Vergleich der Genregulation bei Pro- und Eukaryoten
Gemeinsamkeiten
- Die RNA-Polymerase bindet bei beiden an einen spezifischen Promotor in der DNA
- Der Beginn der Transkription wird von Proteinen reguliert, die am Promotor binden
- Regulatorproteine (Transkriptionsfaktoren) besitzen sowohl DNA-bindende Bereiche als auch Bindungsstellen für andere Regulatorproteine
Wichtiger Begriff: Transkriptionsfaktoren sind Proteine, die durch Bindung an spezifische DNA-Sequenzen die Transkription von Genen regulieren. Ihr Aufbau umfasst typischerweise DNA-Bindungsdomänen und Bereiche zur Interaktion mit anderen Proteinen.
Unterschiede
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Die Genregulation bei Eukaryoten ist wesentlich komplexer als bei Prokaryoten
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Prokaryoten organisieren verwandte Gene in Operons (regulatorische Einheiten), während bei Eukaryoten die entsprechenden Gene oft über das Genom verstreut sind und jeweils eigene Promotoren besitzen
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Transkriptionsfaktoren bei Prokaryoten und Eukaryoten:
- Eukaryoten benötigen allgemeine Transkriptionsfaktoren für die Bindung der RNA-Polymerase an den Promotor
- Der Unterschied zwischen allgemeinen und spezifischen Transkriptionsfaktoren liegt in ihrer Funktion: Allgemeine sind für die Grundaktivität notwendig, spezifische regulieren bestimmte Gene
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Der Zugang zu Promotoren wird bei Eukaryoten durch die Chromatinstruktur eingeschränkt
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Enhancer und Silencer bei Eukaryoten:
- Spezifische Transkriptionsfaktoren binden an regulatorische DNA-Kontrollsequenzen (Enhancer/Silencer)
- Diese können tausende Nukleotide vom Promotor entfernt liegen
- Durch DNA-Schleifenbildung kommen sie mit dem Promotor in Kontakt
- Sie beeinflussen die Transkriptionsrate durch positive Genregulation (Enhancer) oder negative Genregulation (Silencer)
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Bei Eukaryoten gibt es zusätzlich das alternative Spleißen:
- Prä-mRNA enthält mehrere Introns
- Beim alternativen Spleißen werden nicht nur Introns, sondern auch bestimmte Exons herausgeschnitten
- Dadurch können aus einem Gen verschiedene reife mRNAs entstehen
Beispiel: Die Substratinduktion und Endproduktrepression sind Beispiele für Genregulationsmechanismen bei Prokaryoten im Operon-Modell. Bei Eukaryoten kann ein Gen durch alternatives Spleißen verschiedene Proteine kodieren, wie beim Dscam-Gen in Drosophila, das theoretisch über 38.000 verschiedene Proteinvarianten erzeugen kann.


