App öffnen

Fächer

Evolution und Kladogramm: Ein einfacher Überblick

Öffnen

340

4

user profile picture

Isabell

20.3.2021

Biologie

Evolution

Evolution und Kladogramm: Ein einfacher Überblick

In der Evolutionsbiologie entdeckst du faszinierende Konzepte, die erklären, wie sich Arten über lange Zeiträume entwickeln und neue entstehen. Von der systematischen Klassifikation nach Carl von Linné bis zu den Evolutionstheorien von Darwin und Lamarck - diese Grundlagen helfen dir zu verstehen, wie die unglaubliche Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten entstanden ist.

...

20.3.2021

6131

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen

Die Art bildet die Grundeinheit des natürlichen Systems und kann sowohl biologisch (Gruppe von Individuen, die fruchtbare Nachkommen erzeugen) als auch morphologisch (Gruppe mit übereinstimmenden Merkmalen) definiert werden.

Carl von Linné führte 1735 die binäre Nomenklatur ein, die bis heute verwendet wird. Bei dieser Benennung gibt der erste Teil den Gattungsnamen und der zweite den Artnamen an - ein System, das in seinem berühmten Werk "Systema Naturae" vorgestellt wurde.

Die Organismen werden in einem hierarchischen System geordnet, wobei die Einteilung auf Verwandtschaftsverhältnissen basiert. Von der Art ausgehend werden die Gruppen immer umfassender: Arten → Gattungen → Familien → Ordnungen → Klassen → Stämme → Reiche.

In der modernen stammesgeschichtlichen (phylogenetischen) Systematik werden Verwandtschaftsverhältnisse in einem Kladogramm dargestellt. Diese Baumdiagramme zeigen dichotome Verzweigungen und unterscheiden zwischen ursprünglichen (plesiomorphen) und abgeleiteten (apomorphen) Merkmalen. Besonders wichtig ist das Konzept der monophyletischen Gruppe - alle Lebewesen, die auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen.

💡 Ein Kladogramm ist kein gewöhnlicher Stammbaum! Es zeigt nicht direkte Abstammungen, sondern Verwandtschaftsgrade anhand gemeinsamer abgeleiteter Merkmale.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Belege für die Evolution aus der Paläontologie

Die Paläontologie erforscht Reste von Pflanzen und Tieren aus vergangenen Erdzeitalten, die als Fossilien erhalten geblieben sind. Diese Wissenschaft unterscheidet sich deutlich von der Archäologie, die menschliche Kulturerzeugnisse untersucht.

In der Paläontologie gilt: Je tiefer eine Gesteinsschicht liegt, desto älter sind die darin enthaltenen Fossilien (relative Altersbestimmung). Besonders aufschlussreich ist, dass ältere Fossilien sich stärker von heutigen Arten unterscheiden als jüngere. Die Fossilien zeigen zudem, dass sich Merkmale in kleinen Schritten entlang bestimmter Entwicklungslinien verändert haben.

Besonders spannend sind fossile Brückenformen (Mosaikformen), die Merkmale von zwei verschiedenen Gruppen tragen. Der Archaeopteryx ist ein berühmtes Beispiel - er besitzt sowohl Reptilienmerkmale (Kiefer mit Zähnen, lange Schwanzwirbelsäule) als auch Vogelmerkmale (Federn, nach hinten gerichtete erste Zehe). Diese Fossilien beweisen den Übergang von einer Tiergruppe zur anderen.

Wie entstehen Fossilien? Organismen werden unter besonderen Bedingungen konserviert - durch Versteinerung, Einschluss in Bernstein oder durch Gefrieren. Die geringe Wahrscheinlichkeit der Fossilisation erklärt, warum nur ein kleiner Teil der Lebewesen überhaupt als Fossilien erhalten bleibt.

💡 Fossilien sind wie Puzzleteile der Evolutionsgeschichte - jeder Fund kann ein entscheidendes Stück zum Verständnis der Abstammungslinien beitragen!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Belege für die Evolution aus der vergleichenden Anatomie

Wenn du anatomische Strukturen verschiedener Organismen vergleichst, entdeckst du entscheidende Belege für die Evolution. Zentral ist dabei der Unterschied zwischen Homologie und Analogie.

Homologe Organe stammen von einem gemeinsamen Vorfahren und basieren auf demselben Grundbauplan, selbst wenn sie unterschiedliche Funktionen haben. Homologie lässt sich durch drei Kriterien nachweisen: gleiche Lage im Körper, ähnliche Feinstruktur und kontinuierliche Übergangsformen in Fossilien. Ein Beispiel sind die Vorderextremitäten von Landwirbeltieren - egal ob Fledermausflügel oder Menschenarm, der Grundaufbau ist derselbe.

Im Gegensatz dazu entstehen analoge Organe unabhängig voneinander durch ähnliche Funktion oder Umweltbedingungen. Die schaufelartigen Vorderbeine von Maulwurf und Maulwurfsgrille sind analog - sie sehen ähnlich aus, haben aber völlig unterschiedlichen inneren Aufbau.

Konvergenz bezeichnet die unabhängige Entwicklung ähnlicher Strukturen durch ähnliche Lebensweise. Die Flügel von Vögeln, Fledermäusen und Flugsauriern sind ein perfektes Beispiel dafür.

Besonders interessant sind lebende Fossilien wie das Schnabeltier, das sowohl Reptilienmerkmale (legt Eier) als auch Säugetiermerkmale (Fell, Milchdrüsen) aufweist. Auch Rudimente wie das menschliche Steißbein oder der Wurmfortsatz belegen die Evolution - sie sind Überreste ehemals funktionsfähiger Organe unserer Vorfahren.

💡 Homologie ist der stärkste anatomische Beweis für die Evolution! Wenn Strukturen denselben Grundbauplan haben, obwohl sie unterschiedliche Funktionen erfüllen, deutet das auf gemeinsame Abstammung hin.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Belege aus der Zytologie und Molekularbiologie

Die Zell- und Molekularbiologie liefert einige der überzeugendsten Belege für die Evolution. Die grundlegende Ähnlichkeit aller Zellen - von Bakterien bis zum Menschen - ist ein starkes Indiz für einen gemeinsamen Ursprung des Lebens.

