mRNA-Prozessierung bei Eukaryoten
In eukaryotischen Zellen hat die DNA eine mosaikartige Zusammensetzung aus codierenden Abschnitten (Exons) und nicht-codierenden Abschnitten (Introns). Nach der Transkription enthält die Prä-mRNA zunächst beide Abschnitte und muss daher prozessiert werden.
Die Reifung der mRNA bei Eukaryoten umfasst mehrere präzise Schritte. Beim Spleißen werden die Introns durch einen Enzymkomplex namens Spleißosom erkannt und unter Bildung von Lasso-Strukturen herausgeschnitten. Anschließend werden die Exons miteinander verknüpft, wodurch die reife mRNA entsteht.
Zusätzlich erhält die mRNA wichtige Modifikationen: Am 5'-Ende wird eine Cap-Sequenz angehängt, die die Anlagerung an Ribosomen erleichtert und die mRNA vor enzymatischem Abbau schützt. Das 3'-Ende wird mit einem Poly(A)-Schwanz versehen – einer Sequenz aus etwa 250 Adenin-Nukleotiden, die einen zu schnellen Abbau während des Transports ins Zytoplasma verhindert.
💡 Wichtig für Klausuren: Die Prozessierung findet im Zellkern statt, bevor die fertige mRNA ins Zytoplasma transportiert wird, wo dann die Translation am Ribosom erfolgt.



