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Produktivität des Hemmelsdorfer Sees

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Die Faktoren, die das Wachstum von Phytoplankton beeinflussen
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Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb Die Faktoren, die das Wachstum von Phytoplankton beeinflussen Das Wachstum von Phytoplankton wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Neben der Jahreszeit spielen unteranderem die damit verbundene Temperatur, der Nährstoffgehalt im Wasser und die Lichtverhältnisse dabei eine große Rolle. Während die anorganischen Stoffe Wasser und Kohlenstoffdioxid aus der Luft nahezu unbegrenzt vorhanden sind, sind weitere Nährstoffe, wie Phosphat und Stickstoff (die entweder gebunden in lebenden Organismen oder toter Biomasse, in löslichen Verbindungen im Wasser oder als freie Mineralstoffe vorhanden sind), und Nährsalze eher wachstumslimitierend. Diese Faktoren sind sehr wichtig für dessen Wachstum, da das Phytoplankton als Alge auf der Wasseroberfläche schwimmt und hier auch Fotosynthese betreibt. Das pflanzliche Plankton ist ein "CO2-Fresser". So filtert es das CO2 aus der Luft, speichert es ein und wandelt es mithilfe von Fotosynthese in Biomasse um. Im Frühling ist das Wachstum sehr stark, im Sommer und Winter hingegen findet kaum Wasserzirkulation mit dem Tiefenwasser statt (Stagnation) und die Nährstoffe sinken zu Boden. Daraus folgt, dass die Nährstoffe vom Frühling nicht für ein großes Wachstum im Sommer ausreichen, obwohl genug Licht vorhanden wäre. Im Winter kann es bei starken Minusgraden zwar zu einer Durchmischung der Schichten und damit zu einem Nährstoffaustausch kommen, jedoch besteht ein Mangel an Licht (durch eine Schneedecke etc.) und es kann keine Fotosynthese betrieben werden. Deshalb ist das Wachstum...

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des Phytoplanktons im Sommer und Winter geringer. Im Herbst ist häufig genug Licht vorhanden, um Fotosynthese zu betreiben und das Wachstum kann seinen Lauf nehmen. Außerdem nimmt der Temperatur- und Dichteunterschied zwischen den Schichten ab und es kommt zu einer Wasserzirkulation. Mithilfe dieser werden auch die Sedimente im Tiefenbereich in den Kreislauf miteingebunden. Somit werden die Eisenionen und das unlösliche Eisenphosphat (Fe, Fe3+, Fe2+) vom Seegrund gelöst, das Phosphat gelangt ebenfalls in den Kreislauf und ist dadurch dem Phytoplankton wieder zum Wachsen und Ernähren bereitgestellt. Hieraus ist zu erkennen, dass der für das Phytoplankton wichtige Phosphatkreislauf aufgrund der Wasserzirkulation nur im Frühling und Herbst stattfinden kann. Festzuhalten ist, je weniger Sauerstoff zur Verfügung steht, desto mehr Pflanzennährstoffe enthält der See/das Becken. Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb Phytoplanktongehalt? Warum der stark erhöhte Der eutrophe See hat einen hohen Phosphatgehalt und daher eine hohe Biomasse-Produktion. Beim Hemmelsdorfer See gelangen von außen Nährstoffe in und auf den See, so kann sich das Phytoplankton schnell und sich abgesehen von menschlichen Einflüssen ungebremst vermehren. Es kommt zur Algenblüte auf der Seeoberfläche. Nach ca. 1-5 Tagen sterben diese ab und werden von Destruenten abgebaut. Bei diesem Abbau entsteht Ammonium (NH4+). Dieses Ammonium oder Nitrat (NO3-) werden von Algen und autotrophen (selbsternährende) Bakterien aufgenommen oder in neu gebildete Biomasse eingebaut. Nach dem Abbau oder der Umwandlung dieser organischen Stoffe, gelangt Stickstoff in Form von Ammonium an die Wasseroberfläche und kann hier für das Wachstum des Phytoplanktons verwendet werden. Neben dem Abbau dieser Stoffe, gelangt Stickstoff auch mithilfe von Exkrementen und Stickstoffverbindungen in Harnsäure von Tieren zurück