Die Endosymbionten-Theorie erklärt, wie komplexe Zellstrukturen entstanden sind: Mitochondrien und Chloroplasten waren ursprünglich eigenständige Bakterien, die von größeren Zellen aufgenommen wurden. Dafür sprechen ihre Doppelmembran, ihre eigene DNA und ihre selbständige Vermehrung. Diese Theorie zeigt, wie aus einfachen Zellen komplexere entstehen konnten.

Auf molekularer Ebene findest du in jeder Zelle die gleichen grundlegenden Moleküle wie DNA, RNA und ATP. Der genetische Code ist bei fast allen Organismen identisch - ein starker Hinweis auf einen gemeinsamen Ursprung allen Lebens.

Besonders aufschlussreich ist die abgestufte Ähnlichkeit von DNA und Proteinen zwischen verschiedenen Arten. Je enger zwei Arten verwandt sind, desto ähnlicher sind ihre Moleküle. Mit dem Präzipitintest kann man diese Ähnlichkeit messen: Menschliche Serumproteine reagieren zu 85% mit denen von Schimpansen, aber nur zu 2% mit denen von Pferden.

Modernere Methoden wie die DNA-Hybridisierung und der direkte Vergleich von DNA-Sequenzen liefern noch genauere Verwandtschaftsanalysen. Diese molekularbiologischen Vergleiche haben die Erkenntnisse aus Paläontologie und vergleichender Anatomie bestätigt und präzisiert.

💡 Die Ähnlichkeit von DNA-Sequenzen ist wie ein genetischer Fingerabdruck der Evolution - je ähnlicher die DNA zweier Arten ist, desto näher ist ihre Verwandtschaft!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin

Jean-Baptiste de Lamarck stellte 1809 eine der ersten Evolutionstheorien vor. Seine Kerngedanken waren:

  1. Organismen haben einen Vervollkommnungstrieb, der sie antreibt, sich ihrer Umwelt anzupassen
  2. Durch Gebrauch werden Organe gestärkt, durch Nichtgebrauch verkümmern sie
  3. Diese erworbenen Eigenschaften werden an die Nachkommen vererbt

Das klassische Beispiel ist die Giraffenhalstheorie: Giraffen strecken ihre Hälse nach Blättern und vererben die verlängerten Hälse an ihre Nachkommen. Heute wissen wir, dass diese Theorie falsch ist, da erworbene Eigenschaften (Modifikationen) nicht vererbt werden.

Charles Darwin revolutionierte mit seiner Theorie der natürlichen Selektion unser Verständnis der Evolution. Seine Beobachtungen während der Reise mit der HMS Beagle führten zu diesen Grundprinzipien:

  1. Überproduktion: Arten erzeugen mehr Nachkommen als überleben können
  2. Variabilität: Individuen einer Art unterscheiden sich in ihren Merkmalen
  3. Vererbung: Merkmale werden an Nachkommen weitergegeben

Daraus folgerte Darwin den "struggle for life" (Kampf ums Dasein) und "survival of the fittest" (Überleben der Angepasstesten). Individuen mit vorteilhaften Merkmalen überleben häufiger und geben diese Merkmale an mehr Nachkommen weiter. Anders als Lamarck erkannte Darwin, dass die Variation zufällig entsteht und die Selektion dann die vorteilhaften Varianten bevorzugt.

💡 Darwins Geniestreich war zu erkennen, dass die natürliche Selektion als treibende Kraft der Evolution wirkt - ohne jede Zielgerichtetheit kann sie dennoch zu hochkomplexen Anpassungen führen!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Grundlagen der Synthetischen Evolutionstheorie

Die Synthetische Evolutionstheorie verbindet Darwins Selektionstheorie mit den Erkenntnissen der Genetik und gilt heute als die am besten begründete Evolutionstheorie. Sie fokussiert sich auf Veränderungen in Populationen statt auf einzelne Organismen.

Eine Population ist eine Gruppe von Individuen derselben Art, die im gleichen Raum leben und sich untereinander fortpflanzen können. Der Genpool umfasst alle Allele (Genvarianten) einer Population. Die Evolution wird als Veränderung der Allelhäufigkeiten im Genpool definiert.

Das Hardy-Weinberg-Gesetz beschreibt mathematisch, wie sich Allele in einer idealen Population verhalten. Die Formel p² + 2pq + q² = 1 zeigt, dass die Allelhäufigkeiten in einer idealen Population über Generationen konstant bleiben. Eine ideale Population existiert in der Natur allerdings nicht, da immer Evolutionsfaktoren wirken.

Die Abweichungen vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht werden durch Evolutionsfaktoren verursacht: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und Separation. Diese Faktoren verändern die Zusammensetzung des Genpools und treiben so die Evolution voran.

Für das Verständnis der Evolution ist die ideale Population ein wichtiges theoretisches Modell, auch wenn sie in der Natur nicht vorkommt. In einer idealen Population gibt es keine Selektion, keine Mutationen, keine Migration, beliebige Paarung und eine sehr große Individuenzahl – Bedingungen, unter denen keine Evolution stattfinden würde.

💡 Das Hardy-Weinberg-Gesetz ist wie das Trägheitsgesetz der Evolution: Ohne äußere Kräfte (Evolutionsfaktoren) bleibt der Genpool einer Population unverändert.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Mutation und Rekombination als Evolutionsfaktoren

Mutationen sind zufällige Veränderungen der genetischen Information und liefern das Rohmaterial für die Evolution. Für die Evolution sind besonders Mutationen in den Keimzellen relevant, da nur diese an Nachkommen weitergegeben werden können.

