Wirkung von Kokain im Nervensystem
Kokain wirkt als Wiederaufnahmehemmer für die Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Es verhindert den Transport und die Wiederaufnahme dieser Botenstoffe an den Synapsen.
Definition: Ein Wiederaufnahmehemmer blockiert die Rückaufnahme von Neurotransmittern in die Präsynapse, wodurch diese länger im synaptischen Spalt verbleiben.
Durch die Blockade der Wiederaufnahme bleiben transmittergesteuerte Natriumionen-Kanäle dauerhaft geöffnet. Dies führt zu einem übermäßigen Einstrom von Natriumionen in die nachgeschalteten Nervenzellen, was eine Depolarisation und die Entstehung von exzitatorischen postsynaptischen Potentialen (EPSP) und Aktionspotentialen bewirkt.
Example: Bei normalem Nervensignalfluss werden Neurotransmitter nach der Signalübertragung wieder in die Präsynapse aufgenommen. Kokain verhindert diesen Prozess, wodurch die Botenstoffe länger und intensiver wirken.
Die hohe Konzentration von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im synaptischen Spalt führt zu einer Reizüberflutung im Gehirn.









