Mutation: Definition und Formen
Mutation ist eine spontane oder durch Mutagene verursachte dauerhafte Veränderung des genetischen Materials. Diese Veränderungen können nicht rückgängig gemacht werden und beeinflussen die Entwicklung eines Organismus.
Es gibt zwei grundlegende Arten von Mutationen:
- Keimbahnmutationen: Betreffen Keimzellen und werden an Nachkommen vererbt
- Somatische Mutationen: Betreffen nur Körperzellen und sind nicht vererbbar
Die Arten von Mutationen lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:
-
Genommutationen:
- Veränderung der Gesamtchromosomenzahl im Zellkern
- Einzelne Chromosomen können fehlen oder überzählig sein (Aneuploidie)
- Polyploidie: Vervielfachung ganzer Chromosomensätze
- Entstehen während der Meiose durch fehlerhafte Trennung
- Für Menschen und Tiere meist nachteilig (z.B. bei Trisomien)
- Bei Pflanzen kann dies zu stärkerem Wachstum führen
-
Chromosomenmutationen:
- Veränderung eines einzelnen Chromosoms
- Für Menschen und Tiere immer negativ
- Beispiel: Beim Katzenschreisyndrom fehlt ein Stück des kurzen Arms am Chromosom 5
-
Genmutationen:
- Chemische Veränderung der Erbsubstanz
- Entsteht durch Fehler bei der Transkription
- Führt oft zu nicht funktionsfähigen Proteinen
- Beispiel: Missense Mutation bei Phenylketonurie, wobei Phenylalanin nicht in Tyrosin umgewandelt werden kann
Wichtiger Begriff: Eine Genmutation ist eine punktuelle Veränderung in der DNA-Sequenz, die durch Vertauschen, Einfügen oder Entfernen einer Base entstehen kann. Dies kann zu fehlerhaften oder nicht funktionsfähigen Proteinen führen und Stoffwechselkrankheiten verursachen.
Die Ursachen für Mutationen können vielfältig sein:
- Induzierte Mutationen durch Mutagene wie:
- Radioaktive Strahlung
- Karzinogene Substanzen
- Temperaturschocks
- Chemische Mutagene (z.B. Acrylamid in zu heiß frittierten Pommes)
- Spontanmutationen entstehen unabhängig von Umwelteinflüssen


