Mutationen entstehen spontan und ungerichtet – sie zielen nicht auf eine bessere Anpassung ab. Die meisten Mutationen sind neutral oder schädlich, nur selten vorteilhaft. Dennoch sind sie unverzichtbar für die Evolution, da sie neue Allele erzeugen und damit die genetische Vielfalt erhöhen.

Die Rekombination bei der sexuellen Fortpflanzung sorgt für eine noch viel größere genetische Vielfalt. Durch drei Mechanismen entstehen unzählige neue Allelkombinationen:

  1. Zufällige Verteilung der homologen Chromosomen in der Meiose
  2. Crossing-over (Austausch von Chromosomenstücken)
  3. Zufällige Befruchtung (welches Spermium auf welche Eizelle trifft)

Die Rekombination erzeugt keine neuen Allele, sondern neue Kombinationen vorhandener Allele. Diese enorme Vielfalt an Genotypen ist die Hauptursache für die Variabilität innerhalb einer Art und ermöglicht schnelle Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen.

Die sexuelle Fortpflanzung hat sich vermutlich genau deshalb in der Evolution durchgesetzt: Sie erzeugt genetische Vielfalt, die das Überleben einer Art unter wechselnden Umweltbedingungen sichert. Bei der ungeschlechtlichen (vegetativen) Fortpflanzung sind die Nachkommen genetisch identisch – das bietet weniger Anpassungspotential.

💡 Mutation und Rekombination sind wie Lotterie und Mischmaschine der Evolution: Mutationen erzeugen neue "Spielkarten", Rekombination mischt die vorhandenen immer wieder neu!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Selektion als Evolutionsfaktor

Die Selektion ist der zentrale Mechanismus der Evolution und wirkt wie ein Filter für die durch Mutation und Rekombination entstandene genetische Vielfalt. Sie bevorzugt Individuen mit Merkmalen, die unter den gegebenen Umweltbedingungen vorteilhaft sind.

Selektion greift immer am Phänotyp (äußere Erscheinung) an, wirkt sich aber indirekt auf den Genotyp (genetische Ausstattung) aus. Sie ist ein statistischer Prozess, der über mehrere Generationen hinweg die Häufigkeit vorteilhafter Allele im Genpool erhöht.

Ein klassisches Beispiel für Selektion ist der Industriemelanismus bei Birkenspannern: In industriell verschmutzten Gebieten hatten plötzlich dunkle Falter einen Selektionsvorteil, da sie auf verrußten Baumstämmen besser getarnt waren als helle Falter. Dies führte zu einer raschen Zunahme des dunklen Phänotyps in der Population.

Es gibt drei Haupttypen der Selektion:

  1. Stabilisierende Selektion: Mittlere Merkmalsausprägungen werden bevorzugt, Extreme benachteiligt
  2. Disruptive Selektion: Extreme Merkmalsausprägungen werden bevorzugt, mittlere benachteiligt
  3. Transformierende Selektion: Merkmale verschieben sich in eine bestimmte Richtung

Die Entstehung antibiotikaresistenter Bakterien ist ein eindrucksvolles Beispiel für Selektion in Aktion. Wenn Bakterien mit Antibiotika behandelt werden, haben zufällig resistente Mutanten einen enormen Selektionsvorteil. Sie überleben und vermehren sich, während nicht-resistente Bakterien absterben – ein perfektes Beispiel für transformierende Selektion.

💡 Selektion wirkt nie auf einzelne Merkmale isoliert, sondern immer auf das Gesamtpaket aller Eigenschaften eines Organismus und dessen Fitness in seiner spezifischen Umwelt!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Öffnen

Weitere Evolutionsfaktoren: Präadaptation und Gendrift

Präadaptation bezeichnet ein faszinierendes Phänomen: Merkmale, die ursprünglich neutral oder sogar nachteilig waren, können bei veränderten Umweltbedingungen plötzlich vorteilhaft werden. Solche Mutationen sind bereits im Genpool vorhanden, bevor sie einen Selektionsvorteil erhalten.

Für Präadaptation ist genetische Vielfalt entscheidend. Je größer und vielfältiger eine Population ist, desto wahrscheinlicher enthält sie Allele, die bei Umweltveränderungen vorteilhaft werden könnten. Das erklärt, warum genetische Vielfalt für das Überleben von Arten so wichtig ist – sie ermöglicht schnelle Anpassungen an neue Bedingungen.

Selektionsfaktoren können abiotisch (unbelebt) sein, wie Temperatur, Feuchtigkeit oder pH-Wert, oder biotisch (belebt), wie Fressfeinde, Parasiten oder Konkurrenten. Eine besondere Form ist die sexuelle Selektion, bei der bestimmte Merkmale bevorzugt werden, weil sie attraktiv für potenzielle Partner sind – wie etwa das prächtige Rad des Pfaus.

Gendrift bezeichnet zufällige Veränderungen der Allelhäufigkeiten, die nicht durch Selektion verursacht werden. Dieser Effekt ist besonders in kleinen Populationen bedeutsam, wo zufällige Ereignisse große Auswirkungen haben können.

Zwei wichtige Formen der Gendrift sind:

  1. Der Flaschenhalseffekt: Eine Population wird durch ein katastrophales Ereignis stark dezimiert, die Überlebenden repräsentieren nur einen zufälligen Ausschnitt des ursprünglichen Genpools
  2. Der Gründereffekt: Wenige Individuen gründen eine neue Population, etwa auf einer Insel, und bringen nur einen Teil der genetischen Vielfalt der Ausgangspopulation mit

💡 Gendrift kann wie ein evolutionärer Zufall wirken! In kleinen Populationen können sich Allele durchsetzen, nicht weil sie vorteilhaft sind, sondern einfach durch Zufall.

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Knowunity ist die #1 unter den Bildungs-Apps in fünf europäischen Ländern

Knowunity wurde bei Apple als "Featured Story" ausgezeichnet und hat die App-Store-Charts in der Kategorie Bildung in Deutschland, Italien, Polen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich regelmäßig angeführt. Werde noch heute Mitglied bei Knowunity und hilf Millionen von Schüler:innen auf der ganzen Welt.