in den Wasserkreislauf. Nitrat wirkt hierbei als zusätzlicher Nährstoff und verstärkt die Biomasseproduktion des Phytoplanktons. Ein anderer Grund für den erhöhten Phytoplanktongehalt im Hemmelsdorfer See ist der möglicherweise auf den landwirtschaftlichen Flächen rings herum um den See angewendete Dünger. Durch kleine Flüsse von der Ostsee und das Grundwassersystem gelangen dadurch nährstoffreiche Nitrate in den See, welche das Wachstum des Planktons verstärken. Wie im Buch erwähnt, ist der Hemmelsdorfer See ein vom Tourismus geprägter Ort. So können, aufgrund der Fütterung von Fischen und Wasservögeln, im Fischfutter und auch in anderen Lebensmitteln enthaltene Nährstoffe ins Wasser gelangen. (Folge: siehe oben) Außerdem werden diese Nahrungsmittel von Bakterien und Tieren zersetzt und es führt ebenfalls zu einer verstärkten Nährstoffeinfuhr. Der Tourismus beinhaltet unteranderem das Schwimmen und Baden im See. So kommen wir zu einem weiteren Punkt: Ausscheidungsexkremente. Durch Urin und Kot von ansässigen Vögeln, Tieren und Menschen im Seewasser kommt es zu einer Steigerung der natürlichen Nährstoffkonzentration. Anhand von Abb. 1 ist zu erklären, dass der Hemmelsdorfer See im Übermaß kleine Filtrierer (kleine Tiere und Organismen) beherbergt. Den kleinen Filtrierern wird kaum Konkurrenz geboten und große, sperrige Algen (Blaualgen etc.) werden nicht gefressen. Es kommt zu einem höheren Detritus nach einem erhöhten Fraßdruck. Detritus sind zerfallene organische Substanzen, die auch Reste von abgestorbenen Pflanzen und Tiere sind. Die Nährstoffkonzentration steigt, unteranderem auch aufgrund erhöhter Nährsalzzufuhr mit insbesondere Phosphor. (vgl. Abb. 1) Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb -- Kommt es zu einer zu hohen Methan- (CH4), Schwefelwasserstoff- (H2S) und Ammoniak (NH3)-Konzentration, ist das Leben der im See lebenden Tiere aufgrund von Vergiftungen gefährdet. Durch das vermehrte Wachstum des Phytoplankton entsteht eine Trübung, eine Senkung des Sauerstoffgehalts und eine Verschlechterung des Lichteinfalls. Folgend verbrauchen die vermehrten Prozesse immer mehr Sauerstoff und entziehen ihrem Ökosystem den Sauerstoff. Unterschiede zwischen Nord- und Südbecken anhand der Chlorophyll-Kurvenverläufe Die Wasserpflanzen im Nord- und Südbecken sind aufgrund des Farbstoffes Chlorophyll in der Lage, Fotosynthese zu betreiben. Der Chlorophyll-Gehalt im Seewasser dient somit als Maß für die Algenmenge im Wasserbecken. Je mehr Algen also im Seewasser vorhanden sind, desto höher ist dem entsprechend die Chlorophyll-Konzentration. Da der Südseeteil sich im Sommer und meist auch im Winter in der Stagnation befindet, ist im Graphen eine fallende Kurve zu erkennen. Der im Frühling mithilfe der Wasserzirkulation aufgebaute/gespeicherte Sauerstoff und die Nährstoffe reichen Anfang des Sommers für eine hohe Wasserpflanzenrate, was folgend zu einer hohen Chlorophyll-Konzentration führt. Diese Stoffe werden aufgrund der Prozesse der Tiere und Pflanzen langsam aufgebraucht und die in 1 m Tiefe vorhandenen Pflanzen, die Fotosynthese betreiben, sterben ab und sinken zu Boden, wo die Fotosynthese nicht mehr möglich ist. Zusammenhängend mit dem Sinken der Pflanzen, sinkt ebenfalls die Chlorophyllkonzentration in 1 m Tiefe. Dies ist am Ende der Kurve zu verzeichnen: Somit sinken die Werte von ca. 80- zu ca. 40 relativer Einheit. Das Nordbecken ist deutlich flacher, hat weniger Fläche als das angelegene Südbecken und im Sommer 1996 eine geringe Sichttiefe (- Lichteinfall) von 0,6 m, weshalb die Werte in dem Diagramm schon von Anfang an deutlich niedriger sind, als die des Südbeckens. Das Becken bietet seinem Wasser einen stetigen Wasserkreislauf, jedoch kann das Gewässer nur eine kleinere Artenvielfalt beherbergen. So bestehen keine unteren tiefen Schichten, welche oft Fische ansiedeln. Aufgrund der fehlenden Fische als Klein- un Großfiltrierer leben mehr Algen und Pflanzen auf der Wasseroberfläche und im Wasser. Dies würde unteranderem die hohen steigenden Chlorophyllwerte im Juli und August erklären. Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb Der Sommer 1996 war sehr nass, so fiel im Schnitt 304 Liter auf jeden Quadratmeter. Im Nordbecken ist eine Algenblüte auf der Seeoberfläche nicht üblich, da hier eine ganzjährliche Wasserzirkulation herrscht. Die Algen und Pflanzen und die dementsprechende Chlorophyllkonzentration sind möglicherweise nahe am Seeufer des Nordbeckens in 1m Tiefe gemessen worden. Im Winter und Frühling 1996 herrschte eine lange Frostperiode (wetterkontor.de), somit war das Wasser im Nordbecken zugefroren. Das Südbecken war befroren. Beim Auftauen zog das Nordbecken während der Zirkulation im Sommer Plankton und Pflanzen vom Seeufer mit sich. Dies erklärt die hohen Werte am Anfang des Kurvenverlaufs. So konnte die Wasserzirkulation den Chlorophyllgehalt im Wasser im Monat Juni verteilen und die Kurve sinkt wieder. Da der Sommer sehr regnerisch war und es ebenfalls eine hohe Sonneneinstrahlung gab, sind dazu möglicherweise viele abgerissene Pflanzen mit dem Regen ins Wasser gelangt. Dort würde es abgebaut werden und der Chlorophyllgehalt im Wasser stiege schlagartig (siehe Juli und August).

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Warum der stark erhöhte Der eutrophe See hat einen hohen Phosphatgehalt und daher eine hohe Biomasse-Produktion. Beim Hemmelsdorfer See gelangen von außen Nährstoffe in und auf den See, so kann sich das Phytoplankton schnell und sich abgesehen von menschlichen Einflüssen ungebremst vermehren. Es kommt zur Algenblüte auf der Seeoberfläche. Nach ca. 1-5 Tagen sterben diese ab und werden von Destruenten abgebaut. Bei diesem Abbau entsteht Ammonium (NH4+). Dieses Ammonium oder Nitrat (NO3-) werden von Algen und autotrophen (selbsternährende) Bakterien aufgenommen oder in neu gebildete Biomasse eingebaut. Nach dem Abbau oder der Umwandlung dieser organischen Stoffe, gelangt Stickstoff in Form von Ammonium an die Wasseroberfläche und kann hier für das Wachstum des Phytoplanktons verwendet werden. Neben dem Abbau dieser Stoffe, gelangt Stickstoff auch mithilfe von Exkrementen und Stickstoffverbindungen in Harnsäure von Tieren zurück in den Wasserkreislauf. Nitrat wirkt hierbei als zusätzlicher Nährstoff und verstärkt die Biomasseproduktion des Phytoplanktons. Ein anderer Grund für den erhöhten Phytoplanktongehalt im Hemmelsdorfer See ist der möglicherweise auf den landwirtschaftlichen Flächen rings herum um den See angewendete Dünger. Durch kleine Flüsse von der Ostsee und das Grundwassersystem gelangen dadurch nährstoffreiche Nitrate in den See, welche das Wachstum des Planktons verstärken. Wie im Buch erwähnt, ist der Hemmelsdorfer See ein vom Tourismus geprägter Ort. So können, aufgrund der Fütterung von Fischen und Wasservögeln, im Fischfutter und auch in anderen Lebensmitteln enthaltene Nährstoffe ins Wasser gelangen. (Folge: siehe oben) Außerdem werden diese Nahrungsmittel von Bakterien und Tieren zersetzt und es führt ebenfalls zu einer verstärkten Nährstoffeinfuhr. Der Tourismus beinhaltet unteranderem das Schwimmen und Baden im See. So kommen wir zu einem weiteren Punkt: Ausscheidungsexkremente. Durch Urin und Kot von ansässigen Vögeln, Tieren und Menschen im Seewasser kommt es zu einer Steigerung der natürlichen Nährstoffkonzentration. Anhand von Abb. 1 ist zu erklären, dass der Hemmelsdorfer See im Übermaß kleine Filtrierer (kleine Tiere und Organismen) beherbergt. Den kleinen Filtrierern wird kaum Konkurrenz geboten und große, sperrige Algen (Blaualgen etc.) werden nicht gefressen. Es kommt zu einem höheren