Grundlagen der Ökologie: Abiotische Faktoren und ihre Auswirkungen
Die abiotischen Faktoren spielen eine fundamentale Rolle in der Entwicklung und dem Überleben von Organismen. Besonders der abiotische Faktor Temperatur beeinflusst Pflanzen und Tiere maßgeblich in ihrer Aktivität und Entwicklung.
Definition: Die physiologische Potenz beschreibt die genetisch festgelegte Fähigkeit einer Art, Umweltschwankungen unter Laborbedingungen ohne Konkurrenz zu tolerieren, während die ökologische Potenz die tatsächliche Toleranz unter natürlichen Bedingungen mit Konkurrenz darstellt.
Lebewesen reagieren auf Umweltfaktoren innerhalb bestimmter Toleranzbereiche. Diese werden durch Minimum und Maximum begrenzt, wobei das Optimum den Bereich der höchsten Aktivität kennzeichnet. Stenöke Arten besitzen einen engen Toleranzbereich, während euryöke Arten einen weiten Toleranzbereich aufweisen.
Der Umweltfaktor Temperatur ist besonders bedeutsam für alle Lebensprozesse. Bei wechselwarmen Organismen steigt die Stoffwechselaktivität zwischen Minimum und Optimum bei einer Temperaturerhöhung um 10°C um das 2-3-fache (RGT-Regel). Gleichwarme Organismen hingegen halten ihre Körpertemperatur durch verschiedene Regulationsmechanismen konstant.











