Vielfalt und systematische Ordnung der Organismen
Die systematische Einordnung von Lebewesen beginnt mit der Art als Grundeinheit. Dabei unterscheiden wir zwischen dem biologischen Artbegriff (Individuen, die fruchtbare Nachkommen erzeugen können) und dem morphologischen Artbegriff (Lebewesen mit ähnlichen Merkmalen).
Carl von Linné führte 1735 die internationale binäre Nomenklatur ein, die noch heute verwendet wird. Bei dieser Namensgebung gibt der erste Teil die Gattung an, der zweite die Art. Dieses System bildet die Basis für sein umfassendes Werk "Systema Naturae", in dem er versuchte, die gesamte bekannte Natur zu klassifizieren.
Die Organismen werden in hierarchisch geordneten Gruppen eingeteilt, vom Reich über Stämme und Klassen bis hin zu Familien, Gattungen und Arten. Diese Einteilung basiert auf Verwandtschaftsverhältnissen und bildet ein natürliches System.
💡 Besonders wichtig für die moderne Biologie ist die stammesgeschichtliche (phylogenetische) Systematik, bei der Verwandtschaftsverhältnisse in einem Kladogramm dargestellt werden. Kladogramme zeigen durch Verzweigungen, wie sich Arten entwickelt haben.
Bei der Erstellung eines Kladogramms werden nur dichotome Verzweigungen verwendet, die jeweils eine Aufspaltung in zwei neue Äste darstellen. Eine monophyletische Gruppe umfasst dabei alle Lebewesen, die auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen.