Ranked #1 Education App

Laden im

Google Play

Laden im

App Store

Knowunity ist die #1 unter den Bildungs-Apps in fünf europäischen Ländern

4.9+

Durchschnittliche App-Bewertung

22 M

Schüler:innen lieben Knowunity

#1

In Bildungs-App-Charts in 17 Ländern

950 K+

Schüler:innen haben Lernzettel hochgeladen

Immer noch nicht überzeugt? Schau dir an, was andere Schüler:innen sagen...

iOS User

Ich liebe diese App so sehr, ich benutze sie auch täglich. Ich empfehle Knowunity jedem!! Ich bin damit von einer 4 auf eine 1 gekommen :D

Philipp, iOS User

Die App ist sehr einfach und gut gestaltet. Bis jetzt habe ich immer alles gefunden, was ich gesucht habe :D

Lena, iOS Userin

Ich liebe diese App ❤️, ich benutze sie eigentlich immer, wenn ich lerne.

 

Biologie

6.131

11. Aug. 2025

14 Seiten

Evolution und Kladogramm: Ein einfacher Überblick

user profile picture

Isabell

@isa.bxlx

In der Evolutionsbiologie entdeckst du faszinierende Konzepte, die erklären, wie sich Arten über lange Zeiträume entwickeln und neue entstehen. Von der systematischen Klassifikation nach Carl von Linné bis zu den Evolutionstheorien von Darwin und Lamarck - diese Grundlagen helfen dir... Mehr anzeigen

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen

Die Art bildet die Grundeinheit des natürlichen Systems und kann sowohl biologisch (Gruppe von Individuen, die fruchtbare Nachkommen erzeugen) als auch morphologisch (Gruppe mit übereinstimmenden Merkmalen) definiert werden.

Carl von Linné führte 1735 die binäre Nomenklatur ein, die bis heute verwendet wird. Bei dieser Benennung gibt der erste Teil den Gattungsnamen und der zweite den Artnamen an - ein System, das in seinem berühmten Werk "Systema Naturae" vorgestellt wurde.

Die Organismen werden in einem hierarchischen System geordnet, wobei die Einteilung auf Verwandtschaftsverhältnissen basiert. Von der Art ausgehend werden die Gruppen immer umfassender: Arten → Gattungen → Familien → Ordnungen → Klassen → Stämme → Reiche.

In der modernen stammesgeschichtlichen (phylogenetischen) Systematik werden Verwandtschaftsverhältnisse in einem Kladogramm dargestellt. Diese Baumdiagramme zeigen dichotome Verzweigungen und unterscheiden zwischen ursprünglichen (plesiomorphen) und abgeleiteten (apomorphen) Merkmalen. Besonders wichtig ist das Konzept der monophyletischen Gruppe - alle Lebewesen, die auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen.

💡 Ein Kladogramm ist kein gewöhnlicher Stammbaum! Es zeigt nicht direkte Abstammungen, sondern Verwandtschaftsgrade anhand gemeinsamer abgeleiteter Merkmale.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Belege für die Evolution aus der Paläontologie

Die Paläontologie erforscht Reste von Pflanzen und Tieren aus vergangenen Erdzeitalten, die als Fossilien erhalten geblieben sind. Diese Wissenschaft unterscheidet sich deutlich von der Archäologie, die menschliche Kulturerzeugnisse untersucht.

In der Paläontologie gilt: Je tiefer eine Gesteinsschicht liegt, desto älter sind die darin enthaltenen Fossilien (relative Altersbestimmung). Besonders aufschlussreich ist, dass ältere Fossilien sich stärker von heutigen Arten unterscheiden als jüngere. Die Fossilien zeigen zudem, dass sich Merkmale in kleinen Schritten entlang bestimmter Entwicklungslinien verändert haben.

Besonders spannend sind fossile Brückenformen (Mosaikformen), die Merkmale von zwei verschiedenen Gruppen tragen. Der Archaeopteryx ist ein berühmtes Beispiel - er besitzt sowohl Reptilienmerkmale (Kiefer mit Zähnen, lange Schwanzwirbelsäule) als auch Vogelmerkmale (Federn, nach hinten gerichtete erste Zehe). Diese Fossilien beweisen den Übergang von einer Tiergruppe zur anderen.

Wie entstehen Fossilien? Organismen werden unter besonderen Bedingungen konserviert - durch Versteinerung, Einschluss in Bernstein oder durch Gefrieren. Die geringe Wahrscheinlichkeit der Fossilisation erklärt, warum nur ein kleiner Teil der Lebewesen überhaupt als Fossilien erhalten bleibt.

💡 Fossilien sind wie Puzzleteile der Evolutionsgeschichte - jeder Fund kann ein entscheidendes Stück zum Verständnis der Abstammungslinien beitragen!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Belege für die Evolution aus der vergleichenden Anatomie

Wenn du anatomische Strukturen verschiedener Organismen vergleichst, entdeckst du entscheidende Belege für die Evolution. Zentral ist dabei der Unterschied zwischen Homologie und Analogie.

Homologe Organe stammen von einem gemeinsamen Vorfahren und basieren auf demselben Grundbauplan, selbst wenn sie unterschiedliche Funktionen haben. Homologie lässt sich durch drei Kriterien nachweisen: gleiche Lage im Körper, ähnliche Feinstruktur und kontinuierliche Übergangsformen in Fossilien. Ein Beispiel sind die Vorderextremitäten von Landwirbeltieren - egal ob Fledermausflügel oder Menschenarm, der Grundaufbau ist derselbe.

Im Gegensatz dazu entstehen analoge Organe unabhängig voneinander durch ähnliche Funktion oder Umweltbedingungen. Die schaufelartigen Vorderbeine von Maulwurf und Maulwurfsgrille sind analog - sie sehen ähnlich aus, haben aber völlig unterschiedlichen inneren Aufbau.