Detritus nach einem erhöhten Fraßdruck. Detritus sind zerfallene organische Substanzen, die auch Reste von abgestorbenen Pflanzen und Tiere sind. Die Nährstoffkonzentration steigt, unteranderem auch aufgrund erhöhter Nährsalzzufuhr mit insbesondere Phosphor. (vgl. Abb. 1) Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb -- Kommt es zu einer zu hohen Methan- (CH4), Schwefelwasserstoff- (H2S) und Ammoniak (NH3)-Konzentration, ist das Leben der im See lebenden Tiere aufgrund von Vergiftungen gefährdet. Durch das vermehrte Wachstum des Phytoplankton entsteht eine Trübung, eine Senkung des Sauerstoffgehalts und eine Verschlechterung des Lichteinfalls. Folgend verbrauchen die vermehrten Prozesse immer mehr Sauerstoff und entziehen ihrem Ökosystem den Sauerstoff. Unterschiede zwischen Nord- und Südbecken anhand der Chlorophyll-Kurvenverläufe Die Wasserpflanzen im Nord- und Südbecken sind aufgrund des Farbstoffes Chlorophyll in der Lage, Fotosynthese zu betreiben. Der Chlorophyll-Gehalt im Seewasser dient somit als Maß für die Algenmenge im Wasserbecken. Je mehr Algen also im Seewasser vorhanden sind, desto höher ist dem entsprechend die Chlorophyll-Konzentration. Da der Südseeteil sich im Sommer und meist auch im Winter in der Stagnation befindet, ist im Graphen eine fallende Kurve zu erkennen. Der im Frühling mithilfe der Wasserzirkulation aufgebaute/gespeicherte Sauerstoff und die Nährstoffe reichen Anfang des Sommers für eine hohe Wasserpflanzenrate, was folgend zu einer hohen Chlorophyll-Konzentration führt. Diese Stoffe werden aufgrund der Prozesse der Tiere und Pflanzen langsam aufgebraucht und die in 1 m Tiefe vorhandenen Pflanzen, die Fotosynthese betreiben, sterben ab und sinken zu Boden, wo die Fotosynthese nicht mehr möglich ist. Zusammenhängend mit dem Sinken der Pflanzen, sinkt ebenfalls die Chlorophyllkonzentration in 1 m Tiefe. Dies ist am Ende der Kurve zu verzeichnen: Somit sinken die Werte von ca. 80- zu ca. 40 relativer Einheit. Das Nordbecken ist deutlich flacher, hat weniger Fläche als das angelegene Südbecken und im Sommer 1996 eine geringe Sichttiefe (- Lichteinfall) von 0,6 m, weshalb die Werte in dem Diagramm schon von Anfang an deutlich niedriger sind, als die des Südbeckens. Das Becken bietet seinem Wasser einen stetigen Wasserkreislauf, jedoch kann das Gewässer nur eine kleinere Artenvielfalt beherbergen. So bestehen keine unteren tiefen Schichten, welche oft Fische ansiedeln. Aufgrund der fehlenden Fische als Klein- un Großfiltrierer leben mehr Algen und Pflanzen auf der Wasseroberfläche und im Wasser. Dies würde unteranderem die hohen steigenden Chlorophyllwerte im Juli und August erklären. Ökosystem See Produktivität des Hemmelsdorfer Sees Vivien Manthey Eb Der Sommer 1996 war sehr nass, so fiel im Schnitt 304 Liter auf jeden Quadratmeter. Im Nordbecken ist eine Algenblüte auf der Seeoberfläche nicht üblich, da hier eine ganzjährliche Wasserzirkulation herrscht. Die Algen und Pflanzen und die dementsprechende Chlorophyllkonzentration sind möglicherweise nahe am Seeufer des Nordbeckens in 1m Tiefe gemessen worden. Im Winter und Frühling 1996 herrschte eine lange Frostperiode (wetterkontor.de), somit war das Wasser im Nordbecken zugefroren. Das Südbecken war befroren. Beim Auftauen zog das Nordbecken während der Zirkulation im Sommer Plankton und Pflanzen vom Seeufer mit sich. Dies erklärt die hohen Werte am Anfang des Kurvenverlaufs. So konnte die Wasserzirkulation den Chlorophyllgehalt im Wasser im Monat Juni verteilen und die Kurve sinkt wieder. Da der Sommer sehr regnerisch war und es ebenfalls eine hohe Sonneneinstrahlung gab, sind dazu möglicherweise viele abgerissene Pflanzen mit dem Regen ins Wasser gelangt. Dort würde es abgebaut werden und der Chlorophyllgehalt im Wasser stiege schlagartig (siehe Juli und August).