen steigt dann bis Anfang Mai auf knapp 650, da sich einige der Larven eventuell bereits in Nymphen verwandelt haben (Häutungszeit: 3 bis 8 Wochen). Nach Mai nimmt die Anzahl bis Juni genauso schnell, wie die der Larven ab (sinkt auf 200). Ab Mitte Juni sinkt die Zahl dann etwas langsamer und endet im Juli bei ca. 75 aktiven Nymphen. Es kann sein, dass einige Nymphen durch die hohen Temperaturen und trockene Luft gestorben sind, andere haben vielleicht zu lange keine Blutmahlzeit gefunden. Im Spätsommer, ab August nimmt die Anzahl der aktiven Nymphen erneut zu, bis sie Anfang Oktober wiederholz ein Maximum (375) erreicht. Das kommt durch die im August abgelegten Larven zustande. Sie haben ihre erste Blutmahlzeit gefunden, den Wirt verlassen und somit 2 Monate später ihre Häutung hinter sich. Nach Oktober nimmt die Zahl der aktiven Nymphen trotz dessen wieder ab und sinkt auf ein Minimum von ca. 25 aktiven Nymphen. Es ist zu kalt, sie verfallen in eine Starre oder sterben bei zu niedrigen Temperaturen. Zusammengefasst gibt es zwei Hochzeiten der Zecken. Besonders aktiv sind die Zecken, ihre Larven und Nymphen im Frühjahr (ca. April-Juni). Danach ist es zu warm, die Luftfeuchtigkeit zu gering, die Wirtsuche wurde abgeschlossen oder die Fortpflanzung und Entwicklung werden vollzogen (Bereich, wo alle Graphen abnehmen). Die zweite Hochzeit ist im Spätsommer von August bis Oktober. Die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit werden wieder erträglicher für Zecken. Die Fortpflanzung und Entwicklung sind beendet und die Wirtssuche kann wieder beginnen. Komisch ist es, dass die Zahl der Larven steigen müsste, wenn die Zahl der adulten Zecken abnimmt. Genauso sollte die Anzahl der aktiven Nymphen steigen, wenn die Zahl der Larven sinkt. Auch die Zahl der aktiven adulten Zecken sollte zunehmen, wenn die der Nymphen sinkt. 2c: Zecken sind wärmeliebende Spinnentiere, sie werden ab Temperaturen von 7°C erst richtig aktiv, wobei sie bei Temperaturen darunter in eine Starre fallen. Die erste Auswirkung, die eintreten wird, ist die verlängerte Aktivitätsphase der Zecken. Die Winter werden wärmer, weshalb die Zecken, ihre Larven und Nymphen nicht mehr so lange oder gar nicht mehr in eine Winterstarre verfallen. Sie können leicht unter den feuchten Nadeln und dem Laub überwintern, da dort die hohe Luftfeuchtigkeit erhalten bleibt und gleichzeitig sind sie vor Fressfeinden geschützt. Für uns Menschen wäre dies schlecht, da wir uns länger vorsichtig bewegen und auf Zecken kontrollieren müssen. Man könnte jetzt also denken, dass der Klimawandel pauschal positiv für Zecken ist. Das ist aber nicht der Fall. Zwar werden sowohl Larven und Nymphen als auch adulte Zecken mit zunehmender Temperatur aktiver, jedoch sterben Larven und Nymphen bereits ab Temperaturen über 35°C, da ihr Toleranzbereich ausgeschöpft ist. Wie vorhin bereits erwähnt leben Zecken bevorzugt im Wald, wo die Luftfeuchtigkeit extrem hoch ist. Durch die, durch den Klimawandel steigenden Temperaturen, regnet es immer weniger und die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ein Pessimum, das das Überleben der Zecke nahezu unmöglich macht. Ein weiterer Faktor ist natürlich, dass sich auch Zecken aus den Südlichen Gebieten mit neuen Infektionskrankheiten in Zentraleuropa ansiedeln werden, da sie ihr Präferendum (abiotische Umweltfaktoren) jetzt auch in anderen Gebieten, wie hier in Deutschland, finden werden. Sie stellen dann eine Konkurrenz (biotischer Umweltfaktor) für die einheimischen Zecken dar.