Konvergenz bezeichnet die unabhängige Entwicklung ähnlicher Strukturen durch ähnliche Lebensweise. Die Flügel von Vögeln, Fledermäusen und Flugsauriern sind ein perfektes Beispiel dafür.

Besonders interessant sind lebende Fossilien wie das Schnabeltier, das sowohl Reptilienmerkmale (legt Eier) als auch Säugetiermerkmale (Fell, Milchdrüsen) aufweist. Auch Rudimente wie das menschliche Steißbein oder der Wurmfortsatz belegen die Evolution - sie sind Überreste ehemals funktionsfähiger Organe unserer Vorfahren.

💡 Homologie ist der stärkste anatomische Beweis für die Evolution! Wenn Strukturen denselben Grundbauplan haben, obwohl sie unterschiedliche Funktionen erfüllen, deutet das auf gemeinsame Abstammung hin.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Belege aus der Zytologie und Molekularbiologie

Die Zell- und Molekularbiologie liefert einige der überzeugendsten Belege für die Evolution. Die grundlegende Ähnlichkeit aller Zellen - von Bakterien bis zum Menschen - ist ein starkes Indiz für einen gemeinsamen Ursprung des Lebens.

Die Endosymbionten-Theorie erklärt, wie komplexe Zellstrukturen entstanden sind: Mitochondrien und Chloroplasten waren ursprünglich eigenständige Bakterien, die von größeren Zellen aufgenommen wurden. Dafür sprechen ihre Doppelmembran, ihre eigene DNA und ihre selbständige Vermehrung. Diese Theorie zeigt, wie aus einfachen Zellen komplexere entstehen konnten.

Auf molekularer Ebene findest du in jeder Zelle die gleichen grundlegenden Moleküle wie DNA, RNA und ATP. Der genetische Code ist bei fast allen Organismen identisch - ein starker Hinweis auf einen gemeinsamen Ursprung allen Lebens.

Besonders aufschlussreich ist die abgestufte Ähnlichkeit von DNA und Proteinen zwischen verschiedenen Arten. Je enger zwei Arten verwandt sind, desto ähnlicher sind ihre Moleküle. Mit dem Präzipitintest kann man diese Ähnlichkeit messen: Menschliche Serumproteine reagieren zu 85% mit denen von Schimpansen, aber nur zu 2% mit denen von Pferden.

Modernere Methoden wie die DNA-Hybridisierung und der direkte Vergleich von DNA-Sequenzen liefern noch genauere Verwandtschaftsanalysen. Diese molekularbiologischen Vergleiche haben die Erkenntnisse aus Paläontologie und vergleichender Anatomie bestätigt und präzisiert.

💡 Die Ähnlichkeit von DNA-Sequenzen ist wie ein genetischer Fingerabdruck der Evolution - je ähnlicher die DNA zweier Arten ist, desto näher ist ihre Verwandtschaft!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Evolutionstheorien von Lamarck und Darwin

Jean-Baptiste de Lamarck stellte 1809 eine der ersten Evolutionstheorien vor. Seine Kerngedanken waren:

  1. Organismen haben einen Vervollkommnungstrieb, der sie antreibt, sich ihrer Umwelt anzupassen
  2. Durch Gebrauch werden Organe gestärkt, durch Nichtgebrauch verkümmern sie
  3. Diese erworbenen Eigenschaften werden an die Nachkommen vererbt

Das klassische Beispiel ist die Giraffenhalstheorie: Giraffen strecken ihre Hälse nach Blättern und vererben die verlängerten Hälse an ihre Nachkommen. Heute wissen wir, dass diese Theorie falsch ist, da erworbene Eigenschaften (Modifikationen) nicht vererbt werden.

Charles Darwin revolutionierte mit seiner Theorie der natürlichen Selektion unser Verständnis der Evolution. Seine Beobachtungen während der Reise mit der HMS Beagle führten zu diesen Grundprinzipien:

  1. Überproduktion: Arten erzeugen mehr Nachkommen als überleben können
  2. Variabilität: Individuen einer Art unterscheiden sich in ihren Merkmalen
  3. Vererbung: Merkmale werden an Nachkommen weitergegeben

Daraus folgerte Darwin den "struggle for life" (Kampf ums Dasein) und "survival of the fittest" (Überleben der Angepasstesten). Individuen mit vorteilhaften Merkmalen überleben häufiger und geben diese Merkmale an mehr Nachkommen weiter. Anders als Lamarck erkannte Darwin, dass die Variation zufällig entsteht und die Selektion dann die vorteilhaften Varianten bevorzugt.

💡 Darwins Geniestreich war zu erkennen, dass die natürliche Selektion als treibende Kraft der Evolution wirkt - ohne jede Zielgerichtetheit kann sie dennoch zu hochkomplexen Anpassungen führen!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Grundlagen der Synthetischen Evolutionstheorie

Die Synthetische Evolutionstheorie verbindet Darwins Selektionstheorie mit den Erkenntnissen der Genetik und gilt heute als die am besten begründete Evolutionstheorie. Sie fokussiert sich auf Veränderungen in Populationen statt auf einzelne Organismen.

Eine Population ist eine Gruppe von Individuen derselben Art, die im gleichen Raum leben und sich untereinander fortpflanzen können. Der Genpool umfasst alle Allele (Genvarianten) einer Population. Die Evolution wird als Veränderung der Allelhäufigkeiten im Genpool definiert.

Das Hardy-Weinberg-Gesetz beschreibt mathematisch, wie sich Allele in einer idealen Population verhalten. Die Formel p² + 2pq + q² = 1 zeigt, dass die Allelhäufigkeiten in einer idealen Population über Generationen konstant bleiben. Eine ideale Population existiert in der Natur allerdings nicht, da immer Evolutionsfaktoren wirken.

Die Abweichungen vom Hardy-Weinberg-Gleichgewicht werden durch Evolutionsfaktoren verursacht: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und Separation. Diese Faktoren verändern die Zusammensetzung des Genpools und treiben so die Evolution voran.

