Weitere Evolutionsbelege: Fossilien und Brückentiere
Neben Homologie und Analogie Beispielen liefern auch Fossilien und sogenannte Brückentiere wichtige Belege für die Evolution.
Brückentiere sind sehr ursprüngliche Arten, die Eigenschaften zweier Tiergruppen verbinden und als evolutionäre Bindeglieder fungieren. Bekannte Beispiele sind:
- Archäopteryx: verbindet Merkmale von Vögeln und Reptilien
- Quastenflosser: zeigt Eigenschaften von Fischen und Amphibien
- Schnabeltier: vereint Merkmale von Reptilien und Säugetieren
Lebende Fossilien sind Arten, die in eng begrenzten ökologischen Nischen (Reliktnischen) überlebt haben. Sie zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
- Kleine, räumlich begrenzte Populationen
- Seltene Sichtungen
- Spezielle Anpassungen
- Isolierte Stellung im System der heute lebenden Arten
Fossilien selbst sind überlieferte Reste oder Spuren früherer Lebewesen. Es gibt verschiedene Arten von Fossilien:
- Chemofossilien: chemisch nachweisbare organische Substanzen
- Körperfossilien: erhaltene Körperteile, meist Hartteile wie Knochen
- Abdrücke: Spuren von Tieren auf Oberflächen
- Steinkerne: versteinerte Innenbereiche, während das Äußere zerfallen ist
- Versteinerungen: durch Mineralisierung erhaltene Reste
- Inkohlung: Umwandlung in Kohle
- Inklusen: in Eis oder Harz eingeschlossene Organismen
Vocabulary: Leitfossilien sind besonders wichtig für die relative Altersbestimmung fossiler Funde. Je kürzer eine Art existierte und je häufiger sie vorkam, desto aussagekräftiger sind ihre Fossilien für die Datierung.
Die Radiokarbonmethode ist eine wichtige Technik zur Altersbestimmung von Fossilien:
- C-14 entsteht in der oberen Atmosphäre und verbindet sich mit anderen Kohlenstoffatomen.
- Pflanzen nehmen diesen Kohlenstoff auf, Tiere wiederum durch den Verzehr von Pflanzen.
- Nach dem Tod eines Organismus endet der Kohlenstoffaustausch.
- Das Alter wird durch den Vergleich der Mengen von C-14 und C-12 bestimmt, da C-14 mit der Zeit exponentiell abnimmt.
Highlight: Die Radiokarbonmethode ermöglicht die Datierung von Fossilien bis zu einem Alter von etwa 50.000 Jahren, mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren.






