Die Nervenzelle - Aufbau und Funktion
Nervenzellen (Neuronen) sind die grundlegenden Informationsverarbeitungseinheiten deines Nervensystems. Ein Neuron besteht aus vier Hauptabschnitten: dem Soma (Zellkörper), den Dendriten, dem Axon und den synaptischen Endknöpfchen.
Das Soma enthält den Zellkern und alle wichtigen Zellorganellen wie Mitochondrien und raues endoplasmatisches Retikulum (Nissl-Schollen). Die Dendriten sind verzweigte Ausläufer, die Signale von anderen Nervenzellen aufnehmen und zum Soma weiterleiten. Sie vergrößern die rezeptive Fläche der Nervenzelle. Das Axon (Neurit) ist ein langer Fortsatz, der Informationen vom Soma zu den Endknöpfchen leitet. Am Übergang vom Soma zum Axon befindet sich der Axonhügel, wo die Aktionspotenziale entstehen.
Viele Axone sind von einer Myelinscheide umgeben, die von Schwann'schen Zellen (Gliazellen) gebildet wird. Diese besteht zu 80% aus Lipiden und 20% aus Proteinen und ist in regelmäßigen Abständen durch die Ranvier'schen Schnürringe unterbrochen. Die Myelinscheide beschleunigt die Informationsweiterleitung erheblich und schützt das Axon.
Gut zu wissen: Die Myelinscheide wirkt wie eine Isolierung eines elektrischen Kabels. Ohne sie wäre die Nervenleitung viel langsamer - besonders wichtig für dein schnelles Reaktionsvermögen!
Am Ende des Axons befinden sich die synaptischen Endknöpfchen, die mit anderen Nerven-, Muskel- oder Drüsenzellen Kontaktstellen (Synapsen) bilden und so die Informationsübertragung ermöglichen.