Für das Verständnis der Evolution ist die ideale Population ein wichtiges theoretisches Modell, auch wenn sie in der Natur nicht vorkommt. In einer idealen Population gibt es keine Selektion, keine Mutationen, keine Migration, beliebige Paarung und eine sehr große Individuenzahl – Bedingungen, unter denen keine Evolution stattfinden würde.

💡 Das Hardy-Weinberg-Gesetz ist wie das Trägheitsgesetz der Evolution: Ohne äußere Kräfte (Evolutionsfaktoren) bleibt der Genpool einer Population unverändert.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Mutation und Rekombination als Evolutionsfaktoren

Mutationen sind zufällige Veränderungen der genetischen Information und liefern das Rohmaterial für die Evolution. Für die Evolution sind besonders Mutationen in den Keimzellen relevant, da nur diese an Nachkommen weitergegeben werden können.

Mutationen entstehen spontan und ungerichtet – sie zielen nicht auf eine bessere Anpassung ab. Die meisten Mutationen sind neutral oder schädlich, nur selten vorteilhaft. Dennoch sind sie unverzichtbar für die Evolution, da sie neue Allele erzeugen und damit die genetische Vielfalt erhöhen.

Die Rekombination bei der sexuellen Fortpflanzung sorgt für eine noch viel größere genetische Vielfalt. Durch drei Mechanismen entstehen unzählige neue Allelkombinationen:

  1. Zufällige Verteilung der homologen Chromosomen in der Meiose
  2. Crossing-over (Austausch von Chromosomenstücken)
  3. Zufällige Befruchtung (welches Spermium auf welche Eizelle trifft)

Die Rekombination erzeugt keine neuen Allele, sondern neue Kombinationen vorhandener Allele. Diese enorme Vielfalt an Genotypen ist die Hauptursache für die Variabilität innerhalb einer Art und ermöglicht schnelle Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen.

Die sexuelle Fortpflanzung hat sich vermutlich genau deshalb in der Evolution durchgesetzt: Sie erzeugt genetische Vielfalt, die das Überleben einer Art unter wechselnden Umweltbedingungen sichert. Bei der ungeschlechtlichen (vegetativen) Fortpflanzung sind die Nachkommen genetisch identisch – das bietet weniger Anpassungspotential.

💡 Mutation und Rekombination sind wie Lotterie und Mischmaschine der Evolution: Mutationen erzeugen neue "Spielkarten", Rekombination mischt die vorhandenen immer wieder neu!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Selektion als Evolutionsfaktor

Die Selektion ist der zentrale Mechanismus der Evolution und wirkt wie ein Filter für die durch Mutation und Rekombination entstandene genetische Vielfalt. Sie bevorzugt Individuen mit Merkmalen, die unter den gegebenen Umweltbedingungen vorteilhaft sind.

Selektion greift immer am Phänotyp (äußere Erscheinung) an, wirkt sich aber indirekt auf den Genotyp (genetische Ausstattung) aus. Sie ist ein statistischer Prozess, der über mehrere Generationen hinweg die Häufigkeit vorteilhafter Allele im Genpool erhöht.

Ein klassisches Beispiel für Selektion ist der Industriemelanismus bei Birkenspannern: In industriell verschmutzten Gebieten hatten plötzlich dunkle Falter einen Selektionsvorteil, da sie auf verrußten Baumstämmen besser getarnt waren als helle Falter. Dies führte zu einer raschen Zunahme des dunklen Phänotyps in der Population.

Es gibt drei Haupttypen der Selektion:

  1. Stabilisierende Selektion: Mittlere Merkmalsausprägungen werden bevorzugt, Extreme benachteiligt
  2. Disruptive Selektion: Extreme Merkmalsausprägungen werden bevorzugt, mittlere benachteiligt
  3. Transformierende Selektion: Merkmale verschieben sich in eine bestimmte Richtung

Die Entstehung antibiotikaresistenter Bakterien ist ein eindrucksvolles Beispiel für Selektion in Aktion. Wenn Bakterien mit Antibiotika behandelt werden, haben zufällig resistente Mutanten einen enormen Selektionsvorteil. Sie überleben und vermehren sich, während nicht-resistente Bakterien absterben – ein perfektes Beispiel für transformierende Selektion.

💡 Selektion wirkt nie auf einzelne Merkmale isoliert, sondern immer auf das Gesamtpaket aller Eigenschaften eines Organismus und dessen Fitness in seiner spezifischen Umwelt!

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Weitere Evolutionsfaktoren: Präadaptation und Gendrift

Präadaptation bezeichnet ein faszinierendes Phänomen: Merkmale, die ursprünglich neutral oder sogar nachteilig waren, können bei veränderten Umweltbedingungen plötzlich vorteilhaft werden. Solche Mutationen sind bereits im Genpool vorhanden, bevor sie einen Selektionsvorteil erhalten.

Für Präadaptation ist genetische Vielfalt entscheidend. Je größer und vielfältiger eine Population ist, desto wahrscheinlicher enthält sie Allele, die bei Umweltveränderungen vorteilhaft werden könnten. Das erklärt, warum genetische Vielfalt für das Überleben von Arten so wichtig ist – sie ermöglicht schnelle Anpassungen an neue Bedingungen.

Selektionsfaktoren können abiotisch (unbelebt) sein, wie Temperatur, Feuchtigkeit oder pH-Wert, oder biotisch (belebt), wie Fressfeinde, Parasiten oder Konkurrenten. Eine besondere Form ist die sexuelle Selektion, bei der bestimmte Merkmale bevorzugt werden, weil sie attraktiv für potenzielle Partner sind – wie etwa das prächtige Rad des Pfaus.

Gendrift bezeichnet zufällige Veränderungen der Allelhäufigkeiten, die nicht durch Selektion verursacht werden. Dieser Effekt ist besonders in kleinen Populationen bedeutsam, wo zufällige Ereignisse große Auswirkungen haben können.

