Intermediärer und Dihybrider Erbgang
Intermediärer Erbgang
Beim intermediären Erbgang gelten wie beim dominant-rezessiven Erbgang die ersten beiden Mendelschen Regeln.
- Statt Groß- und Kleinbuchstaben werden hier die Symbole a1 und a2 verwendet
- Die moderne Bezeichnung für unterschiedliche Ausprägungen eines Merkmals ist Allel
- Gene sind die moderne Bezeichnung für Erbanlagen
Wichtiger Begriff: "Intermediär" bedeutet "dazwischenliegend". Bei diesem Erbgang zeigen Nachkommen eine Mischform der elterlichen Merkmale, wie beispielsweise bei der Blütenfarbe der Wunderblume, wo rote und weiße Elternpflanzen rosa Nachkommen hervorbringen.
Dihybrider Erbgang
Der dihybride Erbgang beschäftigt sich mit der Vererbung von zwei verschiedenen Merkmalen gleichzeitig.
- Es werden Individuen gekreuzt, die sich in zwei Merkmalen unterscheiden (und für diese reinerbig sind)
- Die Uniformitätsregel (1. Mendelsche Regel) ist auch hier gültig
- Die Aufspaltungsregel (2. Mendelsche Regel) gilt ebenfalls, aber mit anderen Zahlenverhältnissen
- Die Unabhängigkeitsregel (3. Mendelsche Regel) besagt: Allele für unterschiedliche Merkmale werden unabhängig voneinander vererbt
Merke: Durch die Unabhängigkeitsregel entstehen beim dihybriden Erbgang in der F2-Generation (Enkel-Generation) neue Merkmalskombinationen, die bei den Eltern oder Großeltern nicht vorkamen.
Ein Kreuzungsschema dihybrider Erbgang kann helfen, die möglichen Kombinationen übersichtlich darzustellen. Dies ist besonders nützlich bei Arbeitsblättern zum Thema.


