Abiotischer Faktor Licht
Licht ist ein essentieller abiotischer Faktor, der sowohl für Tiere als auch für Pflanzen von großer Bedeutung ist. Es beeinflusst zahlreiche biologische Prozesse und Verhaltensweisen.
Für Tiere hat Licht folgende Auswirkungen:
- Es reguliert den Tages- und Jahresrhythmus.
- Es ist wichtig für die Bildung von Vitamin D (UV-Licht wandelt Provitamin D in Vitamin D um).
- Es beeinflusst das Verhalten und die Aktivitätsmuster.
Example: Der Tagesrhythmus vieler Tiere wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Nachtaktive Tiere wie Eulen haben sich an geringe Lichtintensitäten angepasst.
Für Pflanzen ist Licht noch bedeutsamer:
- Es ist unerlässlich für die Fotosynthese, den Prozess der Energiegewinnung in Pflanzen.
- Es beeinflusst das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen.
- Die Tageslichtlänge steuert wichtige Prozesse wie die Blütenbildung und das Keimen.
Example: Die Buche bildet unterschiedliche Blatttypen aus, je nachdem ob sie im Sonnenlicht oder im Schatten wachsen. Sonnenblätter sind kleiner und dicker, während Schattenblätter größer und dünner sind, um das verfügbare Licht optimal zu nutzen.
Die Lichtintensität und -qualität haben einen direkten Einfluss auf die Vitalität und das Überleben von Organismen. Dies wird durch die Optimumskurve veranschaulicht, die zeigt, dass es für jeden Organismus einen optimalen Lichtbereich gibt.
Vocabulary: Der Präferenzbereich ist der Bereich des Umweltfaktors Licht, den die Organismen bei freier Wahl vorziehen. Er liegt meist nahe dem Optimum.
Physikalisch betrachtet ist Licht eine Form von Energie, die als thermische Energie von Organismen genutzt werden kann. Die Anpassung an unterschiedliche Lichtbedingungen ist ein wichtiger Aspekt der ökologischen Nische vieler Arten.