Zwei wichtige Formen der Gendrift sind:

  1. Der Flaschenhalseffekt: Eine Population wird durch ein katastrophales Ereignis stark dezimiert, die Überlebenden repräsentieren nur einen zufälligen Ausschnitt des ursprünglichen Genpools
  2. Der Gründereffekt: Wenige Individuen gründen eine neue Population, etwa auf einer Insel, und bringen nur einen Teil der genetischen Vielfalt der Ausgangspopulation mit

💡 Gendrift kann wie ein evolutionärer Zufall wirken! In kleinen Populationen können sich Allele durchsetzen, nicht weil sie vorteilhaft sind, sondern einfach durch Zufall.

Biologie Abitur
1. Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
1.1 Die Art als Grundeinheit des natürlichen Systems
Biologischer
Artbe

Melde dich an, um den Inhalt freizuschaltenEs ist kostenlos!

Zugriff auf alle Dokumente

Verbessere deine Noten

Werde Teil der Community

Mit der Anmeldung akzeptierst du die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzrichtlinie

Artentstehung durch geografische Isolation

Eine neue Art entsteht, wenn eine Population reproduktiv isoliert wird – das heißt, wenn ihre Mitglieder mit anderen Populationen keine fruchtbaren Nachkommen mehr zeugen können. Der Genfluss (Austausch genetischen Materials) zwischen Populationen wird unterbrochen.

Die allopatrische Artbildung ist der häufigste Weg der Artentstehung. Sie beginnt mit der geografischen Trennung (Separation) einer Population. Geografische Barrieren können entstehen durch:

  • Klimaänderungen wie Vereisung oder Versteppung
  • Geologische Ereignisse wie Gebirgsbildung oder Kontinentalverschiebung
  • Natürliche Ausbreitung kleiner Gruppen in neue Gebiete (Gründereffekt)

In den getrennten Teilpopulationen verläuft die Evolution unterschiedlich, weil:

  • Der ursprüngliche Genpool ungleich verteilt wurde
  • Neue Mutationen in jeder Population unabhängig auftreten
  • Unterschiedliche Umweltbedingungen verschiedene Selektionsdrücke erzeugen

Nach längerer Isolation können die Unterschiede so groß werden, dass sich die Individuen nicht mehr miteinander fortpflanzen können – auch wenn die geografische Barriere wieder verschwindet. Dann sind zwei neue Arten entstanden.

Geschwisterarten sind Arten, die reproduktiv isoliert, aber äußerlich noch sehr ähnlich sind. Sie entstehen, wenn die Isolation nicht lange genug andauerte, um deutliche morphologische Unterschiede zu entwickeln, aber lang genug, um die Fortpflanzung zu verhindern.

💡 Die geografische Isolation ist wie ein verzweigter Fluss der Evolution: Einmal getrennt, fließen die genetischen Linien in unterschiedliche Richtungen und können sich nicht mehr vereinen!

Wir dachten, du würdest nie fragen...

Was ist der Knowunity KI-Begleiter?

Unser KI-Begleiter ist speziell auf die Bedürfnisse von Schülern zugeschnitten. Basierend auf den Millionen von Inhalten, die wir auf der Plattform haben, können wir den Schülern wirklich sinnvolle und relevante Antworten geben. Aber es geht nicht nur um Antworten, sondern der Begleiter führt die Schüler auch durch ihre täglichen Lernherausforderungen, mit personalisierten Lernplänen, Quizfragen oder Inhalten im Chat und einer 100% Personalisierung basierend auf den Fähigkeiten und Entwicklungen der Schüler.

Wo kann ich mir die Knowunity-App herunterladen?

Du kannst dir die App im Google Play Store und im Apple App Store herunterladen.

Ist Knowunity wirklich kostenlos?

Ja, du hast kostenlosen Zugriff auf Inhalte in der App und auf unseren KI-Begleiter. Zum Freischalten bestimmter Features in der App kannst du Knowunity Pro erwerben.

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Schüler:innen lieben uns — und du wirst es auch.

4.9/5

App Store

4.8/5

Google Play

Die App ist sehr leicht und gut gestaltet. Habe bis jetzt alles gefunden, nachdem ich gesucht habe und aus den Präsentationen echt viel lernen können! Die App werde ich auf jeden Fall für eine Klassenarbeit verwenden! Und als eigene Inspiration hilft sie natürlich auch sehr.

Stefan S

iOS user

Diese App ist wirklich echt super. Es gibt so viele Lernzettel und Hilfen, […]. Mein Problemfach ist zum Beispiel Französisch und die App hat mega viel Auswahl für Hilfe. Dank dieser App habe ich mich in Französisch verbessert. Ich würde diese jedem weiterempfehlen.

Samantha Klich

Android user

Wow ich bin wirklich komplett baff. Habe die App nur mal so ausprobiert, weil ich es schon oft in der Werbung gesehen habe und war absolut geschockt. Diese App ist DIE HILFE, die man sich für die Schule wünscht und vor allem werden so viele Sachen angeboten, wie z.B. Ausarbeitungen und Merkblätter, welche mir persönlich SEHR weitergeholfen haben.

Anna

iOS user

Ich finde Knowunity so grandios. Ich lerne wirklich für alles damit. Es gibt so viele verschiedene Lernzettel, die sehr gut erklärt sind!

Jana V

iOS user

Ich liebe diese App sie hilft mir vor jeder Arbeit kann Aufgaben kontrollieren sowie lösen und ist wirklich vielfältig verwendbar. Man kann mit diesem Fuchs auch normal reden so wie Probleme im echten Leben besprechen und er hilft einem. Wirklich sehr gut diese App kann ich nur weiter empfehlen, gerade für Menschen die etwas länger brauchen etwas zu verstehen!

Lena M

Android user

Ich finde Knowunity ist eine super App. Für die Schule ist sie ideal , wegen den Lernzetteln, Quizen und dem AI. Das gute an AI ist , dass er nicht direkt nur die Lösung ausspuckt sondern einen Weg zeigt wie man darauf kommt. Manchmal gibt er einem auch nur einen Tipp damit man selbst darauf kommt . Mir hilft Knowunity persönlich sehr viel und ich kann sie nur weiterempfehlen ☺️

Timo S

iOS user

Die App ist einfach super! Ich muss nur in die Suchleiste mein Thema eintragen und ich checke es sehr schnell. Ich muss nicht mehr 10 YouTube Videos gucken, um etwas zu verstehen und somit spare ich mir meine Zeit. Einfach zu empfehlen!!

Sudenaz Ocak

Android user

Diese App hat mich echt verbessert! In der Schule war ich richtig schlecht in Mathe und dank der App kann ich besser Mathe! Ich bin so dankbar, dass ihr die App gemacht habt.

Greenlight Bonnie

Android user

Ich benutze Knowunity schon sehr lange und meine Noten haben sich verbessert die App hilft mir bei Mathe,Englisch u.s.w. Ich bekomme Hilfe wenn ich sie brauche und bekomme sogar Glückwünsche für meine Arbeit Deswegen von mir 5 Sterne🫶🏼

Julia S

Android user

Also die App hat mir echt in super vielen Fächern geholfen! Ich hatte in der Mathe Arbeit davor eine 3+ und habe nur durch den School GPT und die Lernzettek auf der App eine 1-3 in Mathe geschafft…Ich bin Mega glücklich darüber also ja wircklich eine super App zum lernen und es spart sehr viel Heit dass man mehr Freizeit hat!

Marcus B

iOS user

Mit dieser App hab ich bessere Noten bekommen. Bessere Lernzettel gekriegt. Ich habe die App benutzt, als ich die Fächer nicht ganz verstanden habe,diese App ist ein würcklich GameChanger für die Schule, Hausaufgaben

Sarah L

Android user

Hatte noch nie so viel Spaß beim Lernen und der School Bot macht super Aufschriebe die man Herunterladen kann total Übersichtlich und Lehreich. Bin begeistert.

Hans T

iOS user

Die App ist sehr leicht und gut gestaltet. Habe bis jetzt alles gefunden, nachdem ich gesucht habe und aus den Präsentationen echt viel lernen können! Die App werde ich auf jeden Fall für eine Klassenarbeit verwenden! Und als eigene Inspiration hilft sie natürlich auch sehr.

Stefan S

iOS user

Diese App ist wirklich echt super. Es gibt so viele Lernzettel und Hilfen, […]. Mein Problemfach ist zum Beispiel Französisch und die App hat mega viel Auswahl für Hilfe. Dank dieser App habe ich mich in Französisch verbessert. Ich würde diese jedem weiterempfehlen.

Samantha Klich

Android user

Wow ich bin wirklich komplett baff. Habe die App nur mal so ausprobiert, weil ich es schon oft in der Werbung gesehen habe und war absolut geschockt. Diese App ist DIE HILFE, die man sich für die Schule wünscht und vor allem werden so viele Sachen angeboten, wie z.B. Ausarbeitungen und Merkblätter, welche mir persönlich SEHR weitergeholfen haben.

Anna

iOS user

Ich finde Knowunity so grandios. Ich lerne wirklich für alles damit. Es gibt so viele verschiedene Lernzettel, die sehr gut erklärt sind!

Jana V

iOS user

Ich liebe diese App sie hilft mir vor jeder Arbeit kann Aufgaben kontrollieren sowie lösen und ist wirklich vielfältig verwendbar. Man kann mit diesem Fuchs auch normal reden so wie Probleme im echten Leben besprechen und er hilft einem. Wirklich sehr gut diese App kann ich nur weiter empfehlen, gerade für Menschen die etwas länger brauchen etwas zu verstehen!

Lena M

Android user

Ich finde Knowunity ist eine super App. Für die Schule ist sie ideal , wegen den Lernzetteln, Quizen und dem AI. Das gute an AI ist , dass er nicht direkt nur die Lösung ausspuckt sondern einen Weg zeigt wie man darauf kommt. Manchmal gibt er einem auch nur einen Tipp damit man selbst darauf kommt . Mir hilft Knowunity persönlich sehr viel und ich kann sie nur weiterempfehlen ☺️

Timo S

iOS user

Die App ist einfach super! Ich muss nur in die Suchleiste mein Thema eintragen und ich checke es sehr schnell. Ich muss nicht mehr 10 YouTube Videos gucken, um etwas zu verstehen und somit spare ich mir meine Zeit. Einfach zu empfehlen!!

Sudenaz Ocak

Android user

Diese App hat mich echt verbessert! In der Schule war ich richtig schlecht in Mathe und dank der App kann ich besser Mathe! Ich bin so dankbar, dass ihr die App gemacht habt.

Greenlight Bonnie

Android user

Ich benutze Knowunity schon sehr lange und meine Noten haben sich verbessert die App hilft mir bei Mathe,Englisch u.s.w. Ich bekomme Hilfe wenn ich sie brauche und bekomme sogar Glückwünsche für meine Arbeit Deswegen von mir 5 Sterne🫶🏼

Julia S

Android user

Also die App hat mir echt in super vielen Fächern geholfen! Ich hatte in der Mathe Arbeit davor eine 3+ und habe nur durch den School GPT und die Lernzettek auf der App eine 1-3 in Mathe geschafft…Ich bin Mega glücklich darüber also ja wircklich eine super App zum lernen und es spart sehr viel Heit dass man mehr Freizeit hat!

Marcus B

iOS user

Mit dieser App hab ich bessere Noten bekommen. Bessere Lernzettel gekriegt. Ich habe die App benutzt, als ich die Fächer nicht ganz verstanden habe,diese App ist ein würcklich GameChanger für die Schule, Hausaufgaben

Sarah L

Android user

Hatte noch nie so viel Spaß beim Lernen und der School Bot macht super Aufschriebe die man Herunterladen kann total Übersichtlich und Lehreich. Bin begeistert.

Hans T

iOS user